Fakultät für Erziehungswissenschaft
 
 
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Universität Bielefeld > Fakultät für Erziehungswissenschaft > AG 3 : Schultheorie
  

Die Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre

Der Arbeitsschwerpunkte der AG 3 liegen im Bereich der Schultheorie, schwerpunktmäßig in der Schultheorie von Grund- und Förderschulen.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Auseinandersetzung mit

  • Schule als gesellschaftlicher Institution, ihrem Auftrag und ihren Funktionen sowie ihrem Zusammenhang mit angrenzenden Institutionen und Professionen,
  • dem Beruf, der Professionalisierung und der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern,
  • Fragen der Methodik und Didaktik,
  • allgemeinen und sonderpädagogischen (Schul-)Theorien, auch in historischer Perspektive,
  • Theorien des Geschlechterverhältnisses und Schulreformtheorien.

Zentrales Interesse der Arbeit ist, den Blick der Schultheorie zu erweitern, Schule als Schule für alle Kinder zu gestalten und die universitäre Lehrerausbildung zu reformieren.

Von der AG wurde der Studiengang der Integrierten Sonderpädagogik maßgeblich entwickelt und initiiert, der zum WS 2002/2003 - damals noch als Modellversuch - gestartet ist.

Mittlerweile ist der Studiengang der Integrierten Sonderpädagogik in der Breite der Fakultät für Erziehungswissenschaft verankert und stellt nach wie vor ein Reformvorhaben der Universität Bielefeld dar, bei dem die curriculare, institutionelle und disziplinäre Verschränkung von Sonderpädagogik und allgemeiner Erziehungswissenschaft den Ausgangspunkt bildet. Die Studierenden erwerben am Ende des Studiums einen doppelten Abschluss und die vollständige Qualifikation für ein allgemeines Lehramt und für das Lehramt für sonderpädagogische Förderung (begrenzt auf die Förderschwerpunkte Lernen und Emotionale und soziale Entwicklung). Der Studiengang wird im Rahmen einer Absolventenstudie regelmäßig evaluiert (siehe Forschungsprojekte).

Diesen Interessen dienen auch folgende Reformprojekte im Bereich der Schulentwicklung und der Lehrerbildung, die die Arbeitsgruppe, z.T. in Zusammenarbeit mit anderen Fächern und Einrichtungen der Universität Bielefeld, entwickelt hat und gestaltet:

1  Die Lernwerkstatt
Die Lernwerkstatt ist ein Ort „Forschenden Lernens“, an dem Studierende, Lehramtsanwärter/innen und Lehrkräften aus Grund- und Förderschulen veränderte Lernerfahrungen vermittelt werden können. Die Lernwerkstatt bietet tägliche Öffnungszeiten an (im Semester: Mo 12-14, Di 12-17.30, Mi & Do 12-16 Uhr) sowie ein vielfältiges Workshopangebot. Eine Grundidee der Lernwerkstättenbewegung ist,  „... dass Erwachsene selbst anders lernen müssen – aktiv, forschend, entdeckend, kreativ, offen –, um mit Kindern auf andere Weise Schule machen zu können“ (Karin Ernst 1993, 18).
Wir verstehen uns als Teil von Lehrerbildungsreform und bieten die Verbindung theoriebezogener Ausbildung mit Schulpraxis, die Vernetzung von Universität mit Schulen und Studienseminaren sowie ein Kommunikations- und Kooperationszentrum für Studierende mit dem Berufswunsch Lehrerin und Lehrer und alle, die an der Lehrerbildung beteiligt sind und / oder in Schulen tätig sind.
Die Lernwerkstatt, die aus der Lehrmittelsammlung der Arbeitsgruppe 3 hervorgegangen ist, ist seit 1992 eine Dauereinrichtung der Fakultät. Sie befindet sich im Raum T0-218 im Hauptgebäude. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

2  Das Projekt "Inklusive Landkarte"
Das Projekt "Inklusive Landkarte" ist in Kooperation mit der BiSEd entstanden:
Die "Inklusive Landkarte" listet inklusiv arbeitende Schulen in der Region Bielefeld auf und verortet diese mit einem Ortspunkt.
Ziel ist es, Transparenz über die verschiedenen Institutionen herzustellen. Dadurch wird ein Überblick für Eltern, Schulen, Studierende und weiteren Interessierten geschaffen und die Vernetzung der Schulen untereinander unterstützt.
Sie können die Seiten der "Inklusiven Landkarte" auch nutzen, um Informationen zu dem Index für Inklusion  zu erhalten

3  Das Projekt "Schule für alle"
Im Projekt "Schule für alle" werden Grundschulkinder, die sich in erschwerten Lebenslagen befinden, von Studierenden der Bildungswissenschaften für die Dauer eines Jahres im Rahmen einer Patenschaft individuell gefördert und unterstützt. Die pädagogische Arbeit umfasst etwa 2-3 Stunden pro Woche und erfolgt in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Lehrerinnen und Lehrern der beteiligten Grundschulen, ggfs. mit weiteren außerschulischen Experten. Das Projekt ist im Fallstudienmodul bzw. im Modul „Berufsfeldbezogene Praxisstudie Diagnose und Förderung“ im BA-Studium Bildungswissenschaften curricular verankert.

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Die Arbeitsgruppe pflegt im Rahmen dieser Reformprojekte und über sie hinaus eine enge Kooperation mit Institutionen der Region, insbesondere mit

  • reformorientierten Grundschulen der Region sowie der Laborschule Bielefeld,
  • dem regionalen Zentrum für schulpraktische Studien (ZfsL, ehemals Studienseminar) für das Lehramt Primarstufe in Bielefeld und Minden sowie dem ZfsL für sonderpädagogische Förderung in Bielefeld,
  • dem Schulamt für die Stadt Bielefeld.

Innerhalb der Universität kooperieren die Mitglieder der Arbeitsgruppe mit Vertretern verschiedener Fakultäten ( PsychologieLinguistik und LiteraturwissenschaftMathematik, Sport etc. in interdisziplinärer Hinsicht sowie mit der Bielefeld School of Education (BiSEd).

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