Genderaspekte im Gesundheitsmanagement

Im Sinne von Gender Mainstreaming werden auch im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements für Mitarbeitende und Studierende auf der Konzeptebene Genderaspekte berücksichtigt.
Zur Anschaulichkeit lassen sich folgende Überlegungen anführen: Ungleiche Effekte von Beschäftigungsstrukturen und Gesundheitsverhalten von Mitarbeiter_innen werden bei den jeweiligen Angeboten berücksichtigt. Die beruflichen Anforderungen sind aufgrund geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung und segregierter Beschäftigungsstrukturen unterschiedlich. So sind die Formen der Kommunikation am Arbeitsplatz, die Art und Weise der Zusammenarbeit mit Kolleg_innen und die Strukturen betrieblicher Entscheidungen tendenziell für beide Geschlechter von unterschiedlicher Bedeutung.
Mit Blick auf die Kategorie Geschlecht gibt es darüber hinaus Aufgaben, die auch die Erwerbsarbeit beeinflussen bzw. umgekehrt das Privatleben, z.B. die Vereinbarkeit von Beruf und Familien- sowie Pflegeaufgaben.

Männer sind vermehrt in Führungspositionen tätig, während Frauen häufiger für Zuarbeiten und unterstützende Tätigkeiten zuständig sind. Damit strukturell einher gehen auch die unterschiedlichen Stellenanteile von Frauen und Männern: Frauen arbeiten häufiger Teilzeit, Männer haben überwiegend Vollzeitstellen inne. Die Belastungen und gesundheitlichen Ressourcen von Frauen und Männern unterscheiden sich durch die verschiedenen beruflichen Tätigkeiten und die zusätzlichen Arbeitsanforderungen aus der privaten Arbeit. Diese Unterschiede prägen ebenfalls die individuelle Bewertung von Belastungen am Arbeitsplatz und die Einschätzung der Arbeitsbedingungen, aber auch die Art und Häufigkeit, in der die Angebote der Betrieblichen Gesundheitsförderung wahrgenommen werden.

Gesundheitsmanagement

Diese geschlechterspezifischen Aspekte sind in das betriebliche Gesundheitsmanagement integriert, zum Beispiel bei der Auswahl der Kurse für das Gesundheitsangebot

Seiten des Gesundheitsmanagements

Aktuelles

Dokumentation gender2020 online

Vor gut einem Jahr sind Hochschulleitungen, Spitzen aus Wissenschaftsorganisationen und Politik, Gleichstellungsakteur*innen und Geschlechterforscher*innen auf Einladung der Bukof in der Universität Bielefeld bei der Konzerenz "Gender 2020" zusammengekommen, um über den dringend notwendigen Kulturwandel für die Gleichstellung in der Wissenschaft zu diskutieren. Wir freuen uns sehr, nun eine Broschüre und einen Film zu Konferenz als Ergebnis dieser fruchtbaren Konferenz präsentieren zu dürfen.