Die Fakultät für Chemie trauert um Herrn Professor Dr. Wolfgang Leuchtenberger, der am 2. Oktober 2018 im Alter von 74 Jahren verstarb.

Herr Prof. Leuchtenberger war neben seiner Haupttätigkeit als Industriechemiker in verschiedenen Forschungspositionen bei der Degussa AG bzw. Degussa-Hüls-AG sowie dem daraus entstandenen Unternehmen Evonik Industries AG der Universität Bielefeld und im Besonderen dabei der Fakultät für Chemie eng verbunden.

Seit 1985 war er in der Lehre im Rahmen von Lehraufträgen zu biotechnologischen Verfahren zur Produktion von Aminosäuren und zur Technischen Biochemie tätig. In Anerkennung seiner Dienste wurde er im Jahre 1993 zum Honorarprofessor an der Fakultät für Chemie der Universität Bielefeld ernannt. Sein Forschungsinteresse galt insbesondere der Chemie der Aminosäuren als sowohl für die organische Chemie als auch Biochemie bedeutendes Wissenschaftsgebiet. Hierbei hat Herr Prof. Leuchtenberger wegweisende Pionierarbeit zur industriellen biokatalytischen und fermentativen Herstellung solcher Verbindungen geleistet und wesentlich zur Etablierung solcher im industriellen Produktionsmaßstab genutzter biotechnologischer Verfahren beigetragen.

Neben seinen großen Verdiensten in Forschung und Lehre war Herr Prof. Leuchtenberger sehr engagiert in der Degussa-Stiftung / Evonik-Stiftung tätig, in dessen Rahmen eine Vielzahl von Studierenden großzügig gefördert werden konnten.

Neben seinen Leistungen in Forschung und Lehre war Herr Prof. Leuchtenberger aber auch eine außergewöhnliche Persönlichkeit und ein großartiger Mensch, dessen Herzlichkeit alle, die ihn kannten, sehr schätzten.

Wir werden Herrn Prof. Dr. Wolfgang Leuchtenberger in dankbarer Erinnerung behalten.

Aus den Arbeitsgruppen 



[Alle Beiträge]

Forschungsprofil der Fakultät für Chemie

  1. Molekül-basierte Materialien
    Aziz-Lange, Ghadwal, Glaser, Godt, Hellweg, Hoge, Kohse-Höinghaus, Kühnle, Mitzel
  2. Life Science Chemistry
    Dierks, Fischer v. Mollard, Gröger, Hellweg, Kottke, Lübke, Niemann, Sewald
  3. Gasphasen- und Atmosphären-Chemie
    Brockhinke, Eisfeld, Kohse-Höinghaus, Koop, Manthe, Mitzel
  4. Public Understanding of Science
    Dunker, Kohse-Höinghaus, Lück, Mitzel

Große aktuelle Themenblöcke im Bereich Molekül-basierte Materialien sind molekulare Magneten, biomimetische Katalysatoren, Cytostatika, fluorierte Verbindungen, Organometallverbindungen, Silane, Spinsonden und Modelle für die EPR-Spektroskopie, Mikrogele und Mikroemulsionen.

Im Bereich von Life Science Chemistry wird Proteinkristallographie betrieben sowie Sulfatasen, lysosomale Hydrolasen und Membrantransport untersucht. Ein Schwerpunkt in diesem Bereich sind bioorganische und biokatalytische Themen in Gruppen der Organischen Chemie, die auch von biochemischen Gruppen in der Fakultät für Chemie bearbeitet werden.

Die Gasphasen- und Atmosphärenchemie befasst sich mit Verbrennungsprozessen, atmosphärischen Aerosolen und Eisbildung. Ein EU-weites Alleinstellungsmerkmal ist das von der DFG geförderte Gerätezentrum „Gas-Elektronenbeugung und Strukturaufklärung von kleinen Molekülen“ (GED@BI, N. Mitzel).

Der Bereich Public Understanding of Science widmet sich schwerpunktmäßig der Forschung zur Vermittlung von Chemie im frühen Kindesalter.

Wie die Universität Bielefeld insgesamt zeichnet sich auch die Fakultät für Chemie durch ausgeprägte Interdisziplinarität aus. Im Schwerpunkt Molekül-basierte Materialien bestehen intensive Kooperationen mit Physikern der Universität Bielefeld.

Der Themenbereich Life Science Chemistry wird gestärkt durch Zusammenarbeiten mit der Fakultät für Biologie, der Technischen Fakultät und dem CeBiTec.
Das „Centrum für Molekulare Materialien“ CM2 (Koordinator B. Hoge), eine wissenschaftliche Einrichtung mit Gruppen aus Chemie und Physik, wurde gegründet, um technisches Know-how industrieller Kooperationspartner mit aktuellen Erkenntnissen universitärer Grundlagenforschung zu verbinden.
Jede Arbeitsgruppe forscht zusätzlich in nationalen und internationalen Kooperationsprojekten.


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