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Die Forschungen im Arbeitsbereich Wirtschaftsgeschichte der Universität Bielefeld werden durch das gemeinsame Interesse an Prozessen des langfristigen ökonomischen Strukturwandels verklammert. Die Funktionsweise der Wirtschaft wird dabei als historisch wandelbar aufgefasst und nicht als ein überzeitlich stabiler, gleichsam mechanischer Ablauf von Gesetzmäßigkeiten. Strukturwandel bezeichnet vor diesem Hintergrund sowohl die Verschiebungen volkswirtschaftlicher Größen als auch des darauf bezogenen Wandels wirtschaftlicher Verhaltensweisen. Üblicherweise werden solche Strukturwandelsphänomene in der Wirtschaftsgeschichte auf der Grundlage der Dreisektorentheorie beschrieben, dem Niedergang des Landwirtschafts- und dem Aufstieg des Dienstleistungssektors. Wir gehen aber davon aus, dass Strukturwandelsphänomene wesentlich tiefer im Geflecht der ökonomischen Beziehungen anzusiedeln sind und die Produktion selbst (etwa dort das Verhältnis von Kapital und Arbeit bzw. die internationale Arbeitsteilung), Eigentums- und Vermögensungleichheit bis hin zu fundamentalen Veränderungen im Konsumverhalten betreffen bzw. deren jeweilige gesellschaftliche Interpretation. Wir sind insbesondere an den historischen Phasen beschleunigten Strukturwandels interessiert, wie er bei Wirtschaftskrisen, bei den Folgen von Kriegen und in globalen Strukturbrüchen auftritt. Diese Untersuchungsgegenstände überspannen die Zäsuren politikhistorischer Forschung genauso wie nationalstaatliche Grenzen.
Die folgenden Forschungsprojekte werden derzeit am Arbeitsbereich konkret bearbeitet:
Externe Promotionsprojekte: