




Vertiefende Untersuchung und qualitative Fallstudien zu Verantwortungskonzepten und Familienbildern
Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Investitionsprogramms „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB)
In Zusammenarbeit mit der wissenschaftlichen Begleitung „Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen“ (StEG)
Laufzeit: 01. Januar – 31.Dezember 2010
Im Rahmen des Forschungsprojekts sollen auf Basis der empirischen Erkenntnisse aus dem Projekt „Familien als Akteure in der Ganztagsgrundschule“, Befunde aus der StEG-Erhebung sowie der aktuellen und international diskutierten und reflektierten Phänomene und Diskurse zwei Forschungsperspektiven im Vordergrund stehen: (1) Verantwortungskonzepte und (2) die soziale Konstruktion von Familienbildern.
Diese Perspektiven werden auf der Basis von qualitativen Fallstudien von Familien und Professionellen (Schulleitung, Lehr- und weiteren pädagogischen Fachkräften) hinsichtlich des Verhältnisses von Familie und Ganztagsgrundschule reflektiert und analysiert. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, wie Familienbilder und Verantwortungskonzepte wirksam werden und welche Bedeutung diese für die Akteure haben, insbesondere in Hinblick auf die Kooperation zwischen den Beteiligten sowie einer Öffnung von Ganztagsgrundschulen für Familien und die Frage nach dem Gelingen von Aushandlungs- und Verständigungsprozessen zwischen Familie und Ganztagsgrundschule.
Methodisches Vorgehen
Die Durchführung des Forschungsprojektes findet in zwei Bundesländern statt: Nordrhein-Westfalen und Thüringen. Die Auswahl eines west- und eines ostdeutschen Bundeslandes ermöglicht Ergebnisse mit Blick auf die Familienbilder und Verantwortungskonzepte in Ost- und Westdeutschland und gibt Aufschluss über die spezifischen Muster der Inanspruchnahme, der Nutzungsweisen und des Verständnisses von Ganztagsgrundschulen aus Sicht von Familien und Professionellen.
In beiden Bundesländern werden zwei offene Ganztagsgrundschulen unter Berücksichtigung der Sozialstruktur des Einzugsgebietes und der pädagogischen Gesamtkonzeption ausgewählt, zu denen teilweise aus dem Projekt „Familien als Akteure in der Ganztagsgrundschule“ Kontakte bestehen. Pro Schule wird eine dritte Klasse ausgewählt, über die auch die Auswahl der Professionellen und der Familien zustande kommt.
Mit den Professionellen (Schulleitung, Lehr- und weiteren pädagogischen Fachkräften) der Schulen werden im Rahmen der Datenerhebung Gruppendiskussionen geführt, die mit einem Eingangsstimulus eröffnet und moderiert werden. Mit den Familien ist die Durchführung eines intergenerationalen Familieninterviews anhand eines offenen Leitfadens geplant. Pro Schulen werden drei bis vier Familien, deren Kind die dritte Klasse besucht, ausgewählt. Angestrebt ist eine „vollständige“ Familie mit beiden leiblichen Eltern und ihrem Kind, eine Patchworkfamilie und eine Alleinerziehendenfamilie zu interviewen.
Gesamtleitung:
Prof.`in D. Sabine Andresen
Prof. Dr. Dr. mult. h.c. Hans-Uwe Otto
Martina Richter (Universität Vechta)
Mitarbeiterinnen:
Lena Blomenkamp
Nicole Koch
Anne-Dorothee Wolf
Kathrin Wrobel
Studentische Mitarbeiterinnen:
Julia Abraham
Maike Lippelt
Lina Lösche
Kontakt:
Nicole Koch (Projektkoordination)
Universität Bielefeld
Fakultät für Erziehungswissenschaft, AG 1
Postfach 100131
33501 Bielefeld
Tel. 0049 (0) 521/ 106-3083
Fax 0049 (0) 521/ 106-89037
nicole.koch5@uni-bielefeld.de
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