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Gleichstellung als Ziel

Männer und Gleichstellung

Männer scheinen auf den ersten Blick die Verlierer bei Gleichstellungsmaßnahmen zu sein. Wenn zwei gleich geeignete Menschen um eine Stelle konkurrieren, bekommt laut Gleichstellungsgesetzgebung eine Bewerberin den Vorzug vor einem Bewerber wenn Frauen in dem konkreten Fall unterrepräsentiert sind. Der Anstieg von Frauenanteilen in höheren Stufen der wissenschaftlichen Karriere hat – bei gleich bleibender Stellenanzahl – die Abnahme der Männeranteile zur Folge. Schließlich gibt es das verblüffende Phänomen, dass die Löhne und Gehälter in denjenigen bislang männerdominierten Berufssparten sinken, in denen die Frauenanteile steigen.

Männer profitieren jedoch auch von Gleichstellungsmaßnahmen. Ein prominentes Beispiel ist die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ursprünglich als Frauenfördermaßnahme gedacht, nutzen zunehmend auch Männer, die aktive Väter sein wollen, die Möglichkeiten zu Eltern- und Teilzeit. Zwar sind die Anteile der Männer, die diese Angebote nutzen, immer noch deutlich geringer als die der Frauen, aber die Wahlfreiheit ist eben auch für Männer deutlicher gegeben als dies früher der Fall war. Und obwohl Männer im Schnitt seltener egalitäre Partnerschaften anstreben als Frauen, ist gerade bei steigender Bildung eine nicht-traditionelle Rollenaufteilung in der Familie häufig von beiden Geschlechtern gewünscht – wenn dies auch nicht immer umgesetzt wird. Bei der Förderung von Doppelkarrierepaaren können von vornherein beide Geschlechter in den Blick genommen werden und direkt profitieren. Eine besondere Rolle spielen nicht zuletzt die Väter berufstätiger Töchter: Hier scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass Gleichstellungsmaßnahmen tatsächlich notwendig und begrüßenswert sind. Dies ist umso wichtiger, als diese Väter häufig zur Generation derjenigen gehören, die aktuell Führungsverantwortung tragen.

 

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Aktuelles

Doppelausstellung zu Geschlechtergerechtigkeit und Wissenschaftskarrieren

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März und des „Equal Pay Days“ am 21. März zeigt das Gleichstellungsbüro die beiden Wanderausstellungen „Frauen, die forschen“ und „Fair A Gender? – Geschlechterreflexionen an der Universität. Ein studentisches Projekt“.  Die Ausstellungen sind noch bis zum 4. bzw. bis zum 21. April in der Universitätsbibliothek auf Ebene C1 zu sehen.

Mehr Infos

Abschlussbericht zur Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG verabschiedet
Seit der Einführung des Konzeptes der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG 2009 hat sich bei der Verwirklichung der Chancengleichheit an der Universität Bielefeld sehr viel getan.

Der jetzt veröffentlichte Abschlussbericht zeigt die Wirksamkeit der seit '09 verstetigten Gleichstellungsstrukturen und -Maßnahmen - Ergebnisse, die sich sehen lassen können.

So wurden alle geplanten Gleichstellungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt und größtenteils bereits konsolidiert. Damit ist der Grundstein für eine stetige Steigerung der Frauenanteile in den entsprechenden Bereichen sowie einen weiteren Ausbau der Gleichstellungsstrukturen gelegt!

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MINTlive - Videopodcast
In regelmäßigen Abständen werden in den etwa 3minütigen Filmen Einblicke in unterschiedliche Berufsbereiche der MINT-Fächer gewährt. Zum aktuellen Film geht es hier