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Workshop: Die Zeit der Bildbetrachtung.

Empirische und rezeptionsästhetische Perspektiven

Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald
24. Februar 2015, 10-17 Uhr

Der Workshop fragt nach theoretischen und vor allem methodischen Ansätzen, mit denen sich die Temporalität der Bildbetrachtung beschreiben und analysieren lässt: In welchem Maße und auf welche Weise beeinflussen Bilder die zeitliche Erstreckung des Wahrnehmungsprozesses und die damit einhergehenden Zeiterfahrungen der Rezipienten? Im Zentrum des Workshops steht das Bemühen, empirische und rezeptionsästhetische Ansätze miteinander ins Gespräch zu bringen. Zu diesem Zweck soll diskutiert werden, ob und auf welche Weise sich idealtypische rezeptionsästhetische Analysen in empirischen Untersuchungen (etwa durch Eye-Tracking oder neurowissenschaftliche Studien) nachvollziehen lassen. Gilt es, die rezeptionsästhetischen Hypothesen auf der Basis von empirischen Befunden zu korrigieren, oder kann die Rezeptionsästhetik ihrerseits dazu anregen, neue Untersuchungsreihen zu entwerfen? Der Workshop dient vorrangig dem offenen Austausch über diese Fragen. Exemplarisch wird er u. a. Bildphänomene beleuchten, die einen Aspektwechsel anstoßen und den Betrachter dazu anregen, Bildpartien beim zeitlichen Vollzug der Rezeption auf verschiedene Weisen wahrzunehmen (etwa zunächst als dargestelltes Motiv, dann aber als Darstellungsmittel). Da der Workshop mit dem Grenzgebiet von empirischen und rezeptionsästhetischen Ansätzen ein wenig kartiertes Feld in den Blick nimmt, hat er nicht zum Ziel, ausgearbeitete Vorträge zu diskutieren. Vielmehr sollen im gemeinsamen Gespräch auf der Grundlage von kurzen Impulsreferaten die Konvergenzen und Divergenzen empirischer und rezeptionsästhetischer Ansätze näher bestimmt werden.

Workshop mit Prof. Dr. Bettina Rolke (Tübingen), Prof. Dr. Raphael Rosenberg (Wien), Dr. Klaus Speidel (Paris) und Prof. Dr. Johannes Grave (Bielefeld)

Konzeption: Johannes Grave

Teilnahme nur nach Rücksprache mit der wissenschaftlichen Leitung. Bitte melden Sie sich bis zum 17. Februar 2015 bei Johannes Grave (johannes.grave@uni-bielefeld.de).

Ort: Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald, Martin-Luther-Straße 14, 17489 Greifswald

Programm


Neuerscheinung: Sprechen über Bilder – Sprechen in Bildern

hg. von Lena Bader, Georges Didi-Huberman und Johannes Grave, Berlin 2014

Sprechen über Bilder Die Frage nach dem Verhältnis von Bild und Sprache ist von unveränderter Aktualität. Zuletzt sind Bilder verstärkt in Konkurrenz zur Sprache als Ausdrucksmedium eigenen Rechts verstanden worden. Der Band will an diese Diskussionen anknüpfen, sie aber zugleich kritisch prüfen: Eröffnen Bilder nicht gerade dort, wo sie auf Sprache treffen, neue Einsichten, die sich nicht problemlos versprachlichen lassen? Und sind nicht viele starke, bewegende Erfahrungen vor Bildern auf einen Austausch mit anderen Betrachtern angewiesen? Die Beiträge verstehen sich als Einladung, das Verhältnis von Bild und Wort dynamischer zu denken. Statt Parallelen oder Abgrenzungen zwischen Sprache und Bild werden daher vor allem deren Verschränkungen und Rückkopplungen in den Blick genommen.

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Zweite Ausgabe der „Regards croisés“

Die zweite Ausgabe der deutsch-französischen Rezensionszeitschrift „Regards croisés“ ist erschienen. Neben einem Dossier zur Gotik und zum Gotischen enthält sie zahlreiche Rezensionen deutsch- und französischsprachiger Neuerscheinungen.

