Fakultät für Erziehungswissenschaft
 
 
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Universität Bielefeld > Fakultät für Erziehungswissenschaft > AG 8 Soziale Arbeit
  

PhD-Programme

EduWel

EduCap

Jugendhilfe im Wandel

Grundsätzlich sind auch freie Promotionen möglich. Zu einer genaueren Absprache wenden Sie sich bitte mit ihrem Vorhaben ans Sekretariat.

EduWel

Das durch die Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen von der EU geförderte Projekt „Education as welfare - Enhancing opportunities for socially vulnerable youth“ (EduWel) war ein europäisches Verbundprojekt in zehn verschiedenen europäischen Ländern.

EduWel stellte eine exzellente internationale und interdisziplinäre Doktorand*innenausbildung in Verbindung mit einem kooperativen und komperativen Forschungsprojekt im Bildungs- und Wohlfahrtssektor sicher. Im Mittelpunkt der Analyse standen Handlungs- und Daseinsbefähigungen sozial vulnerabler Jugendlicher in sich transformierenden europäischen Bildungs- und Wohlfahrtsregimen. Seit 2010 haben 15 Promovierende den Übergang von sozial benachteiligten Jugendlichen von der Pflichtschule in das Arbeitsleben untersucht.

EduWel generierte dabei passgenaues Wissen um das hochpolitische Problem der europäischen Jugendarbeitslosigkeit und der Rolle der Bildung und Wohlfahrt bei der Chancenverbesserung in Angriff nehmen zu können. Durch die intensive Zusammenarbeit im internationalen Wissenschaftsbetrieb und dem Zugang zu internationalen Stakeholdern wie die OECD, Education International, ETUI oder der Bertelsmann Stiftung wurden die Forschungsstipendiat*innen in die Lage versetzt, sich wirksam in den Bildungs- und Wohlfahrtssystemen Europas für eine gerechte und gleichberechtigte Gesellschaft einzusetzen.

Status: 2015 abgeschlossen

EduCap

Die Research School „Education and Capabilities“ (EduCap) war ein internationales und interdisziplinäres Promotionskolleg für Dissertationen im Themenfeld Bildung und Soziale Gerechtigkeit. Es wurde sowohl ein innovatives Studien- und Forschungsprogramm angeboten wie auch ein optimales wissenschaftliches Lern- und Arbeitsumfeld. Getragen wurde die Graduiertenschule vom Land Nordrhein-Westfalen, der Universität Bielefeld und der Technischen Universität Dortmund. Ziel des Programms war es, sowohl methodische als auch theoretische Inhalte zur Verfügung zu stellen, um eine schnelle, strukturierte und ambitionierte Promotionsphase zu ermöglichen. 

Seit 2008 konnten über 50 herausragende Nachwuchsforscher*innen unterschiedlicher Disziplinen in das Programm aufgenommen werden. Weitere Promovend*innen und Post-Docs, nicht nur der beteiligten Universitäten, sind als wissenschaftliche Mitarbeiter*innen angestellt. 20 Professuren aus der Erziehungs- und Sprachwissenschaft, Soziologie und Psychologie bildeten ein interdisziplinäres Forschungs- und Lernumfeld. Die Beteiligungsmöglichkeit an der PARS-Langzeitstudie bot besondere Anreize für erziehungswissenschaftlich Forschende. 

Die Lehrsprache war Englisch. Die Promovierenden aus über 19 Ländern waren international tätig. Somit profitierten sie nicht nur von den inhaltlichen Angeboten der Graduiertenschule, sondern auch besonders von der internationalen Atmosphäre und dem täglichen Austausch der Disziplinen, Sprachen und Kulturen.

Status: 2013 abgeschlossen

Jugendhilfe im Wandel

Das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Graduiertenkolleg „Jugendhilfe im Wandel“ hat sich in drei Forschungs- und Theoriezyklen im Zeitraum von 1999 bis 2008 an den Universitäten Bielefeld und Dortmund einer großen Herausforderung gestellt. Zu dieser Zeit war es bundesweit das erste Graduiertenkolleg mit einer sozialpädagogischen Themenstellung. Trotz der sich bei einem solchen Zeitraum verlagernden wissenschaftlichen Diskurse und den unterschiedlichen Forschungsinteressen der wechselnden Wissenschaftler*innen ließ sich dennoch ein Forschungsprogramm skizzieren, das sich wie ein roter Faden durchzog: Die weitreichenden gesellschaftlichen Modernisierungs- und Ausdifferenzierungsprozesse führten dazu, dass die bis dato vorhandenen theoretischen und empirischen Bezugspunkte der Kinder- und Jugendhilfe einer Überprüfung und Weiterentwicklung unterzogen werden mussten.

In der ersten Förderphase (1999-2002) konzentrierte sich die Arbeit des Kollegs schwerpunktmäßig sowohl auf die disziplinäre Jugendhilfeforschung, um eine systematische Standortbestimmung der Jugendhilfe und ihrer theoretischen Entwicklung im Wissenschaftssystem vorzunehmen als auch auf die organisationsbezogene Jugendhilfeforschung, um die Institutionalisierungsprozesse der verschiedenen Jugendhilfeträger zu rekonstruieren und aktuelle Organisationsentwicklungen zu analysieren. Einen dritten Schwerpunkt bildete die professions- und personalbezogene Jugendhilfeforschung, um die Entwicklungen der Personalstruktur und Modelle der Fachlichkeit und Handlungskompetenzen zu untersuchen. In der zweiten Förderphase (2002-2005) wurde der Arbeitsschwerpunkt der  adressat*innenbezogenen Jugendhilfeforschung erschlossen, um sowohl die Lebenslage, den Lebensstil und die Bewältigungsformen des Klientel in den Blick zu nehmen als auch die Stigmatisierungsprozesse durch das Hilfesystem zu untersuchen. Mit dem Ziel, Struktur und Profil einer modernen Jugendhilfe forschungssystematisch starker zu konturieren, wurden die bisherigen Scherpunkte des Graduiertenkollegs in der dritten (2005-2008) und letzten Förderungsphase durch die Themenschwerpunkte Internationalität und Interdisziplinarität ergänzt.

Das durch diese Schwerpunkte aufgespannte Forschungsfeld bildete den Ausgangspunkt einer starken Verknüpfung erneuerter theoretischer Ansätze und empirischer Analysen der Struktur der modernen Jugendhilfe.

Status: 2008 abgeschlossen