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Tutorinnen und Tutoren gesucht!

Tutorenstelle WiSe 2014/2015


Workshop: Social Movements & Music 12.06.2014

Veranstaltungsprogramm


Workshop: Theories & Narration in History and Sociology 24.- 27.05.2014

Vom 24. bis 27. Mai 2014 findet an der Universität Bielefeld der internationale Workshop "Theories & Narration in History and Sociology" statt, der Promovierende der Bielefeld Graduate School in History and Sociology und des Department of History der University of Notre Dame/Indiana, USA zur Diskussion ihrer Forschungsprojekte zusammenbringt. Im Rahmen der Kooperation zwischen den Geschichtsfakultäten Notre Dame und Bielefeld findet der Doktorandenworkshop bereits zum fünften Mal statt. Interessenten sind herzlich zur Diskussion eingeladen.

Veranstaltungsprogramm


Tagung: Bielefeld und die Welt – Prägungen und Impulse 03.05.2014

Bielefeld und die Welt Prägungen und Impulse lehnt sich an das Buchprojekt an, das in Zusammenarbeit von Historischem Verein und Fakultät im Rahmen der zum Stadtjubiläum geförderten Projekte entstanden ist. Sie soll über das zeitgleich veröffentlichte Buch informieren und über eine thematische Einführung und acht Vorträge einen Querschnitt der dort diskutierten Themen präsentieren. Wie das Buch, das sich auf die Beiträge von 36 Autorinnen und Autoren, darunter etliche Nachwuchswissenschaftler unserer Fakultät, stützt, wird die Veranstaltung der Leitfrage nachgehen, wie sich Bielefeld nicht zuletzt durch Prägungen von außen entwickelt hat und welche Entwicklungsimpulse von Bielefeld aus „in die Welt“ gegangen sind.

Tagung zum Buchprojekt
Bielefeld und die Welt – Prägungen und Impulse
Samstag, 3. Mai 2014, 10-17 Uhr
Stadtarchiv (Vortragssaal), Eingang Kavalleriestraße 17

Veranstaltungsprogramm (PDF)


The 17th International Conference on the History of Concepts. Communication Concepts - Conceptualizing Communication 28.08.2014

The 17th International Conference on the History of Concepts, organized by Willibald Steinmetz and Benno Nietzel on behalf of the History of Concepts Group (HCG), brings together scholars from all disciplines interested in conceptual history. It offers a platform for interdisciplinary exchange on the problems and practice in the history of concepts and fosters the international network of conceptual historians. For the first time, the conference is held in Germany and hosted by the University of Bielefeld. More than any other place, this venue is associated with the German tradition of Begriffsgeschichte as represented in the work of Reinhart Koselleck and other scholars. The motto of the 2014 conference “Communicating Concepts - Conceptualizing Communication” refers to the aim of bringing the history of concepts into closer contact with various strands of communication studies.

Link


Vortrag von Cambridge-Historikerin 16.04.2014

Erneut konnte die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität einen hochrangigen Gast für das Fakultätskolloqium zur Semestereröffnung gewinnen: Am 16. April spricht Professor Rosamond McKitterick von der Universität Cambridge über „Die Freuden der frühmittelalterlichen Geschichtsschreibung“. McKitterick ist eine der renommiertesten britischen Expertinnen für das Mittelalter. In Ihrem Vortrag wird sie die Rolle der Geschichtsschreibung über das antike Rom im Frühmittelalter für dessen Identität beleuchten.

Eingeladen wurde McKitterick von der Gleichstellungskommission der Fakultät. „Wir möchten mit der Einladung Frau McKittericks unseren Studentinnen ein Vorbild präsentieren und ihnen zeigen, dass auch Frauen in unserer Disziplin den Weg ganz nach oben schaffen können“, erklärt dazu die Dekanin der Fakultät, Professorin Angelika Epple.

Der Vortrag ist in deutscher Sprache und beginnt am 16. April um 18 Uhr in Hörsaal 16, der Eintritt ist frei.


Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg 15.04.- 15.05.2014

Ausstellung zu einem vergessenen Kapitel der Geschichte

Vom 15.4.2014 bis zum 15.5.2014 wird die Ausstellung Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg in der Universitätsbibliothek Bielefeld gezeigt. Die vom Rheinischen JournalistInnenbüro konzipierte Ausstellung wurde auf Basis von zehnjährigen Recherchen in 30 Ländern entwickelt. Die Ausstellung tourt seit September 2009 durch verschiedene Städte Europas und ist in Bielefeld allen Interessierten kostenlos zugänglich.

Begleitveranstaltungen:

Di 15.4. 18 Uhr, Karl Rössel (Kurator/ Mitinitiator):
Die Bedeutung der Dritten Welt im Zweiten Weltkrieg
(Universitätsbibliothek Bielefeld, Bereich C1)

Mi 7.5. 20 Uhr, Theodor Michael:
Lesung aus dem Buch „Deutsch sein und schwarz dazu“
(Buchladen Eulenspiegel, Hagenbruchstraße 7, 33602 Bielefeld)

Di 13.5. 18 Uhr, Gerd Eisenbürger:
Lateinamerika im Zweiten Weltkrieg - Vom Zufluchtsort für Flüchtlinge aus Nazideutschland zum Migrationsziel für NS-Kriegsverbrecher
(Universitätsbibliothek, Bereich C1)

In Bielefeld werden Ausstellung und Begleitprogramm vom BMBF-Projekt The Americas as Space of Entanglements am Center for InterAmerican Studies (CIAS) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Entangled History (ENTRY) an der Fakultät für Geschichte, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld sowie dem Buchladen Eulenspiegel und dem Referat für Internationales und Frieden des AStA der Universität Bielefeld präsentiert. Gefördert werden Ausstellung und Begleitprogramm außerdem vom Ästhetischen Zentrum der Universität Bielefeld.

An English translation of the exhibition The Third World in the Second World War is also available in Area C1 of the University Library.

Nähere Informationen:

Sebastian Reeck: mail@buchladen-eulenspiegel.de und
Anne Tittor: tittor@uni-bielefeld.de

Veranstaltungsplakat (PDF)
Veranstaltungsprogramm (PDF)


Weibliche Intellektuelle im 20. und 21. Jahrhundert Gegenwartsdiagnosen und Eingreifendes Denken 24.- 25.03.2014

Leitung: Ingrid Gilcher-Holtey (Bielefeld, GER)

Das 20. Jahrhundert ist als "Jahrhundert der Intellektuellen" bezeichnet worden. Zahlreiche Studien haben die Geschichte der Intellektuellen nachgezeichnet. Sie gleichen sich in einem Punkt: der Ausblendung von Frauen. Ziel der Tagung ist es, die Galerie der Männerbilder, die die Intellektuellengeschichte konstruiert hat, um Portraits von Frauen in der Rolle der Intellektuellen zu erweitern und dadurch zurechtzurücken. Gegenwartsdiagnosen und Eingreifendes Denken von Frauen im 20. und 21. Jahrhundert soll in Fallstudien erschlossen werden, um anhand der gewonnenen Daten eine Debatte über die Fragen zu eröffnen:

  • ob und inwiefern das politische Engagement von Frauen den vorherrschenden Idealtypen des Intellektuellen subsumiert und/oder
  • ein spezifischer Typus weiblichen Engagements extrapoliert werden kann bzw.
  • der Blick auf Frauen die Typologie als solche ins Wanken bringt?

Veranstaltungsplakat (PDF)
Veranstaltungsprogramm (PDF)


TAGUNG: Die Welt beobachten und vergleichen. Vergleichskommunikation in der Moderne 16.- 17.01.2014

Leitung:

  • Prof. Dr. Angelika Epple (Bielefeld)
  • Prof. Dr. Jan-Otmar Hesse (Bielefeld)
  • Prof. Dr. Walter Erhart (Bielefeld)

Veranstaltungsprogramm (PDF)


ERASMUS-Informationsveranstaltung 16.12.2013

Arbeitskreis Mediävistik in Nordrhein-Westfalen 22.11.2013

Am 22. November 2013 findet das 6. Treffen des Arbeitskreises Mediävistik in Nordrhein-Westfalen statt.

Veranstaltungsprogramm (PDF)


Studienpraktikum für Geschichtsstudierende von der Pädagogischen Staatsuniversität Jaroslavl' 08.- 19.11.2013

Unter dem Thema "Deutsche Geschichte und Geschichtsunterricht in Deutschland" findet an der Universität Bielefeld vom 8. bis 19. November 2013 ein Studienpraktikum für vierzehn Geschichtsstudierende der Partneruniversität in Jaroslavl' statt. In mehreren Workshops erhalten die Studierenden Einführungen in die Themenbereiche Geschichtsdidaktik, Geschichtsstudium, Lehrerausbildung und neue Methoden der Geschichtswissenschaft. Das Programm kombiniert Diskussionsrunden, Vorträge, Hospitationen in Schulen mit der Teilnahme an Lehrveranstaltungen der Abteilung Geschichtswissenschaft.


Interview des Campusradios Hertz 87,9 mit Prof. Dr. Thomas Welskopp 28.10.2013

Das Interview mit Prof. Dr. Thomas Welskopp zum Fakultätsjubiläum.

Interview als Audiodatei (MP3)


TAGUNG: Social Movements: Local and Global Perspectives 25.10.2013

Bielefeld-Bologna-Paris VII-Sheffield-Workshop
October, 25th 2013, Bielefeld University A 3-126 (Senatssaal)

Veranstaltungsplakat (PDF)
Veranstaltungsprogramm (PDF)


ANKÜNDIGUNG: 40 Jahre Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie an der Universität Bielefeld 23.- 31.10.2013

Vom 23. bis 31. Oktober 2013 feiert die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie das vierzigjährige Bestehen ihrer Fächer. Alle drei hatten sich mit ihrer Gründung eine Neuausrichtung ihrer Disziplin vorgenommen: die 1973 gegründete Fakultät für Geschichtswissenschaft ebenso wie die Abteilung Philosophie, deren Aufbau mit den bis heute tragenden Ideen im selben Jahr begann und die 1980 mit der Geschichtswissenschaft zu einer Fakultät verschmolz.
Mit dem Experiment einer forschungsintensiven, interkonfessionellen Theologie startete vor vierzig Jahren schließlich auch die 2002/03 zur Fakultät hinzugekommene Abteilung Theologie.
Das Jubiläum gibt Anlass, über Themen- und Methodentrends der letzten Jahrzehnte und heute mit internationalen Partnern und Kollegen aus Nachbardisziplinen zu diskutieren.