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Zur zweiten Ausgabe


Call for Papers: Third International Conference on Political History

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Historiker Joachim Radkau erhält den Einhard-Preis 2015

Der Bielefelder Historiker Prof. Dr. Joachim Radkau wird für seine Biographie des ersten Bundespräsidenten Theodor Heuss mit dem Einhard-Preis für biographische Literatur ausgezeichnet. Der nach dem Biographen Karls des Großen benannte Preis wird alle zwei Jahre von der Einhard-Stiftung vergeben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Laudatio bei der Preisverleihung am 14. März 2015 in Seligenstadt hält Frau Prof. Dr. Gertrude Lübbe-Wolff. "Radkaus Argument über die Zivilisierung des politischen Lebens in der Bundesrepublik braucht die biographische Form", begründet das Kuratorium der Stiftung. Mehr: http://www.einhard-stiftung.de/de/


Stellenausschreibung im Rahmen des Projekts „Parerga und Paratexte“

Im Rahmen des Verbundprojekts „Parerga und Paratexte“, das voraussichtlich im April 2015 seine Arbeit an der Universität Bielefeld sowie an den Universitäten Halle-Wittenberg, Erlangen-Nürnberg und der Klassik Stiftung Weimar aufnehmen wird, sind vier Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter/innen ausgeschrieben.

Weitere Informationen: ausführliche Stellenausschreibung


Symposium „Das Jahrhundert des Geschmacks. Kunst im Zeitalter der Aufklärung“

Historischer Saal der Ravensberger Spinnerei (VHS Bielefeld),
Ravensberger Park 1,
33607 Bielefeld

Freitag, 28. November 2014

Eine Veranstaltung der Kunstsammlung Rudolf-August Oetker GmbH, des Museum Huelsmann und der Professur für Kunstgeschichte der Universität Bielefeld
Konzeption: Monika Bachtler, Johannes Grave und Hildegard Wiewelhove

Das 18. Jahrhundert hat in vielerlei Hinsicht den modernen Kunstbegriff geprägt, der – ungeachtet aller Zuspitzungen und Infragestellungen – noch bis in unsere Gegenwart nachwirkt. Was wir unter Kunst verstehen, aber auch wie wir mit Kunst umgehen und sie in unser soziales Leben einbinden, ist erheblich durch Entwicklungen beeinflusst worden, die im 18. Jahrhundert ihren Anfang genommen haben. In das Jahrhundert der Aufklärung fallen die Etablierung regelmäßiger Kunstausstellungen, die Entstehung der Kunstkritik und die zunehmende Verbreitung einer bürgerlich geprägten Sammelkultur ebenso wie die Begründung der Ästhetik als einer philosophischen Disziplin, die der Sinnlichkeit eine eigene Erkenntniskraft zumisst. All diese Entwicklungen haben ihrerseits in hohem Maße auf die Künstler und ihre Werke zurückgewirkt. In exemplarischer Weise lässt sich in dieser Zeit daher beobachten, wie sich die Kunstproduktion, der Umgang mit Kunst und das Nachdenken über das Ästhetische wechselseitig beeinflussen.

Anlässlich der Ausstellung „Wie es uns gefällt. Kostbarkeiten aus der Sammlung Rudolf-August Oetker“, die das 18. Jahrhundert in ausgewählten Werken der Kunst und des Kunsthandwerks vor Augen führt, soll das Symposium Schlaglichter auf die Kunst und ästhetische Kultur dieser Zeit werfen. In sechs Vorträgen wird sich die Veranstaltung sowohl exemplarischen Werken oder Werkgruppen als auch dem kulturellen Kontext zuwenden, um zu einem neuen Verständnis des „Jahrhunderts des Geschmacks“ beizutragen. Dabei könnte sich erweisen, dass die durchaus spielerischen Formen, in denen im 18. Jahrhundert Kunst und Leben immer wieder neu zueinander ins Verhältnis gesetzt wurden, von überraschender Aktualität sind.

Tagungsgebühr 20,– Euro, ermäßigt für Studierende und Auszubildende 10,– Euro

Anmeldung unter (0521) 51-3767 info@museumhuelsmann.de

Weitere Informationen: Programm des Symposium


KriegsKunst. Die Künstlerflugblätter »Kriegszeit« 1914 bis 1916

Eine Ausstellung der Studiengruppe »Um 1914«
8. Oktober bis 18. Dezember 2014
Universität Bielefeld, X-Gebäude, A 2, Magistrale (vor dem Prüfungsamt)

Unter den Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die im Sommer 1914 den Kriegsausbruch begrüßten, kommt neben Intellektuellen und Schriftstellern bildenden Künstlern besondere Bedeutung zu. Mit dem Kriegsausbruch setzte sogleich eine rege künstlerische Produktion ein, die oftmals unverhohlen propagandistische Züge annahm. Auf den ersten Blick scheinen daher die Künstlerflugblätter, die der Kunsthändler und Verleger Paul Cassirer ab August 1914 unter dem Titel »Kriegszeit« herausgab, nur ein weiteres unter zahlreichen Zeugnissen für die Mobilisierungseuphorie zu Beginn des Ersten Weltkriegs zu bieten. Im Vergleich zum Pathos des Aufbruchs und der Reinigung, das nicht wenige Äußerungen expressionistischer Künstler und Dichter durchzieht, mutet die »Kriegszeit« mit ihren gemäßigt modernen Lithographien beinahe konventionell an.

