Forschungsbericht 1997/98 - Inhalt
Forschungsbericht 1997/98
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IKG (allgemeine Angaben) Institut für Mathematische Wirtschaftsforschung

19. Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG)

IKG - Spezielle Darstellung pro Arbeitsgruppe


I. Forschungsarbeiten

Arbeitsgruppe "Theoriefragen: Integration/Desintegration"

(a) Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Albrecht/Anhut/Heitmeyer


(b) Darstellung

Gegenstand dieser Arbeitsgruppe sind die Selbstreproduktionsmechanismen moderner Gesellschaften und ihre Wirksamkeit in sozialen Umbruchsituationen. Es wird davon ausgegangen, daß gegenwärtig beobachtbare Struktur-, Regulations- und Kohäsionskrisen, wie eine Zunahme sozialer Polarisierung und Statusbedrohung, Fehlanpassungen von Aspirationen und Realisierunsgschancen oder die Schwächung sozialer Bindungen und Netzwerke den Umfang sozialer Desintegration beeinflussen und für Teilgruppen der Gesellschaft vergrößern. Als Folge gesellschaftlicher Desintegration wird bei Vorliegen spezifischer Randbedingungen (wie der Art der Verantwortungszurechnung, der Einschätzung eigener Selbstwirksamkeit etc.) mit einer vermehrten Anfälligkeit gegenüber dysfunktionalen Konfliktlösungsmustern (wie etwa Gewalt) gerechnet. Der Arbeitsgruppe geht es um eine Weiterentwicklung erster integrationstheoretischer Entwürfe, insbesondere sollen deprivations-, anomie- und kontrolltheoretische Einzelüberlegungen zu einem integrierten Ansatz verschmolzen werden. Im Vordergrund der Analyse steht hierbei die Interdependenz sozial- und systemintegrativer Aspekte zwecks Identifizierung der Wirkungsprinzipien zentraler Integrationsmodi, zu denen insbesondere das Vorhandensein sozialer Anerkennungsoptionen, politischer Partizipationschancen und universalisierbarer Kernnormen (Gerechtigkeitsnormen etc.) gezählt werden. Entsprechend kritisch werden kommunitaristische oder systemtheoretische Integrationsentwüfre gesehen, da hier entweder die Dimension partikular bleibender Werte einseitig normativ-harmonistisch überhöht oder aber die Notwendigkeit eines sozialintegrativen Basiskonsenses als Voraussetzung funktionierender Vergesellschaftung wie auch eines zivilen und sozialverträglichen Wirkungspotentials von Konflikten schlicht bestritten wird.


Arbeitsgruppe "Methodenentwicklung"

(a) Beteiligte Wissenschaftler

Brüß, Heitmeyer, Möller, Schröder, Strobl, Ulbrich-Herrmann


(b) Darstellung

Die Arbeitsgruppe dient der Entwicklung und Testung neuer quantitativer wie qualitativer Methoden und Instrumente der empirischen Sozialforschung im Themenfeld des Instituts. Dabei galt ein Arbeitsschwerpunkt der Weiterentwicklung von Milieu- und Lebensstilkonzepten, um die lebensweltlichen Strukturen des Alltags von Personen (Arbeit, Familie, Freizeit und Konsum) im Rahmen weiterbestehender sozialstruktureller Ungleichhheitsrelationen darstellbar zu machen. Die Milieu- und Lebensstilkonzepte wurden bei den Jugend- und Gewaltuntersuchungen des Instituts angewendet, um Ursachenkomplexe von Gewalt bei Jugendlichen mit unterschiedlichen Syndromen von Wert- und Verhaltensorientierungen zu ermitteln. Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist die Sammlung, Entwicklung und Testung von quantitativen Befragungsinstrumenten zu den Themen Konflikt und Gewalt, die als Vorbereitung für das geplante Konflikt- und Gewaltbarometer dienen. Außerdem wurden im Rahmen einer größeren empirischen Untersuchung des Drittmittelprojekts "Desintegrationsprozesse und ethnisch-kulturelle Konflikte in Städten" Forschungsregeln für die Befragung von Personen türkischer Herkunft entwickelt.


Arbeitsgruppe "Islam, Moderne und Fundamentalismus"

(a) Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Bielefeldt, Heitmeyer, Müller, Schröder, Tezcan


(b) Darstellung

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Islam und Fundamentalismus in modernen Gesellschaften. Seit einiger Zeit mehren sich Hinweise, daß die Hinwendung zu islamisch-fundamentalistischen und nationalistischen Orientierungen unter türkischstämmigen Jugendlichen in Deutschland zuzunehmen scheint. Bis vor kurzem gab es keine empirischen Untersuchungen zum Ausmaß solcher Hinwendungen und zu einer hinreichenden Differenzierung zwischen individueller Religiosität, kollektiven Überlegenheitsansprüchen dieser Glaubensrichtung und islamischem Fundamentalismus, in dem totalitäre, pluralismus-, demokratie- und integrationsfeindliche Positionen vertreten werden. Deshalb wurde eine empirische Untersuchung mit einer Befragung von 1.200 Jugendlichen türkischer Herkunft durchgeführt, um zu analysieren, welchen Umfang der Anteil jener Jugendlichen hat, die sich als anfällig für die Orientierungs- und Einbindungsangebote sowie Instrumentalisierungsversuche zeigen. Die im Jahre 1997 unter dem Titel "Verlockender Fundamentalismus" veröffentlichte Pilotuntersuchung kam zu dem Ergebnis, daß es ein erhebliches Ausmaß an islamzentriertem Überlegenheitsanspruch und religiös fundierter Gewaltbereitschaft zu registrieren gibt.

