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<rdf:RDF xmlns:vCard="http://www.w3.org/2001/vcard-rdf/3.0#" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"><rdf:Description rdf:about="http://www.uni-bielefeld.de/geschichte/abteilung/arbeitsbereiche/mafnz/index.html"><dc:source>http://www.uni-bielefeld.de/geschichte/abteilung/arbeitsbereiche/mafnz/index.html?__xsl=/templates/null.xsl</dc:source><dc:title>Mittelalter und Frühen Neuzeit</dc:title><dc:creator>Michael Zozmann</dc:creator><dc:description></dc:description><dc:subject></dc:subject><dc:publisher>Universität Bielefeld</dc:publisher><dc:date>2010-09-04</dc:date><dc:language>de</dc:language><dc:format>text/html</dc:format>Geschichte des Mittelalters und der Frühen NeuzeitDie Zusammenführung von Mittelalter und Früher Neuzeit in unserem Arbeitsbereich folgt dem innovativen Epochenmodell 
Vormoderne/Moderne, mit dem sich die Bielefelder Geschichtswissenschaft in die internationale Diskussion einbringt. Dadurch 
wird Abstand von der traditionellen Einteilung Antike/Mittelalter/Neuzeit genommen. Die Epoche des Mittelalters und der 
Frühen Neuzeit, die &#x2013; legt man die gängige Periodisierung zu Grunde &#x2013; mit dem 6. Jahrhundert beginnt 
und um 1800 endet, verstehen wir als Teil vormoderner Gesellschaften. Ihr konstitutives Moment liegt in ihrem Verhältnis 
zur Moderne, die sich immer auch in Bezug auf die Vormoderne entwirft, sich von ihr abgrenzt oder Parallelen und 
Kontinuitäten behauptet. Eine kritische Reflexion über diesen Entwurf setzt eine intensive Beschäftigung mit 
der Vormoderne voraus. Indem sie zu einer reflektierten Betrachtung der Gegenwart beiträgt, erhält die Geschichte 
des Mittelalters und der Frühen Neuzeit ihre ungebrochene soziale Relevanz.Neben den gemeinsamen Bezug zur Moderne tritt die produktive Spannung der beiden Teilepochen. Berücksichtigung finden 
damit Fragen, in welchem Maß Mittelalter und Frühe Neuzeit je eigenen Charakter besitzen und sich um 1500 
voneinander abgrenzen lassen. Mit der Annahme zweier Zeiträume, die für sich gewisse Einheiten innerhalb der
 europäischen Geschichte repräsentieren, verbindet sich die Frage nach ihrer Alterität, die den Blick auf
 gesellschaftliche Binnendifferenzierungen im historischen Wandel und auf Merkmale des 16. bis 18. Jahrhunderts als 
 &#x201e;früher Moderne&#x201c; lenkt.Unsere Arbeiten zur Sozial- und Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit sind einer theoriegeleiteten 
Geschichtswissenschaft verpflichtet, die über die eigene Disziplin hinausweist, indem sie mit konzeptionellen 
Angeboten arbeitet, wie sie etwa die Sozial- und Kulturwissenschaften für die Analyse gesellschaftlicher Phänomene 
bereithalten. Zur Entfaltung kommt ein Methodenpluralismus, der handlungs- und systemtheoretische Ansätze 
einschließt.Dem Profil des Arbeitsbereiches tragen unsere Forschungsschwerpunkte auf vielfältige Weise Rechnung. Mit dem Blick auf 
alteuropäische Gesellschaften liegt der Fokus auf dem Zeitraum vom 12. Jahrhundert bis ungefähr 1850. Zu unseren 
zentralen Themenfeldern gehören beispielsweise die Sakralität von Herrschaft und Phänomene von 
Individualität. Aspekte sozialer Differenzierung in städtischen Gesellschaften interessieren ebenso wie 
Mobilisierungsformen in ländlichen Gesellschaften. Forschungen zur historischen Semantik des Politischen stehen 
neben der historischen Korruptionsforschung, der Analyse von Kaufmannswissen und -praktiken und der Erforschung vormoderner 
Gewalt.</rdf:Description></rdf:RDF