Bielefelder Gleichstellungspreis

 

Das Rektorat der Universität Bielefeld lobt alle drei Jahre gekoppelt an die Laufzeit der Gleichstellungspläne, erstmals zum 01. April 2013, in drei Sparten den Bielefelder Gleichstellungspreis in einer Gesamthöhe von bis zu 22.000 Euro aus, der angelehnt an die Systematik der DFG-Gleichstellungsstandards Akzente in der personellen, strukturellen und inhaltlichen Gleichstellungsförderung setzt.

 

Seit 2015 wird laut Änderung  eines Rektoratsbeschlusses jedes Jahr eine der drei Kategorien vergeben.

  • 2015 / 2018: Genderforschung
  • 2016 / 2019: Quantitative Erfolge bei der Professorinnengewinnung
  • 2017 / 2020: Strukturelle Gleichstellungsmaßnahmen

 

Bielefelder Gleichstellungspreis 2017: Preisträger_innen

Kategorie strukturelle Gleichstellungsmaßnahmen

Am 29. September 2017 wird der Bielefelder Gleichstellungspreis auf dem Jahresempfang der Universität Bielefeld durch den Prorektor für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung vergeben. Preisträgerin in der diesjährigen Kategorie "Strukturelle Gleichstellungsmaßnahmen" ist die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie. Prämiert wird ein innovatives Weiterentwicklungskonzept des Peer-Mentoring-Programms "Blickpunkte" der Gleichstellungskommission der Fakultät. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von Dr. Britta Hochkirchen (Mitglied Gleichstellungskommission) und den Dekanen der Fakultät, Professor Dr. Peter Schuster und Professor Dr. Uwe Walter, entgegen genommen .

Auf dem Foto zu sehen v.l. Prodekan Prof. Dr. Uwe Walter, Dr. Hochkirchen (Gleichstellungskommission), Dekan Prof. Dr. Peter Schuster und der Prorektor für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung, Prof. Dr. Matrin Egelhaaf.

 

Bielefelder Gleichstellungspreis 2016: Preisträger_innen

Kategorie quantitative Erfolge bei der Professorinnengewinnung

Am 14. Oktober 2016 wurde der Bielefelder Gleichstellungspreis auf dem Jahresempfang der Universität Bielefeld durch den Prorektor für Forschung, wissenschaftlicher Nachwuchs und Gleichstellung Prof. Dr. Martin Egelhaaf vergeben. Preisträgerinnen sind in der Kategorie "quantitative Erfolge bei der Professorinnengewinnung" die Fakultät für Gesundheitswissenschaften (57 Prozent Professorinnenanteil) und die Fakultät für Erziehungswissenschaft (50 Prozent Professorinnenanteil). Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und geht je zur Hälfte an beide Fakultäten.

Auf dem Foto zu sehen v.l. Kathrin Velten (Gleichstellungskommission Erziehungswissenschaft), Prof. Dr. Petra Kolip (Gleichstellungskommission Gesundheitswissenschaften), Prof. Dr. Martin Egelhaaf (Prorrektor für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung), Dr. Uschi Baaken (zentrale Gleichstellungsbeauftragte)

 

Bielefelder Gleichstellungspreis 2015: Preisträger_innen

Kategorie Genderforschung

Am 16. Oktober wurde der Bielefelder Gleichstellungspreis auf dem Jahresempfang der Universität Bielefeld durch den Prorektor für Forschung, wissenschaftlicher Nachwuchs und Gleichstellung Prof. Dr. Martin Egelhaaf vergeben. PreisträgerInnen sind in der Kategorie Genderforschung:

  • Ronja Johanna Waldherr für ihre Masterarbeit in Linguistik und Literaturwissenschaft "Governing Post-Patriarchal Femininities in Chick Lit and Beyond: an Attempt at Reframing Feminist Cultural Studies" (600 Euro)
  • Pia Simone Brocke für ihre Masterarbeit in Gender Studies "Mentoring an Hochschulen - Wissenschaftskultur im Wandel? Eine empirische Untersuchung aus der Perspektive des Gender- und Diversity Management-Ansatzes" (600 Euro)
  • Tobias Staiger für seine Dissertation an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften "Arbeitsbedingter Stress in Callcentern - Eine empirische Analyse aus Gender-Perspektive" (800 Euro)

In der Ausgabe (05/16) der Zeitschrift IFFOnZeit des Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung (IZG) haben die Preisträgerinnen des Gleichstellungspreises 2015 Artikel zu Ihren Abschlussarbeiten veröffentlicht.

 

Auf dem Foto zu sehen v.l. (mit dem Preisträger des Karl-Grotemeier-Preises für gute Lehre: Dr. Matthias Buschmeier) Pia Brocke, Ronja Waldherr und Tobias Staiger.