Veranstaltungsplakat (PDF)
Veranstaltungsprogramm (PDF)


TAGUNG: AKHFG-Studientag "Geschlecht, Migration und Arbeit (1800-1945) 18.10.2013

Studientag des Arbeitskreises Historische Frauen- und Geschlechterforschung NRW am 18.10.2013 an der Universität Bielefeld

Veranstaltungsprogramm (PDF)


Call for Papers: "Geschlecht, Migration und Arbeit (1800-1945)" 18.10.2013

Studientag des Arbeitskreises Historische Frauen- und Geschlechterforschung NRW am 18.10.2013 an der Universität Bielefeld

Call for Papers (PDF)


TAGUNG: Ethnicity, community and the nation: The politics of memory and belonging in Latin America and Africa 14.10.2013

"Etnicidad, comunidad y la nación: Políticas de memoria y pertenencia en América Latina y África"
"Ethnicity, community and the nation: The politics of memory and belonging in Latin America and Africa"

WORKSHOP IN ENGLISH AND SPANISH WITH MARIO RUFER (UNAM), 14 TH OF OCTOBER 2013
TALLER EN INGLÉS Y ESPAÑOL CON MARIO RUFER (UNAM), 14 DE OCTUBRE 2013

Montag, 14.Oktober 2013
Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF),

Veranstaltungsplakat (PDF)
Veranstaltungsprogramm (PDF)


TAGUNG: Summer School - "Between Theory and Empirical Evidence - Manifestations of Fear throughout History" 23.- 26.09.2013

Zwischen Theorie und Empirie - Erscheinungsformen von Angst in der Geschichte

We are pleased to inform you about the Summer School "Between Theory and Empirical Evidence - Manifestations of Fear throughout History" (Zwischen Theorie und Empirie - Erscheinungsformen von Angst in der Geschichte). The conference is a joint venture by the Universities of Bielefeld and Bologna, of which the main goal is to promote academic communication between young Italian and German scholars, in particular those enrolled in a masters or PhD program.

Weitere Informationen


TAGUNG: ERKENNE DICH SELBST! 19.- 21.09.2013

»ERKENNE DICH SELBST!« - Sichtbarmachungsstrategien des Körpers in der Arbeit des Deutschen Hygiene-Museums im 20. Jahrhundert

Die Tagung findet statt als Abschluss des Forschungsprojektes " 'Erkenne Dich selbst!'. Visuelle Gesundheitsaufklärung mit Wissensobjekten aus dem Deutschen Hygiene-Museum im 20. Jahrhundert " der Universität Bielefeld, des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte Berlin und des Deutschen Hygiene-Museums.

Veranstaltungsprogramm (PDF)
Verantwortliche


VORTRAGSREIHE: 800 Jahre Bielefeld (1214 - 2014) 17.09.- 03.12.2013

800 Jahre Bielefeld: 1214 bis 2014 - Vier Vorträge zur Geschichte der Stadt: Von der Stadtgründung bis zur Gegenwart

Im kommenden Jahr 2014 begeht Bielefeld sein 800 jähriges Stadtjubiläum. Dazu ist eine Fülle von Veranstaltungen geplant. Doch könnte die historische Besinnung auf dieses wichtige Datum darin leicht untergehen.
Deshalb veranstaltet der Historische Verein als Einleitung und Einstimmung schon im Herbst dieses Jahres eine Vortragsreihe zur Stadtgeschichte. Sie soll die grundlegenden Ereignisse der 800 Jahre in Erinnerung rufen und in die allgemeine Geschichte einordnen.
Der Verfasser der dreibändigen "Geschichte der Stadt Bielefeld" und ehemalige Direktor des Stadtarchivs und der Landesgeschichtlichen Bibliothek, Prof. Dr. Reinhard Vogelsang, wird diese Vorträge halten. Alle an der Geschichte der Stadt Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen.

Termine

  • 17.09. - "Eine schöne, angenehme, wohl bebauete, volckreiche und nahrhaffte Stadt". Bielefeld von der Stadtgründung bis zum Ende des 18. Jahrhunderts.
  • 08.10. - Die Stadtgesellschaft im Umbruch. Bielefeld im "langen" 19. Jahrhundert.
  • 05.11. - "Hier unter dem wechselnden Mond". Vom Kaiserreich zur Bundesrepublik.
  • 03.12. - "Keine Großstadt wie manche andere". Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur Gegenwart.

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"Ordre des Palmes Académiques" für Prof. Dr. Neithard Bulst 04.09.2013

Die französische Regierung hat Professor em. Dr. Neithard Bulst zum Offizier des "Ordre des Palmes Académiques" ernannt. Die Auszeichnung geht auf Napoleon Bonaparte zurück und ist eine der höchsten Auszeichnungen Frankreichs für Verdienste um das französische Bildungswesen. Bulst war von 1978 bis 2008 Professor für Geschichte an der Universität Bielefeld. Mit dem Orden würdigt die französische Regierung seine außerordentlichen Verdienste um die französische Kultur und den Bildungsaustausch zwischen Deutschland und Frankreich, zum Beispiel durch die Einrichtung eines deutsch-französischen Studiengangs an der Universität Bielefeld, der seit 15 Jahren erfolgreich etabliert ist. Die offizielle Übergabe des Ordens erfolgt im Herbst durch den französischen Botschafter in Berlin.

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Neuerscheinung: Movilizando etnicidad August 2013

Bejarano, Eric Javier; Grebe, Marc-André; Grewe, David; Lobensteiner, Nadja (eds.)
, Movilizando etnicidad. Políticas de identidad en contienda en las Américas: pasado y presente // Mobilizing Ethnicity. Competing Identity Politics in the Americas: Past and Present. Ethnicity, Citizenship and Belonging in Latin America , 3, Madrid/Frankfurt, 2013, Iberoamericana/Vervuert, 272 p., euro 24.80
ISBN: 9788484897323

The articles in this anthology explore the concept of ethnicity in Latin America using interdisciplinary approaches. The foci are on the history of the concept - the meanings that became attached to it in different societies since the nineteenth century - as well as on recent processes of ethnic mobilization, as, for example, the ethnicization of political arenas and the instrumentalization of ethnicity in identity politics, particularly since the 1990s. This last period is special in so far as indigenous people and Afrodescendants organize themselves on a more global level acquiring rights and modifying societies as well as the existing political frameworks.


Einblicke von MBA-Studierenden aus Moskau und Jaroslavl' in Wirtschaftskultur der Region 27.08.- 04.09.2013

Vom 27. August bis 4. September 2013 wird zum dritten Mal für MBA-Studierende aus Moskau (Akademie für Volkswirtschaft und Verwaltung bei der Regierung der Russischen Föderation) und Jaroslavl' (Hochschule für Wirtschaft und Neue Technologien) in Bielefeld ein Programm angeboten, das in die regionale Wirtschaftskultur einführt. Insgesamt fünfzehn MBA-Studierende werden die namhaften Familienbetriebe Miele, Goldbeck und Seidensticker im Raum Bielefeld besuchen und dort jeweils einen Einblick in die Produktion und Unternehmensstrategie erhalten.

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Neuerscheinung: Erste Ausgabe von "Regards croisés" Juli 2013

Deutsch-französisches Rezensionsjournal zur Kunstgeschichte und Ästhetik/Revue franco-allemande de recensions d'histoire de l'art et esthétique

Die deutsch-französische Zeitschrift "Regards croisés" vereint Kunsthistoriker und Philosophen, um länderübergreifend die wechselseitige Kenntnis von Forschungsbeiträgen zur Kunstgeschichte und Ästhetik zu verbessern und zu gemeinsamen Debatten einzuladen. Wo ein Mangel von Übersetzungen den gegenseitigen Austausch vielfach erschwert, können die "Regards croisés" auf die jeweils jüngste Forschung im deutschen und französischen Sprachraum aufmerksam machen. Auf diese Weise soll die Zeitschrift eine Intensivierung des deutsch-französischen Austausches anregen, zu der die etablierten Rezensionsorgane nur punktuell und allzu selten beitragen können. Mit Dossiers zu thematischen Schwerpunkten sowie mit Rezensionen aktueller Neuerscheinungen erlauben es die "Regards croisés" nicht nur, die wechselseitige Wahrnehmung zu verbessern. Vielmehr soll der gezielte Wechsel des Blickpunkts - Franzosen rezensieren deutschsprachige Publikationen und umgekehrt - neue, ungewohnte Perspektiven eröffnen. Neben Rezensionen jüngster Forschungsbeiträge enthält die erste Ausgabe ein Dossier zu Daniel Arasse, dessen ungewöhnlich ausschnitthafte und verzerrte Rezeption in Deutschland aus französischer und deutscher Warte diskutiert wird.

Neben Kunsthistorikern und Philosophen aus Paris und Münster gehört Johannes Grave vom Bielefelder Arbeitsbereich "Historische Bildwissenschaft/Kunstgeschichte" zum Kreis der Herausgeber.

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Ankündigung: Erste Ausgabe der "Body Politics. Zeitschrift für Körpergeschichte" erschienen März 2013

Jens Elberfeld

Die Körpergeschichte hat in den vergangenen zwanzig Jahren enorm an wissenschaftlicher Aufmerksamkeit gewonnen und eine bemerkenswerte Ausweitung erfahren. Diese Zeitschrift versucht diese Entwicklung in ihrer Facettenvielfalt abzubilden und weiter voranzutreiben.
Der Körper gerät dabei als ein multidimensionaler Forschungsgegenstand und das Ergebnis eines historischen Wandels in den Fokus - als ein Effekt sozialer Praktiken, ein Objekt der Imagination und Repräsentation, in seiner Diskursivität, Materialität und Produktivität. Er war und ist sowohl ein Medium der Subjektivierung als auch ein Ort gesellschaftlicher Ordnungsversuche und nicht zuletzt politischer Konflikte. In diesem umfassenden Verständnis lautet der Titel dieser Zeitschrift: Body Politics.