Die Beschäftigung mit der Thematik islamischer Minderheiten beschränkt sich nicht auf die Untersuchung fundamentalistischer Tendenzen. Vielmehr geht es darüber hinaus darum herauszufinden, wie sich die Diaspora-Situation auf die Entwicklung islamischer Strukturen (u.a. der Verbandsstrukturen) und islamischen Selbstverständnisses auswirkt. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Interaktion der muslimischen Minderheiten mit der (christlich oder eher säkular geprägten) Umwelt. Konflikte ergeben sich vor allem dann, wenn Muslime ihre Präsenz in Deutschland sichtbar (über repräsentative Moscheebauten) und hörbar (über den Ruf des Muezzin) zur Geltung bringen. Da sie den Anspruch auf öffentliche Präsenz mit Hinweis auf die verfassungsmäßig garantierte Religionsfreiheit untermauern, steht somit auch das normative Selbstverständnis der multikulturell und multireligiös gewordenen Gesamtgeselschaft mit zur Debatte.         


Arbeitsgruppe "Rechtsextremismus"

(a) Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Heitmeyer, Loch, Müller


(b) Darstellung

Diese Arbeitsgruppe setzt die Untersuchungen über Art und Ausmaß rechtsextremistischer Orientierungen fort, die von der Forschungsgruppe um Wilhelm Heitmeyer seit Mitte der 80er Jahre durchgeführt worden sind. Untersucht wurden in diesem Zusammenhang zunächst in einer quantitativen Studie durch Befragung von 1257 Jugendlichen das Ausmaß rechtsextremistischer Orientierungen bei Jugendlichen, anschließend in einer qualitativen Untersuchung die Verlaufsformen der Entwicklung und der Rückbildung rechtsextremistischer Orientierungen im Verlauf der Jugendbiographie auf der Basis von 40 Längsschnittinterviews mit männlichen Jugendlichen. Im Anschluß hat Joachim Müller in dem Projekt "Täteranalysen bei ethnisch motivierter Gewalt" die Ursachen der ethnisch-motivierten Gewalt erforscht, die sich z.T. auch in organisatorisch rechtsextremistischer Gestalt in Deutschland gezeigt hat. Die empirische Studie basiert auf der Auswertung einer Umfrage unter 3.400 Jugendlichen, 172 Strafverfahren und 48 Intensivinterviews mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die aufgrund von Gewaltdelikten verurteilt worden sind. Untersucht wurden die Gewaltsituationen, die biographischen Hintergründe und das politisch-ideologische Umfeld. Diese Untersuchungen wurden in vergleichender Perspektive durch die Forschungen von Dietmar Loch über den französischen "Front National" ergänzt.


Arbeitsgruppe "Polizei und Fremde"

(a) Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Backes, Dollase, Heitmeyer, Hüttermann


(b) Darstellung

Im Rahmen des Drittmittelprojekts "Fremdenfeindliche Gewalt in der Polizei" untersuchte die Arbeitsgruppe mittels teilnehmender Beobachtung und schriftlicher wie mündlicher Interviews in verschiedenen Stadtteilen und Polizeirevieren Hamburgs das Ausmaß und die Entstehungsbedingungen fremdenfeindlicher Verhaltensweisen. Dabei konzentrierte sich die Forschung auf die strukturellen Rahmenbedingungen polizeilichen Handelns, die Alltagsbedingungen in den Revieren und das individuelle Verhalten. Im Ergebnis ließen sich im Rahmen bestimmter Risikokonstellationen in Teilgruppen der Polizei problematische Einstellungen gegenüber Ausländern, problematische Erwartungshaltungen gegenüber dem Verhalten von Fremden und auch riskante Berufsauffassungen erkennen, die ungünstige Voraussetzungen dafür sind, daß unter Belastungen eine angemessene Konfliktregulierung gewährleistet ist. Außerdem zeigten sich erhebliche Problemlagen in unklaren Aufgabenformulierungen bzw. rechtlich umstrittenen Anweisungen durch die Polizeiführung bzw. die politische Führung.


Arbeitsgruppe "Gewaltforschung"

(a) Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Conrads, Heitmeyer, Möller, Schröder, Testrot, Ulbrich-Herrmann


(b) Darstellung

Diese Arbeitsgruppe geht von der Wahrnehmung aus, daß in heutigen modernen Gesellschaften keineswegs eine kulturell humane und strukturell auf sozialen Ausgleich ausgerichtete Entwicklungsrichtung überwiegt, vielmehr vielfältige Gewaltprozesse in physischer und institutioneller Form, verbunden mit mannigfaltigen expressiven, instrumentellen und regressiven Akzenten sichtbar werden. Gewalt wird dabei als Interaktionsphänomen verstanden, das sich sowohl als Orientierung im Sinne von Gewaltakzeptanz wie als Handlung (vorwiegend im Rahmen physischer Gewalt) äußert und in diesen Formen untersucht werden kann. Da davon ausgegangen wird, daß in den zunehmend pluralisierten Gesellschaften der Spätmoderne alte Kategorisierungen sozialer Ungleicht wie die Kategorien "Klasse" und "Schicht" immer weniger greifen, wird in der Gewaltforschung des Instituts mit dem Milieukonzept des SINUS-Instituts gearbeitet. Die bisherigen theoretischen und empirischen Grundlagenforschungen sollen zu einem "Konflikt- und Gewaltbarometer" weiterentwickelt werden, mit dem durch regelmäßige Paneluntersuchungen latente Gewaltkonstellationen frühzeitig ermittelt werden sollen.


