

Forschung
Das „Lifelong Learning Lab Bielefeld” (L3:Lab:Bielefeld) versteht sich als ein Kompetenzzentrum der AG 6, das lebenslange Lernprozesse, vornehmlich im Kontext der Weiterbildung, in den Mittelpunkt stellt.
Das L3 Lab bildet ein Kooperationsfeld zwischen der Universität und der Weiterbildungspraxis. Ihren Innovationsanspruch leitet sie aus der besonderen Verzahnung zwischen Theorie und Praxis und den verschiedenen Lernorten ab. Der systematisch gepflegte Dialog verlangt nicht nur besondere Verständigungsleistungen, sondern hat auch positive Rückwirkungen auf die beteiligten Einrichtungen, sowohl für den Praxisbezug des Studiums als auch für den Wissenschaftsbezug der Weiterbildung. Durch seinen Netzwerkcharakter können jederzeit Akteure eingebunden werden.
Das L3 Lab als Verzahnung von Universitäten und Weiterbildungsorganisationen greift die Forderung nach Kooperation zwischen Theorie und Praxis und zwischen verschiedenen (Lern-)Orten auf. Dabei wird die Eigenständigkeit der beteiligten Partner nicht in Frage gestellt. Die Universität wird als den Ort wissenschaftlichen Wissens und die Praxis als Ort des pädagogischen Handlungswissens betrachtet. Das L3 Lab ist dabei eine eigenständige Platzform zwischen Wissenschaft und Praxis. Als intermediäre Instanz leistet sie hier Vermittlungsarbeit und trägt zum Aufbau von Professionswissen und zur Interaktiven Professionalisierung des Feldes bei).

Wissen schafft Praxis
Kernstück des L3 Lab bildet die Projektarbeit, die konkreten erwachsenenpädagogischen Aufgabenstellungen entspring. Studierende entwickeln Bildungskonzepte und reflektieren Praxiserfahrungen. Dies geschieht innerhalb eines besonderen organisatorischen Kontextes: Dozenten der Universität und Fachkräfte aus der Weiterbildungspraxis kommen in diesem Kooperationsfeld zusammen. Studierende werden bei dieser Selbstqualifizierung in beiden Richtungen unterstützt, sowohl im Bemühen um ein qualitativ hochwertigen wissenschaftlichen Ansprüchen als auch bei der Überprüfung der Praxistauglichkeit. Die Weiterbildungspraxis wird die Möglichkeit eröffnet, sich im Feld zu innovieren.
Es handelt sich um eine ergebnisorientierte Form des Studierens; d.h. die Ergebnisse der einzelnen Arbeitsgruppen werden umgesetzt bzw. veröffentlicht. Anhand der Lösung praktischer Probleme gelingt es die Komplexität des beruflichen Handelns aufzuzeigen, Rechnung zu tragen. In einem halbjährlichen Rhythmus sollen Diskussionsforen geschaffen werden, in denen Praktiker gemeinsam mit Studierenden und Vertretern der Wissenschaft über aktuelle Probleme diskutieren. Den Studierenden wird die Möglichkeit gegeben die Ergebnisse ihrer praktischen Arbeit vorzustellen und mit Weiterbildnern zu diskutieren. Praktiker bekommen aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und können in diesem Rahmen ihre Fragen und Probleme erörtern, die neue Möglichkeiten für Wissenschaftler und für die Bearbeitung durch Studierende bieten.
Ziel des L3 Labs ist es, für Studierende im Hauptstudium mit der beruflichen Zielrichtung Weiterbildung studienbegleitend ein berufsqualifizierendes und praxisorientiertes Angebot zu machen. Diese sollte das traditionelle Praktikum ergänzen bzw. ersetzen. Dazu zählen die fachliche Qualifikation in bestimmten Schlüsselbereichen (z.B: Multimediakompetenzen sowie Sozial- und Kommunikationskompetenzen ) und die praktische Erprobung. wissenschaftsorientiert. Diese berufsfeldspezifische Vertiefung erfolgt parallel im Hauptstudium.
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