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Fachsprachenzentrum
 
 

Abgeschlossene Projekte

Im Wintersemester 2013/14 und Sommersemester 2014 sind in acht Seminaren die folgenden vier Publikationen entstanden: Invasion Paradies - Lesebuch über die Möglichkeiten, Finne zu sein: Ein multikulturelles Plädoyer; Grüße aus Lappland von Nils Aslak Valkeapää, Die Sámi - Traditionen im Wandel von Veli-Pekka Lehtola und von Rauni Magga Lukkari und Inger-Mari Aikio-Arianaick Erbmütter - Welttöchter. Diese wurden anschließend auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert. Die Texte wurden aus dem Berg-Marischen, Bulgarischen, Englischen, Finnischen, Französischen, Japanischen, Mandarin, Rumänischen, Russischen, Samischen, Schwedischen, Somalischen, Spanischen, der Tatarischen Sprache und Türkischen ins Deutsche übersetzt.

Die Bücher sind in der Unibuchhandlung Luce erhältlich.

Seminare

Sanna Grund

  • WiSe 2013/2014
    230843 Finnisch für Anfänger, Niveau A1, Grundstufe 1 von 2 (S)
    230845 Finnisch: Finnland entdecken durch Musik und Literatur, ab Niveau B1, Mittelstufe (S)
  • SoSe 2014
    230844 Finnisch für Anfänger, Niveau A2, Grundstufe 2 von 2 (S)
    230845 Finnisch: Finnland entdecken durch Musik und Literatur, ab Niveau B1, Mittelstufe (S)
Johanna Domokos
  • WiSe 2013/2014
    231059 Geo-kulturelle Imaginationen des Nordens / Einführung in die saamische Kultur und Literatur (S)
    237179 Literarische Übersetzung ins Deutsche (S)
  • SoSe 2014
    239729 Literarische Übersetzungen ins Deutsche für Frankfurter Buchmesse 2014 (BS)
Lutz Graner
  • SoSe 2014
    230183 Vom Manuskript zum Buch

Die Werke

  1. Invasion Paradies. Lesebuch über die Möglichkeiten, Finne zu sein - Ein multikulturelles Plädoyer
    Übersetzt von Gruppe Bie. Herausgegeben von Johanna Domokos. Budapest: Pluralica Verlag (Herbst 2014), 524 S. ISBN 978-963-89336-8-3

    Wer entscheidet, ob und nach welchen Kriterien jemand Finne ist? Wer schreibt und liest finnische Literatur? Finnland war lange Zeit eine homogene Gesellschaft, aber die demografische Entwicklung der letzten zehn Jahre hat auch dort die Situation in Richtung Multikulturalität verändert. Die Anthologie stellt Texte der neuen Einwanderer und Rückkehrer vor; Interviews, Artikel mit soziologischen und literaturwissenschaftlichen Ansätzen sowie Rezensionen zu Studienbänden gleicher wissenschaftlicher Thematik rücken die vorgestellten literarischen Texte in einen breiten kulturwissenschaftlichen Kontext.


  2. Nils-Aslak Valkeapää: Grüße aus Lappland
    Pamphlet. Übersetzt von Johanna Domokos und Gruppe Bie. Freiburg: Samica Verlag (Herbst 2014), 170 S. ISBN 978-3-9816835-0-9

    „Diejenigen, die davon sprechen, eine Kultur zu erhalten, verbreiten ihre Ansicht, ohne zu realisieren, wie absurd ihr Geschwätz ist. Alles, was ich mache, mache ich aus meinen eigenen Überzeugungen heraus. Was ich meine Kunst nenne, ist in dem Tundragebiet verankert und in den Menschen, die dort leben. Mein Volk - die Sámi - kann alles beurteilen, was ich tue; falls sie es akzeptieren, ist es in Ordnung. Wenn nicht, dann bin ich ein spiritueller Flüchtling eines Landes, das nicht existiert. Jeder Einzelne ist allein mit seiner Kunst. Jeder Mensch, ob bewusst oder unbewusst, ist durch sein Leben ein organischer Teil der Kultur, der er angehört.” Nils-Aslak Valkeapää (1943-2001)

    Grüße aus Lappland ist keine kulturhistorische oder ethnographische Abhandlung, sondern ein Pamphlet an diejenigen Akteure in den nordischen Gesellschaften, die ihre Länder homogenisieren wollten.