Arbeitsgruppe "Soziometrie interkultureller Beziehungen"

(a) Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Dollase, Ridder und stud. Beschäftigte


(b) Darstellung

In der Arbeitsgruppe wird der soziometrische Forschungsschwerpunkt von Rainer Dollase in z.Zt. drei Forschungsprojekten fortgeführt, die sich im weitesten Sinne mit der Soziometrie interkultureller bzw. interethnischer Beziehungen befassen. In der deutschen Forschung gibt es im Unterschied zur internationalen nur wenige sogenannte soziometrische Studien zur interkulturellen Integration in Gruppen. In soziometrischen Studien wird das Geflecht der Beziehungen (meist Sympathie- und Antipathiebeziehung) von Gruppenmitgliedern untereinander analysiert. Es fehlen beispielsweise längsschnittartige Ansätze, von denen es im anglo-amerikanischen Sprachraum drei gibt. Bisher überhaupt nicht vorhanden sind sogenannte Zeitwandelstudien, d.h. Vergleiche der interkulturellen soziometrischen Integration in vergleichbaren Gruppen zu unterschiedlichen Zeitpunkten, mit denen man den zeitgeschichtlichen Einfluß abschätzen kann. Im Rahmen des Forschungsprojektes "Multikulturelle Integration im Zeitvergleich der 70er zu den 90er Jahren" wird an rund 1500 Kindern aus Kindergärten, Grundschulen und Hauptschulen geprüft, ob sich die soziometrische Integration gegenüber früher (1971-1974; 1983) verändert hat.

In dem Forschungsprojekt "Soziometrische Strukturen und Gewalt in der Schule" wird bei 1700 SchülerInnen der 6., 8. und 10. Klassen untersucht, wie sich Selbst- und Fremdbeurteilung (per Beurteilung in soziometrischen Fragen) der Aggressivität und Gewalttätigkeit zueinander verhalten. Oftmals nehmen sich Täter nicht als solche wahr, obwohl die Meinung der peers eindeutig ist. Zudem ermöglicht der soziometrische Zugang die Ermittlung von Beziehungskonstellationen, die Intragruppenkonflikte provozieren. Als vermittelnde Variablen werden erstmals auch Temperament, N-Sozialität (Skala zur Ermittlung der präferierten Gruppengrößen), die gewaltbilligende und u.U. stimulierende Rolle der Mädchen bei Jungengewalt und ästhetische Präferenzen erhoben. Der besondere Schwerpunkt wird die Untersuchung des Verhältnisses von aus- und inländischen Kindern und Jugendlichen bezüglich der personalen Gewalt sein.

Ein weiteres Forschungsvorhaben der Arbeitsgruppe gilt der seit den 40er Jahren bekannten, aber nur selten geprüften "saturation point"-Hypothese von Joan Criswell. Sie behauptet Beziehungskonflikte in Gruppen oberhalb gewisser Prozentsätze Fremder bzw. Ausländer in Gruppen. Das Projekt prüft die soziometrische Integration in einigen hundert Schulklassen mit unterschiedlichem Grad der multikulturellen Zusammensetzung, und geht insbesondere auf den Zusammenhang zwischen Binnenkohäsion und Fremdabgrenzung ein. Zahlreiche intervenierende Variablen (z.B. Persönlichkeitseigenschaften, Sprachkompetenz, ästhetisch-kulturelle Präferenzen, Zufriedenheitsskala, Schul- und Unterrichtswahrnehmung etc.) sowie eine kurze Eltern- und Lehrkraftbefragung werden dabei berücksichtigt.


Arbeitsgruppe "Gesellschaftlicher Umgang mit Migranten"

(a) Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Albrecht, Salentin, Strobl und stud. Beschäftigte


(b) Darstellung

In diesem Forschungsschwerpunkt werden derzeit zwei Projekte durchgeführt. Bei dem Projekt "Gesellschaftliche Inkorporation tamilischer Flüchtlinge in der Bundesrepublik" (Kurt Salentin und stud. Beschäftigte) handelt es sich um eine qualitative und explorative Vorstudie zu einer umfassenderen Untersuchung der Entwicklungsdynamik der Perspektiven, aus denen eine Migrantenpopulation aus einem sehr fremden kulturellen Kontext ihre eigene Stellung zur aufnehmenden Gesellschaft und zu anderen Mitgliedern der eigenen Minorität sieht und aus der sich relevante Determinanten in Richtung auf Remigration, "Binnenintegration" oder Integration ergeben dürften. Die Population der Tamilen ist insofern thematisch besonders interessant als der Hintergrund für die Migration vor allem in massiven gewalttätigen innergesellschaftlichen ethnischen Konflikten im Heimatland zu sehen ist.

