Fakultät für Erziehungswissenschaft
 
 
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Uni von A-Z
Universität Bielefeld
  

 

ABIE - Entstehungszusammenhänge von Abbrüchen in den stationären Erziehungshilfen

 

Laufzeit: April 2010-September 2012

Projektleiter: Prof. Dr. Holger Ziegler

Projektmitarbeiterin: Dipl.-Päd. Julia Sewing

Auftraggeber: EREV, Ansprechpartner: Dr. Björn Hagen

Kooperationspartner: els-Institut, Ansprechpartner: Dr. Harald Tornow

 

Projektbeschreibung:

Im Auftrag des Evangelischen Erziehungsverbandes EREV erforscht die Universität Bielefeld gemeinsam mit dem e/l/s-Institut für Qualitätsentwicklung die Ursachen von Abbrüchen in den stationären Hilfen zur Erziehung nach § 34 SGB VIII. Das Projekt wird von der Aktion Mensch gefördert.


Abbruchquoten von über 30 % stellen ein zentrales Problem für Einrichtungen und Jugendämter dar und haben auch für die Kinder und Jugendlichen sowie ihre Familien Konsequenzen. Während von Fachleuten der Abbruch meistens als Scheitern bewertet wird, ist wenig bekannt, wie NutzerInnen der Hilfen diese Abbrüche bewerten und mit welchen Folgen sie sich konfrontiert sehen. Ergebnisse aus anderen Studien deuten allerdings darauf hin, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit von weiteren Erziehungshilfemaßnahmen durch vorangegangene Abbrüche sinkt.
Mit der Erforschung der relevanten Faktoren für gelingende und misslingende Hilfen im Rahmen des ABIE-Projektes wird eine Grundlage geschaffen, die sozialpädagogischen Angebote im Hinblick auf ihre Effektivität und Effizienz zu qualifizieren. Das Forschungsdesign umfasst die standardisierte Befragung von ca. 750 jungen Menschen und ihrer Familien aus bundesweit 50 stationären Einrichtungen zu zwei Zeitpunkten innerhalb eines Zeitraumes von 18 Monaten. Ergänzend zu den Angaben der Kinder, Jugendlichen und ihrer Personensorgeberechtigten werden die fallzuständigen MitarbeiterInnen in Jugendämtern und Einrichtungen befragt. Qualitative Interviews mit den Beteiligten geben darüber hinaus einen vertieften Einblick in die Dynamiken und Erfahrungen, die den Unterschied zwischen erfolgreichen und abgebrochenen Hilfe erklären.

 

 

ZUPE 

Laufzeit: 01.11.2010 – 31.10.2013

Projektleiter: Prof. Dr. Holger Ziegler

Projektmitarbeiter: Simon Mohr

Auftraggeber: EREV e.V. aus Mitteln des ESF

Auftragsssumme: 87.000 € 

 

Projektbeschreibung:

 

Das von der AG 8 Soziale Arbeit wissenschaftlich begleitete Weiterbildungsprojekt richtet sich an Führungskräfte in der Kinder- und Jugendhilfe, die sich mit dem Thema der Personalentwicklung auseinander setzen. Hierfür sollen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Motivation und Personalbindung ihrer qualifizierten und erfahrenen Kräfte auseinander setzen. In die- sem Rahmen gilt es, den aktuellen Herausforderungen, der Ausgangssituation und zukünftigen Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe Rechnung zu tragen, welche unter anderem sind: Lebenslanges Lernen der Mitarbeitenden, Berücksichtigung der Lebens- Arbeitszeit (Work- Life- -Balance), Arbeitsmotivation der Beschäftigten / materielle und immaterielle Anreizsysteme, Konkurrenzwachstum durch kommerzielle Dienstleister, Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte (Fachkräftemangel), älter werdende Mitarbeiter, Gewinnung von MitarbeiterInnen mit Migrationshintergrund, längerer Verbleib im Beruf.

