Förderpreis Agrargeschichte
Letzte Aktualisierung: 10. Februar 2012
Mit dem Förderpreis Agrargeschichte honoriert der AKA ausgezeichnete Abschlussarbeiten. Das Ziel ist, viel versprechende Dissertationsprojekte zu unterstützen, allgemein die agrargeschichtliche Arbeit „an der Basis“ zu verfolgen und junge Forscher kennen zu lernen.
Förderpreis Agrargeschichte 2012

Zum dritten Mal seit 2008 hat der Arbeitskreis für Agrargeschichte den Förderpreis Agrargeschichte ausgeschrieben. Der Einsendeschluss ist vorüber. Das Auswahlverfahren läuft. Demnächst an dieser Stelle mehr.
Förderpreis Agrargeschichte 2010 an Liliane Stéphanie Staus

Liliane Stéphanie Staus aus Helmdange in Luxemburg erhielt den Förderpreis Agrargeschichte 2010 für ihre Examensarbeit. Mit dieser, die den Titel "Die 'innere Kolonisation' als Spiegel der Debatte um die Bedeutung der Landwirtschaft in Wirtschaft und Gesellschaft Deutschlands an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert" trägt, schloss Staus im Wintersemester 2008/09 ihr Studium an der Universität Freiburg ab. Stefan Brakensiek, der Vorsitzende des AKA, betonte in seiner Würdigung auf der Mitgliederversammlung des AKA, Staus habe einen "interessanten Beitrag zur Untersuchung eines wichtigen Aspektes der Geschichte des zweiten deutschen Kaiserreichs geleistet".
Die "Innere Kolonisation" bezeichnet sowohl eine gesellschaftliche Bewegung als auch politische Umsetzung mit heterogenen Zielsetzungen. Einerseits sollten Gebiete östlich der Elbe "kolonisiert" werden, d.h. die Bevölkerung vermehrt werden. Andererseits versprachen sich manche politische Akteure eine Zurückdrängung der polnischen Bevölkerung.

Staus' Arbeit basiert auf der Analyse gedruckter Quellen, insbesondere des Vereins der Socialpolitik und der Siedlungsbewegung um 1900. "Sie überzeugt", so Brakensiek, "durch die umsichtige Darstellung der intellektuellen und politischen Strömungen der Epoche und durch die genaue Kenntnis der gesetzlichen Regelungen zur inneren Kolonisation". Das Ergebnis der Arbeit sei ein "ein ausgesprochen interessanter Einblick in die Widersprüchlichkeit der Siedlungsbewegung".
Einen zusammenfassenden Aufsatz von Liliane Stéphanie Staus veröffentlicht der AKA demnächst im AKA-Newsletter 28.
Förderpreis Agrargeschichte 2008 an Tobias Huff M.A.

Erstmalig verliehen wurde im Rahmen der AKA-Mitgliederversammlung 2008 der mit 1.000 Euro dotierte „Förderpreis Agrargeschichte“. Der Preis ging an Tobias Huff (links im Bild) für seine an der Universität Mainz geschriebene Arbeit zur Klimaanomalie 1816. Der Vorsitzende Werner Rösener zog ein positives Resümee aus dieser ersten Ausschreibung, denn die aus dem Vorstand bestehende Jury hätte eine stattliche Zahl ausgezeichneter Arbeiten eingereicht bekommen, unter denen sich Huffs Arbeit jedoch wegen ihrer souveränen Verbindung von Klimageschichte und Agrargeschichte durchgesetzt hatte. Ein die Arbeit zusammenfassender Aufsatz von Huff findet sich im AKA-Newsletter 24 (download).