Fakultät für Chemie - Fachschaft Chemie
 
 
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English, please

English, please


„Die Weltsprache der Naturwissenschaften ist schlechtes Englisch”
- unter Naturwissenschaftlern verbreitetes Sprichwort


Warum braucht ein Naturwissenschaftler Englisch?

Im Laufe eures naturwissenschaftlichen Studiums werdet ihr um Englischkenntnisse nicht herum kommen. Naturwissenschaften leben vom Austausch unter Wissenschaftler aus der ganzen Welt - ohne Austausch keine Innovation. Dieser Austausch geschieht - wie sollte es anders sein - in der Weltsprache Englisch.

Englisch wird nicht nur auf den großen Tagungen und wissenschaftlichen Treffen gesprochen, auch der überwiegende Teil der Fachliteratur existiert nur in englischer Sprache. Während es die meisten Grundlagenbücher für die ersten paar Semester des Studiums meist (aber nicht immer!) in deutscher Übersetzung gibt, sind die spezialisierten und tiefer gehenden Werke nur noch in Englisch erhältlich.

Auch in den wissenschaftlichen Zeitschriften (wie Nature oder Science), in denen Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse veröffentlichen, wird auf Englisch oder gar nicht publiziert!


Was bedeutet das für die Studenten?

Ganz einfach: Im Laufe des Studiums - meist schon im Bachelor, spätestens im Master - werdet ihr mit englischsprachigen Texten konfrontiert, besucht englische Vorlesungen oder müsst Vorträge auf Englisch halten. Dies geschieht meist ohne Vorwarnung - wer bis dahin nicht gelernt hat, damit umzugehen, wird einen Sprung ins kalte Wasser erleben! Jeder Dozent geht davon aus, dass ihr alle die Befähigung habt, damit umzugehen (oder es im Laufe des Studiums lernt), d.h. es wird nur sehr begrenzt Rücksicht genommen.


Wie viel Englisch muss ich können?

Englische Vorlesungen zu hören und Fachbücher zu lesen klingt schlimmer, als es ist. Ihr habt bereits im Abitur über Jahre hinweg Englisch gelernt, d.h. die Grundzüge der Sprache sind euch bekannt. Das fachliche Vokabular erlernt man mit der Zeit wie von selbst. Fachausdrücke und auch typische Satzbauten wiederholen sich - wissenschaftliches Englisch ist grammatikalisch in der Regel simpel gestrickt.

Ihr solltet in der Lage sein, sauber gesprochenes Englisch zu verstehen und Texte (mit einem Wörterbuch zur Hand) lesen zu können. Wenn ihr beim Sprechen hakt oder gelegentliche Grammatikfehler unterlaufen, ist dies weniger schlimm - Übung macht den Meister.


Wie hole ich in Englisch auf?

Zuallererst empfiehlt es sich, bereits im Grundstudium (den ersten drei bis vier Semestern) das ein- oder andere Fachbuch auf Englisch zu lesen. Es bereitet Mühe, schafft aber das nötige Grundvokabular und hilft, sich wieder in die Sprache einzufinden.

Darüber hinaus werden an der Universität Sprachkurse in Englisch angeboten - unter anderem in manchen Jahren eine spezielle Vorlesung namens „Englisch für Naturwissenschaftler”, deren Niveau jedoch stark schwankt. Einfach im ekVV (dem elektronisch kommentierten Vorlesungsverzeichnis auf der Uni-Homepage) nachschlagen und sich etwas heraussuchen, das zum eigenen Kenntnisstand passt. Die entsprechenden Veranstaltungen lassen sich in der Individuellen Ergänzung verbuchen und sind somit nicht umsonst.

Viel mehr Spaß macht es dagegen, die Sprache „live” zu erlernen: Für den Anfang könnt ihr euch angewöhnen, Filme und Serien in Englisch (gegebenenfalls mit Untertiteln) zu gucken oder Romane in Englisch zu lesen, später im Studium bieten sich interessante Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt (siehe auch Auslandssemester - Warum eigentlich?) in einem englischsprachigen Land.

Im Allgemeinen gilt: Je früher ihr anfangt, desto einfacher wird euch der Übergang fallen und desto mehr Routine bekommt ihr. Vermeidet es, verbissen vor englischen Grammatikbüchern zu sitzen, nur um der Vorlesung folgen zu können. Beginnt früh, bindet es in den Alltag ein und habt Spaß dabei!



„He who does not know foreign languages does not know anything about his own.” - Johann Wolfgang von Goethe, Kunst and Alterthum




Für den eiligen Leser