Die wissenschaftliche Begleitung fokussiert sich auf die Effekte von Weiterbildungsangeboten für Führungskräfte auf die Arbeitsbedingungen und Einstellungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Untersuchung beinhaltet eine quantitative Studie zu den Einstellungen, Führungsstilen und Arbeitsbedingungen von Leitungskräften und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Organisationen der Jugendhilfe sowie die Analyse des Weiterbildungsangebotes für Führungskräfte und ihr Einfluss auf die organisationale Gestaltung. Im Zuge der wissenschaftlichen Begleitung werden von der Universität folgende Arbeitsschritte übernommen:

Verschriftlichung der Forschungsergebnisse im Abschlussbericht.    

 

Workable - Making Capabilities Work

(7. Rahmenprogramm der EU Collaborative Research Project)

 

Laufzeit: 01.11.2009 – 31.10.2012

Projektleiter: Prof. Dr. Holger Ziegler (Projektleitung) Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Uwe Otto (Netzwerkkoordinator)

Projektmitarbeiter:  

Dr. phil. Alkje Sommerfeld (Projektkoordination)

Dipl.-Soz.Päd. Thomas Ley (wissenschaftlicher Mitarbeiter)

Dipl.-Päd. Christian Löhr (wissenschaftlicher Mitarbeiter)

Nathalie Kort (stud. Hilfskraft)

Auftraggeber: EU - 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (Cooperation)

Kooperationspartner: Bielefeld Center for Education and Capability Research, zehn Partneruniversitäten & drei weitere Partner aus Forschung und Beratung

Auftragssumme: Gesamtvolumen ca. 3 Millionen Euro

  

Projektbeschreibung: 

Das Collaborative Research Project „WorkAble“ untersucht die Handlungsbefähigungen und Verwirklichungschancen junger Menschen in Europa im Hinblick auf die Frage, wie ihre Selbstentfaltungsmöglichkeiten auf den Arbeitsmärkten europäischer „Wissensgesellschaften“ verbessert werden können. Dabei geht es nicht allein um Anpassungsfähigkeiten (Human Capital Approach), sondern auch um die Frage, wie neben Arbeit auch Selbstbestimmung und volle Teilhabe im sozialen und gesellschaftlichen Kontext sichergestellt werden können (Human Development Approach).

Dafür untersuchen zehn Partneruniversitäten (Bielefeld, Poznań, Warschau, Mailand, Pavia, Kopenhagen, Lausanne, Edinburgh, Umeå, Göteborg) und drei weitere Partner aus Forschung und Beratung (Marseille: CEREQ, Wien: FORBA, Brüssel: BBJ) innovative Programme der Jugendberufshilfe daraufhin, ob und wie sie junge Menschen dazu befähigen, ihre Verwirklichungschancen unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Bedingungen stärken zu können. Ziel des Projekts ist es, aus den Forschungsergebnissen Empfehlungen für die Politik und eine verbesserte soziale Praxis abzuleiten.

Unter Anwendung des Capability Approach arbeiten die internationalen Partner in unterschiedlichen Disziplinen (Erziehungs-, Wirtschafts-, Politikwissenschaften, Philosophie, Sozialarbeit, Soziologie) in einem komparativ-multidimensionalen Forschungsprozess zusammen. Dabei wird ein 3-Phasen-Forschungsdesign verwendet, welches sich sowohl qualitativer als auch quantitativer Methoden bedient: Neben einer vergleichenden institutionellen Kartografie und Analyse der Berufsbildungs- und Arbeitsmarktpolitik in allen Bildungssystemen (1), kommen Fallstudien zur Rekonstruktion der Konzeptionen, Aspirationen und Praktiken lokaler Akteure, die Bildungs- und Ausbildungsprogramme durchführen, zum Einsatz (2) und werden quantitative Sekundäranalysen basierend auf nationalen und europäischen Längsschnittdaten realisiert (3), um Aussagen darüber machen zu können, wie effektiv diese Strategien die ökonomische Leistungsfähigkeit erhöhen und damit auch die Handlungsbefähigungen junger Menschen stärken können.