Forschungsbericht 1997/98 - Inhalt Forschungsbericht 1997/98

Fakultät für Theologie, Geographie, Kunst und Musik

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Fakultät für Theologie, Geographie, Kunst und Musik (allgemeine Angaben) Kirchengeschichte und Systematische Theologie

12.1 Fachbereich Theologie  >>  12.1.1 Evangelische Theologie und ihre Didaktik

Forschungsschwerpunkt Altes und Neues Testament


I. Forschungsaktivitäten

(a) Beteiligte Wissenschaftler
 

Prof. Dr. Gisela Kittel, Wiss. Mitarbeiter Karsten Jelten


(b) Darstellung

  1. Prof. Dr. Gisela Kittel

    Arbeitsschwerpunkte: Exegese des Alten und des Neuen Testaments; Biblische Theologie; Biblische Didaktik

    Projekttitel: "Tod und Todesüberwindung im Alten und Neuen Testament".

    Darstellung:
    Nach alttestamentlichem Verständnis gibt es keine Fortexistenz des Menschen über den physischen Tod hinaus. Die Toten weilen in der Scheol, einer finsteren Totenwelt, die in den Tiefen der Erde oder des Urmeeres vorgestellt wird. Gottes Hilfe hört an den Grenzen des Totenreiches auf. Es gibt keine Brücke zwischen der Welt der Lebenden und der Toten. Erst ganz allmählich wird in den späteren Epochen der Geschichte des alttestamentlichen Israel die Hoffnung wach und in jüngeren Schriften artikuliert, daß Gott einem Menschen auch im Totenreich nahe sein und ihn zu neuem Leben erwecken könne. Die Metaphern, in denen diese Hoffnung ausgesagt wird, sind die gleichen, mit denen die Schriften des Neuen Testamentes dann die genuin christliche Hoffnung beschreiben.
    In dem hier genannten Forschungsprojekt ging es darum, den oben angedeuteten Erkenntnisweg genauer nachzuzeichnen und auf seine theologischen Grundentscheidungen hin zu untersuchen. Absicht des Projektes war es, die alttestamentlichen Todes- und Hoffnungsbilder zu analysieren, um auf dieser Basis die neutestamentlichen Aussagen über die "Auferstehung Jesu" und die "Auferstehung der Toten" besser zu verstehen.

  2. Wiss. Mitarbeiter Karsten Jelten

    Arbeitsschwerpunkt: Neutestamentliche Exegese

    Projekttitel: "Gottes Herrschaft in Jesus Christus als das Grundthema der Offenbarung."

    Darstelung:
    In dieser Dissertation soll die Bedeutung der Christologie für das letzte Buch der Bibel dargestellt werden. Diese Bedeutung wurde zumindest in der deutschsprachigen Forschung über einen langen Zeitraum (weitgehend) negiert und erfährt erst in neueren Veröffentlichungen nach und nach mehr Beachtung.



II. Veröffentlichungen

Prof. Dr. G. Kittel
  • "Wer ist der?" Markus 4,35-41 und der mehrfache Sinn der Schrift. In: Chr. Landmesser u.a., Jesus Christus als die Mitte der Schrift. Studien zur Hermeneutik des Evangeliums, Berlin/New York 1997, S. 519-542
  • Wünschen und Brauchen, in: Sache-Wort-Zahl. Lehren und Lernen in der Grundschule 25 (1997), Heft 12, 1997, S. 11-16
  • Befreit aus dem Rachen des Todes. Tod und Todesüberwindung im Alten und Neuen Testament (Biblisch-theologische Schwerpunkte Bd. 17), Göttingen 1999.


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