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Personendaten zu Prof. Dr. Norbert Sewald

  Prof. Dr. Norbert Sewald
Prof. Dr. Norbert Sewald
Universitätsprofessor
Raum: F2-141
Labor: F2-240
Telefon: 0521 106 2051
Fax: 0521 106 8094
E-Mail:

Vita

Norbert Sewald wurde 1961 in München geboren und studierte Chemie an der Technischen Universität München. Nach der Promotion in Organischer Chemie arbeitete er von 1991 bis 1992 in der Gruppe von Prof. J. E. Baldwin an der University of Oxford. 1993 begann er die Arbeiten zur Habilitation, die er ab 1994 an der Universität Leipzig fortsetzte und dort 1998 abschloss. Seit 1999 ist er Professor für Organische und Bioorganische Chemie der Universität Bielefeld.




Forschungsschwerpunkte



Neue Synthesemethoden: Chirale Reagenzien und Katalysatoren


Viele Naturstoffe und biologisch aktive Verbindungen sind chiral. Diese Moleküle kommen in zwei enantiomeren Formen vor, die sich wie Bild und Spiegelbild gleichen. Meist ist nur eine der beiden Formen für die physiologische Wirkung verantwortlich. Die andere kann z. T. sogar schädliche Nebenwirkungen haben. Es ist daher wichtig, möglichst effiziente, umweltschonende und ökonomische Syntheseverfahren zu entwickeln, die selektiv nur das gewünschte Enantiomer erzeugen.


Organische Chemie und Bioorganische Chemie an der Schnittstelle zu Biologie und Medizin


Die Erforschung der molekularen Ursachen pathologischer Prozesse ("molekulare Medizin") gewinnt in neuester Zeit immer mehr an Bedeutung. Dabei sollen neue Ansätze für schnellere und sichere Diagnostik und gezielte, möglichst kausale und nebenwirkungsarme Therapiemöglichkeiten entwickelt werden.
Zentrales Ziel der Untersuchungen sind dabei Wechselwirkungen von Wirkstoffen mit ihren Rezeptoren an der Zelloberfläche. Diesen liegen in aller Regel hochselektive Erkennungsmechanismen zugrunde. Peptide sind häufig körpereigene Boten- und Wirkstoffe. Sie werden im Organismus jedoch normalerweise rasch abgebaut. Chemische Modifizierungen erlauben es, die Stabilität zu erhöhen und somit Peptide gezielt als therapeutische Wirkstoffe einzusetzen. Die dreidimensionale Struktur dieser Substanzen in Lösung ist ein wichtiger Parameter hinsichtlich ihrer biologischen Aktivität und Selektivität. Daher sind bei diesen Forschungsthemen sowohl die kombinatorische Chemie als auch molecular modelling wichtige Methoden.
Mit Kooperationspartnern aus In- und Ausland wird vor allem der Themenkreis „Wechselwirkung chemisch modifizierter Peptide mit Integrinen” studiert. Dabei arbeiten Chemiker, Spektroskopiker, Biochemiker, Biologen und Mediziner eng zusammen. Integrine als extrazelluläre Makromoleküle (membranständige Glycoproteine) spielen als Rezeptoren eine zentrale Rolle z. B. bei Blutplättchenaggregation, Osteoporose, Tumorzelladhäsion und -metastasierung oder Entzündungsprozessen (Rheuma).


Personendaten

Sie finden hier Kontaktdaten und Informationen zu den Arbeitsbereichen der Mitarbeiter des Arbeitskreises Organische Chemie III.

Sekretariat

Fr. Iris Dopheide
Raum:F2-139
Telefon:0521 106 6963
Fax:0521 106 8094
E-Mail:sekretariat.oc3@uni-bielefeld.de