    Nils-Aslak Valkeapää (1943-2001) gilt als der international renommierteste samische Autor und Joik-Sänger sowie Wegweiser für nachfolgende Künstler. Durch ihn wurde das lyrische Genre in der samischen Literatur etabliert; ihm ist es auch zu verdanken, dass eine der ältesten Gesangstraditionen, der Joik, wiederbelebt wurde. Während seines Lebens veröffentlichte Valkeapää, sein samischer Name lautet Áillohaš oder Áilu, zahlreiche Bücher, die sich durch besondere visuelle Komplexität auszeichnen.


  3. Veli-Pekka Lehtola: Die Sámi - Traditionen im Wandel.
    Übersetzt von Johanna Domokos Gruppe Bie. Aanaar; Inari: Puntsi Verlag (Herbst 2014), 370 S. ISBN 978-952-5343-50-2

    Es wurde immer viel von Außenstehenden über die Sámi geschrieben, angefangen bei Tacitus (98 n. Chr.). Angeblich sind sie das am meisten studierte Volk der Welt, wenn man die Anzahl der veröffentlichten Werke ins Verhältnis zur Bevölkerung setzt. Ihre spannende Geschichte ist vieles, aber keine Geschichte über das Verlieren. Sie ist vielmehr eine Geschichte über ständige Erneuerung. Durch die in Multikulturalität und Multilingualität beheimatete, vielfältige ethnische Kultur der Sámi, zeigt sich uns ein beispielhafter Umgang mit anderen Kulturen, der Natur und eine bewahrte Sensibilität für Nachhaltigkeit.

    Veli-Pekka Lehtola gehört zu den namhaften Wissenschaftlern und öffentlichen Persönlichkeiten der Sámi, die die kolonialistisch geprägte Lappologie in eine moderne Samistik überführt haben. Er war Leiter mehrerer universitärer Großprojekte, u.a. Umwelt, Menschen, Wissen von 2001 bis 2005, sowie Umstrittene Umweltstrategien in Sápmi und dem Autonomen Kreis der Nenzen von 2006 bis 2010. Derzeit leitet er die Forschungsgruppe Transkulturelle Begegnungen an der Universität Oulu. Von 2005 bis 2009 war er Vorsitzender im Rat des Nordischen Sámi-Instituts in Guovdageaidnu (Norwegen).


  4. Inger-Mari Aikio-Arianaick und Rauni Magga Lukkari: Erbmütter - Welttöchter
    Gedichte. Aus dem Samischen übersetzt von Christine Schlosser. Herausgegeben von Johanna Domokos. Chemnitz: Eichenspinner Verlag (Herbst 2014), 187 S. ISBN: 978-3-939927-09-9

    In ihrer Lyrik verdichten die beiden Autorinnen ihre individuellen Erfahrungen und Konflikte, die sie als Frauen zweier unterschiedlicher Generationen in der Beziehung zwischen Mann und Frau und der weiblichen Selbstfindung gemacht haben. Bei Aikio-Arianaick hinterfragt das lyrische Ich die Rolle der Mutter, Ehefrau und Schwiegertochter im Spannungsfeld einer fremden Kultur. Die poetischen Reflexionen beider Autorinnen zeichnen sich durch eine enge Bindung an die innere und äußere Natur aus.

    Inger-Mari Aikio-Arianaick (geb. 1961) gehört zu den produktivsten samischen Dichterinnen der Gegenwart. Sieben samische Gedichtbände und Kinderbu?cher sind von ihr erschienen, neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet sie auch als Radiojournalistin, Filmregisseurin und Herausgeberin. Ihre Gedichte wurden ins Englische, Deutsche, Finnische, Schwedische und Ungarische übersetzt.

    Rauni Magga Lukkari (geb. 1943) ist eine der wichtigsten zeitgenössischen samischen Schriftstellerpersönlichkeiten. In mehr als zehn Lyrikbänden setzt sie sich mit den Geschlechterrollen auseinander und sucht nach neuen Formen weiblicher und samischer Identität. Die norwegische Übersetzung ihrer Gedichtsammlung Losses beaivegirji (Düsteres Tagebuch, 1986) wurde 1987 für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert.