Fakultät für Erziehungswissenschaft
 
 
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Universität Bielefeld > Fakultät für Erziehungswissenschaft > AG 8 Soziale Arbeit
  

Forschungs- und Beratungsprojekt "MoritS": Organisation und Profession in der Kinder- und Jugendhilfe

Professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit ist institutionalisiertes Handeln, das im Rahmen von Organisationen (öffentlichen und freien Trägern) stattfindet. Im Projekt MoritS werden die bislang weitgehend unbeachtet gebliebenen Organisationsbedingungen in der Sozialen Arbeit dahingehend untersucht, welche Organisationsmerkmale und -formen professionelle Soziale Arbeit ermöglichen und warum. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Rolle von Sozial- und Qualitätsmanagement gelegt. Die im Fachdiskurs umstrittene Einführung meist der Privatwirtschaft entlehnter Managementinstrumente führt zu veränderten Organisationsstrukturen und -kulturen, deren Implikationen für die konkrete fachliche Arbeit bislang kaum untersucht wurden. Grundlage für die Analyse ist ein speziell für den Bereich der Sozialen Arbeit entwickelter standardisierter Fragebogen, mit Hilfe dessen Fachkräfte und Führungskräfte aus verschiedenen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe zu ihren Arbeitsbedingungen, aber auch ihrer Arbeitszufriedenheit und -belastung befragt werden. Die Ergebnisse werden auf Organisationsebene zusammengeführt, verglichen und hierüber organisationale Einflussfaktoren identifiziert. Neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisinteresse liefern die Ergebnisse wichtige Hinweise für die Gestaltung professionalitätsfördernder Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen.


Fragestellung: Welche Organisationsbedingungen ermöglichen professionelle Soziale Arbeit?
Forschung: Quantitative Fragebogenstudie (online) zur Befragung von Fach- und Führungskräften in der Kinder- und Jugendhilfe, u.a. zu ihrem Arbeitsalltag, der Zusammenarbeit mit KollegInnen und Vorgesetzten (z.B. zu fachlichem Austausch und Teamarbeit), ihrer Zufriedenheit mit der Einrichtung und ihrem Beruf, der Beurteilung von Qualitätsmanagement und entsprechenden Instrumenten und zur Arbeitsbelastung.
Theorie: organisationstheoretische und professionstheoretische Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Bedingungen der Organisation und Möglichkeiten professioneller Leistungserbringung in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (Fokus: Freie Leistungsträger)
AnsprechpartnerInnen: Dr. Simon Mohr, Bettina Ritter
Vorarbeiten
  • Projekt Zukunft Personalentwicklung (ZuPe)
  • Dissertation von Mohr (2017) "Abschied vom Managerialismus"
  • Forschungsprojekt "Organisation und Profession in der Sozialen Arbeit" von Dez 2015-Dez 2016; gefördert durch die Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld: Entwicklung und Durchführung einer qualitativen, leitfadengestützten Interviewstudie mit Fachkräften diverser freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Aus den Ergebnissen wurde das quantitativen Erhebungsinstrument zu verschiedenen Dimensionen professionellen Handelns erarbeitet (MoritS)
  • Lehrforschungsprojekt im Seminar "Arbeitsbedingungen in der Sozialen Arbeit" (Mohr, SoSe 2016): qualitative Leitfadeninterviews zu Arbeitsbedingungen und professionellem Selbstverständnis mit sozialpädagogischen Fachkräften
Ein Handout zur Information für interessierte Einrichtungen finden Sie hier

SocIEtY

Society: Social Innovation – Empowering the Young for the Common Good (offizielle Homepage)

Laufzeit: Januar 2013-Dezember 2015
Projektleiter:  Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Uwe Otto
Projektkoordination:  Dr. phil. Alkje Sommerfeld
Auftraggeber:  EU
Auftragssumme (gesamtes Projekt): 2.496.529 €

Projektbeschreibung
(aus: http://www.society-youth.eu/media-centre/8-bielefeld-coordination)

The European Union is investing 2.5 million Euro in the ‘SocIEtY’ research project launched on 1 January 2013. A total of 40 social scientists will be carrying out comparative national studies on how far young people are able to participate in society in a self-determined way and exploit their developmental opportunities. The major project is being coordinated by the Bielefeld Center for Education and Capability Research (BCA) at Bielefeld University. Thirteen partners from 11 European countries are working on the development of innovative social and institutional ways of improving the quality of life of the young people concerned.