Die Körpergeschichte verändert dabei nicht nur unseren Blick auf Menschen und deren Körper und Geschichte - sie betrifft auch unsere Wahrnehmung von Tieren und Dingen und deren vermeintlich grundsätzliche Andersartigkeit.

Dementsprechend greift diese Zeitschrift auf ein breites Angebot von Fragestellungen und unterschiedliche Herangehensweisen zurück. Sie versammelt zudem nicht nur Artikel aus der Geschichtswissenschaft, sondern steht ebenfalls historisch interessierten Beiträgen aus den Literatur- und Medienwissenschaften sowie anderen Kultur- bzw. Sozialwissenschaften offen.
Dieses Online-Journal veröffentlicht Artikel in deutscher und englischer Sprache. Alle Beiträge haben ein beidseitig anonymisiertes Peer Review durchlaufen und erscheinen kostenfrei im Open Access.

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Neuerscheinung: Ulrike Schulz, Simson. Vom unwahrscheinlichen Überleben eines Unternehmens 1856 - 1993. März 2013

Simson. Vom unwahrscheinlichen Überleben eines Unternehmens 1856 - 1993, Göttingen 2013
Ulrike Schulz

Von der Waffenfabrik zum »Schwalben«-Hersteller. Eine deutsche Unternehmensgeschichte. Die Waffen- und Fahrzeugfabrik »Simson« im thüringischen Suhl überdauerte fünf politische Systemwechsel. Vom Kaiserreich bis nach dem Fall der Berliner Mauer 1989 entwickelte sich das Unternehmen mit jedem politischen Umbruch organisatorisch und technisch fort. In seinem betrieblichen Kern blieb es aber zugleich unverändert. Achtzig Jahre lang lagen die Geschicke der »Simsonwerke« in den Händen der jüdischen Kaufmannsfamilie Simson. 1935 wurde die Familie entschädigungslos enteignet und die Firma unter die Führung der NSDAP gestellt. Die sowjetischen Besatzer bauten das Werk zum Motorradhersteller um. In der DDR wurde dort rund dreißig Jahre lang das bis heute berühmte Moped »Schwalbe« produziert. Die Transformation in die soziale Marktwirtschaft nach 1989 unter der Verantwortung der Treuhand-Manager überlebte die Firma »Simson« nicht. Dabei sind die Gründe für den endgültigen Niedergang nicht weniger aufschlussreich als diejenigen für das Überleben. Die Geschichte der Firma »Simson« erweist sich als ein außergewöhnliches wie prototypisches Beispiel für die Beständigkeit von Unternehmen in wechselnden ökonomischen, rechtlichen und politischen Arrangements.

Flyer (PDF)


Tagung: The Americas as Space of Entanglements: (Trans)Cultural Mobility in the Americas Inaugural Conference 06.- 08.05.2013

The Americas as Space of Entanglements: (Trans)Cultural Mobility in the Americas Inaugural Conference (BMBF), May 6th-8th 2013, Center for Interdisciplinary Research (ZiF)

Veranstaltungsprogramm (PDF)


Tagung: Rang oder Ranking? Dynamiken und Grenzen des Vergleichs in der Vormoderne 11.- 13.03.2013

Das Länderrating zur Abwägung der Kreditwürdigkeit, die 'Pisa-Studie' und die Stiftung Warentest haben eines gemeinsam: Sie basieren auf systematischen Vergleichen. Und so unterschiedlich die Beispiele, so sehr scheint ihr Kernthema, der Vergleich, einmal eingeführt, eine Dynamik zu entwickeln, der man sich nicht entziehen kann und die kaum zu stoppen scheint.
Die Ranggesellschaft der Vormoderne ist auf Ungleichheit abonniert und führt damit auch den Vergleich inhärent mit sich. Jedoch unterscheiden sich Form und Wirkung stark von den in der Moderne beobachteten Phänomenen. Ziel der Tagung ist es, dem Stellenwert nachzuspüren, den die vormoderne Gesellschaft dem Vergleich als soziales Phänomen zuweist. Als Kontrastfolie dient dabei der Vergleich in der Moderne .

Leitung: Franz-Josef Arlinghaus (Bielefeld) / Peter Schuster (Bielefeld)

Weitere Informationen


WORKSHOP: Bern-Bielefeld Workshop 14. - 15.12.2012

Thema:Soziale Bewegungen nach 1968. Neue Forschungen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz

Der Workshop wird eröffnet am Freitag um 16.00 Uhr im Dekanatsraum (R3-148). Am Samstag gehts es dann mit weiteren Vorträgen und Diskussionen ab 9.15 Uhr im Senatssitzungssaal (A3-126) weiter.

Veranstaltungsprogramm (PDF)


Umwelt Medienpreis für Professor Dr. Joachim Radkau

Die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie gratuliert Prof. Dr. Joachim Radkau, der für sein umweltgeschichtliches Lebenswerk am 11. Dezember 2012 in Berlin mit dem Umweltmedienpreis geehrt wird.

Umwelt Medienpreis


Weitere Preisverleihungen

Die Fakultät beglückwünscht als weitere Preisträgerinnen und Preisträger

Frau Dr. Ulrike Schulz aus dem Arbeitsbereich Geschichte moderner Gesellschaften, die für ihre Dissertation "Die Geschichte der Firma Simson Suhl/Thüringen 1856-1993. Eine Studie zur Transformation von Eigentumsrechten in Unternehmen" den Preis für Unternehmensgeschichte 2012 erhielt.

Sebastian Knake aus dem Arbeitsbereich Wirtschaftsgeschichte wurde für seine Masterarbeit "Das Bielefelder Zweiradcluster - Entstehung, Entwicklung und Niedergang einer regionalen Verbundwirtschaft" der Gustav-Engels-Preis des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e.v. verliehen.


Karl-Zuhorn-Preis an Dr. Jan Brademann

Für seine Dissertation über Kirchhöfe und Begräbniskultur im Münsterland der Frühen Neuzeit wurde Dr. Jan Brademann, Mitarbeiter des Arbeitsbereiches Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit, der Karl-Zuhorn-Preis für westfälische Landesgeschichte verliehen.

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Tagung: Jüdische Vielfalt im östlichen Westfalen 05.11.2012

Tagung des Evangelischen Forums Westfalen mit dem Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen am 5. November 2012 aus Anlass des 85. Geburtstags von Landesrabbiner i.R. Dr. Henry G. Brandt
Tagungsort: Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen Bethelplatz 2, 33617 Bielefeld
Archiv@LkAEKvW.de
www.archiv-ekvw.de

Veranstaltungsprogramm (PDF)


Ankündigung - HISTORISCHES QUARTETT 05.11.2012

Das »Historische Quartett« tritt am 5. November 2012 erneut zusammen, um am Vorabend des 95. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland über die Rolle Leo Trotzkis im Prozess der russischen Revolution, seine Rivalität zu Stalin sowie u.a. sein Exil in Mexiko zu diskutieren.

Im Zentrum der Debatte steht die Studie des englischen Historikers Robert Service »Trotzki - Eine Biographie«, die in deutscher Übersetzung 2012 im Suhrkamp Verlag erschienen ist. Ausgehend von Service? Thesen sowie der internationalen Debatte, die sein Buch ausgelöst hat, beschäftigt sich das »Historische Quartett« mit ausgewählten Stationen im Leben Trotzkis, um das Trotzki-Bild, das Service zeichnet, zu prüfen.

Es diskutieren in der Buchhandlung Eulenspiegel Osteuropahistoriker und eine Zeithistorikerin: Prof. Dr. Ingrid Gilcher-Holtey (Bielefeld), Priv. Doz. Dr. Lutz Häfner (Bielefeld), Priv. Doz. Dr. Mario Keßler (Potsdam), Prof. Dr. Stephan Merl (Bielefeld).


Tagung: Politische Kultur und soziale Struktur der Römischen Republik - Kolloquium zum 70. Todestag von Friedrich Münzer 18.- 20.10.2012

Am 20. Oktober 2012 jährt sich zum siebzigsten Male der Todestag von Friedrich Münzer, der von 1921 bis 1935 Ordinarius für Alte Geschichte an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster war. Nach seiner zunächst ehrenvollen Verabschiedung am 23. Juli 1935 wurde ihm, der in jungen Jahren vom Judentum zum Protestantismus konvertiert war, mit Verweis auf die "Nürnberger Gesetze" zum 31. Dezember 1935 die Lehrerlaubnis entzogen. Den am 20. Januar 1942 auf der "Wannseekonferenz" initiierten Beschlüssen zur "Endlösung der Judenfrage" fiel auch Friedrich Münzer zum Opfer: Er wurde mit dem letzten Sammeltransport aus Münster deportiert und traf am 1. August 1942 in Lager Theresienstadt ein, wo er keine drei Monate später verstarb.

Um der Person Friedrich Münzers zu gedenken, haben wir die internationale Konferenz "Politische Kultur und soziale Struktur der römischen Republik" auf den Zeitpunkt vom 18. bis zum 20. Oktober terminiert.

Thema dieser Konferenz wird allerdings nicht das Werk Friedrich Münzers sein. Vielmehr wird es um die Zusammenführung von zwei in der gegenwärtigen althistorischen Forschung intensiv, jedoch voneinander getrennt diskutierte Forschungsthemen gehen - die politische Kultur und die soziale Struktur der römischen Republik. Das Programm der Tagung, zu der wir Sie hiermit herzlich einladen möchten, finden Sie am Ende dieser Ankündigung.

Sollten Sie Interesse haben, an der Tagung teilzunehmen, möchten wir Sie auf Grund der räumlichen Situation um eine vorherige Anmeldung bitten
aharders@uni-bielefeld.de oder
haakem@uni-muenster.de

Ganz besonders herzlich und nachdrücklich einladen möchten wir Sie zu der öffentlichen Sektion am Samstagnachmittag im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses der WWU.

