Essaybandreihe "Das Politische als Kommunikation"

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Reihe "Das Politische als Kommunikation" Reihe "Historische Politikforschung"




Die Bände 1-4 sind bereits erschienen, die Bände 5-11 erscheinen im Herbst 2012.

Band 1:
Wolfgang Braungart, Ästhetik der Politik, Ästhetik des Politischen. Ein Versuch in Thesen, Göttingen 2012.

Politische Kommunikation ist immer auch ästhetische Kommunikation. Das Ästhetische ist die 'Machart', in der sich das, was als politisch verstanden werden soll, zeigt, zeigen muss. Ohne das Ästhetische geht es also nicht. Es ist keinesfalls nur die Agentur des Politischen, die nichts als Fassade, Schein und Täuschung produzierte. Der Band formuliert dazu 14 Thesen und erläutert sie an Beispielen, die von der Antike bis in die politische Gegenwart reichen.


Inhalt
Band 2:
Heinz-Gerhard Haupt, Gewalt und Politik im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts, Göttingen 2012.

Unterbinden kollektive Gewaltaktionen politische Kommunikation oder aber werden sie in ihren Formen und Ergebnissen Teil der politischen Diskussion? Diese auch in den Sozialwissenschaften und der politischen Theorie relevante Frage soll sowohl für das staatliche Gewaltmonopol als auch für gesellschaftliche Gewaltakteure gestellt und diskutiert werden. Anhand von historischen Beispielen aus dem 19. und 20. Jahrhundert werden Diskurse, Strategien und Symbole dargestellt. Die unterschiedlichen Ausprägungen und Definitionen des Gewaltbegriffs stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie Legitimationen von Gewaltmaßnahmen staatlicher Instanzen und politischer Gruppen. Ihrem Einfluss auf die Struktur und die Grenzen des politischen Raumes gilt besondere Aufmerksamkeit.


Inhalt
Band 3:
Joanna Pfaff-Czarnecka, Zugehörigkeit in der mobilen Welt. Politiken der Verortung, Göttingen 2012.

Zugehörigkeiten zu Nationen, ethnischen Gruppen oder religiösen Gemeinschaften sind im Verlauf der Geschichte wiederholt politisiert worden. Heute entbrennen (wieder) emotionsgeladene Debatten um Heimat, Gemeinschaft, Familie und um die Möglichkeiten der Verortung in einer räumlich und sozial zunehmend mobilen Welt. Dieser Essay diskutiert die Möglichkeiten, die Politiken und die Paradoxa des Zugehörens und des Zusammengehörens - im Spannungsfeld der multiplen Optionen und der akzentuierten Grenzziehungen.


Inhalt
Band 4:
Claudius Torp, Wachstum, Sicherheit, Moralisierung. Zur politischen Legitimierung des Konsums im 20. Jahrhundert, Göttingen 2012.

Um die legitimen Formen des Konsums finden seit jeher Deutungskämpfe statt, die im "langen" 20. Jahrhundert des consumer capitalism zugleich Konflikte um die politisch-ökonomische Ordnung insgesamt gewesen sind. Welches Maß an Wachstum oder Sicherheit hält eine Gesellschaft für richtig? Wie sollen durch die Moralisierung des Konsums die Spielregeln in Politik und Wirtschaft umgestaltet werden? Diese und andere Fragen, die mit der Funktionsbestimmung des Konsums und der Definition des Verbraucherinteresses zusammenhängen, prägen von Anfang an die politischen Selbstbeschreibungen der Konsumgesellschaft. Ihre Haupttendenzen gilt es hier historisch zu entschlüsseln.


Inhalt
Band 5:
Christian Büschges, Demokratie und Völkermord. Ethnizität im politischen Raum, Göttingen 2012.

Einerseits wurden die in den 1990er Jahren weltweit erhobenen Forderungen indigener Völker nach kultureller Anerkennung und politischer Teilhabe vielfach als Ausdruck einer voranschreitenden Demokratisierung gedeutet, andererseits gelten die Bürgerkriege in Jugoslawien oder Ruanda im gleichen Jahrzehnt als Extremformen einer das politische Gemeinwesen zerstörenden ethnischen Gewalt. Christian Büschges untersucht dieses spannungsreiche Verhältnis von Ethnizität und Politik in historischer und systematischer Perspektive.


