- Prof. Dr. Gisela Kittel
Arbeitsschwerpunkte: Exegese des Alten und des Neuen Testaments; Biblische Theologie; Biblische Didaktik
Projekttitel: "Tod und Todesüberwindung im Alten und Neuen Testament".
Darstellung:
Nach alttestamentlichem Verständnis gibt es keine Fortexistenz des Menschen über den physischen Tod hinaus. Die Toten weilen in der Scheol, einer finsteren Totenwelt, die in den Tiefen der Erde oder des Urmeeres vorgestellt wird. Gottes Hilfe hört an den Grenzen des Totenreiches auf. Es gibt keine Brücke zwischen der Welt der Lebenden und der Toten. Erst ganz allmählich wird in den späteren Epochen der Geschichte des alttestamentlichen Israel die Hoffnung wach und in jüngeren Schriften artikuliert, daß Gott einem Menschen auch im Totenreich nahe sein und ihn zu neuem Leben erwecken könne. Die Metaphern, in denen diese Hoffnung ausgesagt wird, sind die gleichen, mit denen die Schriften des Neuen Testamentes dann die genuin christliche Hoffnung beschreiben.
In dem hier genannten Forschungsprojekt ging es darum, den oben angedeuteten Erkenntnisweg genauer nachzuzeichnen und auf seine theologischen Grundentscheidungen hin zu untersuchen. Absicht des Projektes war es, die alttestamentlichen Todes- und Hoffnungsbilder zu analysieren, um auf dieser Basis die neutestamentlichen Aussagen über die "Auferstehung Jesu" und die "Auferstehung der Toten" besser zu verstehen.
- Wiss. Mitarbeiter Karsten Jelten
Arbeitsschwerpunkt: Neutestamentliche Exegese
Projekttitel: "Gottes Herrschaft in Jesus Christus als das Grundthema der Offenbarung."
Darstelung:
In dieser Dissertation soll die Bedeutung der Christologie für das letzte Buch der Bibel dargestellt werden. Diese Bedeutung wurde zumindest in der deutschsprachigen Forschung über einen langen Zeitraum (weitgehend) negiert und erfährt erst in neueren Veröffentlichungen nach und nach mehr Beachtung.