Das Projekt "Soziale Probleme der Integration rußlanddeutscher jugendlicher Aussiedler" (Wolfgang Kühnel und Rainer Strobl) befaßt sich mit den Handlungsoptionen, sozialen Beziehungen und Perzeptionen jugendlicher Aussiedler aus den ehemaligen GUS-Staaten im Zuge ihres Integrationsprozesses in die Bundesrepublik. Den Prozeß der Adaption und die damit in Verbindung stehenden Probleme werden unter sozialen, zeitlichen und sozialräumlichen Gesichtspunkten untersucht. Bezogen auf die soziale Dimension werden die Veränderungen von sozialen Unterstützungsnetzwerken, individuellen Bewältigungsstrategien und die Bedingungen für risikohaftes und delinquentes Handeln im Verlaufe der Integration analysiert. Die Zeitdimension zielt auf die Frage nach dem Einfluß des Migrationsprozesses, auf die Struktur des Lebensverlaufs und die Bewältigungsformen bei Statusübergängen sowie auf das Verhältnis zwischen den Generationen. Die räumliche Dimension beschreibt einerseits den Integrationsprozeß in ländlichen und städtischen Regionen und zum anderen die Beziehungen und Konflikte zwischen Aussiedlern und Einheimischen in konkreten sozialen Räumen.


Forschungsschwerpunkt "Desintegrationsprozesse und ethnisch-kulturelle Konflikte in Städten"

(a) Beteiligte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Anhut, Backes, Conrads, Dollase, Heitmeyer, Hüttermann, Müller, Ridder, Schröder, Testrot, Tezcan, Ulbrich-Herrmann und stud. Beschäftigte


(b) Darstellung

Die Forschungen dieser Arbeitsgruppe zentrieren sich um das Drittmittelprojekt "Gesellschaftliche Desintegrationsprozesse und ethnisch-kulturelle Konfliktkonstellationen in (groß-)städtischen Untersuchungsräumen". Dieses Projekt ist eingebunden in einen interdisziplinären Forschungsverbund "Zukünfte in Stadtregionen", in dem vier Forschungsgruppen arbeiten und der durch das Hochschul-Innovationsprogramm NW gefördert wird. Das Bielefelder Projekt, an dem auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Dortmund, Essen und Paderborn beteiligt sind, umfaßt 9 Teilprojekte. Im Mittelpunkt steht die zunehmende soziale Polarisierung und ethnisch-kulturelle Heterogenisierung einerseits und die abnehmende Regulierungsfähigkeit von Konflikten durch sozialisatorische, politische und kontrollierende Institutionen andererseits. Die Grundannahme des Gesamtprojektes besteht darin, daß die Zukunft relativ gewaltarmen Zusammenlebens ganz entscheidend von den zukünftigen Stadtentwicklungen nicht nur in den Metropolen abhängen wird. Die Entwicklungsrichtung wird als problematisch angenommen und deshalb aus mehreren Perspektiven in verschiedenen Städten, Stadtvierteln und Wohnquartieren untersucht. Dazu gehören die Teilprojekte zu den Rückzügen der ethnischen Gruppen und ihren Identitätspolitiken, den Konflikten zwischen Jugendgruppen, die Integrationsqualität von Mehrheits- wie Minderheitsbevölkerung, dem Agieren der städtischen Eliten, dem Verhalten der Polizei und der kommunalen Politik.



II. Drittmittelprojekte

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a) Prof. Dr. Otto Backes/Prof. Dr. Rainer Dollase/Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
b) Fremdenfeindliche Gewalt in der Polizei
c) Senator für Inneres der Freien und Hansestadt Hamburg
   
a) Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
b) Täteranalysen bei ethnisch motivierter Gewalt
c) Bundesministerium der Justiz
   
a) Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
b) Die Verbreitung islamisch-fundamentalistischer Orientierungen unter türkischen Jugendlichen
c) Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW
   
a) Prof. Dr. Otto Backes/Prof. Dr. Rainer Dollase/Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer; Koordination: Dr. Reimund Anhut
b) Gesellschaftliche Desintegrationsprozesse und ethnisch-kulturelle Konfliktkonstellationen in (groß-)städtischen Untersuchungsräumen
  Teilprojekt 1: Ethnisch-kulturelle Konfliktpotentiale in der Wahrnehmung von städtischer Aufnahme- und Einwanderergesellschaft Bearbeiter: Dipl.-Psych. Jutta Conrads, Dr. Helmut Schröder, Dr. Matthias Ulbrich-Herrmann, Dipl.-Soz. Anke Testrot
  Teilprojekt 2: Soziometrische Integration und kategoriale Identifikation von deutschen und ausländischen SchülerInnen in ausgewählten Regionen Bearbeiter: Prof. Dr. Rainer Dollase, Dipl.-Psych. Arnd Ridder
  Teilprojekt 3: Die Ablehnung bzw. Akzeptanz infrastruktureller Einrichtungen der türkischen Minderheit durch die aufnehmende Gesellschaft und Konfliktkonstellationen individueller, infrastruktureller und regionaler Desintegrationspotentiale (wird von Dr. Andreas Humpert, Zentrum für Türkeistudien, durchgeführt)
  Teilprojekt 4: Politische und religiöse Gruppen in der türkischen Minderheitsbevölkerung Bearbeiter: Dipl.-Soz.wiss. Levent Tezcan
  Teilprojekt 5: Ethnisch-kulturelle Konfliktkonstellationen zwischen deutschen und ausländischen Jugendlichen in städtischen Sozialräumen Bearbeiter: Dr. Joachim Müller
  Teilprojekt 6: Ethnisch-kulturelle Konflikte im Sport (wird von Prof. Dr. Marie-Luise Klein, Dipl.-Päd. Jürgen Kothy und Dipl.-Sportwiss. Gülsen Cabadag, alle Fachbereich Sport der Universität/Gesamthochschule Paderborn, durchgeführt)
  Teilprojekt 7: Wohnqualität und Wohnumfeld in benachteiligten Stadtteilen mit unterschiedlicher ethnisch-kultureller Prägung (wird von Dipl.-Ing. Heike Schiewer, Fachbereich Raumplanung der Universität Dortmund, durchgeführt)
  Teilprojekt 8: Politische Deutungskultur, lokale Politik und Medien Bearbeiter: Dr. Reimund Anhut
  Teilprojekt 9: Analyse der Reaktionen der Polizei auf ethnisch-kulturelle Konflikte Bearbeiter: Dr. Jörg Hüttermann
c) Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Schule und Weiterbildung NRW (Hochschul-Innovationsprogramm NRW) und Ministerium für Arbeit, Stadtentwicklung, Kultur und Sport NRW
 
