Fakultät für Erziehungswissenschaft
 
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Forschungsprojekt im Master Studiengang Erziehungswissenschaft (Modul 25-ME 3)

 

Allgemeine Informationen

Das Modul besteht aus vier Elementen und wird studienbegleitend studiert.

Modulverantwortliche/r sind Herr Prof. Dr. Oliver Böhm-Kasper und Dr. Renate Möller.

Lehrinhalte

Element 1 beinhalt eine thematische Einführung in das Forschungsprojekt. Dazu wählen die Studierenden eine Veranstaltung aus den Profilen A-C, aus der die Studierenden attraktive und profilierte Fragestellungen für ihr eigenes Forschungsprojekt ableiten können. Die selbst verantwortete Wahl einer geeigneten Veranstaltung ermöglicht die Fokussierung auf Themen, die für die Studierenden von persönlicher Relevanz sind und ggf. Bezüge zu einer antizipierten späteren beruflichen Tätigkeit aufweisen.

Das Element 2 dient der vertiefenden Vermittlung komplexer quantitativer und qualitativer Ver-fahren, ihrer Verdeutlichung an Anwendungsbeispielen aus der Erziehungswissenschaft, der Auseinandersetzung mit Problemen der Triangulation als systematischer Verknüpfung beider Methoden und der kritischen und weiterführenden Reflexion methodologischer Fragestellungen. Dabei wählen die Studierenden aus dem dafür bereitgestellten Lehrangebot diejenigen Forschungsmethoden, die für die Durchführung des eigenen Forschungsprojektes angemessen erscheinen. Für den Bereich der quantitativen Methoden sind hier exemplarisch regressions- und faktorenanalytische Verfahren zu nennen, im Kontext der qualitativen Forschungsmethoden werden beispielsweise Grounded Theory oder tiefenhermeneutische Auswertungsverfahren behandelt.

Im Element 3 (Forschungsprojekt) nehmen die Studierenden eine aktive Forscherrolle ein. Eingebettet in einen konstruktiven Diskussionsprozess - der durch die Forschungswerkstätten (Element 4a-c) - gerahmt wird, setzen die Studierenden erziehungswissenschaftliche Fragestellungen selbständig in empirische Forschungsarbeiten um, in denen qualitative oder quantitative Methoden oder eine Kombination beider zur Anwendung kommen.

Die Elemente 4a-c enthalten drei Forschungswerkstätten, die einer gegenstandsorientierten Einführung in der jeweilige Forschungslogik, einer Begleitung des studentischen Forschungsprojektes sowie einer diskursorientierten Reflexion bei der Verschriftlichung der gewonnenen Befunde im Rahmen des Forschungsberichtes dienen.
Element 4a beinhaltet eine Forschungswerkstatt, in der angemessene Methoden der Operationalisierung und empirischen Analyse theoretischer oder hypothetischer Modelle der Erziehungswirklichkeit in Bezug zu den gewählten empirischen Fragestellungen aus Element 1 vorgestellt und eingeübt werden.
Die Forschungswerkstatt des Elements 4b begleitet die Studierenden während ihres Forschungsvorhabens und dient dem Austausch über die zu absolvierenden Schritte im Prozess der Datengenierung und -auswertung. Weiterhin kann dieses Element für eine vertiefte Auseinandersetzung mit computergestützten Programmen der qualitativen und quantitativen Daten-analyse genutzt werden oder einen zeitlich strukturierten Rahmen für qualitativ orientierte Interpretationsgruppen liefern.
Das Element 4c bedient mit seiner Forschungswerkstatt die diskursorientierte Reflexion der eigenen Forschungsbefunde. Die Studierenden treten in einen Austausch über ihre Forschungsergebnisse, diskutieren deren praktische Relevanz und lernen wissenschaftliche akzeptierte Regeln der Ergebnispräsentation kennen. Als Ergebnis dieser Forschungswerkstatt wird der abschließende Projektbericht vorgelegt.

 

Kompetenzen

Das Forschungsprojekt ermöglicht es den Studierenden praktisch nachzuvollziehen, dass sich wissenschaftliches Vorgehen vom Alltagshandeln durch ein systematisches und methodisches Vorgehen unterscheidet. Die mit der Konzeption der Erziehungswissenschaft als Wirklichkeitswissenschaft verbundene empirische Fundierung und kontrollierte Regelhaftigkeit der Wissensgenerierung wird den Studierenden anhand einer eigenen empirischen Studie deutlich. Die Studierenden können erziehungswissenschaftliche Forschungsfragen / Forschungshypothesen formulieren und operationalisieren. Sie können adäquate Erhebungsverfahren für eigene Forschungsarbeiten auswählen und ggf. modifizieren. Sie können qualitative und quantitative Auswertungsverfahren der erziehungswissenschaftlichen Forschung anwenden. Sie interpretieren die Ergebnisse eigener Forschungsarbeiten vor dem Hintergrund einschlägiger Theorien und können deren Relevanz für eine spätere professionelle Tätigkeit antizipieren. Sie kennen die Grundlagen und Regeln, nach denen in der Erziehungswissenschaft empirische Forschungsberichte abgefasst werden und können diese beim Verfassen eines Forschungsberichtes anwenden.
Insgesamt lernen die Studierenden, dass die verschiedenen Formen empirischer Wissensgewinnung und deren adäquate Anwendung eine notwendige Grundlage für evidenzbasiertes Handeln in pädagogischen Professionen darstellt. Damit wird erreicht, dass die künftigen forschungspraktisch ausgebildeten Professionellen ihre berufliche Praxis theoriegeleitet reflektieren, neue wissenschaftliche Erkenntnisse selbstständig rezipieren und - bei gegebener praktischer Relevanz ¬- in die eigene Handlungspraxis integrieren.
Darüber hinaus werden die Studierenden im späteren Beruf in der Lage sein, eigene Projekte zur empirischen Wissensgewinnung auf der Basis klarer methodischer Regeln zu konzipieren, durchzuführen und deren Resultate für die Handlungspraxis zugänglich zu machen. Mit der Durchführung des Forschungsprojektes werden weiterhin auch Sozialkompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Teamfähigkeit und Selbstkompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein, selbstständiges und zielorientiertes Arbeiten, Flexibilität etc. gefördert.

 
 

Modulübersicht

 
Modul
Forschungsprojekt
 
 
             Art
 
Leistungspunkte
 

E1: Thematische Einführung (Seminar)

 
 
Seminar
 
3 LP

 

E2: Angewandte Forschungsmethoden der quantitativen/ qualitativen Sozialforschung

 

            

            Seminar

 

               3 LP

 

E3: Forschungsprojekt

 

            

            Projekt

 

               9 LP

 

E4a: Forschungswerktstatt I: Gegenstandsbezogene Einführung in das Forschungsprojekt

 

             

            Übung

 

                2 LP

 
E4b: Forschungswerktstatt I: Prozessbezogene Einführung in das Forschungsprojekt
 
           
             Übung
 
2 LP

 

E4c: Forschungswerktstatt I: Reflexion des Forschungsprojektes & Projektbericht

 

 

             Übung

 

              2 LP

 

Die benotete Einzelleistung wird in Form des Projektberichtes erbracht.

 
 

Quelle: Modulliste zum Masterstudiengang Erziehungswissenschaft / Fakultät für Erziehungswissenschaft/ Stand März 2017; Modulhandbuch für den Masterstudiengang Erziehungswissenschaft

 

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