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Der Chemieunterricht zählt bei deutschen Schülerinnen und Schülern zu den unbeliebtesten Fächern. Die Konsequenzen sind offensichtlich: Es fehlt an kompetenten naturwissenschaftlichem Nachwuchs und an Sachkennt- nissen, um mündig politische Entscheidungen nachvollziehen zu können. Das mangelnde Interesse am Chemieunterricht wird auch darauf zurück- geführt, dass die Begegnung mit naturwissenschaftlichen Fragen in der Schule zu spät einsetzt.
Hier setzt der Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe Chemie und Didaktik der Chemie I an. Im Rahmen vielfältiger Projekte wird Grundla- genforschung zur Naturwissenschaftsvermittlung im Vorschul- und Grundschulalter betrieben. Dabei belegen die zahlreich durchgeführten Untersuchungen, dass schon bei Fünf- bis Sechsjährigen die lern- und entwicklungspsychologischen Voraussetzungen für einen Zugang zu naturwissenschaftlichen Phänomenen angelegt sind, was daher umso mehr im Grundschulalter vorausgesetzt werden kann. [mehr..]