GastwissenschaftlerInnen

Karsten Wilke, M.A.

kwilke1@uni-bielefeld.de

Die Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Waffen-SS (HIAG) 1950-1990
Das Dissertationsprojekt untersucht die Geschichte der organisierten Veteranen der Waffen-SS in der Bundesrepublik Deutschland. Im Zentrum stehen Organisationsgeschichte sowie Selbstverständnis und -darstellung der HIAG, aber auch deren Interaktion mit politischen Parteien, Soldatenbünden und anderen Akteuren. Dabei soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit der gesellschaftliche Umgang mit der HIAG als Indikator für den Stand der Vergangenheitsbewältigung begriffen werden kann und in welcher Weise die spezifische Sozialisation durch die SS sich auf die sozialen Praktiken und internen Debatten auswirkte.

Auswahl der bisherigen Veröffentlichungen

Sammelbände

Gemeinsam mit Janine Doerry, Alexandra Klei und Elisabeth Thalhofer, NS-Zwangslager in Westdeutschland, Frankreich und den Niederlanden. Geschichte und Erinnerung, Paderborn u.a. 2008.

Aufsätze

Momentaufnahmen des Angeklagten Lothar Heimbach. Fotografische Quellen zur nationalsozialistischen Besatzungspolitik aus dem "Bezirk Bialystok", S. 144-160, in: Freia Anders/Hauke-Hedrik Kutscher/Katrin Stoll (Hg.), Bialystok in Bielefeld. Nationalsozialistische Verbrechen vor dem Landgericht Bielefeld 1958 bis 1967, Bielefeld 2003.

Organisierte Veteranen der Waffen-SS zwischen Systemopposition und Integration. "Die Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS" (HIAG) in der frühen Bundesrepublik, in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 2, 2005, S. 149-166.

Gemeinsam mit Elisabeth Thalhofer, Nationalsozialistische Zwangslager in der Grenzregion: Natzweiler, Hinzert, Neue Bremm, in: Doerry, Klei, Thalhofer, Wilke (Hg.), NS-Zwangslager in Westdeutschland, Frankreich und den Niederlanden. Geschichte und Erinnerung, S. 77-90.

Geistige Regeneration der Schutzstaffel in der frühen Bundesrepublik? Die "Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der Angehörigen der ehemaligen Waffen-SS" (HIAG), in: Jan-Erik Schulte (Hg.), Die SS, Himmler und die Wewelsburg, Paderborn u.a. 2009, S. 433-448.

[nach oben]

Levke Harders

Gastwissenschaftlerin im SoSe 2008 / WiSe 2008/09
levke.harders@uni-bielefeld.de

Geschlecht - Disziplin - Geschichte: Fachentwicklung und Diskurse um Geschlecht in den American Studies und in der Germanistik nach dem Zweiten Weltkrieg
Das Forschungsprojekt untersucht die Situation von Akademikerinnen in den Disziplinen Germanistik in Deutschland und American Studies in den USA zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Der geschlechertergeschichtlichen Untersuchungsperspektive liegt die Annahme zugrunde, dass das Geschlechterverhältnis als zentrale strukturierende Wert- und Ordnungskategorie von Gesellschaft ebenso in den Wissenschaften und ihren Institutionen wirkt. Dabei gehen wir von Interdependenzen zwischen den fachlichen Imaginationen von "Nationalkultur" und den Geschlechterordnungen in diesen beiden Disziplinen aus.

Auswahl der bisherigen Veröffentlichungen

Monographien

Harders, Levke: Studiert, promoviert: Arriviert? Promovendinnen des Berliner Germanischen Seminars (1919-1945). Frankfurt am Main 2004.

Harders, Levke (Hg.): Vom Ausschluss zum Abschluss - Berliner Germanistinnen von 1900 bis 1945. Studienalltag und Lebenswege. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung an der Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin 2004.

Aufsätze

Wissens- und Geschlechterordnung in den American Studies, in: Zeitschrift für Germanistik, 18, 2 (2008), S. 347-356.

Geschlechtertypische Ungleichheiten im wissenschaftlichen Feld, in: Wissenschaftlerinnen-Rundbrief. Freie Universität Berlin, 3 (2007), S. 10-15. (Unter: www.fu-berlin.de/sites/frauenbeauftragte/media/wissenschaftlerinnen_rundbriefe/rundbrief/pdf_rundbrief/wiss_2007_3.pdf)

Gemeinsam mit Insa Eschebach, Die Sprache des Gedenkens, in: Susanne Baer / Sabine Grenz (Hg.), Frauen in den Geisteswissenschaften. Nüchterne Zahlen und inspirierende Vorbilder, Berlin 2007, S. 42-45.

Gemeinsam mit Veronika Lipphardt, Kollektivbiografie in der Wissenschaftsgeschichte als qualitative und problemorientierte Methode, in: Traverse, 2 (2006), S. 81-91.

Grenzen auf dem Campus. Akademikerinnen in Deutschland und den USA Mitte des 20. Jahrhunderts, in: TRANS. Internet-Zeitschrift für Kulturwissenschaften (2005) 16, www.inst.at/trans/16Nr./07_5/harders16.htm

Von Fleiß und Sachverstand. Studentinnen und Akademikerinnen an der Philosophischen Fakultät, in: Christop Jahr (Hg.), Die Berliner Universität in der NS-Zeit, Bd. 1, Strukturen und Personen, Stuttgart 2005, S. 193-203.