a) Prof. Dr. Günter Albrecht
b) Soziale Chancenstruktur, relative Deprivation und Gewalt bei deutschen Jugendlichen
c) DFG
   
a) Prof. Dr. Günter Albrecht
b) Gesellschaftliche Inkorporation tamilischer Flüchtlinge in der Bundesrepublik
c) DFG
   
a) Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
b) Soziale Probleme der Integration rußlanddeutscher jugendlicher Aussiedler
c) Ministerium für Arbeit, Stadtentwicklung, Kultur und Sport des Landes NRW
   
a) Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer
b) Integration, Interaktion sowie die Entwicklung von Feindbildern und Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen türkischer und deutscher Herkunft (Längsschnittstudie)
c) DFG



III. Wissenschaftliche Veröffentlichungen

Albrecht, G.: Anomie oder Hysterie - oder beides? Die bundesrepublikanische Gesellschaft und ihre Kriminalitätsentwicklung, in: Heitmeyer (Hrsg.): Was treibt die Gesellschaft auseinander? Frankfurt/M. 1997, S. 503-554.

Backes, O. zus. mit T. Biek, R. Dollase, W. Heitmeyer, J. Meyer, D. Spona und F. Wilkening: Risikokonstellationen im Polizeialltag. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung zum Verhältnis von Polizei und Fremden in Konfliktsituationen, Forschungsbericht Bielefeld 1997.

Bielefeldt, H.: Philosophie der Menschenrechte. Darmstadt 1998.

Bielefeldt, H., zus. mit W. Heitmeyer (Hrsg.): Politisierte Religion. Ursachen und Erscheinungsformen des modernen Fundamentalismus, Frankfurt/M. 1998.

Bielefeldt, H.: Autonomy and Republicanism. Immanuel Kant's Philosophy of Freedom, in: Political Theory 25 (1997), S. 524-558.

Bielefeldt, H.: Carl Schmitt's Critique of Liberalism. Systematic Reconstruction and Countercriticism, in: Canadian Journal of Law and Jurisprudence 10 (1997), S. 65-75.

Bielefeldt, H.: "Schwächlicher Werterelativismus?". Zur Notwendigkeit des westlich-islamischen Menschenrechtsdialogs, in: Hafez (Hrsg.): Der Islam und der Westen. Anstiftung zum Dialog, Frankfurt/M. 1997, S. 56-66.

Bielefeldt, H.: Menschenrechte - universaler Normkonsens oder eurozentrischer Kulturimperialismus?, in: Broker/Nau (Hrsg.): Ethnozentrismus. Möglichkeiten und Grenzen des interkulturellen Dialogs, Darmstadt 1997, S. 256-268.

Bielefeldt, H.: Towards a Cosmopolitan Order of Freedom: The Contribution of Kantian Universalism to Cross-Cultural Human Rights Debates, in: Jahrbuch für Recht und Ethik/Annual Review of Law and Ethics 5 (1997), S. 349-362.

Bielefeldt, H.: Zwischen laizistischem Kulturkampf und religiösem Integralismus: Der säkulare Rechtsstaat in der modernen Gesellschaft, in: Bielefeldt/Heitmeyer (Hrsg.): Politisierte Religion. Ursachen und Erscheinungsformen des modernen Fundamentalismus, Frankfurt/M. 1998, S. 474-492.

Bielefeldt, H.: Zwischen Scharia und Menschenrechten. Facetten der islamischen Menschenrechtsdiskussion, in: Voigt (Hrsg.): Die Menschenrechte im interkulturellen Dialog, Frankfurt/M. 1998, S. 227-237.

Bielefeldt, H.: "Ein von allen Völkern und Nationen zu erreichendes gemeinsames Ideal". Der Streit um die Universalität der Menschenrechte, in: Amnesty International (Hrsg.): Menschenrechte im Umbruch. Fünfzig Jahre Allgemeine Menschenrechtserklärung, Neuwied 1998, S. 31-46.

Bielefeldt, H.: Krise des christlich-islamischen Dialogs? Sammelrezension, in: Newsletter des Forschungsnetzwerks ethnisch-kulturelle Konflikte, Rechtsextremismus und Gewalt, Nr. 10 (2/98), S. 99-104.