 

Personelle Kategorie

Für quantitative Erfolge bei der Professorinnengewinnung

An der Universität Bielefeld besteht nach wie vor erheblicher Handlungsbedarf bei der Steigerung der Frauenquote im Bereich der Professuren. Zudem ist der Professorinnenanteil häufig der wesentliche Indikator für monetäre Steuerung durch das Land bzw. politische Steuerung durch Wissenschaftsorganisationen.

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Strukturelle Kategorie

Strukturelle Gleichstellungsmaßnahmen

Dieser Preis ist auf die Entwicklung solcher neuer Maßnahmen ausgerichtet, die Erfolge zur Erfüllung der Zielvorgaben versprechen oder die Situation von Frauen aller Statusgruppen nachhaltig verbessern könnten.

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Kategorie Genderforschung

Für Genderthemen in Qualifikationsarbeiten

Laut Wissenschaftsrat haben Genderthemen eine hohe gesellschaftliche Relevanz, wie zum Beispiel die Frage nach dem Mangel an Frauen in der Wissenschaft und seinen Ursachen. Die Frauen- und Geschlechterforschung untersucht, welche Prozesse und Mechanismen zu Ungleichheiten führen, aus welchen Gründen bestimmte gesellschaftliche Phänomene nach wie vor existieren und welche Veränderungsmöglichkeiten es gibt. Dementsprechend setzen auch die DFG-Gleichstellungsstandards Genderforschung für eine kompetente Gleichstellung im strukturellen und personellen Bereich als notwendig voraus.

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Preisträger und Preisträgerinnen 2013

In der Kategorie für quantitative Erfolge bei der Professorinnengewinnung erhält die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft 10.000 €.

In der Kategorie für qualitative Maßnahmen auf allen Qualifizierungsstufen erhält die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie für die Umsetzung von Maßnahmen, die aus einer Online-Befragung aller Studierenden und Promovierenden entwickelt wurden, 8.000 €.

In der Kategorie Genderforschung erhalten jeweils 500 €:

  • Christiane Kaufmann: Effects of Gender-(un)aware Language in Chilean Spanish (BA-Arbeit in der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft)
  • Lisa Krall: Das Paradigma der Natur - Zum Umgang mit Naturalisierung und Dualismen in der Geschlechterforschung (MA-Arbeit in der Fakultät für Soziologie)
  • Anne-Dorothee Warmuth: Schreibende Familienmänner. Narrative Konstruktionen von Vaterschaft in der Gegenwartsliteratur bei Peter Handke, Hanns-Josef Ortheil und Dirk von Petersdorff (MA-Arbeit in der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft)
  • Annette von Alemann: Zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und ökonomischer Handlungslogik - Selbstpositionierungen und Deutungsmuster von Führungskräften der deutschen Wirtschaft (Dissertation in der Fakultät für Soziologie)

Der Bielefelder Gleichstellungpreis wurde 2013 zum ersten Mal vergeben und geht 2016 in die nächste Runde.

In der Ausgabe (05/14) der Zeitschrift IFFOnZeit des Interdisziplinären Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung haben die Preisträgerinnen des Gleichstellungspreises 2013 Artikel zu ihren Abschlussarbeiten veröffentlicht.

Aktuelles

Ausschreibung Bielefelder Gleichstellungspreis 2018

Das Rektorat der Universität Bielefeld schreibt dieses Jahr erneut den Bielefelder Gleichstellungspreis in der Kategorie Genderforschung/ Genderthemen in Qualifikationsarbeiten aus. Weitere Informationen sind hier einsehbar. Hintergründe zum Bielefelder Gleichstellungspreis finden Sie hier.

Gender-Gastprofessorin an der Fakultät für Physik

Beginnend mit dem Sommersemester 2018 übernimmt für ein Jahr Prof. Dr. Uta Klement  von der Chalmers University of Technology in Göteborg die Gender-Gastprofessur an der Fakultät für Physik. Weitere Informationen zu Inhalten und Terminen finden Sie hier.

Dokumentation der Konferenz "GENDER 2020" online

Zur Konferenz "Gender 2020 - Kulturwandel in der Wissenschaft steuern" kamen Anfang 2017 Hochschulleitungen, Spitzen aus Wissenschaftsorganisationen und Politik, Gleichstellungsakteur*innen sowie Geschlechterforscher*innen an der Universität Bielefeld auf Einladung der BuKoF zusammen, um über einen dringend notwendigen geschlechtergerechten Kulturwandel in der Hochschule und Wissenschaft zu diskutieren. Wir freuen uns sehr, nun eine Broschüre und einen Film zur Konferenz als Ergebnis dieses fruchtbaren Zusammentreffens präsentieren zu dürfen.

Die dort gehaltene Keynote von Prof. Dr. Londa Schiebinger, John L. Hinds Professor of History of Science, Stanford University zu "Gendered Innovations in Science, Health & Medicine, Engineering and Environment" traf auf großes Interesse an der Universität Bielefeld, welche sich aktuell im Aufbau der Medizinischen Fakultät befindet.