Familienservice

Unterhalt und Unterhaltsvorschuss

Unterhalt für Studierende

Studierende sind bis zum Abschluss ihrer ersten berufsqualifizierenden Ausbildung gegenüber ihren Eltern unterhaltsberechtigt. Die Höhe des Unterhalts ist dabei von den Einkommensverhältnissen der Eltern abhängig. In diesem Zusammenhang stellt die Düsseldorfer Tabelle die Richtlinie da, nachder in Abhängigkeit vom Elterneinkommen die Unterhaltsverpflichtung errechnet werden kann.

Unterhalt für die Kinder von Studierenden

Auch studierende Eltern sind gegenüber ihren Kindern, in Form von Pflege, Erziehung und Barunterhalt unterhaltspflichtig. Wenn das Einkommen jedoch zu gering ist und nur den Eigenbedarf abdeckt, kann für das Kind ggf. Sozialgeld nach SGB II beantragt werden. (siehe dazu Leistungen nach den SGB II). Alternativ kann auch ein Antrag auf Kinderzuschlag in Frage kommen.

Alleinerziehende haben für ihr Kind Anspruch auf Unterhalt vom anderen Elternteil. Die Unterhaltspflicht ergibt sich auch hier aus der Düsseldorfer Tabelle.

Unterhaltsvorschuss

Alleinerziehende, die vom anderen Elternteil unregelmäßig, keinen oder nicht mindestens den gesetzlichen Mindestunterhalt für ihr Kind bekommen, haben einen Anspruch auf Unterhaltsvorschuss:

  • Bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres (12. Geburtstag) können Kinder ohne zeitliche Einschränkung Unterhaltsvorschuss erhalten. Die bisher gültige Höchstbezugsdauer von 72 Monaten entfällt.
  • Kinder im Alter von zwölf Jahren bis zum vollendeten 18. Lebensjahr können ebenfalls Unterhaltsvorschuss erhalten. Voraussetzung dafür ist, dass sie nicht auf Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) angewiesen sind oder dass der alleinerziehende Elternteil im SGB II-Bezug mindestens 600 Euro brutto verdient.

Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Alter der Kinder und beträgt seit dem 1. Januar 2018 monatlich:

  • für Kinder von 0 bis 5 Jahren 154 Euro,
  • für Kinder von 6 bis 11 Jahren 205 Euro,
  • für Kinder von 12 bis 17 Jahren 273 Euro.

Unterhaltsvorschuss schließt den Anspruch des Kindes auf Sozialgeld nicht aus. Er wird jedoch als vorrangige Sozialleistung auf die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach SGB II angerechnet.

Die Antragsstellung erfolgt schriftlich bei der dafür zuständigen Unterhaltsvorschussstelle – in der Regel das Jugendamt.

Weitere Informationen zum Unterhaltsvorschuss finden Sie hier.

Aktuelles

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