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Aktuelle Forschungsprojekte am Arbeitsbereich Iberische und Lateinamerikanische Geschichte

 

Prof. Dr. Christian Büschges, Marc-André Grebe, AOR Dr. Sebastian Thies, JProf. Dr. Olaf Kaltmeier
Kompetenznetz Lateinamerika: Ethnicity, Citizenship und Belonging
Teil­pro­jekt A: Eth­ni­zi­tät, Ci­ti­zenship und Be­lon­ging in der po­li­ti­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on
seit 2010
Kurzbeschreibung:

Das Kom­pe­tenz­netz La­tein­ame­ri­ka ist ein Zu­sam­men­schluss his­to­ri­scher, eth­no­lo­gi­scher und so­zio­lo­gi­scher In­sti­tu­te der Uni­ver­si­tä­ten Köln, Bie­le­feld und Bonn und zwei­er as­so­zi­ier­ter Wis­sen­schaft­ler aus Müns­ter und Han­no­ver. Fi­nan­ziert durch das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung er­for­schen Geis­tes- und So­zi­al­wis­sen­schaft­ler in in­ter- und trans­dis­zi­pli­nä­rer Pro­jekt­zu­sam­men­ar­beit die Kon­zep­te "Eth­ni­ci­ty", "Ci­ti­zenship" und "Be­lon­ging". Dabei wird unter an­de­rem die An­wend­bar­keit die­ser Be­grif­fe in der wis­sen­schaft­li­chen und po­li­ti­schen Pra­xis in trans­re­gio­na­len Kon­tex­ten in den fol­gen­den the­ma­ti­schen Clus­tern un­ter­sucht:

- Eth­ni­zi­tät, Ci­ti­zenship und Be­lon­ging in der po­li­ti­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on

- Die Be­deu­tung von Räum­lich­keit für die drei Leit­be­grif­fe

- In­ter­de­pen­den­zen mit an­de­ren Un­ter­schei­dungs- und Iden­ti­täts­ka­te­go­ri­en

Die For­schungs­ar­beit des Netz­werks wird durch re­gel­mä­ßig statt­fin­den­de Ta­gun­gen und Work­shops in­ter­na­tio­nal im­ple­men­tiert.

Ziel des in­ter­dis­zi­pli­nä­ren Netz­wer­kes ist die struk­tu­rel­le Stär­kung und Er­wei­te­rung des in­sti­tu­tio­nel­len Rah­mens der auf La­tein­ame­ri­ka be­zo­ge­nen For­schung im Be­reich der Re­gio­nal­stu­di­en sowie die ge­mein­sa­me Ent­wick­lung in­no­va­ti­ver me­tho­di­scher sowie theo­re­ti­scher An­sät­ze.

Das re­gio­na­le Ex­per­ten-Netz stellt einen kom­pe­ten­ten An­sprech­part­ner für in- und aus­län­di­sche Wis­sen­schaft­le­rIn­nen, In­sti­tu­tio­nen der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit, Po­li­ti­ker und die in­ter­es­sier­te Öf­fent­lich­keit dar, die hier auf eine aus­dif­fe­ren­zier­te Ex­per­ti­se zu his­to­risch ge­wach­se­nen, ak­tu­ell bri­san­ten Kon­flikt­li­ni­en in der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit, Po­li­tik, Wirt­schaft und Kul­tur La­tein­ame­ri­kas zu­grei­fen kön­nen.

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Projektleiter: Christian Büschges, Joanna Pfaff-Czarnecka, Wilfried Raussert und Sebastian Thies

Projektmitarbeiter: Jochen Kemner, Annette Rukwied, Naveen Dubey
 

Ethnisierung und De-Ethnisierung des Politischen. Medien, Akteure und Semantiken des Ethnischen im transnationalen Kommunikationsraum
Teilprojekt B13 des SFB 584 "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte"
seit 2008

Kurzbeschreibung:
Das interdisziplinär angelegte Projekt legt seinen Fokus auf die für die dritte Förderphase des SFB angestrebte stärkere Gewichtung der Transnationalität, der historischen Semantik und auf eine deutliche medien- und kulturhistorische Schwerpunktsetzung.
Wie das Vorgängerprojekt für den nördlichen Andenraum und Südasien gezeigt hat und wie auch durch die aktuelle Situation in der Contact Zone zwischen Mexiko und den USA (Migrationsproblematik, Ethnisierung des Mainstreams) nachdrücklich unterstrichen wird, drängen sich Ethnizitätspolitiken zeitgeschichtlich - aber auch in der diachronen Perspektive seit der frühen Neuzeit - als ein zentrales Forschungsfeld bei der Untersuchung des historischen Wandels des politischen Kommunikationsraums auf. Diese Tendenzen sind mit dem Ende des kalten Krieges beträchtlich gestärkt worden. Durch die stark polarisierende Wirkung der ethnischen Dimension sozialer Konflikte auf der einen sowie durch die Entwicklung von kulturpolitischen Akkomodations- bzw. Integrationsstrategien und Mechanismen zur Konflikteindämmung auf der anderen Seite, wirkt die Politisierung des Ethnischen auf eine nachhaltige und strukturelle Veränderung der kulturellen und politischen Macht- und Repräsentationsverhältnisse hin.
Die Semantiken des Ethnischen bestimmen zunehmend die politische Kommunikation in der sich formierenden Weltgesellschaft. Dies gilt sowohl in Hinblick auf sich ethnisch definierende Widerstandskulturen als auch auf nationale und supranationale Interventionsstrategien. Ungeachtet ihrer enorm gesteigerten Medienpräsenz ist die mediale Rahmung von Ethnizitätspolitiken noch kaum untersucht worden. Diese Lücke in der Kultur- und Sozialforschung gilt es zu beheben, wird doch das Verständnis dafür, wie die ethnischen Akteure mediale Aufmerksamkeit erlangen, mehr Aufschluss über die globale Erfolgsgeschichte der Ethnisierung des Politischen geben.
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Christian Büschges
Eine Monarchie der Höfe. Der vizekönigliche Hof als politischer Kommunikationsraum in der spanischen Monarchie (16.-17. Jahrhundert)
Kurzbeschreibung:
Die Herrschaft der Spanischen Habsburger erstreckte sich in der Frühen Neuzeit über drei Kontinente (Amerika, Europa und Asien) und umfasste eine Vielzahl von Reichen und Provinzen. Angesichts der enormen Weite dieses Herrschaftsbereiches hatten die vom König ernannten Vizekönige die Aufgabe, in den ihnen unterstellten Reichen die Person des Monarchen zu repräsentieren und die Verwaltung zu leiten. Aus der Sicht der lokalen Notabeln war der Vizekönig zudem ein wichtiger Kontaktpunkt zwischen dem Reich und dem fernen Monarchen. Der vizekönigliche Hof war daher eine der zentralen politischen Arenen der Spanischen Monarchie, in denen soziale und politische Ansprüche ausgehandelt und repräsentiert wurden. Das Forschungsprojekt will die bislang vornehmlich rechts- und institutionengeschichtlich oder biographisch orientierten Untersuchungen zum Vizekönigtum in Richtung einer kultur- und politikgeschichtlich orientierten Erforschung des vizekönglichen Hofes erweitern. Der Hof wird als Ort der sozialen und politischen Repräsentation und des Aushandelns und Herstellens politischer Verbindlichkeiten betrachtet und aus politik-, sozial- und kulturgeschichtlicher Perspektive untersucht. Regionale Schwerpunkte sind Valencia, Neapel und Neu-Spanien (Mexiko), ein zeitlicher Schwerpunkt liegt auf der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Christian Büschges
Konstruktion und Wandel sozialer Identitäten im spanischen Amerika (16.-19. Jahrhundert)
Kurzbeschreibung:
Im frühneuzeitlichen Amerika bildete sich infolge der spanischen Eroberung eine pluriethnische koloniale Gesellschaft heraus. Das Forschungsprojekt untersucht die Folgen des europäisch-indigenen Kulturkontakts für die Ausbildung und den Wandel sozialer Gruppenidentitäten. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Untersuchung der Konstruktion ethnischer, v.a. indigener Identitäten im historischen Wandel und in unterschiedlichen Regionen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt untersucht die Übertragung des frühneuzeitlichen spanischen Adels- und Ehrkonzepts auf das spanische Amerika und seine Bedeutung für die dortige Ausbildung sozialer Gruppen. In Abgrenzung von älteren rechts- und institutionengeschichtlichen Ansätzen oder sozialökonomischen Strukturanalysen stellt das Projekt die zeitgenössische Wahrnehmung sozialer Ungleichheit in den Vordergrund der Analyse. Ausgangspunkt des Forschungsprojektes ist hierbei die Annahme, dass soziale Identitäten nicht allein Ausdruck gesellschaftlicher (wirtschaftlicher, politischer etc.) Strukturen sind, sondern einen wichtigen Anteil an der Ausbildung sozialer Gruppen und Beziehungen haben. Regionaler Schwerpunkt des Forschungsprojekts ist das koloniale Ecuador, ein zeitlicher Schwerpunkt liegt auf dem 18. und frühen 19. Jahrhundert.
Jochen Kemner
Projektleitung: Christian Büschges
Politiken der Ethnizität und ihre Institutionalisierung in supranationalen Aushandlungsprozessen
Teilprojekt des SFB 584 "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte"
Kurzbeschreibung:
Im Fokus der Studie steht die Frage der Angleichung ethnischer Legitimationsfiguren im supranationalen Raum des Politischen. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Ethnizität seit dem letzten Drittel des 20. Jahrhunderts zu einem wichtigen transnationalen Phänomen geworden ist, das inzwischen zahlreiche Artikulationsforen gefunden hat, unter denen die unter dem Dach der Vereinten Nationen etablierten Einrichtungen von größter Bedeutung sind. Ziel des Habilitationsprojektes ist es, die sich ausbreitende Weltkommunikation des Ethnischen in ihrer gegenseitigen Beeinflussung von weltpolitischen Veränderungen und Einwirkungen lokaler Konstellationen zu erfassen. Dazu greift die Untersuchung Ergebnisse der Regionalstudie zum südamerikanischen Andenraum (Ecuador) aus der vorherigen Projektphase des SFB-584 auf und untersucht, inwiefern und in welcher Form einerseits lokale Akteure aus dieser Region in den globalisierten Diskurs von Ethnizität einwirken und dieser Diskurs andererseits Auswirkungen zeigt auf die Aushandlungsprozesse um Rechte ethnischer Gruppen vor Ort. Der Untersuchungszeitraum reicht von den Anfängen transnationaler ethnischer Mobilisierung in den späten 1960er-Jahren bis in die Gegenwart.

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Marc-André Grebe
Projektleitung: Christian Büschges

Nation-building, Citizenship und Belonging zwischen Kolonialherrschaft und Nationalstaat. Kommunale Verwaltung, "interethnische" Beziehungen und Formen indigenen Widerstands in Ecuador (1765-1857)

Kompetenznetz Lateinamerika: Ethnicity, Citizenship und Belonging
Teilprojekt A: Ethnizität, Citizenship und Belonging in der politischen Kommunikation

Kurzbeschreibung:
Zentrales Anliegen des Forschungsvorhabens ist es, für den Zeitraum von 1765 bis 1857 die Aushandlung politischer Repräsentation und Partizipation zwischen indigenen Gruppen und Akteuren der spanischen Kolonialverwaltung bzw. des Nationalstaats in Ecuador herauszuarbeiten. Ein besonderer Schwerpunkt soll auf der kommunalen Ebene liegen, um die komplexen rechtlichen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Rahmenbedingungen politischer Teilhabe in den Blick nehmen zu können.
Anhand von ausgewählten Phasen konfliktiver Verdichtung, diskursiven Konjunkturen und Momenten der Politisierung wird für verschiedene Regionen Ecuadors -u.a. Otavalo, Pichincha, Tungurahua, Chimborazo- analysiert werden, mit welchen Strategien verschiedene Akteure Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe respektive -nach der Unabhängigkeit- Staatsbürgerschaft finden bzw. ob und auf welche Weise diese Teilhabe verweigert wurde. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Frage nach der Bedeutung ethnischer Identitäten als Ressource politischer Inklusion und Exklusion. Mit der Arbeit sollen vor der Folie der ausgehenden spanischen Kolonialherrschaft, der Unabhängigkeitsbewegung und des nation-buildings im andinen Raum der Wandel bzw. die Kontinuitäten des Nexus zwischen ethnischer Zugehörigkeit und dem Kampf um politische Teilhabe herausgearbeitet werden.
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Lukas Rehm
Projektleitung: Christian Büschges
Politische Gewalt und state formation . La Violencia in Tolima, Kolumbien 1946-1964
Teilprojekt des SFB 584 "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte"
Kurzbeschreibung:
Das Projekt untersucht den als La Violencia bekannten Bürgerkrieg in Kolumbien zwischen 1946 und 1964 in der Provinz Tolima. Das Projekt fragt zum einen auf der Akteursebene, wie Gewalt als Mittel der politischen Exklusion und Inklusion eingesetzt wurde bzw. wie Machtstrukturen durch gewaltsames Handeln festgeschrieben oder unterminiert wurden. Das Projekt geht von der These aus, dass sich der Gewaltakt nicht nur an das Opfer, sondern - als eine Form der Kommunikation (ritualisierte und symbolische Gewalt) - auch an dritte Akteure wie Medien, das soziale Umfeld des Opfers etc. richtet. Daher untersucht das Projekt zum anderen auf einer zweiten Analyseebene die diskursiven Deutungskämpfe um den Charakter der Gewalthandlungen und ihre Legitimität. Diese entscheiden darüber, ob Akteure über Akte der Gewalt die Partizipation am Politischen erreichen. Dabei wird gefragt, wie der politische Raum durch die Gewalt selber und die Diskurse über sie verändert, ausgeweitet oder verengt wird und ob neue Machtverhältnisse in ihm etabliert werden. Auf einer dritten Untersuchungsebene nimmt das Projekt Prozesse der state formation in den Blick. Dabei untersucht es, wie der Staat auf der regionalen Ebene (gewaltsam) seinen Führungs- und Souveränitätsanspruch durchsetzte, ergo konstituiert wurde bzw. ob und wie der Staat (gewaltsam) in seinem Machtanspruch angefochten wurde.
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Sebastian Knake
Projektleitung: Christian Büschges / Wilfried Raussert
Jamaikanische Rastafari-Symbole im US Hip-Hop. Kulturtransfer und Identitätspolitiken afroamerikanischer Jugendbewegungen zwischen Kingston und New York
Kurzbeschreibung:
Ein wichtiger Zweig der gegenwärtigen Forschung zum Hip-Hop untersucht den Einfluss der US-amerikanischen Hip-Hop-Szene auf die Identitätskonstruktion urbaner Jugendkulturen in Europa und Asien. Dabei gerät außer Acht, dass die Identitätskonstruktion des US Hip-Hops selbst von Beginn an durch den transnationalen Flow von identitätsrelevanten Symbolen beeinflusst wurde. Im interamerikanischen Kontext fällt dabei vor allem das verstärkte Auftreten von jamaikanischen, von den Rastafari inspirierten Wort- und Bildsymbolen im New Yorker Hip-Hop in der Mitte der 1990er Jahre auf; eine Erscheinung, die unter dem Begriff "Jamaicaness" zusammengefasst werden und für die es bisher keine zufriedenstellende Erklärung gibt. Das Projekt untersucht daher den Transfer von Symbolen der jamaikanischen Rastafari- Bewegung in die US Hip-Hop-Szene in den 1990er Jahren und fragt nach der Aneignung und Transformation dieser Symbole im Rahmen der Identitätspolitiken der für diesen Transfer entscheidenden lokalen Jugendkulturen des Dance Hall in Kingston und des Hip-Hop in New York. In Analogie zu Marcus' Prinzip "Follow the metaphor" wird der Weg der Rastafari-Symbole aus dem jamaikanischen Dancehall in Kingston in den New Yorker Hip-Hop verfolgt. Das Projekt fragt zudem nach den Voraussetzungen dieses Kulturtransfers, wobei unter Rückgriff auf Appadurais Konzept der "Scapes" die ethnischen, ideologischen und habituellen Verbindungen beider Jugendkulturen in den Blick genommen werden. Schließlich soll mittels einer diskursiven Analyse die Funktion der Symbole als Mittel der Identitätskonstruktion im US Hip-Hop offengelegt werden.
Eric Bejarano
Projektleitung: Christian Büschges

