Gendersensible Sprache

Die Sprache ist nicht nur unser wichtigstes Verständigungsmittel, sondern gleichzeitig auch Bewusstseinsträger: Sie ist Spiegel unseres Denkens und Bewusstseins [...]. Sprache ändert sich ständig, sie ist anpassungsfähig und flexibel [...].
Da sich die gesellschaftliche, politische und berufliche Rolle der Frauen geändert hat, werden Personenbezeichnungen gefordert, die Frauen in der Sprache stärker als bisher »sichtbar« machen. Ein Hauptkritikpunkt ist das "Mitgemeintsein" von Frauen bei der Verwendung maskuliner Personenbezeichnungen.

[aus dem Vorwort "Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern - Hinweise, Anwendungsmöglichkeiten und Beispiele" (2002)]


In NRW besteht spätestens seit 1993 die Pflicht, bei der Neuformulierung von Gesetzen, Satzungen u. ä. eine geschlechtergerechte Sprachformulierung zu wählen. Im Landesgleichstellungsgesetz von 1999 lautet § 4: "Gesetze und andere Rechtsvorschriften sollen sprachlich der Gleichstellung von Frauen und Männern Rechnung tragen. Im dienstlichen Schriftverkehr ist auf die sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern zu achten. In Vordrucken sind geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen zu verwenden. Sofern diese nicht gefunden werden können, sind die weibliche und männliche Sprachform zu verwenden."

Aufgrund der Kritik an der Norm der Zweigeschlechtlichkeit wird vorgeschlagen, mit der Verwendung eines Unterstriches, z. B. Student_innen auch die Personen zu berücksichtigen, die sich keinem Geschlecht zuordnen können oder wollen. Ähnliches bewirkt das Gender-Sternchen, z.B. Student*innen.
Eine Übersicht der Möglichkeiten hat die Uni Köln entwickelt:

Alternativtext zum Bild

ÜberzeuGENDERe Sprache - Leitfaden für eine geschlechtersensible und inklusive Sprache

Aktuelles

Dokumentation gender2020 online

Vor gut einem Jahr sind Hochschulleitungen, Spitzen aus Wissenschaftsorganisationen und Politik, Gleichstellungsakteur*innen und Geschlechterforscher*innen auf Einladung der Bukof in der Universität Bielefeld bei der Konferenz "Gender 2020" zusammengekommen, um über den dringend notwendigen Kulturwandel für die Gleichstellung in der Wissenschaft zu diskutieren. Wir freuen uns sehr, nun eine Broschüre und einen Film zu Konferenz als Ergebnis dieser fruchtbaren Konferenz präsentieren zu dürfen.