Doch verdient das Projekt Cassirers besondere Aufmerksamkeit, da es von Künstlern und Kunstkritikern getragen wurde, die vor dem Kriegsausbruch eine entschieden kosmopolitische Haltung vertreten hatten und nachdrücklich gegen ein verengtes nationales Denken im Feld der Kunst eingetreten waren. Neben Cassirer hatten insbesondere Max Liebermann und Julius Meier-Graefe vor 1914 erheblichen Anteil daran, dass sich das Publikum in Deutschland für die neue französische Kunst, namentlich den Impressionismus und Postimpressionismus öffnete. Nun aber trugen sie gleich in der ersten Ausgabe der »Kriegszeit« zu einer Zeitschrift bei, die sich nicht scheute, selbst dumpfe und martialische Worte des Kaiser zu zitieren: »Jetzt wollen wir sie dreschen.«

Das Ausstellungsprojekt »KriegsKunst. Die Künstlerflugblätter ›Kriegszeit‹ 1914 bis 1916« versucht einige Schlaglichter auf Cassirers Zeitschrift zu werfen. Fünf originale Ausgaben der »Kriegszeit« dienen als Ausgangspunkt, um ausgewählte Aspekte zu verfolgen: Neben biographischen Kontexten treten dabei besondere Rubriken und Charakteristika der »Kriegszeit« in den Blick, die sich mit ähnlichen verlegerischen Projekten vergleichen lassen.

Die Ausstellung mit Leihgaben aus Privatbesitz wurde im Rahmen des Seminars »Um 1914. Bild- und Kunstgeschichte im Vor- und Umfeld des Ersten Weltkriegs« konzipiert und erarbeitet von Silke Bokern, Johannes Grave, Britta Ledebur, Agnes Piekacz, Stefan Quandt, Marc-Christoph Reineke und Thomas Reuß.


Zeitschrift für Kunstgeschichte

Die »Zeitschrift für Kunstgeschichte« zählt zu den führenden internationalen Publikationsorganen des Fachs Kunstgeschichte. In vier Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch) veröffentlicht sie Aufsätze zu allen Bereichen der Kunst- und Bildgeschichte. Zum Jahreswechsel 2014/15 werden die bisherigen Herausgeber, Andreas Beyer, Alexander Markschies und Andreas Tönnesmann (†), die Verantwortung für die traditionsreiche Zeit-schrift an Ursula Frohne (Köln), Jeffrey F. Hamburger (Harvard), Michael F. Zimmermann (Eichstätt) und Johannes Grave (Bielefeld) übergeben. Im Zuge des Herausgeberwechsels wird der Redaktionssitz der »Zeitschrift für Kunstgeschichte« von Basel nach Bielefeld verlegt, wo dank einer großzügigen Förderung durch die Rudolf-August Oetker Stiftung eine professionelle redaktionelle Betreuung gewährleistet werden kann. Einsendungen von Manuskripten und Rezensionsexemplaren sind fortan bitte an folgende Adresse zu richten:

Redaktion der »Zeitschrift für Kunstgeschichte«
Britta Hochkirchen

Universität Bielefeld
Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld
zfk@uni-bielefeld.de
Tel. +49 521 106-67031.


Absolvententag 2014 der Fakultät
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Shalini Randeria zu Gast in Bielefeld: Workshop und Vortrag

In der kommenden Woche wird die renommierte Sozialanthropologin Shalini Randeria (Graduate Institute Geneva) zu Gast an der Universität Bielefeld sein. Auf Einladung des am Center for InterAmerican Studies angesiedelten Forschungsprojekts „Die Amerikas als Verflechtungsraum“ wird sie am Mittwoch, den 29. Oktober den Workshop mit dem Titel „Researching Entangled History and Inequalities“ organisieren. Dieser findet von 14.00 bis 16.00 Uhr in X-A2-103 statt.

Um eine kurze formlose Anmeldung bis Montag (27.10.) bei Dr. Julia Roth wird gebeten (julia.roth@uni-bielefeld.de). Am Abend desselben Tages hält sie weiterhin einen Vortrag im Forschungskolloquium InterAmerikanische Studien zu den „Politics of the Poor“ (18.00 Uhr c.t. | UHG C01-258). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Workshop: Europe in Times of Glocalisation / Europa in Zeiten der Glokalisierung 28.10.2014

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