Diese Sektion ist dezidiert dem Gedenken an Friedrich Münzer gewidmet. Sprechen werden in diesem Rahmen Josef Wiesehöfer (Kiel) zur Biographie Friedrich Münzers und Wilfried Nippel (Berlin) zu seinem wissenschaftsgeschichtlichen Kontext. Im Anschluß daran werden die ?Kleinen Schriften? Friedrich Münzers, die von den Organisatoren der Tagung herausgegeben werden, präsentiert werden, bevor Erich S. Gruen (Berkeley) seinen Festvortrag ?The Last Generation of the Roman Republic - Reconsidered? halten wird.

Über Ihr zahlreiches Kommen insbesondere am Samstagnachmittag würden wir uns sehr freuen.

Mit herzlichen Grüßen
Ann-Cathrin Harders und Matthias Haake

Weitere Informationen

Veranstaltungsplakat (PDF)
Veranstaltungsprogramm (PDF)


Tagung: Ambivalente ludische Musikpraktiken in der Vormoderne, 1200-1800 18.- 19.10.2012

Die Tagung lenkt den Blick mit der Ecclesia ludens, dem Animal musicus und der Geschichte der Klänge gezielt auf bisher kaum behandelte Randbereiche ludischer Musikpraktiken. Die zahlreichen spielerischen Musikpraktiken in ihren Grenzbereichen greifbar zu machen verspricht unbekannte und interdisziplinäre Sichtweisen auf die Kultur der Vormoderne.

Weitere Informationen:

Konzept
Offizielle Ankündigung (BGHS)


Ankündigung: Informationsveranstaltung zur Masterreform 12 Oktober 2012

Im Wintersemester werden wir den fachwissenschaftlichen Masterstudiengang Geschichtswissenschaft nach einer reformierten Struktur anbieten. Das Akkreditierungsverfahren für diesen Studiengang wird im November durchgeführt, anschließend werden die neuen Fächerspezifische Bestimmungen und Modulbeschreibungen publiziert. Im ekvv finden Sie bereits jetzt alle Lehrangebote auch nach der neuen Struktur. Wir starten also in das neue Programm, obwohl im Moment noch nicht alle Informationen offiziell publiziert sind.

Studierende, die in diesem Semester mit dem Masterstudium beginnen, müssen dies bereits nach dem neuen Modell tun. Im Unterschied zur Reformierung des BA-Studiengangs ist beim fachwissenschaftlichen Master darüber hinaus auch ein Wechsel aus der alten in die neue Struktur möglich, aber natürlich nicht verpflichtend. Alle Studierenden, die zum Sommersemester 2012 oder früher Ihr Masterstudium aufgenommen haben, besitzen selbstverständlich das Recht, Ihr Studium nach dem alten Modell zu Ende zu führen. Wir würden Sie aber gerne ermuntern, von den Vorzügen des neuen Modells nach Möglichkeit noch zu profitieren und freiwillig in den Geltungsbereich der neuen FsB zu wechseln. Das alte und das neue Mastermodell sind weitgehend kompatibel, so dass ein Wechsel ohne Zeit- oder Leistungspunktverluste möglich ist.

Um Sie über das neue Modell, die Unterschiede zum alten Modell und alle hiermit verbundenen Fragen zu informieren, bietet Stefan Gorißen am
Freitag, 12.10., 12-14 Uhr im Raum T2-208
eine Informations-Veranstaltung an.


Neuerscheinung: Casper David Friedrich April 2012

Caspar David Friedrich
Johannes Grave

Das Werk Caspar David Friedrichs gilt als der Inbegriff der deutschen Romantik. Gemälde wie "Der Wanderer über dem Nebelmeer" oder die "Kreidefelsen auf Rügen" sind fest im allgemeinen Bildgedächtnis verankert, bleiben aber zugleich beharrlich Gegenstand äußerst kontroverser Diskussionen in der kunsthistorischen Forschung. Die vorliegende umfassende Monographie verbindet mit dem Überblick über Leben und Werk des Landschaftsmalers zugleich eine Rekonstruktion von Friedrichs Reflexionen über den Status der sinnlichen Wahrnehmung und bildlicher Darstellungen.
Eine englische Übersetzung des Buches erscheint im Sommer 2012.


Neuerscheinung: Caspar David Friedrich. Glaubensbild und Bildkritik Februar 2012

Caspar David Friedrich. Glaubensbild und Bildkritik
Johannes Grave

"Selig sind, die nicht sehen und doch glauben." Ein Vers aus dem Johannesevangelium, scheinbar beiläufig von Caspar David Friedrich in einer frühen Porträtzeichnung zitiert, markiert das Kernproblem, um das seine Kunst kreist. Die biblische Kritik an einem falschen Vertrauen in den Sehsinn wird zum Ausgangspunkt eines neuen Bilddenkens, das Glauben und Sehen auf anspruchsvolle Weise miteinander verknüpft. Friedrichs Bilder illustrieren nicht bestimmte Gedanken, sondern überführen sie in eine genuin bildliche Form des Denkens. Sie entfalten eine Bildkritik, die den protestantischen Vorbehalt gegen die Sinnlichkeit ernst nimmt, sich dazu aber des Bildes bedient und dessen Möglichkeiten in radikaler Weise auslotet. Dabei erschließt sich nicht allein eine neue religiöse Bildkunst, sondern ein Verständnis des Bildes, das weit über seine historische Bedingtheit hinaus von ungebrochener Aktualität ist.
Eine französische Übersetzung der Studie erschien unter dem Titel "Á l'œuvre : la théologie de l'image de Caspar David Friedrich" in der Reihe "Passerelles" des Deutschen Forums für Kunstgeschichte.


Neuerscheinung: Kulturen der Weltwirtschaft Mai 2012

Kulturen der Weltwirtschaft
Werner Abelshauser, David Gilgen, Anderas Leutzsch (Hg.)

Die wachsende Dynamik der Weltmärkte macht es immer dringender, deren kulturelle Bestimmungsgründe wissenschaftlich zu untersuchen. Dieser Aufgabe stellen sich die Autoren dieses Bandes. Sie zeigen aus interdisziplinärer Sicht, dass es gerade kulturelle Unterschiede sind, die im wirtschaftlichen Wettbewerb letztlich den Ausschlag geben und Wettbewerbsvorteile langfristig sichern. Durch Fallbeispiele wird sich der zentralen Frage genähert, was Wirtschaftskulturen sind und wie sie das wirtschaftliche Geschehen nachhaltig beeinflussen. Ferner ist die große Beständigkeit von Wirtschaftskulturen und ihre Dominanz in der weltwirtschaftlichen Arena zu erklären. Dies geschieht mit Blick auf den erfolgreichen ebenso wie den gescheiterten institutionellen Wandel.

Die Fallbeispiele reichen von der Entstehung der amerikanischen Finanzmärkte insbesondere im Hinblick auf ihre Risikokultur, der administrativen Kommandowirtschaft sowjetischer Prägung und ihren langfristigen Auswirkungen bis hin zu der Bedeutung familiärer Strukturen auf chinesische Unternehmen. Am Beispiel Schwedens wird gezeigt, wie sich Produktionssysteme ändern, ohne dabei den Kern ihrer Wirtschaftskultur aufgeben zu müssen. Ferner wird für die Produktion populärer Musik gezeigt, wie kulturelle und ökonomische Institutionen den Output eines Sektors prägen und dabei institutionelle komparative Vorteile erzeugen können. Ein Vergleich der Entwicklungen des Kapitalismus in China mit der auf dem europäischen Kontinent im 19. Jahrhundert ist ein anderes Beispiel für wirtschaftskulturelle Divergenz.


Workshop "Drittmitteleinwerbung und Antragstellung für HistorikerInnen und SoziologInnen" 16.05.2012

16. Mai 2012, 12-16 Uhr Raum: A2-125

Der Workshop zielt darauf, Promovierende und Postdocs der Geschichte und Soziologie bei der Planung von Drittmittelanträgen zu unterstützen, die nationale und internationale Förderlandschaft beider Fächerkulturen für Forschungsanträge vorzustellen und Wissen über das Antrags- und Begutachtungsverfahren zu vermitteln.

Veranstaltungsprogramm (PDF)


Tagung: "Mobilizing Ethnicity - Competing identity politics in the Americas: Past and Present International Conference and Summer School" 27.06.- 06.07.2012

Conference: July 2nd to July 3rd 2012 in Bielefeld
Summer School: June 27th to July 6th 2012 in Bielefeld

Within the context of the Quincentenary of the European expansion to the Americas in 1492, numerous indigenous groups throughout the continent mobilized to denounce the (post-) colonial legacy of present societies and to express their political, economic and cultural needs. The year 1992 can thus be related to a paradigmatic transition in ethnic identity politics. Traditionally restricted to local or national contexts, ethnic identity politics in the 1990s became much more globally connected, expanding into an increasing range of fields of social practice such as economy, law, academia, ecology and medicine. While social movements from a variety of ethnic backgrounds pushed for institutional change by appealing to the international attention markets, they were joined by a growing diversity of social actors in the re-negotiations of ethnicity and cultural difference in the public space.

Both the Summer School and the International Conference address this prominent role of ethnic identity politics in the ongoing struggle for defining the principles and boundaries of social inclusion and political participation in the Americas with regard to the historical processes and present situations. The aim is to establish a balance of two decades of intensive and conflictive identity politics in the Americas and to identify new tendencies of the strategic use of ethnicity in politics, economics and culture.

Further information:

Flyer (PDF)
Programm (PDF)
Summer School - Call for Papers (PDF)


Tagung "From Kolkhoz to Jamaat: The Politicisation of Islam in the Rural Communities of the Former USSR." 27.- 28.01.2012

The central aim of the present conference consists of questioning a dominant paradigm of Islamic revival in political sciences and contemporary history: This paradigm consists of a general expectation that patterns first occurring during the Iranian Revolution of 1979 will find repetition, and indeed many prominent Islamist movements and trends of the politicisation of Islam during the second half of the twentieth century have been following the Iranian pattern, taking place in big suburbs inhabited by migrants who arrived in wake of a massive population drift from the countryside.