Diskurse, Praktiken und Instrumentalisierung von Ethnizität und Identität in Prozessen und Szenarien der gesellschaftlich-politischen Verhandlungen zwischen 1980-1995:
Die bewaffneten Bewegungen und die Nationale Verfassungsversammlung ("Asamblea Nacional Constituyente" - ANC) in Kolumbien 1991

Kompetenznetz Lateinamerika: Ethnicity, Citizenship und Belonging
Teilprojekt A: Ethnizität, Citizenship und Belonging in der politischen Kommunikation
Seit 2010

Kurzbeschreibung:
Das Forschungsprojekt untersucht, wie und warum sich mehrere bewaffnete Bewegungen in Kolumbien demobilisiert und in den Verfassungsgebungs-(ANC) Prozess des Jahres 1991 integriert haben. Unter besonderer Berücksichtigung der Konstellation der Guerilla-Gruppen M-19, MAQL, PRT und EPL im Zeitraum der Jahre 1980-1995 werden deren politische und kulturelle Praktiken sowie deren symbolische Formen in Verbindung mit dem ANC-Prozess analysiert. Ferner sollen ihre Organisationsformen, die von ihnen mobilisierten Ressourcen, ihre Strategien und ihre Beziehungen zu anderen Gruppen betrachtet und gezeigt werden, wie sie sich als Bewegung erhalten konnten. Darüber hinaus wird die Rolle und Instrumentalisierung von neuen Konzepten wie "kollektiver Identität", von neuen (kulturellen oder ideologischen) Faktoren und neuen Themen (wie "Ethnizität" oder "Staatsbürgerschaft") untersucht, um ein Verständnis davon zu erlangen, wie es diese den betreffenden Gruppen erlaubt haben, ihre politische Legitimität und ihre kollektiven Aktionen zu erhalten, um sich besser im Gegensatz zu den traditionellen politischen Parteien positionieren und populäre Forderungen besser vertreten zu können - und wie sie dadurch ihre Ziele zu einem gewissen Grad erreichen konnten, während sie zugleich neue kognitive Modelle, Werte, Ideologien und/oder Politiken der Identität repräsentierten.
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