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Symposium „Das Jahrhundert des Geschmacks. Kunst im Zeitalter der Aufklärung“

Historischer Saal der Ravensberger Spinnerei (VHS Bielefeld),
Ravensberger Park 1,
33607 Bielefeld

Freitag, 28. November 2014

Eine Veranstaltung der Kunstsammlung Rudolf-August Oetker GmbH, des Museum Huelsmann und der Professur für Kunstgeschichte der Universität Bielefeld
Konzeption: Monika Bachtler, Johannes Grave und Hildegard Wiewelhove

Das 18. Jahrhundert hat in vielerlei Hinsicht den modernen Kunstbegriff geprägt, der – ungeachtet aller Zuspitzungen und Infragestellungen – noch bis in unsere Gegenwart nachwirkt. Was wir unter Kunst verstehen, aber auch wie wir mit Kunst umgehen und sie in unser soziales Leben einbinden, ist erheblich durch Entwicklungen beeinflusst worden, die im 18. Jahrhundert ihren Anfang genommen haben. In das Jahrhundert der Aufklärung fallen die Etablierung regelmäßiger Kunstausstellungen, die Entstehung der Kunstkritik und die zunehmende Verbreitung einer bürgerlich geprägten Sammelkultur ebenso wie die Begründung der Ästhetik als einer philosophischen Disziplin, die der Sinnlichkeit eine eigene Erkenntniskraft zumisst. All diese Entwicklungen haben ihrerseits in hohem Maße auf die Künstler und ihre Werke zurückgewirkt. In exemplarischer Weise lässt sich in dieser Zeit daher beobachten, wie sich die Kunstproduktion, der Umgang mit Kunst und das Nachdenken über das Ästhetische wechselseitig beeinflussen.

Anlässlich der Ausstellung „Wie es uns gefällt. Kostbarkeiten aus der Sammlung Rudolf-August Oetker“, die das 18. Jahrhundert in ausgewählten Werken der Kunst und des Kunsthandwerks vor Augen führt, soll das Symposium Schlaglichter auf die Kunst und ästhetische Kultur dieser Zeit werfen. In sechs Vorträgen wird sich die Veranstaltung sowohl exemplarischen Werken oder Werkgruppen als auch dem kulturellen Kontext zuwenden, um zu einem neuen Verständnis des „Jahrhunderts des Geschmacks“ beizutragen. Dabei könnte sich erweisen, dass die durchaus spielerischen Formen, in denen im 18. Jahrhundert Kunst und Leben immer wieder neu zueinander ins Verhältnis gesetzt wurden, von überraschender Aktualität sind.

Tagungsgebühr 20,– Euro, ermäßigt für Studierende und Auszubildende 10,– Euro

Anmeldung unter (0521) 51-3767 info@museumhuelsmann.de

Weitere Informationen: Programm des Symposium


KriegsKunst. Die Künstlerflugblätter »Kriegszeit« 1914 bis 1916

Eine Ausstellung der Studiengruppe »Um 1914«
8. Oktober bis 18. Dezember 2014
Universität Bielefeld, X-Gebäude, A 2, Magistrale (vor dem Prüfungsamt)

Unter den Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die im Sommer 1914 den Kriegsausbruch begrüßten, kommt neben Intellektuellen und Schriftstellern bildenden Künstlern besondere Bedeutung zu. Mit dem Kriegsausbruch setzte sogleich eine rege künstlerische Produktion ein, die oftmals unverhohlen propagandistische Züge annahm. Auf den ersten Blick scheinen daher die Künstlerflugblätter, die der Kunsthändler und Verleger Paul Cassirer ab August 1914 unter dem Titel »Kriegszeit« herausgab, nur ein weiteres unter zahlreichen Zeugnissen für die Mobilisierungseuphorie zu Beginn des Ersten Weltkriegs zu bieten. Im Vergleich zum Pathos des Aufbruchs und der Reinigung, das nicht wenige Äußerungen expressionistischer Künstler und Dichter durchzieht, mutet die »Kriegszeit« mit ihren gemäßigt modernen Lithographien beinahe konventionell an.