This pattern, however, is obviously not suitable to explain the gradual politicisation of Islam that could be observed since the 1960s in the USSR, primarily in rural areas. This politicisation process appears rather to be a product of mass migrations from land to land (the cities remaining out of access for growing reserves of rural migrants until the very end of the Soviet period). This politicisation movement, which expressed the interest of militants of rural profile, must be resituated in the framework of the still understudied Islamic revival that developed in the southern periphery of the Soviet Union since the mid-1950s. The conference is aiming to establish the interrelation between several parallel and mutually related processes in the Muslim-background rural communities of Russia, the Caucasus and Central Asia in the Soviet and contemporary periods. It marks the conclusion of an international research project funded by the Volkswagen Foundation.

Veranstaltungsprogramm (PDF)


Neuerscheinung: Political Languages in the Age of Extremes Oktober 2012

Political Languages in the Age of Extremes

Von: Willibald Steinmetz

The short twentieth century was an age of total wars and aggressive ideological struggles. It was also an age of growing linguistic awareness in the political sphere. Communist, fascist, and liberal regimes fought each other with violence as well as words, and verbal warfare became increasingly sophisticated. The regimes were supported by propaganda experts and took advantage of new mass media which facilitated the interplay of words, images, and sounds. Leaders and their propagandists used language to persuade followers, terrorize opponents, and annihilate enemies. Knowing how to adapt one's own use of language to changing political situations was of vital importance for everyone. In the Age of Extremes words could wield political power, but at another moment even a whisper could endanger one's life.
This volume explores the ways in which language served to create, uphold, subvert, or deflect political power in the Age of Extremes. The book is unusual in encouraging its readers to compare totalitarian and democratic regimes under this aspect. Moving beyond propaganda studies the book opens up a variety of perspectives. While some authors take a look from above and show how those in power succeeded, or failed, in policing the boundaries of what could be said, others investigate the strategies of those who attacked the rules of the powerful by promoting alternative concepts and counter-discourses. Finally, there are also essays on the experiences of those who simply tried to stay alive by presenting themselves in a flexible manner or preserving their own private languages in diaries, poems, or secret conversations.

Steinmetz, Willibald (Hg.), Political Languages in the Age of Extremes, New York 2011.

Informationen bei der OUP


Neuerscheinung: Carl Wilhelm Chrisitan Busch - Erinnerungen aus meinem Leben. November 2011

Carl Wilhelm Chrisitan Busch - Erinnerungen aus meinem Leben. Ein Tagebuch und der Aufbruch in die Moderne
Jörg van Norden (Hg.)

Aufgewachsen in einem lutherischen Pfarrhaus, Student der Theologie, Burschenschaftler, Augenzeuge der Eroberung Kassels durch russische Truppen, Freiwilliger in den "Befreiungskriegen" gegen Napoleon, Hauslehrer, Pfarrer in Gevelsberg - Carl Wilhelm Christian Busch (1792-1826) beschreibt in seinem Tagebuch einen wechselvollen Abschnitt deutscher Geschichte, der ihn weit über die Grenzen der Grafschaft Mark, seiner Heimat, hinausführte. Er war keiner der "großen Männer", die angeblich die Geschichte gemacht haben, aber ein aktiver Beteiligter und aufmerksamer Beobachter, dessen Aufzeichnungen ein lebendiges Bild seiner Zeit vor Augen stellen, das mentalitäts- und alltagsgeschichtlich von besonderem Interesse ist.


Neuerscheinung: EthniCities. Metropolitan Cultures and Ethnic Identities in the Americas Juli 2011

EthniCities. Metropolitan Cultures and Ethnic Identities in the Americas
Martin Butler, Jens Martin Gurr, Olaf Kaltmeier (Eds.)

Cities are highly complex and dynamic systems that are not only habitats for the majority of people and constitute economic and political centers linking peripheral regions with globalizing markets, but that also function as nuclei for the hybridization of cultures and as "laboratories" for the formation, reformation, and transformation of ethnic selves and communities. From a number of different disciplinary perspectives ranging from literary and cultural studies via history and sociology to urban geography this collection of scholarly essays addresses the intricate relationship between urban environments and ethnicity in the Americas. The third in the series, EthniCities provide both theoretical approaches and case studies on a variety of urban regions to come to a better understanding of how the infrastructural, economic, political, social, and cultural parameters contribute to shaping or reshaping individual and group ethnic identities.


Neuerscheinung November 2011

Was machst du für Geschichten? Didaktik eines narrativen Konstruktivismus
Jörg van Norden

Der Autor entwickelt das Konzept eines narrativen Konstruktivismus und grenzt sich von der Vorstellung ab, Historiographie sei in der Lage, vergangenes Geschehen abzubilden. Vielmehr konstruiert der Historiker Geschichtsbilder, die seinen Intentionen und Denkmustern entsprechen. Historiographie artikuliert sich vor allem in Narrationen, die Dauer und Wandel im Laufe der Zeit darstellen. Der narrative Konstruktivismus hat unmittelbare Konsequenzen für die Hermeneutik, aber auch für die Gestaltung des Geschichtsunterrichts.
Hier geht es um die Frage, ob SchülerInnen größere Fortschritte machen, wenn sie in lehrerzentrierten, instruktiven oder in konstruktiven Situationen lernen, in denen sie die Fragestellung, die Sozialform, die Methode und das Endprodukt ihrer Arbeit selbst bestimmen dürfen. In diesem Zusammenhang wird auf erste empirische Untersuchungen zurückgegriffen, die Lernprogression mit Hilfe von concept maps und Kurzessays erfassen. Außerdem werden konkrete Beispiele von Projektarbeit analysiert und ein Modell entwickelt, wie konstruktiver Unterricht geplant werden kann. Die Darstellung schließt mit dem Vergleich verschiedener Kompetenzmodelle und entwickelt einen eigenen Entwurf, der den Schwerpunkt auf narrative und hermeneutische Kompetenz legt.


Neuerscheinung: Comparativ 2011

Comparativ
Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung

Herausgegeben von: Angelika Epple, Olaf Kaltmeier, Ulrike Lindner (eds.)
Entangled Histories: Reflecting on Concepts of Coloniality and Postcoloniality


Neuerscheinung: Dorfgesellschaft - Konflikterfahrung - Partizipations-kultur 2011

Dorfgesellschaft - Konflikterfahrung - Partizipations-kultur
Sozialer Wandel und politische Kommunikation in Landgemeinden der badischen Rheinpfalz (1720-1850)
von Niels Grüne

Am Beispiel des unteren Neckarraums widmet sich die Studie der wirtschaftlichen, sozialen, religiösen und politischen Entwicklung einer südwestdeutschen ländlichen Region im 18. und 19. Jahrhundert. Die Kernfrage lautet, wie es den lokalen Gesellschaften nach krisenhaften Desintegrationsprozessen im späten Ancien Régime gelang, sich so weit zu konsolidieren, dass seit dem Vormärz eine breite Bindung an die liberale Bewegung in Baden entstehen konnte. Dieses Erkenntnisinteresse wird für zwanzig Gemeinden auf der Basis umfangreichen Quellenmaterials verfolgt. Methodisch verbinden sich hierbei strukturanalytische, praxisgeschichtliche und kommunikationshistorische Zugriffe. Die empirischen Resultate stehen vielfach quer zu herkömmlichen Lesarten und regen dazu an, die Transformation ländlicher Gesellschaften zwischen 1750 und 1850 anders als bisher zu deuten. So sprechen die Befunde etwa gegen die gängige Interpretation der dörfl ichen Konfl iktmuster jener Periode als einer Fortschreibung frühneuzeitlicher Handlungsorientierungen. In solchen Neueinschätzungen bewährt sich die thematische Breite der Arbeit ebenso wie ihre die Epochengrenze um 1800 überschreitende Perspektive.

Weitere Infos beim Luciusverlag


Neuerscheinung: Das beratene Selbst, Zur Genealogie der Therapeutisierung in den 'langen' Siebzigern. September 2011

Sabine Maasen, Jens Elberfeld, Pascal Eitler, Maik Tändler (Hg.), Das beratene Selbst, Zur Genealogie der Therapeutisierung in den 'langen' Siebzigern.

Herausgegeben u.a. von Jens Elberfeld

Orgasmusschwierigkeiten, Familienleben oder Personalführung - überall findet sich das Subjekt aufgefordert, unter Rückgriff auf ein hoch diversifiziertes Therapie- und Beratungsangebot an sich zu arbeiten, Kompetenzen zu entwickeln, Potenziale zu aktivieren. Doch wie erklärt sich der Aufstieg dieser Selbsttechnologien?
Aus genealogischer Perspektive gehen die sozial- und geschichtswissenschaftlichen Beiträge dieses Bandes der These nach, dass der "Psychoboom" als eine der strukturellen Veränderungen »nach dem Boom« in der Bundesrepublik Deutschland anzusehen ist - als Institutionalisierung einer "Krisenbewältigungsanstrengung".

Weitere Infos


Neuerscheinung: Lords of the Sea: The Ali Rajas of Cannanore and the Political Economy of Malabar November 2011

Lords of the Sea: The Ali Rajas of Cannanore and the Political Economy of Malabar (1663-1723)
Von: Binu John Mailaparambil

In the second half of the seventeenth century the political and ritual relationships between the various elite houses of the kingdom of Cannanore on the Malabar Coast were affected by the shifting patterns in the Indian Ocean maritime trade. This study shows how the Arackal Ali Rajas, the most prominent maritime merchants in early-modern Malabar, managed to fence off the attempts of the Dutch East India Company to gain control of the regional trade, and how they succeeded in maintaining their commercial network across the Indian Ocean intact.

Informationen bei Brill


Workshop "Religiöse Gewalt als politische Praxis in der europäischen Moderne: 1848 bis heute" 30.11.2011

30.11.2011, A3-137
Leitung: Prof. Dr. Heinz-Gerhard Haupt und Dr. Eveline Bouwers (Teilprojekt C2)

Veranstaltungsprogramm (PDF)


Tagung "Writing Political History Today" 01.- 03.12.2011

01. - 03.12.2011, Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)

Die Tagung knüpft an die SFB-Tagung von Dezember 2009 (Political History: Recent Trends in International Perspective) an und wird Ergebnisse des SFB präsentieren und im internationalen Zusammenhang diskutieren.