Bohle, H. H., zus. mit W. Heitmeyer, W. Kühnel, U. Sander: Anomie in der modernen Gesellschaft: Bestandsaufnahme und Kritik eines klassischen Ansatzes soziologischer Analyse, in: Heitmeyer (Hrsg.): Was treibt die Gesellschaft auseinander?, Frankfurt/M. 1997, S. 29-65.

Brüß, Joachim: Rezension zu Aytac Eryilmaz/Mathilde Jamin (Hrsg.): Fremde Heimat. Eine Geschichte der Einwanderung aus der Türkei, Newsletter des Forschungsnetzwerks ethnisch-kulturelle Konflikte, Rechtsextremismus und Gewalt, Nr. 10 (2/98), S. 86-89.

Dollase, R., zus. mit T. Kliche und H. Moser (Hrsg.): Politische Psychologie der Fremdenfeindlichkeit. Opfer - Täter ? Mittäter, Weinheim 1998.

Dollase, R.: Politische Psychologie interkultureller Konflikte - Ein Ansatz und seine möglichen Folgen, in: Dollase/Kliche/Moser (Hrsg.): Politische Psychologie der Fremdenfeindlichkeit. Opfer - Täter ? Mittäter, Weinheim 1998, S. 9-18.

Dollase, R.: Pädagogische Strategien des interkulturellen Lernens. Strategien zwischen kulturellem Essentialismus und Ethnizitätsblindheit, in: Dollase/Kliche/Moser (Hrsg.): Politische Psychologie der Fremdenfeindlichkeit. Opfer - Täter ? Mittäter. Weinheim 1998, S. 279-292.

Dollase, R.: Rock gegen rechts - Rock von rechts. Oder: Wie Musik eine politische Bedeutung und Funktion erhält oder auch nicht, in: Frevel (Hrsg.): Musik und Politik, Regensburg 1997, S. 109-126.

Dollase, R.: Das Publikum in Konzerten, Theatervorstellungen und Filmvorführungen, in: Strauß (Hrsg.): Zuschauer, Göttingen 1997, S. 139-174.

Dollase, R.: Des Pudels Kern in der Konzerthalle - Über die wahren Funktionen des Konzertbesuchs in der high culture, in: Fromme/Freericks (Hrsg.): Freizeit zwischen Ethik und Ästhetik, Neuwied 1997, S. 97-106.

Dollase, R.: Temporale Muster im Alltag und plurale Lebenslagen, in: Nahrstedt/Brinkmann/Kadel (Hrsg.): Neue Zeitfenster für Weiterbildung, Bielefeld 1997, S. 43-58.

Dollase, R.: Abschied vom Egotrip. Möglichkeiten und Grenzen einer pädagogischenIntegration des Konzeptes der nachhaltigen Entwicklung, Dillingen 1998 (= Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung. Akademievortrag Nr. 25).

Dollase, R.: Welche Wirkung hat der Rock von Rechts?, in: Lauffer/Farin (Hrsg.): Rock von Rechts II, Bielefeld 1999 (im Druck).

Dollase, R.: Selbstsozialisation und problematische Folgen, in: Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung (Hrsg.): Selbstsozialisation, Kinderkultur und Mediennutzung, Opladen 1999 (im Druck).

Fiege, B., zus. mit R. Dollase, R.: Evaluation kollegialer Beratung in Gruppen von Lehrern und Lehrerinnen. Zeitschrift für Pädagogik, 44(3), 1998, S. 379-395.

Glaubitz, P., zus. mit W. Heitmeyer: Gruppenunterschiede bei Jugendlichen türkischer Herkunft. Eine differenzierte Analyse im Hinblick auf Zustimmung und Ablehnung religiös fundierter Gewaltbereitschaft, Forschungsbericht Bielefeld 1998.

Heitmeyer, W. (Hrsg.): Bundesrepublik Deutschland: Auf dem Weg von der Konsens- zur Konfliktgesellschaft, Bd. 1: Was treibt die Gesellschaft auseinander? Bd. 2: Was hält die Gesellschaft zusammen?, Frankfurt/M. 1997.

Heitmeyer, W./Müller, J./Schröder, H.: Verlockender Fundamentalismus. Eine empirische Untersuchung über die Verbreitung islamisch-fundamentalistischer Orientierungen, Frankfurt /M. 1997.

Heitmeyer, W., zus. mit R. Dollase und O. Backes (Hrsg.): Die Krise der Städte. Analysen zu den Folgen desintegrativer Stadtentwicklung für das ethnisch-kulturelle Zusammenleben, Frankfurt/M. 1998.

Heitmeyer, W.: Gibt es eine Radikalisierung des Integrationsproblems, in: Heitmeyer (Hrsg.): Was hält die Gesellschaft zusammen?, Frankfurt/M. 1997, S. 23-65.

Heitmeyer, W.: Gesellschaftliche Integration, Anomie und ethnisch-kulturelle Konflikte, in: Heitmeyer (Hrsg.): Was treibt die Gesellschaft auseinander?, Frankfurt/M. 1997, S. 629-653.

Heitmeyer, W.: Migrationspolitik als Zitadellenpolitik, In: Spektrum der Wissenschaft, 8/1997, S. 64-66.

