Forschungsbericht 1997/98 - Inhalt
Forschungsbericht 1997/98
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Zentrum für interdisziplinäre Forschung Mathematisierung-Strukturbildungsprozesse (spezielle Darstellung)

16. Forschungsschwerpunkt Mathematisierung-Strukturbildungsprozesse

Forschungsschwerpunkt Mathematisierung-Strukturbildungsprozesse - Allgemeine Angaben


I. Strukturdaten

(a) Wissenschaftliches Personal
 

Sprecher des Forschungsschwerpunktes Mathematisierung (FSPM) ist Prof. Dr. Andreas Dress (Fakultät für Mathematik). Aus den laufenden Haushaltsmitteln wurden im Berichtszeitraum eine wissenschaftliche Hilfskraftstelle (vor allem für Verwaltungsaufgaben) finanziert. Ferner wurden übergangsweise Haushaltsmittel für eine studentische Hilfskraft zur Betreuung des Visualisierungslabors bereitgestellt. Am 31.12.1998 verfügte der FSPM über insgesamt vier wissenschaftliche Mitarbeiter, von denen drei in Teilzeit beschäftigt waren, sowie eine wissenschaftliche und sieben studentische Hilfskräfte. Diese wurden (mit Ausnahme der wissenschaftlichen Hilfskraft) aus Drittmitteln finanziert.


(b) Eingeworbene Drittmittel

Im Berichtszeitraum wurden folgende Projekte, für die von dritter Seite Mittel zur Verfügung gestellt wurden, begonnen bzw. weitergeführt (die Volumina beziehen sich auf den Berichtszeitraum):

Entwicklung von Algorithmen zur Konstruktion, Klassifikation und Visualisierung hochgeordneter räumlicher Strukturen (DFG): ca. 132.000 DM

Untersuchung von Visualisierungsstrategien zur Strukturierung, `Kartierung´ und Exploration hochdimensionaler Räume dynamischer Daten (MWF): 195.000 DM

"Zahl, Bild und Bedeutung" (das Erstellen eines multimedialen Mathematik-Lehrbuchs) (WE-Heraeus-Stiftung): 160.000 DM

Graduiertenkolleg (GK) "Strukturbildungsprozesse" (DFG): 796.000 DM

Qualität der Lehre (MWF): ca. 82.000 DM

Multimedialer Vorkurs (MWF): 45.000 DM

Molekulare Evolution (KFA Jülich - BMBF): ca. 347.000 DM



II. Organisatorische Aspekte und Schwerpunkte der Forschung

Im November 1973 nahm der FSP Mathematisierung - Strukturbildungsprozesse als Universitätsschwerpunkt Mathematisierung der Einzelwissenschaften seine Arbeit auf. Er wurde 1992 in eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung gemäß § 31 Abs. 1 Universitätsgesetzt (UG) überführt. Die Aufgaben des FSPM sind in § 2 seiner Verwaltungs- und Benutzungsordnung festgelegt:

"1. Wichtigste Aufgabe des FSPM ist die disziplinenübergreifende Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Anwendung von Mathematik und Informatik in einem langfristig festzulegenden und zugleich weitere an der Universität Bielefeld angesiedelte Wissenschaften beteiligenden Forschungsgebiet. - 2. Darüber hinaus unterstützt der FSPM Anwendungen von Mathematik und Informatik in den Einzelwissenschaften, soweit diese Anwendungen neuartig sind und keine routinemäßig einsetzbaren Verfahren bereits zur Verfügung stehen. - 3. Der FSPM fördert die interdisziplinäre Forschung und Lehre zu Fragen der Anwendung von Mathematik und Informatik in den Fakultäten."

Gemäß Absatz 1 wurde 1992 beschlossen, in den folgenden Jahren der Erforschung von Strukturbildungsprozessen ein besonderes Augenmerk zu widmen. Zur Erforschung von Strukturbildungsprozessen ist auch deren Darstellung von Wichtigkeit. Hier ermöglicht es insbesondere die Entwicklung der Computertechnik der letzten Jahre nicht nur Strukturen (dreidimensional) darzustellen, sondern auch deren zeitliche Entwicklung zu verdeutlichen. Dies ist eine wichtige Aufgabe des seit Ende 1994 eingerichteten Visualisierungslabors. Es steht auch universitätsübergreifend in den Bereichen der Computergrafik und der Multimedia zur Verfügung.
Anfang 1996 nahm das Graduiertenkolleg Strukturbildungsprozesse seine Arbeit auf. Im Berichtszeitraum hatte das GK insgesamt 16 Stipendiaten, 9 assoziierte Kollegiaten, acht Postdocs wurden gefördert, es erfolgten sechs Promotionen an verschiedenen Fakultäten. Die Verlängerung über 1998 hinaus ist bewilligt.
Ein wichtiges Anliegen des FSPM ist die Verbreitung mathematischer Methoden für Anwendungen außerhalb der Mathematik. In diesem Zusammenhang stehen einerseits die MWF-Projekte `Qualität der Lehre´ und `Multimedialer Vorkurs´, andererseits auch die Workshops zur Lehrerfortbildung, die seit 1994 jährlich (Mitte September) durchgeführt werden und drei Tage dauern.
Darüberhinaus sieht der FSPM seine Aufgabe nach wie vor sowohl in der Bereitstellung von Informationen über (noch) nicht standardisierte Anwendungsmöglichkeiten der Mathematik in den Einzelwissenschaften als auch in der Unterstützung entsprechender Forschungsvorhaben.



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