Band 6:
Neithard Bulst, Recht, Raum und Politik, Göttingen 2012.

Das Recht ist ein unverzichtbarer Faktor bei der Konstituierung, Beherrschung und Sicherung des politischen Raums. Dadurch gerät aber auch das Recht selbst in den Sog des Politischen. Anhand von Beispielstudien stellt Neithard Bulst Fragen nach der politischen Bedeutung von Recht zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlichen politischen Handlungsräumen.


Band 7:
Olaf Kaltmeier, Politische Räume jenseits von Staat und Nation, Göttingen 2012.

Moderne Politikgeschichte ist untrennbar mit Vorstellungen von Territorialität und Nation verbunden. In historischer Perspektive erweist sich jedoch der Nationalstaat als Ausnahmeerscheinung. Olaf Kaltmeier lenkt den Blick auf politische Räume jenseits von Staat und Nation und entwirft alternative Raumkonzepte für das Projekt einer neuen Politikgeschichte.


Band 8:
Ulrich Meier/Martin Papenheim/Willibald Steinmetz, Semantiken des Politischen. Vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, Göttingen 2012.

Was heißt eigentlich "politisch"? Ulrich Meier, Martin Papenheim und Willibald Steinmetz gehen der Frage nach, wie unterschiedlich das Politikvokabular von den mittelalterlichen Gesellschaften über die frühneuzeitlichen Staatsbildungen bis hin zu den modernen Demokratien verwendet und gedeutet wurde.


Band 9:
Stephan Merl, Politische Kommunikation in der Diktatur. Deutschland und die Sowjetunion im Vergleich, Göttingen 2012.

Wie gelingt es Diktaturen nach einer Phase von Gewalt und Terror, die Verhaltensweise der Bevölkerung nachhaltig zu beeinflussen und dadurch ihre Herrschaft langfristig zu festigen? Stephan Merl nimmt erstmals vergleichend die kommunikativen Strategien des NS-Staates, der DDR und der UdSSR vor und nach Stalins Tod in den Blick: Wie wurde die Bevölkerung jeweils in die kollektive Identität einbezogen? Wie wurde die öffentliche Kommunikation kontrolliert? Welche Bedeutung kam dem nichtöffentlichen Kommunikationskanal 'Brief' zu? Und schließlich: Wie ist das Ende der kommunistischen Diktaturen zu erklären?


Band 10:
Sebastian Thies, Ethnische Identitätspolitik im Medienwandel, Göttingen 2012.

Vielerseits wird die Krise des Multikulturalismus beschworen. Zugleich haben Ethnizität und kulturelle Differenz global Konjunktur in Gesellschaft und Politik. Zwiespältig ist hierbei die Rolle der Medien: einerseits ist die Verfügungsmacht über mediale Inhalte ungleich verteilt, wodurch ethnische Grenzziehungen in der Gesellschaft verfestigt werden; andererseits bieten Medien immer häufiger auch jenen Gruppen eine Plattform, die zuvor vom kulturellen und politischen Leben ausgeschlossen waren. Sebastian Thies geht der Frage nach, welche Perspektiven sich vor dem Hintergrund des Medienwandels für die Ethnisierung des Politischen ergeben.


Band 11:
Tobias Weidner, Die Geschichte des Politischen in der Diskussion, Göttingen 2012.

Was ist neu an der 'Neuen Politikgeschichte'? Tobias Weidner beleuchtet die politikgeschichtliche Theoriediskussion des letzten Jahrzehnts im Spiegel ihrer zentralen, umstrittenen Begriffe. Er skizziert verschiedene Ansätze, lässt ihre Kritiker zu Wort kommen und fragt nach den Potenzialen, aber auch den Problemen der Neukonzeptionen. Die Kernfrage: Was rückt der Perspektivwechsel von der 'Politik' zum 'Politischen' in den Blick?


 

Tagungsbericht
zur SFB-Abschlusstagung "Writing Political History Today" (01.-03.12.2011)

Publikationen

Neu erschienen in der Reihe "Historische Politikforschung":
Susanne Schregel, Der Atomkrieg vor der Wohnungstür


Reihe "Das Politische als Kommunikation"


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Weitere Publikationen

 

Flyer (PDF)

Flyer 2. Phase (PDF)

Flyer 1. Phase (PDF)