Das weiterbildende Masterstudium reagiert auf
- die wachsende Bedeutung von nicht klinischen Beratungsformen in Beruf, Beschäftigung und Bildungskontexten (Übergang Schule/Beruf),
- die Biografisierung berufsbezogener Beratung (long-life learning),
- die sich verändernden Anforderungen in der Arbeitswelt wie z. B. Zunahme der Führungskräfte, Nachfrage von Sozialen Kompetenzen, Restrukturierungen, Organisationsveränderungen und Fusionen,
- die Verwissenschaftlichung von Beratung.
Das Konzept des weiterbildenen Masterstudiengangs "Supervision und Beratung" besteht in der Integration von wissenschaftlichem Wissen mit methodischen, reflexiven und prozessbezogenen Kompetenzen, die für die Ausübung der Profession Supervision und Beratung nach gegenwärtigem wissenschaftlichem Erkenntnisstand bedeutend sind. Insgesamt soll eine umfassende supervisorische Kompetenz auf der Basis eines fundierten wissenschaftlichen Wissens einer (kontrakt-)ethischen Haltung und methodischer und selbstevaluativer Kompetenzen sowie reflexiver Fähigkeit vermittelt werden.
Das Studiengangskonzept besteht darüber hinaus in der Vermittlung:
- von interaktionellen und kommunikativen Kompetenzen,
- von sozialpsychologischen, sozialwissenschaftlichen und psychoanalytischen Diagnoseinstrumenten,
- von einer fundierten Übersicht über wissenchaftliche Forschungsmethoden und ihre Bedeutung für die Beratung und Supervision,
- von Diskurstraditionen der Supervision als eigenständige Form personenzentrierter berufsbezogener Beratung,
- von unterschiedlichen gruppensoziologischen und sozialpsychologischen Analysemethoden,
- von klassischen sozialwissenschaftlichen Organisationstheorien, sowie politikwissenschaftlichen Verständnissen und sozialpsychologischen Theorien zum Verhältnis von Mensch und Organisation auf der Basis von sozialpsychologischen und systemtherapeutischen Ansätzen.