Heitmeyer, W.: Islamistisch-fundamentalistische Orientierungen bei türkischen Jugendlichen, in: Friedrich-Ebert-Stiftung (Hrsg.): Identitätsstabilisierend oder konfliktfördernd? Ethnische Orientierungen in Jugendgruppen, Bonn 1997, S. 11-26.

Heitmeyer, W., zus. mit J. Müller und H. Schröder: Islamistische         Expansionspropaganda. Mediennutzung und religiös begründete Machtansprüche bei türkischen Jugendlichen, in: Bielefeldt/Heitmeyer (Hrsg.): Politisierte Religion. Ursachen und Erscheinungsformen des modernen Fundamentalismus, Frankfurt/M. 1998, S. 256-279.

Heitmeyer, W.: Versagt die "Integrationsmaschine" Stadt? Zum Problem der ethnisch-kulturellen Segregation und ihrer Konfliktfolgen, in: Heitmeyer/Dollase/Backes (Hrsg.): Die Krise der Städte. Analysen zu den Folgen desintegrativer Stadtentwicklung für das ethnisch-kulturelle Zusammenleben, Frankfurt/M. 1998, S. 443-467.

Heitmeyer, W.: Gesellschaftliche Desintegration und ethnisch-kulturelle Konflikte, in: Klein/Kothy (Hrsg.): Ethnisch-kulturelle Konflikte im Sport, Hamburg 1998, S. 15-30.

Kühnel, W.: Jugendliche Aussiedler aus Rußland und Kasachstan zwischen Integration und Ausgrenzung, in: Newsletter des Forschungsnetzwerks ethnisch-kulturelle Konflikte, Rechtsextremismus und Gewalt, Nr. 8 (2/97), S. 48-53

Kühnel, W., zus. mit I. Matuschek: Soziale Beziehungsnetzwerke und Gewalt in der Schule, In: Holtappels u.a. (Hrsg.): Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. Weinheim/München 1997, S. 261-279.

Kühnel, W., unter Mitarbeit von I. Matuschek: Abweichendes Verhalten und soziale Netzwerke. Die Bedeutung interpersoneller Beziehungen für Abweichung und Delinquenz im Jugendalter, Forschungsbericht Humboldt-Universität zu Berlin, Institut für Sozialwissenschaften/Universität Bielefeld, Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung, August 1997.

Kühnel, W.: Hitler's Grandchildren? The Reemergence of a Right-Wing Social Movement in Germany. In: Kaplan/Björgo (Eds.): Brotherhoods of Nation and Race: The Emergence of a Violent Euro-American Racist Subculture, Chicago 1998, S. 148-174.

Kühnel, W.: Right-wing Extremism, Migration, and the German Political System. In: Westin (Ed.): Racism, Ideology and Political Organisation, Stockholm 1998, S. 141-166.

Loch, D.: Bürgerschaft in der Banlieue. Jugendliche maghrebinischer Herkunft in Frankreich, in: Häußermann/Oswald (Hrsg.): Zuwanderung und Stadtentwicklung (= Leviathan-Sonderband), Opladen 1997, S. 446-468.

Loch, D.: (Rechts-)Populismus in Frankreich und in Deutschland? Politische Konfliktlinien und ethnisierende Mobilisierung im Vergleich, in: Newsletter des Forschungsnetzwerkes ethnisch-kulturelle Konflikte, Rechtsextremismus und Gewalt, Nr. 8 (2/97), S. 12-26.

Loch, D.: Soziale Ausgrenzung und Anerkennungskonflikte. Vergleichende Reflexionen zu sozial benachteiligten Stadtvierteln, in: Heitmeyer/Dollase/Backes (Hrsg.): Die Krise der Städte. Frankfurt/M. 1998, S. 266-296.

Loch, D.: Rezension zu Ted Gurr/Barbara Harff, Ethnic Conflict in World Politics, Boulder/Col. 1994, in: Newsletter des Forschungsnetzwerks ethnisch-kulturelle Konflikte, Rechtsextremismus und Gewalt, Nr. 10 (2/98), S. 89-92.

Möller, R./Sander, U.: Die Vertrautheit der Fremden in den Medien, in: Scheffer (Hrsg.): Medien und Fremdenfeindlichkeit, Opladen 1997, S. 159-192.

Möller, R.: Lebensstilansätze zur Deutung gewalthaltigen Handelns Jugendlicher, in: Empirische Pädagogik 11 (1997), S. 167-180.

Müller, J.: Rechtsextremistische Orientierungen und Gewalt (nicht nur) bei Jugendlichen. Aktuelle Entwicklungen, Hintergründe und Konsequenzen, in: Thema Jugend. Zeitschrift für Jugendschutz und Erziehung Nr. 2, Mai 1998, S. 2-3.

Müller, J.: Alltagserfahrungen und Orientierungen Jugendlicher türkischer Herkunft, in: Wissenschaft und Frieden, H. 4, 1998.

Ridder, A., zus. mit R. Dollase: Interkulturelle Integration bei Hauptschülern im Zeitvergleich 1983-1996. In: Dollase/Kliche/Moser (Hrsg.): Politische Psychologie der Fremdenfeindlichkeit. Opfer - Täter - Mittäter. Weinheim 1998, S. 219-240.

