Fakultät für Chemie - Chemie und Didaktik der Chemie I
 
 
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Dr. Anke C. Seidel


Anke C. Seidel

Promotion:

Dissertation: 
4. Mai 2010

Entwicklung, Erprobung und Evaluierung eines Moduls zum Thema "Unbelebte Natur" für Erzieherinnenausbildung an Fachschulen für Sozialpädagogik







Lebenslauf

Sept. 2005 - März 2010   Wissenschaftliche Angestellte in der Arbeitsgruppe Chemie und Didaktik der Chemie I
Juni 2005 Abschluss des Studiums mit dem 1. Staatsexamen
2002 - 2005 Studium des Lehramtes der Primarstufe mit den Fächern Sachunterricht, Deutsch und Mathematik an der Universität Bielefeld
1999 - 2002 Studium des Lehramtes der Sekundarstufen I und II mit den Fächern Biologie, Englisch und Pädagogik an der Universität Bielefeld

 

In der Lehre

 

 

Thema der Dissertation


Entwicklung, Erprobung und Evaluierung eines Moduls zum Thema "Unbelebte Natur" für Erzieherinnenausbildung an Fachschulen für Sozialpädagogik

Naturwissenschaftliche Ausbildung und Fortbildung für Erzieherinnen und Erzieher

Mit der aktuellen Forderung nach mehr naturwissenschaftlicher Bildung in vorschulpädagogischen Einrichtungen befindet sich der Elementarbereich derzeit in einem Umbruch. Dies wurde auch eingeleitet durch die neuen Bildungspläne, die seit September 2005 für nunmehr alle Bundesländer bestehen. Mit der Einführung von chemischen und physikalischen Inhalten wird nun stärker als zuvor das Interesse der Kinder an Phänomenen der unbelebten Natur berücksichtigt.

Diese Entwicklung bedeutet jedoch für die Erzieherinnen und Erzieher eine neue Herausforderung: Die Integration naturwissenschaftlicher Bildung in den Alltag der Einrichtungen. Um naturwissenschaftliches Denken zu fördern verlangen Durchführung und Beobachtung von Experimenten und deren Deutung nach einer kindgerechten Umsetzung. Da viele Erzieherinnen und Erzieher aufgrund ihrer eigenen – oft negativen – Erfahrungen in der Schulzeit gewisse Ressentiments gegenüber Themen der Chemie und Physik entwickelt haben, ist die Einbindung von naturwissenschaftlichen Themen in den Vorschulbereich mit Hindernissen verbunden. Erschwerend kommt hinzu, dass der Ausbildungsunterricht an den Sozialfachschulen selten theoretische Grundlagen oder gar praktische Anwendungen für die Naturwissenschaftsvermittlung an Kinder behandelt.

Die so bestehenden Defizite können die bereits ausgelernten Erzieherinnen und Erzieher nur in der eigenverantwortlichen Weiterbildung beheben. Um den Forderungen der neuen Bildungspläne nach naturwissenschaftlichen Inhalten im Vorschulbereich gerecht zu werden, ist jedoch eine frühere Behandlung des Themas bereits in der Ausbildung gefordert.

Im Rahmen des Promotionsvorhabens soll deshalb zum einen untersucht werden, welche Möglichkeiten Erzieherinnen und Erzieher haben, sich über verschiedene sekundäre Bildungswege die nötigen fachlichen Hintergründe, aber auch die didaktische Umsetzung für die Kinder anzueignen. Zum anderen stellt sich die Frage, wie eine zukünftige Ergänzung der schulischen Ausbildung um das Thema Naturwissenschaft aussehen könnte. Hierzu sollen Modelle entwickelt und im Rahmen von Workshops als Fortbildungsmaßnahme bzw. als Unterrichtseinheit in Sozialfachschulen evaluiert werden.