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Grappling with the Global: The Challenge of Boundaries in History and Sociology

9th Annual Seminar of the Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS), 13-15 July 2017

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Prof. Dr. Juan Carlos Monedero, Podemos/Spanien: Reinventing Democracy

!!! ABSAGE – FÄLLT AUS !!!

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!!! ABSAGE – FÄLLT AUS !!!

Michael Prinz (1952–2016)

Die Abteilung Geschichtswissenschaft trauert um Michael Prinz, der am 18. November 2016 nach langer schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren verstorben ist. Michael Prinz war einer der informellen Hauptprotagonisten in den Aufbaujahren der Fakultät, gewissermaßen „das Gesicht“ der Bielefelder Geschichtswissenschaft in ihrer besonderen Eigenart, wegen seiner Allpräsenz auf dem S 3-Flur, seiner Kommunikationsfähigkeit und seines Witzes. In seinem fast rund um die Uhr bewohnten, selten aufgeräumten Büro konnte man jederzeit auf die Gesprächsbereitschaft eines immer aufgeräumten Michael Prinz hoffen, in allen Lebenslagen. Zunächst als Hilfskraft, von Jürgen Kocka aus Münster abgeworben, später als Wissenschaftlicher Assistent in dessen Arbeitsbereich, entwickelte er sich zu einem sozialen Gravitationszentrum vor der Feuertür, hinter der es zum Arbeitsbereich Reinhart Kosellecks ging, also auf fremdes Territorium. Michael Prinz wurde 1983 mit einer preisgekrönten Arbeit zum Arbeiter-Angestellten-Unterschied in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus promoviert, obwohl er mit dieser wesentliche Grundannahmen der in Bielefeld damals hegemonialen „Sonderwegsthese“ revidierte. Die Geschichte des NS blieb eines der Hauptbetätigungsfelder, neben der Geschichte der Gemeinwirtschaft, über die er sich mit einem deutsch-englischen Vergleich 1992 habilitierte, und in den letzten Jahren der Geschichte der Konsumgesellschaft und ihrer historischen Alternativen. Michael Prinz stand für die in Bielefeld zur Blüte gebrachte politische Sozialgeschichte, allerdings nie in einer orthodox verengten Sichtweise – dazu waren seine wissenschaftliche Neugier und auch ein gewisser intellektueller Spieltrieb zu ausgeprägt. So scheute er sich nicht, gemeinsam mit einem politisch weit entfernten Kollegen einen spannenden Sammelband über Nationalsozialismus und Modernisierung herauszugeben.

Seit 1987 trug er sein Verständnis der Bielefelder Sozialgeschichte in die Welt hinaus – zunächst auf einer Gastdozentur nach Sao Paulo, Brasilien, und dann, 1990, nach Münster, ins Westfälische Institut für Regionalgeschichte. Der Bielefelder Heimatfakultät blieb Michael Prinz trotz der beträchtlichen Distanz von Münster aus immer verbunden. Die Abteilung Geschichtswissenschaft wird ihrerseits Michael Prinz verbunden bleiben, in ehrendem Angedenken.

German Research Foundation approves new Collaborative Research Center “Comparative Practices”

Beginning in January 2017, “Comparative Practices,” the new Collaborative Research Center 1288 (CRC, Sonderforschungsbereich) at Bielefeld University, will be funded by the German Research Foundation (Deutsche Forschungsgemeinschaft), first for the next four years. The German Research Foundation announced its decision to provide nearly 9 million Euro in funding on 21 November 2016. The CRC, which was evaluated in September, is an interdisciplinary research group of scholars from the fields of history and literary studies, art history, Romance studies and English-language studies, philosophy, law, and political science, as well as inter-American studies. The Center also works closely with the Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) and the Center for Interdisciplinary Research (Zentrum für interdisziplinäre Forschung). History Professor Dr. Angelika Epple serves as speaker of the CRC.

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Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt den SFB „Praktiken des Vergleichens“

Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1288 „Praktiken des Vergleichens“ der Universität Bielefeld wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ab Januar 2017 für zunächst vier Jahre gefördert. Ihre Entscheidung für ein Fördervolumen von knapp neun Millionen Euro verkündete die DFG heute (21.11.2016). Der im September begutachtete SFB ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Geschichtswissenschaft, Germanistik, Kunstgeschichte, Romanistik und Anglistik, Philosophie, Rechts- und Politikwissenschaft sowie aus den Interamerikanischen Studien. Zudem besteht eine enge Kooperation mit der Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) und dem Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF). Sprecherin ist die Historikerin Professorin Dr. Angelika Epple.

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