SocIEtY stands for ‘Social Innovation – Empowering the Young for the Common Good’. The researchers are basing their analyses on the Capability Approach, and using it to find out what young people themselves consider is necessary to live a good and successful life. ‘The number of young Europeans who are socially disadvantaged is growing continuously. By applying new approaches to research, the project will discover which are the decisive social mechanisms for this situation,’ says Professor Dr. Hans-Uwe Otto from Bielefeld University’s Faculty of Educational Science. He is the speaker of the BCA and is responsible for the scientific and organizational coordination of SocIEtY together with Dr. Alkje Sommerfeld, who is also a member of the BCA and the Faculty of Educational Science.

The 13 research teams will observe the life situation of young people between the ages of 15 and 24 years and ask them about their expectations and their ideas on a successful life – particularly with regard to work and education. ‘We are particularly interested in the aspects of participation in society and equal opportunities,’ says Dr. Alkje Sommerfeld. The major project will assess how the quality of life of these young people in Europe is developing within the given political, social, and cultural conditions. This also always concerns the possibilities of social support and political self-determination they can be expected to have.

The innovative research approach actively integrates young persons through, for example, reflexive group interviews and interactive video work in jointly organized workshops. Young people should be given a chance to have their interests heard and taken into account by decision makers in politics, administration, and industry. ‘The ideas and wishes of young people should be a challenge to decision makers in politics and administration, and oblige them to make the necessary corrections,’ says Professor Otto. ‘The project is the first of its kind in the EU. It is making a major contribution to reshaping European youth policy by linking the ability to engage in self-determined action with the opportunities in society.’

The project will run from January 2013 to December 2015. Participating institutions include the Universita Degli Studi Di Pavia in Italy, Edinburgh Napier University in Great Britain, and the Working Life Research Centre (FORBA) in Austria. 

Zukunft Personalentwicklung für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe (ZuPe)

zur Homepage des Projektes

Laufzeit: 01.11.2010 – 31.10.2013

Projektleiter:  Prof. Dr. Holger Ziegler
Projektmitarbeiter:  Simon Mohr
Auftraggeber:  EREV e.V. aus Mitteln des ESF
Auftragsssumme: 87.000 € 

Projektbeschreibung:

Das von der AG 8 Soziale Arbeit wissenschaftlich begleitete Weiterbildungsprojekt richtet sich an Führungskräfte in der Kinder- und Jugendhilfe, die sich mit dem Thema der Personalentwicklung auseinander setzen. Hierfür sollen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Motivation und Personalbindung ihrer qualifizierten und erfahrenen Kräfte auseinander setzen. In die- sem Rahmen gilt es, den aktuellen Herausforderungen, der Ausgangssituation und zukünftigen Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe Rechnung zu tragen, welche unter anderem sind: Lebenslanges Lernen der Mitarbeitenden, Berücksichtigung der Lebens- Arbeitszeit (Work- Life- -Balance), Arbeitsmotivation der Beschäftigten / materielle und immaterielle Anreizsysteme, Konkurrenzwachstum durch kommerzielle Dienstleister, Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte (Fachkräftemangel), älter werdende Mitarbeiter, Gewinnung von MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund, längerer Verbleib im Beruf.

Die wissenschaftliche Begleitung fokussiert sich auf die Effekte von Weiterbildungsangeboten für Führungskräfte auf die Arbeitsbedingungen und Einstellungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Untersuchung beinhaltet eine quantitative Studie zu den Einstellungen, Führungsstilen und Arbeitsbedingungen von Leitungskräften und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Organisationen der Jugendhilfe sowie die Analyse des Weiterbildungsangebotes für Führungskräfte und ihr Einfluss auf die organisationale Gestaltung. Im Zuge der wissenschaftlichen Begleitung werden von der Universität folgende Arbeitsschritte übernommen:

  • Erstellung eines Literaturberichtes zum Thema „Personalentwicklung in der Jugendhilfe – Managementkonzepte und ihre partizipativen Potentiale“
  • Dokumentenanalyse des Weiterbildungscurriculums
  • Konzeptionierung, Erhebung und Auswertung der Strukturdaten der beteiligten Jugendhilfeeinrichtungen
  • Konzeptionierung, Durchführung und Auswertung der standardisierten Befragung der Führungskräfte
  • Konzeptionierung, Durchführung und Auswertung der standardisierten Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

Dokumentationen des Projektes:

  • EREV (Hg.) (2012): Zukunft Personalentwicklung für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe. Dokumentation des EREV-Projektes ZuPe. Schriftenreihe Jg. 53, H.2 (Inhalt)
  • Hagen, Björn (Hg.) (2013): Zukunft Personalentwicklung für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe, in: Beiträge zu Theorie und Praxis der Jugendhilfe, Jg.1, H. 3.

weitere Infos zum Projekt "Zukunft Personalentwicklung" finden Sie auf der Homepage des Evangelischen Erziehungsverband e.V.

ABIE - Entstehungszusammenhänge von Abbrüchen in den stationären Erziehungshilfen

Laufzeit: April 2010-September 2012
Projektleiter:  Prof. Dr. Holger Ziegler
Projektmitarbeiterin:  Dipl.-Päd. Julia Sewing
Auftraggeber:  EREV, Ansprechpartner: Dr. Björn Hagen
Kooperationspartner:  els-Institut, Ansprechpartner: Dr. Harald Tornow

Projektbeschreibung:

Im Auftrag des Evangelischen Erziehungsverbandes EREV erforscht die Universität Bielefeld gemeinsam mit dem e/l/s-Institut für Qualitätsentwicklung die Ursachen von Abbrüchen in den stationären Hilfen zur Erziehung nach § 34 SGB VIII. Das Projekt wird von der Aktion Mensch gefördert.

Abbruchquoten von über 30 % stellen ein zentrales Problem für Einrichtungen und Jugendämter dar und haben auch für die Kinder und Jugendlichen sowie ihre Familien Konsequenzen. Während von Fachleuten der Abbruch meistens als Scheitern bewertet wird, ist wenig bekannt, wie NutzerInnen der Hilfen diese Abbrüche bewerten und mit welchen Folgen sie sich konfrontiert sehen. Ergebnisse aus anderen Studien deuten allerdings darauf hin, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit von weiteren Erziehungshilfemaßnahmen durch vorangegangene Abbrüche sinkt.

Mit der Erforschung der relevanten Faktoren für gelingende und misslingende Hilfen im Rahmen des ABIE-Projektes wird eine Grundlage geschaffen, die sozialpädagogischen Angebote im Hinblick auf ihre Effektivität und Effizienz zu qualifizieren. Das Forschungsdesign umfasst die standardisierte Befragung von ca. 750 jungen Menschen und ihrer Familien aus bundesweit 50 stationären Einrichtungen zu zwei Zeitpunkten innerhalb eines Zeitraumes von 18 Monaten. Ergänzend zu den Angaben der Kinder, Jugendlichen und ihrer Personensorgeberechtigten werden die fallzuständigen MitarbeiterInnen in Jugendämtern und Einrichtungen befragt. Qualitative Interviews mit den Beteiligten geben darüber hinaus einen vertieften Einblick in die Dynamiken und Erfahrungen, die den Unterschied zwischen erfolgreichen und abgebrochenen Hilfe erklären.

Workable- Making Capabilities Work

(7. Rahmenprogramm der EU Collaborative Research Project)

Laufzeit:01.11.2009 – 31.10.2012

Projektleiter:Prof. Dr. Holger Ziegler (Projektleitung) Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Uwe Otto (Netzwerkkoordinator)

Projektmitarbeiter: 
Dr. phil. Alkje Sommerfeld (Projektkoordination)
Dipl.-Soz.Päd. Thomas Ley (wissenschaftlicher Mitarbeiter)
Dipl.-Päd. Christian Löhr (wissenschaftlicher Mitarbeiter)
Nathalie Kort (stud. Hilfskraft)

Auftraggeber: EU - 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (Cooperation)
Kooperationspartner:Bielefeld Center for Education and Capability Research, zehn Partneruniversitäten & drei weitere Partner aus Forschung und Beratung
Auftragssumme: Gesamtvolumen ca. 3 Millionen Euro
  

Projektbeschreibung: 

Das Collaborative Research Project „WorkAble“ untersucht die Handlungsbefähigungen und Verwirklichungschancen junger Menschen in Europa im Hinblick auf die Frage, wie ihre Selbstentfaltungsmöglichkeiten auf den Arbeitsmärkten europäischer „Wissensgesellschaften“ verbessert werden können. Dabei geht es nicht allein um Anpassungsfähigkeiten (Human Capital Approach), sondern auch um die Frage, wie neben Arbeit auch Selbstbestimmung und volle Teilhabe im sozialen und gesellschaftlichen Kontext sichergestellt werden können (Human Development Approach).

Dafür untersuchen zehn Partneruniversitäten (Bielefeld, Poznań, Warschau, Mailand, Pavia, Kopenhagen, Lausanne, Edinburgh, Umeå, Göteborg) und drei weitere Partner aus Forschung und Beratung (Marseille: CEREQ, Wien: FORBA, Brüssel: BBJ) innovative Programme der Jugendberufshilfe daraufhin, ob und wie sie junge Menschen dazu befähigen, ihre Verwirklichungschancen unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen stärken zu können. Ziel des Projekts ist es, aus den Forschungsergebnissen Empfehlungen für die Politik und eine verbesserte soziale Praxis abzuleiten.

