Genderaspekte im Gesundheitsmanagement

Im Sinne von Gender Mainstreaming werden auch im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements für Mitarbeitende und Studierende auf der Konzeptebene Genderaspekte berücksichtigt.
Zur Anschaulichkeit lassen sich folgende Überlegungen anführen: Ungleiche Effekte von Beschäftigungsstrukturen und Gesundheitsverhalten von Mitarbeiter_innen werden bei den jeweiligen Angeboten berücksichtigt. Die beruflichen Anforderungen sind aufgrund geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung und segregierter Beschäftigungsstrukturen unterschiedlich. So sind die Formen der Kommunikation am Arbeitsplatz, die Art und Weise der Zusammenarbeit mit Kolleg_innen und die Strukturen betrieblicher Entscheidungen tendenziell für beide Geschlechter von unterschiedlicher Bedeutung.
Mit Blick auf die Kategorie Geschlecht gibt es darüber hinaus Aufgaben, die auch die Erwerbsarbeit beeinflussen bzw. umgekehrt das Privatleben, z.B. die Vereinbarkeit von Beruf und Familien- sowie Pflegeaufgaben.

Männer sind vermehrt in Führungspositionen tätig, während Frauen häufiger für Zuarbeiten und unterstützende Tätigkeiten zuständig sind. Damit strukturell einher gehen auch die unterschiedlichen Stellenanteile von Frauen und Männern: Frauen arbeiten häufiger Teilzeit, Männer haben überwiegend Vollzeitstellen inne. Die Belastungen und gesundheitlichen Ressourcen von Frauen und Männern unterscheiden sich durch die verschiedenen beruflichen Tätigkeiten und die zusätzlichen Arbeitsanforderungen aus der privaten Arbeit. Diese Unterschiede prägen ebenfalls die individuelle Bewertung von Belastungen am Arbeitsplatz und die Einschätzung der Arbeitsbedingungen, aber auch die Art und Häufigkeit, in der die Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung wahrgenommen werden.

Gesundheitsmanagement

Diese geschlechterspezifischen Aspekte sind in das betriebliche Gesundheitsmanagement integriert, zum Beispiel bei der Auswahl der Kurse für das Gesundheitsangebot

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Aktuelles

Seminar für dezentrale Gleichstellungsbeauftragte und -kommissionsmitglieder

Es findet ein Inhouse-Seminar des Deutschen Hochschulverbands (DHV) zu dem Thema "Rechte und Pflichten in Gleichstellungs- und Genderfragen" statt.

Termin: 16.11.2017, 09:30 Uhr bis 15 Uhr, C2-136

Anmeldeschluss: 23. Oktober 2017

Anmeldung unter: fortbildung@uni-bielefeld.de

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