Fakultät für Erziehungswissenschaft
 
 
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Uni von A-Z
Universität Bielefeld
  

Forschung

Laufende Projekte

Wissenschaftliche Begleitung des Projekts „Jugendschule Schlänitzsee“ Montessori-Oberschule Potsdam (Schulpreisgewinnerin 2007)

Laufzeit: 01.01.2010-31.12.2011 Forschergruppe: Jutta Standop, Antje Greiling, Eiko Jürgens

Drittmittelförderung: Robert-Bosch-Stiftung und Stiftung Brandenburger Tor

Kernziel des Vorhabens besteht in dem Auftrag, „eine curriculare Struktur für Unterrichtsprojekte zu konzipieren“, die am außerschulischen Lern- und Lebensort Schlänitzsee durchgeführt und mit Bildungsinhalten und Lernzielen der fachlichen Rahmenlehrpläne für die Jahrgangstufen 7/8, eventuell 9, verbunden werden sollen. Insbesondere wird erwartet, dass die Projektarbeit in außerschulischer Umgebung für Jugendliche attraktive Experimentier- und Bewährungsmöglichkeiten eröffnet, die die fragile Persönlichkeitsentwicklung pubertierender Jugendlicher positiv beeinflussen können.

Des Weiteren beinhaltet dieses Forschungsprojekt die Erprobung und Evaluation eines veränderten Arbeitszeitmodells von Lehrerinnen und Lehrern, das sog. Ganztätige Präsenzzeitmodell. Weil die pädagogische Arbeit in der Jugendschule Schlänitzsee auf die Vielfalt von Begegnungsmöglichkeiten mit genügend Zeit angewiesen ist, haben sich die projektbeteiligten Lehrerinnen und Lehrer dafür entschieden, ganztägig anwesend zu sein.

Wissenschaftliche Studie „Sinnvolles Erteilen, selbstgesteuertes Anfertigen und konstruktives Begleiten von Hausaufgaben in der Offenen Ganztagsgrundschule“ in Kooperation mit der VHS Reckenberg-Ems

Der zunehmende Bedarf an ganztägiger Betreuung in Verbindung mit dem Wunsch nach einem qualitativ hochwertigen, für die Kinder sowohl inhaltlich als auch psychosozial bereichernden Angebot stellt auch die Frage nach der Hausaufgabenbegleitung aus neuer Perspektive. Für viele Eltern ist – wenn es um die Entscheidung für oder gegen die Offene Ganztagsschule geht – ein grundlegender Aspekt, ob ihre Kinder die ihnen erteilten Hausaufgaben dort angemessen, sowohl räumlich als auch in lernförderlicher Atmosphäre, erledigen können und eventuell benötigte Unterstützung erhalten. Auf der anderen Seite stellt sich gerade für die Offene Ganztagsschule die Aufgabe, auch die Kinder in ihren Schularbeiten optimal zu begleiten, die einen erhöhten Förderbedarf haben und zu Hause auf keine Unterstützung zurückgreifen können.
Der erste Teil der Untersuchung wird als Querschnittserhebung angelegt. Befragt werden alle Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher der dem OGGS-Zweig der VHS Reckenberg-Ems angeschlossenen Grundschulen.
Im Anschluss an die Querschnittserhebung werden durch die gezielte Beobachtung von Phasen der Hausaufgabenbegleitung an Schulen die gegenwärtigen Verfahren und Vorgehensweisen zur Begleitung der Hausaufgaben ermittelt.
Die Auswertung dieser Daten bildet die Grundlage zur Erprobung von Verfahren im Rahmen der Aktionsforschung. Gemeinsam mit LehrerInnen und ErzieherInnen werden Konzepte und Modelle zum sinnvollen Erteilen und konstruktiven Begleiten von Hausaufgaben unter wissenschaftlicher Begleitung entwickelt und in der Hausaufgabenbegleitung erprobt.

