Didaktik der Geschichte
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Didaktik der Geschichte

Was ist Geschichte, gibt es objektives Wissen über die Vergangenheit, ist dieses Wissen notwendig, wie soll Geschichtsunterricht aussehen? Geschichtsdidaktik beschäftigt sich mit diesen zentralen Fragen, um die Grundlagen für ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein zu legen und die Ziele des historischen Lernens zu entwickeln. Auf der theoretischen Ebene geht es vor allem um die Unterscheidung von Vergangenheit und Geschichte. Beides ist nicht identisch, denn Geschichte ist das, was im Rückblick von heute aus über die Vergangenheit gesagt wird. Auf der normativen Ebene werden die Vorgaben diskutiert, die in den staatlichen Lehrplänen und Richtlinien für den Geschichtsunterricht formuliert werden. Auf der pragmatischen Ebene steht der Unterricht selbst im Mittelpunkt, der im Idealfall den theoretischen und normativen Anforderungen entspricht, die Kompetenzen historischen Denkens nachhaltig fördert und gleichzeitig spannend ist. Dabei gilt es, Freiräume zu öffnen, so dass die SchülerInnen eigene Interessen einbringen und forschend-entdeckend lernen können. Auf der empirischen Ebene wird überprüft, ob die auf den anderen Ebenen getroffenen Entscheidungen in der Unterrichtspraxis und in der Geschichtskultur im allgemeinen greifen, zum Beispiel welche Lernforschritte SchülerInnen jeweils in offenen oder lehrerInnenzentrierten Lernsituationen machen.

Die Basis des Studiums im Bereich Fachdidaktik sind die Theorie- und die Praxisseminare Fachdidaktik, die jedes für sich, wenn auch in einer unterschiedlichen Gewichtung, alle der vier genannten Ebenen abdecken. Das Praxisseminar ist mit einem Praktikum in der Schule verbunden, das begleitend zum Seminar oder als Blockpraktikum in der vorlesungsfreien Zeit angeboten wird. Im Praktikum sollen erste Schritte getan werden, aus der SchülerInnen- in die LehrerInnenrolle zu wechseln. Die Theorie- und Praxisseminare werden durch weiterführende didaktische Seminare vertieft.

Ziel des Studiums im Bereich Fachdidaktik ist es, dass die Studierenden ihre theoretischen Kenntnisse praxisorientiert reflektieren, Unterrichtsmaterialien und eine eigene Stunde entwerfen können sowie erste Erfahrungen gesammelt haben, wie sie selbst als LehrerInnen in einer Lerngruppe agieren.