Leitung: Willibald Steinmetz, Ingrid Gilcher-Holtey, Heinz-Gerhard Haupt

Veranstaltungsprogramm (PDF)


Bewegte Geschichten 29.- 30.08.2011

Von den Freuden, aber auch Gefahren des Tanzes vom Mittelalter bis zum Walzer

29. und 30. August 2011
15:30 bis 17:00 Uhr
Sparrenburg Bielefeld

Ob Hochzeit, Party oder Schulball, wir alle kennen freudige Anlässe zum Tanz, aber wer weiß heute noch von den Gefahren? Von sündhaften und Tod bringenden Tänzen wurde einst gewarnt - getanzt wurde dennoch.

Die Geschichtsstunde wird zur Tanzstunde

Wir möchten Euch auf eine Reise durch die Tanzgeschichte von 1400 bis 1800 mitnehmen. Von mittelalterlichen Reigen, Hoftänzen der Renaissance bis zum Walzer wird Wissenswertes und Kurioses unseren Weg begleiten: Zum Zuhören, Anschauen und gerne zum Mittanzen! Die Geschichtsstun- de wird diesmal zur Tanzstunde. Eine Möglichkeit für Jung und Alt, Geschichte am eigenen Leib zu erfahren.

Workshopleitung:
Philip Knäble (Uni Bielefeld) und Janina Horstbrink (AG Musik-Szene-Spiel OWL)

Veranstatlungsplakat (PDF)


GENIALE 2011: Macht Euch schlau! 26.08.- 03.10.2011

26. August bis 03. September 2011

Nach der erfolgreichen Premiere der von Bielefeld Marketing veranstalteten GENIALE in 2008 haben Familien aus Bielefeld und ganz NRW in diesem Jahr wieder die Gelegenheit, in der Universität auf eine vielseitige Entdeckungstour zu gehen.

Die Beteiligung aller 13 Fakultäten ermöglicht den kleinen und großen GENIALE-Besucherinnen und Besuchern einen spannenden Einblick in die Welt der Wissenschaft: Bei Laborführungen, Workshops, Mitmach-Vorlesungen, Experimentierangeboten oder Ausstellungen lässt sich die Universität ganz aktiv erleben - Neugierde genügt!

Auch außerhalb der Hörsäle und Labore ist die Universität in Bielefeld zur GENIALE präsent - z.B. mit dem Avatar "Max" auf dem Jahnplatz, auf den Pfaden der "Lernwege" durch die Altstadt oder mit den "Bewegten Geschichten" auf der Sparrenburg.

Veranstaltungsprogramm (PDF)
Homepage zur GENIALE 2011


Neuerscheinung: Konsum und Politik in der Weimarer Republik April 2011

Konsum und Politik in der Weimarer Republik

Von: Claudius Torp

In der Weimarer Republik gehörten Lebensmittelknappheit, Teuerungsunruhen und Wohnungsnot ebenso zum Alltag wie die Verlockungen der großstädtischen Vergnügungskultur, die das Bild von den »Goldenen Zwanzigern« geprägt haben. Ausgehend von einer Untersuchung des materiellen Lebensstandards, verdeutlicht Claudius Torp die Kluft zwischen Mangelerfahrung und Wohlstandserwartung und zeigt, wie der Konsum allseits politisiert wurde. Hierbei offenbaren die politischen Debatten und Maßnahmen das ebenso anspruchsvolle wie letztlich gescheiterte Projekt einer rationalen Gestaltung des Konsums, in dem sich demokratische und paternalistische Züge überlagerten. Der Zusammenhang von Konsum und Politik bietet daher eine neue Perspektive auf die Probleme und Potenziale der Weimarer Republik.

Die Politisierung des Konsums war überall zu beobachten: Von »unten« suchten die Konsumgenossenschaften im Zenit ihres Erfolges den Verbraucher als politischen Akteur zu etablieren, während die Antialkoholbewegung auf seine Entmündigung hinarbeitete. Statistiker und Wohnungsreformer stritten über die Konstruktion des Existenzminimums. Von »oben« wiederum kamen in der staatlichen Ernährungspolitik sowie den Preiskontrollen die Rechte der Verbraucher auf die Tagesordnung. Zugleich bildeten die Pflichten der Konsumenten die Zielscheibe eines bürgerlichen Konsummodells, dessen innere Logik aus der politischen Reaktion gegen die neue Konsumkultur rekonstruiert wird.

Torp, Claudius, Konsum und Politik in der Weimarer Republik, Göttingen 2011 (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft, Bd. 196).

Informationen bei Vandenhoeck & Ruprecht


Neuerscheinung: Der Aufbruch der Provinz. Die Eisenbahn und die Neuordnung der Räume im Zarenreich Mai 2011

Der Aufbruch der Provinz. Die Eisenbahn und die Neuordnung der Räume im Zarenreich

Von: Walter Sperling

In Russland, klagte Anton Tschechow, versande die Moderne in der Provinz. Dies änderte sich mit der Eisenbahn. Die Eliten an der Peripherie des Imperiums begriffen sie als Chance und verhandelten mit Regierung und Aktiengesellschaften, um die Moderne in die Provinz zu holen. Dabei entdeckten die Menschen die abgelegenen Gegenden, in denen sie lebten, als Regionen mit eigenen Interessen, eigener Geschichte und Zukunft. Mit alltagshistorischem Blick schildert Walter Sperling, wie selbst einfache Stadtbewohner und Bauern auf eigene Weise von der Situation zu profitieren suchten.

Sperling, Walter, Der Aufbruch der Provinz. Die Eisenbahn und die Neuordnung der Räume im Zarenreich, Frankfurt a.M. 2011 (Campus Historische Studien, Bd. 59).

Informationen beim Campus-Verlag


Neuerscheinungen: Transnational Americas. Inter-American Approaches to Identity Politics 2011

Kaltmeier, Olaf (Hg.), Transnational Americas. Inter-American Approaches to Identity Politics (erscheint 2011).

Epple, Angelika; Kaltmeier, Olaf; Lindner, Ulrike, Entangled Histories. Reflecting on Concepts of Coloniality and Postcoloniality, in: Comparativ. Zeitschrift für Globalgeschichte und vergleichende Gesellschaftsforschung, Vol. 21, 2011, 1 (forthcoming).


Neuerscheinung: "Hass und Begeisterung bilden Spalier". Horst Wessels politische Autobiographie September 2011

"Hass und Begeisterung bilden Spalier". Horst Wessels politische Autobiographie

Von: Manfred Gailus und Daniel Siemens

Wie wurde ich eigentlich Nationalsozialist? Diese Frage stellte der junge SA-Mann Horst Wessel ins Zentrum seiner bislang unveröffentlichten politischen Autobiographie, die er wenige Monate vor seinem gewaltsamen Tod im Jahr 1930 schrieb. Es handelt sich um eine einzigartige Geschichtsquelle, die bezeichnende Schlaglichter auf die politische Kultur der Weimarer Republik und auf den frühen Nationalsozialismus wirft. Ein spannendes Zeitdokument, herausgegeben und kommentiert von zwei profilierten Zeithistorikern - für alle, die besser verstehen wollen, wie die nationalsozialistische Diktatur eigentlich möglich wurde.

Gailus, Manfred; Siemens, Daniel (Hg.), "Hass und Begeisterung bilden Spalier". Horst Wessels politische Autobiographie, Berlin 2011.

Informationen beim Bebra-Verlag


Neuerscheinung: Hybrid Cultures - Nervous States. Britain and Germany in a (Post)Colonial World Februar 2011

Hybrid Cultures - Nervous States. Britain and Germany in a (Post)Colonial World

Von: Ulrike Lindner

While cultural diversity and hybridity have often been celebrated, they also challenge traditional concepts of national and cultural identity ? challenges which have caused considerable anxiety. Various disciplines have often investigated the impact of cultural hybridity, multiculture, and (post)colonialism in relative isolation and with a tendency towards over-theorization and loss of specificity. Greater interdisciplinary cooperation can counter this tendency and encourage sustained comparisons between different former empires and across language boundaries.
This volume contributes to such developments by combining contributions from history, English and German studies, cultural geography, theatre studies, and film studies; by covering both the colonial and the postcolonial period; and by looking comparatively at two different (post)colonial contexts: the United Kingdom and Germany.
The result is productive dialogue across the distinct colonial and migration histories of the UK and Germany, which brings out divergent concepts of cultural difference ? but, importantly, without neglecting similarities and transnational developments. The interdisciplinary outlook extends beyond political definitions of identity and difference to include consumer culture, literature, film, and journalism ? cultural and social practices that construct, represent, and reflect personal and collective identities.

Lindner, Ulrike et al. (Hg.), Hybrid Cultures - Nervous States. Germany and Britain in a (Post)colonial world, Amsterdam, New York 2011.

Informationen bei Rodopi


Neuerscheinung: Enzensbergers Kursbuch Oktober 2011

Enzensbergers Kursbuch

Von: Henning Marmulla

Viele Gemeinplätze sind im Laufe der Jahre über das ?Kursbuch? geschrieben worden: So habe Enzensberger 1968 den Tod der Literatur verkündet, und damit sei die Trennung der Zeitschrift vom Suhrkamp Verlag zu erklären. Henning Marmulla zeichnet nun anhand zahlreicher unveröffentlichter Quellen den Weg zur Gründung der Zeitschrift im Jahre 1965 nach, analysiert ihre Bedeutung für die internationalen 68er-Bewegungen und erklärt auch, warum es wirklich zur Trennung von Enzensbergers Zeitschrift und Siegfried Unselds Suhrkamp Verlag im Jahre 1970 kam und erzählt von der Politisierung der Literatur.
"Enzensbergers Kursbuch" unterzieht die Gemeinplätze über diese turbulente Zeit einer Prüfung und erzählt die spannende Geschichte einer Zeitschrift, die ihren Beginn in einer Zeit nahm, als man Geschichte noch für machbar hielt ? und die maßgeblich dazu beitrug, dass Menschen für ihre Geschichte kämpften.

Marmulla, Henning, Enzensbergers Kursbuch. Eine Zeitschrift um 68, Berlin 2011.