Unter Anwendung des Capability Approach arbeiten die internationalen Partner in unterschiedlichen Disziplinen (Erziehungs-, Wirtschafts-, Politikwissenschaften, Philosophie, Sozialarbeit, Soziologie) in einem komparativ-multidimensionalen Forschungsprozess zusammen. Dabei wird ein 3-Phasen-Forschungsdesign verwendet, welches sich sowohl qualitativer als auch quantitativer Methoden bedient: Neben einer vergleichenden institutionellen Kartografie und Analyse der Berufsbildungs- und Arbeitsmarktpolitik in allen Bildungssystemen (1), kommen Fallstudien zur Rekonstruktion der Konzeptionen, Aspirationen und Praktiken lokaler Akteure, die Bildungs- und Ausbildungsprogramme durchführen, zum Einsatz (2) und werden quantitative Sekundäranalysen basierend auf nationalen und europäischen Längsschnittdaten realisiert (3), um Aussagen darüber machen zu können, wie effektiv diese Strategien die ökonomische Leistungsfähigkeit erhöhen und damit auch die Handlungsbefähigungen junger Menschen stärken können.


Evaluation "Wirkungsorientierte Jugendhilfe"

Evaluation des Modellprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) "Qualifizierung der Hilfen zur Erziehung durch wirkungsorientierte Ausgestaltung der Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen nach §§ 78a ff SGB VIII"
Laufzeit: 01/2006 bis 12/2008
Förderung: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)
Team:
Dipl. Päd. Stefanie Albus, Dr. Heinz Messmer, Dr. Heinz-Günter Micheel, Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Uwe Otto (Gesamtleitung), Dipl. Soz.Päd. Andreas Polutta
Information:
Die ausführliche Darstellung des Bundesmodellprogramms "Wirkungsorientierte Jugendhilfe" , die beteiligten Standorte und die dazu gehörigen Dokumentationen finden Sie auf der Internetseite www.wirkungsorientierte-jugendhilfe.de (online ab Juli 2006)

Kurzbeschreibung:
Bundesmodellprogramm: Die Leistungserbringung, die Weiterentwicklung der Qualität und die Finanzierung der stationären und teilstationären Hilfen zur Erziehung wurden mit der Einführung der §§ 78 a-g in das SGB VIII (Achtes Buch Sozialgesetzbuch ? Kinder- und Jugendhilfe) zum 01.01.1999 auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt. Das Bundesmodellprogramm "Wirkungsorientierte Jugendhilfe" verfolgt das Ziel, bei der Umsetzung dieser gesetzlichen Regelungen in der Praxis verstärkt wirkungsorientierte Vereinbarungen zwischen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe und Leistungserbringern zu fördern. Dazu werden an 11 verschiedenen Standorten in Deutschland wirkungsorientierte Leistungs- Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen zu entwickeln und zu implementieren. Die örtlichen Jugendämter bilden dabei mit jeweils festgelegten Leistungserbringern gemeinsam lokale Partner, die sich während des Modellprogramms zu einem intensiven Kooperations-, Qualifizierungs- und Entwicklungsprozess verpflichten.
Evaluationsauftrag: Die Evaluation begleitet das Bundesmodellprogramm über die gesamte Laufzeit wissenschaftlich. Die unterschiedlichen Vereinbarungen, ihre praktische Umsetzung sowie ihre Auswirkungen in der Praxis sollen überprüft werden. Dabei hat die Evaluation die Aufgabe, insbesondere darüber Aufschluss zu geben, ob und in welchem Ausmaß die intendierten Wirkungen der Hilfen erreicht werden.
Evaluationsdesign: Das Evaluationsprogramm umfasst die Prozess- und Programmevaluation sowie die Wirkungsanalyse, wobei eine Kombination aus qualitativen und quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung genutzt werden. Im Rahmen der Prozess- und Programmevaluation erfolgen Analysen zu den Standortprofilen sowie den Entwicklungen und der Implementation neuer Vereinbarungen an den Modellstandorten. Zudem werden mit einer umfassenden Wirkungsanalyse die Effekte der Neugestaltung von Leistungs-, Entgelt- und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen sowie die Wirkungen der erbrachten erzieherischen Hilfen dokumentiert. Einen besonderen Schwerpunkt der Analyse bilden quasi-experimentelle Längsschnittauswertungen und gesprächsanalytische Verfahren. Methodisch wird ein mehrstufiges Evaluationsdesign realisiert, dass die unterschiedlichen organisatorischen Ebenen der Leistungserbringung und die relevanten Akteure einbezieht.