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Master Chemie

Mit dem Mastergrad in Studiengängen der Chemie qualifizieren sich junge Chemikerinnen und Chemiker normalerweise für die Zulassung zur Promotion.
Der Arbeitsmarkt fordert Absolventinnen und Absolventen mit fundierter disziplinärer Ausbildung - nach wie vor bevorzugt nach einer Promotion -, die in der Lage sind, auf der Basis ihres disziplinären Wissens konstruktive Beiträge auch in interdisziplinär angelegten Projekten zu liefern. Dieser Forderung wird durch einen Masterstudiengang, in dem die Studierenden an Veranstaltungen aus mindestens zwei Schwerpunkten der Chemie (Synthese, Physikochemie, Theorie und Computeranwendung) teilnehmen und der in begrenztem Umfang für Veranstaltungen anderer mathematisch-naturwissenschaftlicher Fächer geöffnet ist, Rechnung getragen.

In dem Konzept des Masterstudiengangs wird die Leitlinie „Master by Research" verfolgt. Der Anteil von Forschungspraktika umfasst abhängig vom gewählten Schwerpunkt mindestens 10-30 LP. Hinzu kommen die Masterarbeit (30 LP) sowie ein erheblicher Anteil an Selbststudium, der in den Leistungspunkten der Vorlesungen/Seminare berücksichtigt wird. In den Forschungspraktika und auch in der Masterarbeit wird den Studierenden Gelegenheit geboten, aufbauend auf den disziplinären Kenntnissen auf einem begrenzten Themengebiet relativ eigenständig zu forschen. Entsprechend der Ausrichtung der Arbeitsgruppen wird der/die Student/in dabei in der Regel an interdisziplinären Themen mitarbeiten. Damit erfolgt sowohl eine Vertiefung der Kenntnisse in der Disziplin als auch die Anregung zum Disziplin-überschreitenden Denken und Arbeiten.

Neben der experimentellen forschungsorientierten Ausbildung ist ein weiteres wesentliches Element des Masterstudiengangs das frühzeitige Einbinden von Seminaren zur Diskussion aktueller Forschungsarbeiten und Forschungsrichtungen sowie die Anregung zur Kreativität, unterstützt durch das Seminar "chemische Kreativität" und dem Erstellen von Forschungsplänen für achtwöchige Forschungspraktika.
Der Studiengang Master of Science "Molekülwissenschaft - Chemie" bildet in einem konsekutiven und forschungsbezogenen Studiengang Chemikerinnen und Chemiker heran:


Synthese

Die Betonung liegt bei diesem Schwerpunkt auf experimenteller Chemie. Es werden Forschungspraktika im Schwerpunkt Synthese in einem Gesamtumfang von mindestens 30 LP (22 Wochen ganztags) verlangt. Außerdem nehmen die Studierenden an einem Vertiefungs- oder Forschungspraktikum (mindestens 4 Wochen ganztags) eines anderen Schwerpunktes teil. Sie können darüber hinaus im Rahmen ihres Wahlbereiches Praktika besuchen.

In den Theoriemodulen des Pflichtbereiches hören die Studierenden mindestens sechs Spezialvorlesungen in Anorganischer, Organischer, Bioanorganischer, Bioorganischer, Makromolekularer, Analytischer und Technischer Chemie und mindestens vier Vorlesungen in Physikalischer oder Theoretischer Chemie. Durch die Verpflichtung, 15 LP aus mindestens einem zweiten Schwerpunkt zu studieren, wird erreicht, dass trotz der Fokussierung auf Themen der Synthesechemie ein fundiertes Wissen über Themen, die der Physikalischen oder Theoretischen Chemie zugeordnet werden, erworben wird. Kenntnisse aus diesen Schwerpunkten sind essentiell für eine spätere Tätigkeit in der Forschung bzw. für den Promotionsstudiengang.

Ein Wechsel in das Profil "Schwerpunkt Physikochemie" ist bis zum dritten Semester möglich.
Die Masterarbeit wird in dem Schwerpunkt Synthese angefertigt.


Physikochemie

Dieses Studienprofil legt die Betonung auf Physikalische Chemie. Dort sind neben Theoriemodulen im Umfang von 15 LP mindestens 2 Praktikumsmodule durchzuführen. Eines davon ist als 8-wöchiges Forschungspraktikum konzipiert. Daneben sind Vorlesungen/Seminare sowie ein Praktikum von mind. 5 LP Umfang im Schwerpunkt Synthese oder Theorie einzubringen.

Ein Wechsel in das Profil "Schwerpunkt Synthese" ist bis zum dritten Semester möglich.
Die Masterarbeit wird in dem Schwerpunkt Physikochemie angefertigt.


Theorie und Computeranwendungen

Diese Profil richtet sich an Studierende mit besonderem Interesse an Theoretische Chemie, Chemischer Physik oder Computational Chemistry.

Die Vorlesungen Fortgeschrittene Theoretische Chemie I (Reaktionsdynamik und Spektroskopie) und II (Spezielle Numerische Methoden) vermitteln die Grundlagen. Daran schließt sich eine Phase umfangreicher Arbeitskreispraktika an: Ein dreimonatiges Forschungspraktikum und evt. ein Praktikum Programmentwicklung. Danaben werden ergänzende Vorlesungen und Praktika entsprechend den individuellen Interessen belegt. Module aus der (theoretischen) Physik bei eher theoretisch-methodischem Schwerpunkt oder Module aus den Master-Profilen "Physikochemie" oder "Synthese" in der angewandten Computational Chemistry.

Als Vorbereitung sind die Veranstaltungen Theoretische Chemie II (Quantenchemie) und Computational Chemistry im Bachelorstudium Chemie hilfreich.

Die Masterarbeit wird im Schwerpunkt Theorie und Computeranwendungen angefertigt.