Informationen beim Matthes & Seitz-Verlag


Neuerscheinung: Zur Geschichte der Materialforschung Januar 2011

Zur Geschichte der Materialforschung

Von: Klaus Hentschel und Carsten Reinhardt

Reinhardt, Carsten; Hentschel, Klaus (Hg.), Zur Geschichte der Materialforschung, Sonderheft NTM Zeitschrift für Geschichte der Wissenschaften, Technik und Medizin, Vol. 19, 1, 2011.

Informationen beim Springer-Verlag


Neuerscheinung: Die Ära der Ökologie. Eine Weltgeschichte Februar 2011

Die Ära der Ökologie. Eine Weltgeschichte

Von: Joachim Radkau

Die Ökologie ist das Signum unseres Zeitalters. Joachim Radkaus grandioses Buch lässt die neue Ära zum ersten Mal in ihrer ganzen Vielgestaltigkeit und globalen Bedeutung erfahrbar werden.
Das Buch berichtet über ausschlaggebende Ereignisse und Erfahrungen wie die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl genauso wie über den Mythos des deutschen "Waldsterbens" und beleuchtet die Zusammenhänge mit anderen historischen Strömungen. Es erzählt sowohl von spiritueller Suche und herausragenden Momenten als auch von Institutionalisierung und Bürokratisierung. Es porträtiert zentrale Initiativen wie Friends of the Earth oder Greenpeace und charismatische Vorkämpferinnen wie Rachel Carson, Petra Kelly und die Chinesin Dai Qing.
Überhaupt zeigt Joachim Radkau, welch zentrale Rolle und beinahe mythisches Potential Frauen in der Umweltbewegung zukommt. Seine souverän erzählte und glänzend aufgebaute Darstellung macht klar: Trotz mancher bizarrer Episoden ist die Umweltbewegung die neue, wahre Aufklärung unseres Zeitalters; die fließende Vielfalt und immer neue Vernetzung der Motive unterscheidet sie von allen früheren großen Bewegungen der Geschichte.

Informationen beim Beck-Verlag


Bielefelder Nachwuchshistoriker erhält Dissertationspreis

Für seine Studie "Dorfgesellschaft - Konflikterfahrung - Partizipationskultur. Sozialer Wandel und politische Kommunikation in Landgemeinden der badischen Rheinpfalz (1720-1850)" wurde Niels Grüne der Dissertationspreis 2010 der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft verliehen.

Am Beispiel von zwanzig multikonfessionellen Dörfern der badischen Rheinpfalz hat Niels Grüne untersucht, wie ländliche Gesellschaften die sozialen, religiösen und politischen Umwälzungen zwischen Ancien Régime und der Revolution von 1848/49 bewältigten und wie es den Dorfgesellschaften gelang, nach Desintegrationsprozessen des späten Ancien Régime sich so weit zu konsolidieren, dass im Vormärz und in der Revolution von 1848/49 eine breite Bindung an den gemäßigten Liberalismus entstehen konnte.


Workshop: Römische Religion zur Zeit der Republik im mediterranen Kontext 14.- 15.02.2011

14. - 15.02.2011, Internationales Begegnungszentrum (IBZ)

Workshop der studentischen Forschungsgruppe Alte Geschichte.

Roms Aufstieg von einer italischen Polis zum Machtzentrum des mediterranen Raumes war zwangsläufig begleitet von einem politischen, militärischen und kulturellen Kontakt mit der vermeintlichen Peripherie des entstehenden Reiches.

Ausgehend von der römischen Religion - einem in den Geschäften der Republik omnipräsenten Phänomen - soll auf dieser Veranstaltung die Einbindung Roms in die vielfältigen überregionalen Dynamiken erörtert werden.

Veranstaltungsplakat (PDF)
Veranstaltungsprogramm (PDF)


Tagung: Locality and Transnational Processes. Modalities of Entaglement 05.- 07.05.2011

05. - 07.05.2011, Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)

The objective of this interdisciplinary conference is both to clarify the theoretical concept of locality and to contrast it with case studies tracing reciprocal dependencies between the local and transnational entanglements within the globalization process. The main questions at the conference will explore whether it is possible to ascertain modalities of entanglement between local and transnational/globalizing processes and whether a systematization of modalities would be a prospective undertaking.

Veranstaltungsprogramm
Weitere Informationen


Tagung: A World of Comparisons: Dynamics, Contexts, Perspectives 03.- 04.02.2011

03. - 04.02.2011, Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)

Grundlegend für die Tagung ist die Annahme, dass der kommunizierte Vergleich ein konstitutives Moment sozialer Ordnungsbildung darstellt. Dies scheint schon in der Struktur des Vergleichs, wie wir ihn verstehen, angelegt. Denn der Vergleich setzt voraus, dass einerseits die verglichenen Einheiten in mindestens einer Hinsicht als gleich betrachtet werden, und andererseits, dass es ein Vergleichskriterium gibt, das Unterschiede beobachtbar macht. In der Moderne, so eine weitere Annahme, scheint der Vergleichskommunikation eine hohe Eigendynamik inne zu wohnen: Einem Ranking ? ob auf wissenschaftliche Leistung von Universitäten oder Kreditwürdigkeit von Unternehmen bezogen ? kann man sich kaum entziehen. Hier ist nicht zuletzt die mediale Präsentation mit entscheidend: Wenn der Vergleich, wie in der Moderne üblich, in Form von Zahlen und Tabellen über Massenmedien kommuniziert wird, tritt er als rational, sachbezogen und objektiv auf und streift zudem regionale und spezifische kulturelle Eigenheiten ab, die der sprachlich vermittelte Vergleich noch mitführt. Dem so kommunizierten Vergleich wohnt damit, so eine weitere These, in der globalisierten Welt der Moderne eine Integrationskraft inne, die diesseits von internationalen Organisationen dazu anleitet, dass Universitäten, Unternehmen, Staaten, Sportvereine usw. in spezifischer Weise miteinander in Beziehung treten und sich aneinander ausrichten, ohne direkt miteinander in Kontakt zu treten.

Leitung:
Franz-Josef Arlinghaus (Bielefeld), Ulrike Davy (Bielefeld), Bettina Heintz (Bielefeld), Willibald Steinmetz (Bielefeld)

Veranstaltungsprogramm (PDF)
Weitere Informationen


Ausstellung: Mascha + Nina + Katjuscha - Frauen in der Roten Armee 22.11.2010 - 14.01.2011

Mascha + Nina + Katjuscha - Frauen in der Roten Armee

Vernissage am 22.11.2010 um 17.30 Uhr in der Uni-Bibliothek, Gebäudeteil C1.
Die Ausstellung wird bis zum 14. Januar 2011 in Kooperation mit dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst gezeigt.

Veranstaltungsprogramm (PDF)


Neuerscheinung: Wechselwirkungen. Bielefeld - Stadt mit Universität oder Universitätsstadt? Oktober 2010

Wechselwirkungen. Bielefeld - Stadt mit Universität oder Universitätsstadt?

Von: Jürgen Büschenfeld, Bettina Brandt und Andreas Priever

1969, vor über 40 Jahren, kamen Studierende über die Stadt. Eine Universität war gegründet worden, im Jahr nach "68". Sollte es nun mit Beschaulichkeit und Ruhe vorbei sein? In Bielefeld, das von Unwissenden auch heute noch gern im "Niemandsland" irgendwo zwischen dem Ruhrgebiet und Hannover angesiedelt wird, entstand auf der grünen Wiese ein massiges Gebäude, das alle Fakultäten unter einem Dach beherbergen sollte. Eine "Reformuniversität", eine Hochschule neuen Typs für nur wenige Tausend Studierende sollte es sein.

Über die Leistungen der jungen Universität in Lehre und Forschung ist bereits viel geschrieben worden. Darum soll es in dieser Publikation aber gerade nicht gehen. Der hier vorliegende Beitrag von Bielefelder Historikern bietet eine andere Perspektive. Es stehen vielmehr die Wechselwirkungen und Vernetzungen zwischen Stadt und Universität im Brennpunkt dieser zunächst als Ausstellung konzipierten Arbeit. Dabei sollen selbstverständlich die ersten Überlegungen zur Universitätsgründung seit Beginn der 1960er Jahre mit berücksichtigt und somit eine Zeitspanne von etwa 50 Jahren umgriffen werden. Der gesellschaftspolitische Ruf nach "Bildungsexpansion" auf der einen und die Aktivitäten zur Einbindung des deutschen Hochschulsystems in den "Bologna-Prozess" auf der anderen Seite setzen den zeitlichen Rahmen.


Neuerscheinung: September 2010

Das Unternehmen Stollwerck. Eine Mikrogeschichte der Globalisierung

Von: Angelika Epple

Das Kölner Familienunternehmen Stollwerck war über viele Jahrzehnte das mächtigste europäische Schokoladeimperium und eines der größten Süßwarenunternehmen der USA. Mit seinen beiden Hauptprodukten, Schokolade und Automaten, war es eingebunden in den Prozess der Globalisierung. Am Beispiel Stollwerck zeigt Angelika Epple - von der Gründung 1839 bis zur Übernahme durch die Deutsche Bank 1932 -, wie und von wem der vermeintlich anonyme Prozess der Globalisierung vorangetrieben wurde. In mikrohistorischer Perspektive werden einzelne Akteure sichtbar - von der Unternehmensführung bis zum Außendienst. In globaler Perspektive wird deutlich, wie Produkte, Konsumgewohnheiten und Geschäftsmethoden weltweit standardisiert und gleichzeitig kolonial geprägt wurden. Zugleich ging die Standardisierung mit der Schaffung neuer kultureller Unterschiede und Zuschreibungen einher. Erst die Verbindung von Global- und Mikrogeschichte erlaubt hier tiefe Einblicke in historische Prozesse.

Informationen beim Campus-Verlag


Neuerscheinung: Germania und ihre Söhne. Repräsentationen von Nation, Geschlecht und Politik in der Moderne Oktober 2010

Germania und ihre Söhne. Repräsentationen von Nation, Geschlecht und Politik in der Moderne

Von: Bettina Brandt

Eine Symbolgeschichte der Germania, die die Geschlechterbilder des Nationalen und ihre politischen Semantiken in Neuzeit und Moderne analysiert.