Doch verdient das Projekt Cassirers besondere Aufmerksamkeit, da es von Künstlern und Kunstkritikern getragen wurde, die vor dem Kriegsausbruch eine entschieden kosmopolitische Haltung vertreten hatten und nachdrücklich gegen ein verengtes nationales Denken im Feld der Kunst eingetreten waren. Neben Cassirer hatten insbesondere Max Liebermann und Julius Meier-Graefe vor 1914 erheblichen Anteil daran, dass sich das Publikum in Deutschland für die neue französische Kunst, namentlich den Impressionismus und Postimpressionismus öffnete. Nun aber trugen sie gleich in der ersten Ausgabe der »Kriegszeit« zu einer Zeitschrift bei, die sich nicht scheute, selbst dumpfe und martialische Worte des Kaiser zu zitieren: »Jetzt wollen wir sie dreschen.«

Das Ausstellungsprojekt »KriegsKunst. Die Künstlerflugblätter ›Kriegszeit‹ 1914 bis 1916« versucht einige Schlaglichter auf Cassirers Zeitschrift zu werfen. Fünf originale Ausgaben der »Kriegszeit« dienen als Ausgangspunkt, um ausgewählte Aspekte zu verfolgen: Neben biographischen Kontexten treten dabei besondere Rubriken und Charakteristika der »Kriegszeit« in den Blick, die sich mit ähnlichen verlegerischen Projekten vergleichen lassen.

Die Ausstellung mit Leihgaben aus Privatbesitz wurde im Rahmen des Seminars »Um 1914. Bild- und Kunstgeschichte im Vor- und Umfeld des Ersten Weltkriegs« konzipiert und erarbeitet von Silke Bokern, Johannes Grave, Britta Ledebur, Agnes Piekacz, Stefan Quandt, Marc-Christoph Reineke und Thomas Reuß.


Zeitschrift für Kunstgeschichte

Die »Zeitschrift für Kunstgeschichte« zählt zu den führenden internationalen Publikationsorganen des Fachs Kunstgeschichte. In vier Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch und Italienisch) veröffentlicht sie Aufsätze zu allen Bereichen der Kunst- und Bildgeschichte. Zum Jahreswechsel 2014/15 werden die bisherigen Herausgeber, Andreas Beyer, Alexander Markschies und Andreas Tönnesmann (†), die Verantwortung für die traditionsreiche Zeit-schrift an Ursula Frohne (Köln), Jeffrey F. Hamburger (Harvard), Michael F. Zimmermann (Eichstätt) und Johannes Grave (Bielefeld) übergeben. Im Zuge des Herausgeberwechsels wird der Redaktionssitz der »Zeitschrift für Kunstgeschichte« von Basel nach Bielefeld verlegt, wo dank einer großzügigen Förderung durch die Rudolf-August Oetker Stiftung eine professionelle redaktionelle Betreuung gewährleistet werden kann. Einsendungen von Manuskripten und Rezensionsexemplaren sind fortan bitte an folgende Adresse zu richten:

Redaktion der »Zeitschrift für Kunstgeschichte«
Britta Hochkirchen

Universität Bielefeld
Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie
Postfach 10 01 31
33501 Bielefeld
zfk@uni-bielefeld.de
Tel. +49 521 106-67031.


Absolvententag 2014 der Fakultät
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Shalini Randeria zu Gast in Bielefeld: Workshop und Vortrag

In der kommenden Woche wird die renommierte Sozialanthropologin Shalini Randeria (Graduate Institute Geneva) zu Gast an der Universität Bielefeld sein. Auf Einladung des am Center for InterAmerican Studies angesiedelten Forschungsprojekts „Die Amerikas als Verflechtungsraum“ wird sie am Mittwoch, den 29. Oktober den Workshop mit dem Titel „Researching Entangled History and Inequalities“ organisieren. Dieser findet von 14.00 bis 16.00 Uhr in X-A2-103 statt.

Um eine kurze formlose Anmeldung bis Montag (27.10.) bei Dr. Julia Roth wird gebeten (julia.roth@uni-bielefeld.de). Am Abend desselben Tages hält sie weiterhin einen Vortrag im Forschungskolloquium InterAmerikanische Studien zu den „Politics of the Poor“ (18.00 Uhr c.t. | UHG C01-258). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Workshop: Europe in Times of Glocalisation / Europa in Zeiten der Glokalisierung 28.10.2014

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