Fakultät für Chemie - Chemie und Didaktik der Chemie I
 
 
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Dr. Sonja Gehrke (geb. Krahn)


Sonja Krahn
Promotion: 10. Februar 2006
Dissertation: Untersuchungen zum intuitiven naturwissenschaftlichen Wissen von Kindern im Alter zwischen zwei und sieben Jahren





Lebenslauf

Aug. 2002 - Juli 2005  Wissenschaftliche Angestellte in der Arbeitsgruppe Chemie und Didaktik der Chemie I
Mai 2002  Abschluß des Studiums mit dem 1. Staatsexamen
1997 - 2002  Studium des Lehramtes der Sekundarstufen I und II für die Fächer Chemie und Biologie an der Universität Bielefeld


In der Lehre

 


Thema der Dissertation


Untersuchungen zum intuitiven naturwissenschaftlichen Wissen von Kindern im Alter zwischen zwei und sieben Jahren


Ab welcher Altersstufe können Kinder an Phänomene der unbelebten Natur herangeführt werden?

Kinder im Alter von 5-6 Jahren zeigen laut bisheriger Untersuchungen ein großes Interesse an Versuchen zur Physik/Chemie und lassen durch eine hohe Erinnerungsfähigkeit an die Experimente und deren Deutung erkennen, dass auch die theoretischen Hintergründe auf einfachem Niveau erfasst werden.

Doch wie sieht es mit noch jüngeren Kindern aus?

Unbestritten ist, dass schon sehr junge Kinder (im Alter von wenigen Monaten) intuitives Wissen zu physikalischen Vorgängen und Eigenschaften besitzen.

 

In der gängigen Literatur findet man über Kinder im Alter von 3-4 Jahren häufig Studien zur intuitiven Physik und intuitiven Psychologie sowie zur intuitiven Biologie. Untersuchungen zu bereichsspezifischem Wissen über chemische Phänomene, insbesondere dieser Altersgruppe, gibt es dagegen bislang nicht.

 

Der Frage nach dem intuitiven chemischen Wissen junger Kinder räumen wir einen besonderen Stellenwert ein, denn die Kenntnis über solches bereichsspezifisches Wissen spielt eine zentrale Rolle bei der Überlegung, ab welchem Alter chemische Themen die Aufmerksamkeit von jungen Kindern wecken und eine Heranführung an Themen der unbelebten Natur sinnvoll ist.

Im Rahmen des Promotionsvorhabens soll daher das intuitive Wissen junger Kinder zu einfachen chemischen Phänomenen untersucht werden.



Literatur


Sodian, B. (2002): Begriffliches Wissen. In R. Oerter & L. Montada, Entwicklungspsychologie (5.Aufl.) Beltz, Weinheim. (Überblick)

 

Mähler, C. (1999): Naive Theorien im kindlichen Denken. In Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie, 31 (2), 53-66 (Überblick)

 

Baillargeon, R. & De Vos, J. (1991). Object permanence in young infants: Further evidence. In: Child Development, 62, 127-1246 (intuitive Physik)

 

Krist, H. (1992): Entwicklung naiver Bewegungskonzepte: Je flacher, desto weiter? In: Zeitschrift für Entwicklungspsychologie und pädagogische Psychologie, 24, 171-183 (intuitive Physik)

 

Inagaki, K. & Hatano, G. (1993): Young children´s understanding of the mind-body diststinction. Child Development, 67, 2823-2840 (intuitive Biologie)

 

Solomon, G.E.A., Johnson, S.C., Zaitchnik, D. & Carey, S. (1996): Like father, like son: Young children´s understanding of how and why offspring resemble their parents. Child Development, 67, 151-171 (intuitive Biologie)