Voyager DE - linear MALDI Time of Flight Massenspektrometer

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Informationen zum Gerät & Zitieren in Arbeit und Publikation

Das Voyager DE von der Firma PE Biosystems wurde von Herrn Prof. Dr. Sewald angeschafft. Es steht vorrangig seiner Arbeitsgruppe, aber auch der Fakultät für Chemie für Messungen zur Verfügung.

Dieses Gerät arbeitet mit einem Flugzeitanalysator. Dabei werden Ionen mit Hilfe der MALDI-Technik erzeugt. Dazu wird die in einer Matrix eingebettete Probe mit einem UV-Laser beschossen (3 ns), worauf die Ionen in einem elektrischen Feld (20-25 kV) beschleunigt werden. Da die Geschwindigkeit somit nur vom m/z-Verhältnis abhängt, erreichen zunächst die "leichten" Ionen nach der Driftstrecke den Detektor gefolgt von den Schwereren. Aus der Flugzeit kann schließlich auf das m/z-Verhältnis zurückgerechnet werden.

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Abb. 1   Probenplatte

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Abb. 2   kristallisierender Spot

Voyager MALDI TOF

Um vor allem größere Moleküle unzersetzt in die Gasphase zu überführen wird der Analyt mit einer Matrix gemischt (Verhältnis ca. 1:1000) und auf dem Probenträger (Target - Abb. 1) kristallisiert. (Abb. 2 zeigt einen kristallisierenden Probenspot.) Die Matrixsubstanz (siehe MALDI) muß zum einen gut kristallisieren und in der Lage sein, Licht im UV-Bereich zu absorbieren, um die Laserenergie aufzunehmen.

Bestimmte Substanzklassen, die selbst im UV-Bereich absorbieren können auch ohne Matrix gemessen werden. Diese Methode wird Laser Desorption Ionization (LDI) genannt und führt i.R. zu einer stärkeren Anregung des Analyten und gibt somit zu verstärkter Fragmentierung in der Ionenquelle Anlaß.