Sander, U., zus. mit W. Heitmeyer: Was leisten Integrationsmodi? Eine vergleichendeAnalyse unter konfliktheoretischen Gesichtspunkten, in: Heitmeyer (Hrsg.): Was hält die Gesellschaft zusammen?, Frankfurt/M. 1997, S. 447-482.

Schnöckel, A., zus. mit R. Dollase und S. Rutz: Sind Lokalpatrioten fremdenfeindlich?, in: Dollase/Kliche/Moser (Hrsg.): Politische Psychologie der Fremdenfeindlichkeit. Opfer - Täter ? Mittäter. Weinheim 1998, S. 131-148.

Schröder, H., zus. mit W. Heitmeyer und J. Müller: Desintegration und islamisch-fundamentalistische Orientierungen, In: Aus Politik und Zeitgeschichte 1997, S. 17-31.

Strobl, R.: Soziale Folgen der Opfererfahrungen ethnischer Minderheiten. Effekte von Interpretationsmustern, Bewertungen, Reaktionsformen und Erfahrungen mit Polizei und Justiz, dargestellt am Beispiel türkischer Männer und Frauen in Deutschland, Baden-Baden 1998.

Strobl, R.: Zur Bedeutung theoretischer Vorannahmen bei der Durchführung qualitativer Interviews mit türkischen Opfern. Empirisch begründete Theoriebildung als methodischer Zugang zur Opferproblematik ethnischer Minderheiten, in: Reichertz (Hrsg.): Die Wirklichkeit des Rechts, Opladen 1998, S. 87-100.

Tezcan, L.: Bewegung im Cafe Istanbul. Anmerkungen zum Buch von Günter Seufert über Alltag, Religion und Politik in der modernen Türkei, München 1997. In: Newsletter des Forschungsnetzwerks ethnisch-kulturelle Konflikte, Rechtsextremismus und Gewalt, Nr. 8 (2/97), S. 54-59.

Tezcan, L.: Kemalizmi düsünmenin sorunlari [Probleme beim Denken über den Kemalismus], in: Toplum ve Bilim 1997, Nr. 74, S. 194-208.

Tezcan, L.: Der Westen im türkischen Islamismus, in: Bielefeldt/Heitmeyer (Hrsg.): Politisierte Religion. Ursachen und Erscheinungsformen des modernen Fundamentalismus, Frankfurt/M. 1998, S. 109-129.

Tezcan, L.: "Euro-Islam" versus "Ghetto-Islam"? Rezension zu Bassam Tibi, Aufbruch am Bosporus. Die Türkei zwischen Europa und dem Islamismus, Zürich 1997, in: Newsletter des Forschungsnetzwerks ethnisch-kulturelle Konflikte, Rechtsextremismus und Gewalt, Nr. 10 (2/98), S. 94-96.

Ulbrich-Herrmann, M., zus. mit W. Heitmeyer: Verschärfung sozialer Ungleichheit, soziale Milieus und Gewalt. Zur Kritik der Blickverengung schulbezogener Gewaltforschung, in: Holtappels u.a. (Hrsg.): Forschung über Gewalt an Schulen. Erscheinungsformen und Ursachen, Konzepte und Prävention. Weinheim/München 1997, S. 45-62.

Ulbrich-Herrmann, M.: Tradierung von Gewalt. Die Bedeutung des elterlichen Erzie-hungsverhaltens und der Erziehungsstile für Gewaltverhalten von Jugendlichen, in: Mansel u.a. (Hrsg.): Generationen-Beziehungen, Austausch und Tradierung, Opladen 1997, S. 180-191.

Ulbrich-Herrmann, M.: Lebensstile Jugendlicher und Gewalt. Die Verknüpfung alltagsweltlicher Verhaltensweisen und ihre Bedeutung für die Erklärung von Jugendgewalt, in: Newsletter des Forschungsnetzwerks ethnisch-kulturelle Konflikte, Rechtsextremismus und Gewalt, Nr. 9 (1/98), S. 12-33.

Uzun, E., zus. mit R. Dollase: Sind Fremde wirklich fremd? Unterschiede in ästhetischen Präferenzen bei Türken und Deutschen bei unterschiedlichen Graden der Salienz nationaler Identität, in: Dollase/Kliche/Moser (Hrsg.): Politische Psychologie der Fremdenfeindlichkeit. Opfer - Täter ? Mittäter. Weinheim 1998, S. 149-158.



IV. Promotionen

Hüttermann, J.: Sufitum in Deutschland. Eine Fallstudie zu Problemen artifizieller Milieuzentrierung am Beispiel einer interethnisch zusammengesetzten Gruppe des Naqshbandi-Ordens, Diss. soz. Universität Bielefeld 1998.

Loch, D.: Jugendliche maghrebinischer Herkunft zwischen Stadtpolitik und Lebenswelt, dargestellt am Beispiel einer Vorstadt von Lyon, Diss. rer. soz. Universität Gießen 1998.

Müller, J.: Täterprofile. Hintergründe rechtsextremistisch motivierter Gewalt. Wiesbaden 1997 (= Diss. phil. Bielefeld 1997).

Ulbrich-Herrmann, M.: Lebensstile Jugendlicher und Gewalt. Eine Typologie zur mehr- dimensionalen Erklärung eines sozialen Problems, Münster 1998 (= Diss. Marburg 1997).



IKG (allgemeine Angaben) Institut für Mathematische Wirtschaftsforschung