In literarischen und visuellen Bildern wurde Deutschland von der Frühen Neuzeit bis in das 20. Jahrhundert hinein als Mutter, Braut oder Kriegerin dargestellt. Es zeigt sich das Bild einer gefährdeten Nation, die von ihren Männern und Söhnen geschützt oder befreit werden sollte. Bettina Brandt nimmt in ihrer Symbolgeschichte der »Germania« die sich wandelnden Beziehungsgeschichten einer deutschen Nation in den Blick und untersucht den Stellenwert und die semantischen Funktionen von Geschlechterbildern in nationalen und politischen Diskursen der Moderne.

Informationen bei Vandenhoeck & Ruprecht


Neuerscheinung: Amerikas große Ernüchterung. Eine Kulturgeschichte der Prohibition September 2010

Amerikas große Ernüchterung. Eine Kulturgeschichte der Prohibition

Von: Thomas Welskopp

Seit 1920 war ein nationales Alkoholverbot Bestandteil der amerikanischen Verfassung. Wie konnte es dazu kommen? Wie veränderte die Prohibition die amerikanische Gesellschaft? Welche Gründe führten zu ihrer Abschaffung im Jahre 1933?
Thomas Welskopp legt eine Gesamtgeschichte und zugleich umfassende Gesellschaftsgeschichte der Vereinigten Staaten in der Zeit des nationalen Alkoholverbots vor. Ebenso anschaulich wie spannend erzählt der Autor, welch dramatischen Einfluss die Prohibitionsfrage und ihre Behandlung auf fast alle gesellschaftlichen Bereiche der USA ausübte. Wie entwickelten sich das Verfassungsrecht, die illegale - aber auch die legale - Alkoholwirtschaft, die Kultur des Trinkens und die Beziehungen zwischen den Geschlechtern, die Organisierte Kriminalität, die religiösen Milieus, die staatlichen Institutionen, die massenmediale Landschaft und schließlich die politische Kultur mitsamt dem amerikanischen Parteiensystem in den Jahren zwischen der Durchsetzung (1919) und der Abschaffung (1933) der National Prohibition?

Informationen bei Schöningh


Neuerscheinung: Korruption. Historische Annäherungen an eine Grundfigur politischer Kommunikation August 2010

Korruption. Historische Annäherungen an eine Grundfigur politischer Kommunikation

Von: Niels Grüne und Simona Slanicka

Im Sprechen über Korruption bündelt sich Kritik an Amtsmissbrauch, Käuflichkeit oder Klientelismus in öffentlichen Handlungsfeldern. Der Band leuchtet die historischen Dimensionen dieses Zuschreibungsmusters aus: Erstmals wird Korruption im Wechselverhältnis von sozialer Praxis und kultureller Konstruktion in einer epochenübergreifenden Perspektive betrachtet, die den Akzent auf die Zeit vor 1800 legt. Schon früh wurde die Auseinandersetzung mit Korruptionsphänomenen zu einem Fluchtpunkt politischer Theorien, Argumente und Konflikte. Die vielfältigen Bezüge zu gesellschaftlichen Legitimationsfragen zeigen, dass Korruption nicht erst seit der Moderne eine Grundfigur politischer Kommunikation bildete.

Informationen bei Vandenhoeck & Ruprecht


Neuerscheinung: Die Bielefelder Sozialgeschichte. Klassische Texte zu einem geschichtswissenschaftlichen Programm und seinen Kontroversen September 2010

Die Bielefelder Sozialgeschichte. Klassische Texte zu einem geschichtswissenschaftlichen Programm und seinen Kontroversen

Von: Bettina Hitzer und Thomas Welskopp

Die Bielefelder Sozialgeschichte gehört unbestritten zu den prägenden Programmen der deutschen Geschichtswissenschaft in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seit den frühen 1980er Jahren haben verschiedene Richtungen ? von der Alltagsgeschichte bis zu den zahlreichen "Turns" ? zu Recht auf die Leerstellen und Grenzen der Sozialgeschichte Bielefelder Provenienz aufmerksam gemacht. Doch noch heute lohnt sich der Blick auf die "Bielefelder Schule": Sie stellt nicht nur ein wichtiges Element der jüngeren Geschichte des Fachs dar. Die Auseinandersetzung mit dieser Forschungstradition erlaubt zugleich in systematischer Hinsicht zu fragen, wie sozialhistorische Ansätze in die Forschungen jüngerer, stärker kulturwissenschaftlich geprägter Historikerinnen und Historiker integriert werden können.

Informationen bei transcript


Neuerscheinung: Jenseits der Metropolen. Öffentlichkeit und Lokalpolitik im Gouvernement Saratov Mai 2010

Jenseits der Metropolen. Öffentlichkeit und Lokalpolitik im Gouvernement Saratov (1890-1914)

Von: Kirsten Bönker

Das politische Leben abseits der Großstädte des Zarenreiches steht im Fokus dieser Studie. Kirsten Bönker untersucht in ihrer Dissertation am Beispiel dreier Kreisstädte Akteure und Praktiken politischer Öffentlichkeit und gesellschaftlicher Selbsttätigkeit anhand von Vereinen, der Presse und der Lokalpolitik. Die Autorin orientiert sich an einem historisierbaren offenen Begriff der Zivilgesellschaft und rückt Russland in eine europäische Vergleichsperspektive. Sie zeigt bisher unbekannte zivilgesellschaftliche Elemente auf und macht anhand ihrer Ambivalenzen und Widersprüche deutlich, warum zivilgesellschaftliches Handeln im vorrevolutionären Reich keine Nachhaltigkeit erlangt hat.

Informationen bei Böhlau


Neuerscheinung: Gewalt in der Körperbehindertenhilfe. Das Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein von 1947 - 1964. 2010

Gewalt in der Körperbehindertenhilfe. Das Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein von 1947 - 1964.

Von: Hans-Walter Schmuhl und Ulrike Winkler

Die Debatte um die Gewalt in der Heimerziehung der frühen Bundesrepublik zieht immer weitere Kreise. Mit dem Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein ist erstmals eine Einrichtung für Menschen mit körperlichen Behinderungen in die öffentliche Diskussion geraten. Wie ist die erschreckend harte und lieblose, teilweise offen gewalttätige Behandlung, die die Mädchen und Jungen im Johanna-Helenen-Heim erdulden mussten, zu erklären? Auf der Basis von Zeitzeugeninterviews mit Betroffenen und ehemaligen Beschäftigten und bislang unausgewertetem Archivmaterial werden die Geschehnisse beschrieben und in den damaligen sozialen, wirtschaftlichen, rechtlichen, kulturellen und pädagogischen Kontext eingeordnet.

Informationen beim Verlag für Regionalgeschichte


Auszeichnung für Bielefelder Historiker

Der Bielefelder Historiker Daniel Siemens wurde für sein Buch "Horst Wessel. Tod und Verklärung eines Nationalsozialisten." mit dem Preis "Geisteswissenschaften International - Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Literatur" ausgezeichnet. Der Preis wird seit Juli 2008 zweimal pro Jahr für Publikationen von besonderer wissenschaftlicher Qualität vergeben. In diesem Frühjahr wurden insgesamt 26 geistes- und sozialwissenschaftliche Werke in deutscher Sprache von dem Börsenverein, der Fritz Thyssen Stiftung, der VG WORT und der Auswärtige Amtes prämiert.

Weitere Informationen finden Sie hier.


Kolloquienprogramm Sommersemester 2010

Das vollständige Kolloquienprogramm der "Schule für Historische Forschung" im Sommersemester 2010 steht Ihnen hier zum Download bereit.


Publikation: Archiv - Macht - Wissen April 2010

VÖ 12.04.2010

Archiv - Macht - Wissen. Organisation und Konstruktion von Wissen und Wirklichkeiten in Archiven.

Von: Anja Horstmann und Vanina Kopp

Nicht erst seit dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln sind Archive und ihre Rolle als Träger von Erinnerung, Repräsentation, Wissenskonstruktion und Herrschaftspraxis von Interesse. Die Autorinnen und Autoren beleuchten diese Zusammenhänge mithilfe eines erweiterten Archivbegriffs, der Akten, Sammlungen in Bibliotheken und Museen, aber auch Diskurse umfasst.

Inhaltsvezeichnis
Informationen bei Campus


ENTRIES 14.01.2009

Eine neue, Epochen und Disziplinen übergreifende Forschungsgruppe "Entangled Histories: Asymmetries, Transfers and Identities in Global Perspectives (ENTRIES)" befasst sich mit Dynamiken der Identitätsbildung und ungleichen Machtverhältnissen in globalen Prozessen.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt
Informationen zum Workshop


Publikation von Bielefelder Lateinamerika-Forschern ausgezeichnet 10.09.2009

Der von Pablo Ospina, Olaf Kaltmeier und Christian Büschges herausgegebene Sammelband "Los Andes en movimiento. Identidad y poder en el nuevo paisaje político." (Die Anden in Bewegung: Identität und Macht in der neuen politischen Landschaft.) hat den "Isabel Tobar Guarderas"-Preis für das beste sozialwissenschaftliche Buch des Jahres 2009 in Ecuador gewonnen. Der Preis wird jährlich vom Distrito Metropolitano de Quito vergeben. Das Buch ist das Ergebnis der intensiven Kooperation zwischen den geschichtswissenschaftlichen Abteilungen der Universidad Andina Simón Bolívar / Quito und der Universität Bielefeld. Der Band enthält Beiträge von Christian Büschges, Gonzalo Colque, Olaf Kaltmeier, Carmen Martínez Novo, Pablo Minda Batallas, Pablo Ospina, Franklin Ramírez Gallegos, Silvia Rivera Cusicanqui, Pablo Stefanoni, Catherine Walsh und León Zamosc, die die aktuellen politischen Prozesse im zentralen Andenraum analysieren und kommentieren.

Das Buch ist hervorgegangen aus dem Internationalen Kolloquium "Ethnizität und Politik", das im Rahmen des SFB 584 "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte" der Abteilung Geschichtswissenschaft der Universität Bielefeld in Kooperation mit der Universidad Andina Simón Bolívar in Quito veranstaltet wurde.

Ospina, Pablo; Kaltmeier, Olaf und Büschges, Christian (Hg.) (2009): Los Andes en movimiento. Identidad y poder en el nuevo paisaje político. Quito: Corporación Editora Nacional.