[nach oben]

PD. Dr. Matthias Hofter

Gastwissenschaftler im Wintersemester 2007/08
mhofter@lycos.de

[nach oben]

Dr. Enrico Wolf

Gastwissenschaftler im Wintersemester 2007/08
enrico.wolf@web.de

[nach oben]

Franz-Josef Arlinghaus

Gastwissenschaftler im Wintersemester 2006/07
http://www.franzarlinghaus.de/

[nach oben]

Dr. Anja Heuß

Gastwissenschaftlerin im Wintersemester 2005/06
anja.heuss@t-online.de

* 3.3.1964 Historikerin, seit 15 Jahren Forschung am Thema "Kunst- und Kulturgutraub". Zeitweise tätig für die "Unabhängige Expertenkommission der Schweiz - Zweiter Weltkrieg" ("Bergier-Kommission"), die Jewish Claims Conference, die "Koordinierungsstelle der Länder für Kulturgutverluste", die "Forschungsstelle Osteuropa" und die Oberfinanzdirektion Berlin.

Auswahl der bisherigen Veröffentlichungen

Monographien

Anja Heuss: Kunst- und Kulturgutraub. Eine vergleichende Studie zur Besatzungspolitik der Nationalsozialisten in Frankreich und der Sowjetunion, Heidelberg 2000.

Esther Tisa Francini, Anja Heuss, Georg Kreis: Fluchtgut-Raubgut. Der Transfer von Kulturgütern in und über die Schweiz 1933-1945 und die Frage der Restitution, Zürich 2001.

Aufsätze

Der Klosterschatz Petschur, in: kritische berichte. Zeitschrift für Kunst und Kulturwissenschaften, 23, 1995, 2, S. 44-51.

Das Sonderkommando Künsberg und der Kulturgutraub in der Sowjetunion, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte, 45, 1997, 4, S. 535-556.

Stalins Auktionen in Berlin, in: sediment. Mitteilungen zur Geschichte des Kunsthandels, 1997, 2, S. 85-94.

Die Reichskulturkammer und die Steuerung des Kunsthandels im Dritten Reich, in: sediment. Mitteilungen zur Geschichte des Kunsthandels, 1998,  3, S. 49-61.

Die Bibliothek der Professorin Agathe Lasch, in: Displaced Books. Bücherrückgabe aus zweierlei Sicht. Beiträge und Materialien zur Bestandsgeschichte deutscher Bibliotheken im Zusammenhang von NS-Zeit und Krieg, Hannover 1999, S. 109-111.

Die Sammlung Max Silberberg, in: Die Moderne und ihre Sammler. Passagen/Passages, Paris/München 2001, S. 311-325.

Wie geht es weiter? - Die Verantwortung der Museen, in: Museen im Zwielicht/die eigene Geschichte. Magdeburg 2002, S. 419-445.

Walter Hansen - Ein gescheiterter Prähistoriker als NS-Kunstpolitiker, in: Jahresschrift für mitteldeutsche Vorgeschichte, 84, 2002, S. 419-432.

Prähistorische "Raubgrabungen" in der Ukraine, in: Achim Leube (Hrsg.): Prähistorie und Nationalsozialismus. Die mittel- und osteuropäische Ur- und Frühgeschichtsforschung in den Jahren 1933-1945, Berlin 2002, S. 545-554.

Tageszeitungen

Die Bücher der Sabatinis, in: Die Zeit, 21.6. 1991.

Stalin läßt versteigern, in: FAZ, 8.3. 1997 und 15.3. 1997 (Zweiteiliger Artikel).

Die Vernichtung jüdischer Sammlungen in Berlin, in: Neue Zürcher Zeitung, 25.2. 1997.

Es ist nicht alles deutsch, was glänzt, in: Neue Zürcher Zeitung, 1.4. 1997.

Zwangsverkauft, restituiert, verstaatlicht. Der Fall Goudstikker: Die Niederlande und die Raubkunst, in: Neue Zürcher Zeitung, 19.12. 1997.

Aufgeschlitzt, zertrampelt und als Abfall verbrannt. "Aktion Entartete Kunst" des "Einsatzstabs Reichsleiter Rosenberg" 1943 in Paris, in: Neue Zürcher Zeitung, 15.6. 1998.

Das Schicksal der jüdischen Kunstsammlung von Ismar Littmann. Ein neuer Fall von Kunstraub wirft grundsätzliche Frage auf, in: Neue Zürcher Zeitung, 17.8.98.

Und sie bewegen sich doch. Präzedenzfälle für die Rückgabe deutscher Raubkunst, in: Neue Zürcher Zeitung, 17.6.99.

Jüdisches Raubgut in Wetzlar? Die Sammlung Lemmers-Danforth - ein zeittypischer Fall, in: Neue Zürcher Zeitung, 9.2.2000.

(Die Artikel in der NZZ 1997/98 wurden erneut abgedruckt in: Matthias Frehner (Hrsg.): Das Geschäft mit der Raubkunst. Fakten, Thesen, Hintergründe, Zürich 1998.)

[nach oben]