Einen aktuellen Überblick der Studie finden Sie hier  

 

Abgeschlossene Projekte

Forschungsprojekt „Lernort Bibliothek und VHS / Medien- und Informationskompetenz für Schülerinnen und Schüler für Schule und Beruf“

Forschergruppe: Eiko Jürgens, Simone Lorenzen, Oliver Brahm

Drittmittelförderung: Stadt Unna

Das Zentrum für Information und Bildung der Stadt Unna (ZIB) macht den weiterführenden Schulen der Stadt das Angebot, ein elaboriertes Konzept zur Entwicklung von Mediennutzungskompetenzen zu nutzen. Das Projekt „Medien- und Informationskompetenz für Schülerinnen und Schüler für Schule und Beruf“ bezieht sich auf drei Schwerpunkte:

Erstens Literatur- und Internetrecherchen, zweitens berufsbezogene Informationen und drittens Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten.

Hauptziel der empirischen Untersuchung ist die Prüfung der Wirksamkeit der derzeitigen Module und Erprobung eines modifizierten Konzepts.

 

Wissenschaftliche Evaluation des »Eigenverantwortlichen Lernen und Arbeiten (ELA)« - Zweiges am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Unna

Beim Konzept zum »Eigenverantwortlichen Lernen und Arbeiten« handelt es sich um ein umfassendes Vorhaben, Unterricht auf der Grundlage einer Neubestimmung des Zusammenhangs von schulischer Allgemeinbildung, zeitgemäßen Lernkompe-tenzmodellen und einer Kultur erweiterter Lehr- und Lernarrangements zu innovieren. Unter der Leitkategorie einer »Erziehung zur Selbständigkeit« geht es einerseits um die Akzentuierung »selbstregulierten« Lernens und andererseits um die Stärkung von Methoden-, emotional-sozialer und Ich-Kompetenz. Die Lernarrangements, die dazu angeboten werden, sind angesiedelt in den beiden didaktischen Makroformen Offenen Unterrichts, der Freiarbeit und dem Projektlernen.
Die zentrale Perspektive der explorativen Studie zur Akzeptanz und Wirksamkeit des Konzepts des ELA-Zweiges besteht darin, die subjektiven Überzeugungen, Meinungen und Reaktionen, die sowohl allgemein zur derzeitigen Konzeption als auch zu deren intendierten Effekte vorliegen – aufgeschlüsselt nach ausgewählten inhaltlichen Schwerpunkten – methodisch durchdacht und repräsentativ zu erfassen und auszuwerten. Befragt werden sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Eltern sowie Schülerinnen und Schüler.

 

Schüleraktive Didaktik der Hausaufgaben

Dieses Projekt setzt sich aufgrund aktueller Erkenntnisse der Unterrichts- sowie der Lehr-Lern-Forschung zum Ziel, ein Allgemeines Didaktikmodell der Hausaufgaben zu entwickeln. Dabei soll sowohl den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler nach Differenzierung und Individualisierung Rechnung getragen werden als auch eine systematische pädagogisch didaktische (Wieder-)Einbindung der Hausaufgaben in den Unterricht unterstützt werden. Eine der wichtigsten Intentionen, die damit verfolgt werden sollen, ist die (Rück-)Gewinnung der lerntheoretischen Bedeutsamkeit von Hausaufgaben.

Neben den im Forschungsprojekt „Sinnvolles Erteilen, selbstgesteuertes Anfertigen und konstruktives Begleiten von Hausaufgaben in der Offenen Ganztagsschule“ gewonnenen Erkenntnissen werden in diesem Projekt die subjektiven didaktischen Theorien von Lehrerinnen und Lehrer an der Grundschule erfragt. Dies geschieht sowohl über eine quantitative Querschnittserhebung als auch über eine qualitative Erhebung in Form von Interviews und Vignettentests.

Dieses Projekt wird unterstützt mit Rektoratsmitteln zur Förderung von Anforschungsprojekten und Forschungsvorhaben des wissenschaftlichen Nachwuchses.