

Damit Studierende sich fachliches Wissen und Können so aneignen, dass sie damit möglichst viel anfangen können, müssen sie Gelegenheit
haben, aktiv mit Wissen umzugehen, Vorgehensweisen auszuprobieren, zu üben und Rückmeldung zu bekommen. Gute Lehrveranstaltungen werden
um entsprechende Aktivitäten der Studierenden herum geplant, gebaut und durchgeführt. Dass solche Veranstaltungen an der Universität
Bielefeld immer zahlreicher werden, darauf zielt das Programm "Zeit für Lehre". Lehre ist nicht nur eine Kunst, für die die eine
begabt ist und der andere nicht, sondern vor allem auch ein Handwerk. Gerade im Austausch über Lehre wird
deutlich: Das Handwerk beherrscht, wer fachspezifische Prozesse der Erarbeitung und des Verständnisses von Wissen so plant, dass die
Studierenden aktiv werden. Deshalb fördert "Zeit für Lehre" die Kommunikation zwischen Lehrenden. Hier
wird auch sichtbar, was Lehre mit Wissenschaft zu tun hat: Andere in die Denk- und Arbeitsweisen seines Fachs einzuführen, führt in
die spannende Auseinandersetzung mit der eigenen Fachdisziplin und ist eine besonders anspruchsvolle Form der
Wissenschafts-
kommunikation. Insofern trägt "Zeit für Lehre" auch dazu bei, die Planung von Lehrveranstaltungen, Modulen und Curricula
zunehmend als eine anspruchsvolle Gemeinschaftsaufgabe zu verstehen und zu gestalten.