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Reihe "Das Politische als Kommunikation" Reihe "Historische Politikforschung"




Sarah Sander, Literarische Selbstbeobachtung. Die politische Kommunikation des Geschichtsdramas im 18. Jahrhundert, Reihe Epistemata Literaturwissenschaft 787, Würzburg 2013.

Das 'Theater der Politik', die 'politische Bühne', die 'Inszenierungen der Politiker' – im 18. Jahrhundert beobachten die Geschichtsdramen das Politische ihrer Zeit. Und sie werden zunehmend darauf aufmerksam, dass sie das können. Dabei nehmen sie Kommunikation als das Leitprinzip des Politischen wahr. Diese Kommunikation, mit der sich das Politische selbst intensiv beschäftigt, spielen die Dramen mit den eigenen Mitteln des Inszenierens, des Theatralen und des Rhetorischen durch. Ihre Selbstbeobachtung führt die Dramen zum Ende des 18. Jahrhunderts in die Ausdifferenzierung ihrer eigenen Poetologien. Die Studie untersucht, wie sich die Dramen in ihrer Affinität zum Politischen zugleich eindeutig auf sich selbst beziehen. Die Selbstreflexion wird zum Gegenstand des Zeigens auf der Bühne: von der einer eigenen Angewiesenheit auf das Rhetorische bis hin zu jener eines als konstitutiv deutungsoffen verstandenen Geschichtskollektivs. Von Gottscheds Cato bis Schillers Wallenstein scheitern die Figuren an einem zunehmend komplex werdenden Verständnis intentionaler Kommunikation. Das wird auch für den Zuschauer auf hermeneutisch immer komplexere Weise auf die Bühne gebracht.

Henning Marmulla, Enzensbergers Kursbuch. Eine Zeitschrift um 68, Berlin 2011.

Viele Gemeinplätze sind im Laufe der Jahre über das Kursbuch geschrieben worden: So habe Enzensberger 1968 den Tod der Literatur verkündet, und damit sei die Trennung der Zeitschrift vom Suhrkamp Verlag zu erklären. Henning Marmulla zeichnet nun anhand zahlreicher unveröffentlichter Quellen den Weg zur Gründung der Zeitschrift im Jahre 1965 nach, analysiert ihre Bedeutung für die internationalen 68er-Bewegungen und erklärt auch, warum es wirklich zur Trennung von Enzensbergers Zeitschrift und Siegfried Unselds Suhrkamp Verlag im Jahre 1970 kam und erzählt von der Politisierung der Literatur. Enzensbergers Kursbuch unterzieht die Gemeinplätze über diese turbulente Zeit einer Prüfung und erzählt die spannende Geschichte einer Zeitschrift, die ihren Beginn in einer Zeit nahm, als man Geschichte noch für machbar hielt und die maßgeblich dazu beitrug, dass Menschen für ihre Geschichte kämpften.

Rezension FAZ
Joanna Pfaff-Czarnecka und Gérard Toffin (Hg.), The Politics of Belonging, New Delhi 2011.

The Politics of Belonging in the Himalayas is an exploration of the various forms of bonds and attachments by which individuals are bounded to their collectivities and localities in the Himalayan regions of India and Nepal. To grasp these phenomena adequately, the book proposes a new analytical approach through the concept of belonging. The book is based on several case studies carried out by anthropologists, political science scholars, historians, and geographers who help bring together rich ethnographical data from different regions of the Himalayas. Organized in three parts, it describes the interactions between local forms of belonging and new forms of classification and governance imposed through national integration and transnational modes of politics. The book analyses different types of societal formations in various historical periods and captures the ongoing change in them. Fundamentally, this collaborative publication is an attempt to go beyond (and beneath) identity constructions and to call into question the idea of permanence implied by the term.


Willibald Steinmetz (Hg.), Political Languages in the Age of Extremes, New York 2011.

The short twentieth century was an age of total wars and aggressive ideological struggles. It was also an age of growing linguistic awareness in the political sphere. Communist, fascist, and liberal regimes fought each other with violence as well as words, and verbal warfare became increasingly sophisticated. The regimes were supported by propaganda experts and took advantage of new mass media which facilitated the interplay of words, images, and sounds. Leaders and their propagandists used language to persuade followers, terrorize opponents, and annihilate enemies. Knowing how to adapt one's own use of language to changing political situations was of vital importance for everyone. In the Age of Extremes words could wield political power, but at another moment even a whisper could endanger one's life.
This volume explores the ways in which language served to create, uphold, subvert, or deflect political power in the Age of Extremes. The book is unusual in encouraging its readers to compare totalitarian and democratic regimes under this aspect. Moving beyond propaganda studies the book opens up a variety of perspectives. While some authors take a look from above and show how those in power succeeded, or failed, in policing the boundaries of what could be said, others investigate the strategies of those who attacked the rules of the powerful by promoting alternative concepts and counter-discourses. Finally, there are also essays on the experiences of those who simply tried to stay alive by presenting themselves in a flexible manner or preserving their own private languages in diaries, poems, or secret conversations.


Walter Sperling, Der Aufbruch der Provinz, Frankfurt/Main 2011.

In Russland, klagte Anton Tschechow, versande die Moderne in der Provinz. Dies änderte sich mit der Eisenbahn. Die Eliten an der Peripherie des Imperiums begriffen sie als Chance und verhandelten mit Regierung und Aktiengesellschaften, um die Moderne in die Provinz zu holen. Dabei entdeckten die Menschen die abgelegenen Gegenden, in denen sie lebten, als Regionen mit eigenen Interessen, eigener Geschichte und Zukunft. Mit alltagshistorischem Blick schildert Walter Sperling, wie selbst einfache Stadtbewohner und Bauern auf eigene Weise von der Situation zu profitieren suchten.


Sebastian Müller, Menschenrechtsmonitoring, Frankfurt/Main 2011.

Menschenrechtsmonitoring ist ein außergerichtliches Verfahren zum Schutz der Menschenrechte. Die Arbeit dokumentiert den derzeitigen Entwicklungsstand dieses Verfahrens. Sie analysiert acht voneinander unabhängige Monitoringeinrichtungen, arbeitet gemeinsame Verfahrensregeln heraus und zeigt auf, dass das Menschenrechtsmonitoring den gerichtlichen Schutz effektiv ergänzen kann. Untersucht werden die Internationale Arbeitsorganisation, zwei Vertragsorgane der Vereinten Nationen, der Menschenrechtskommissar und das Antifolterkomitee des Europarats sowie der Bürgerbeauftragte und die Agentur für Grundrechte der Europäischen Union. Zur begrifflichen Abgrenzung werden zusätzlich die Schutzverfahren der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa analysiert.


Claudius Torp, Konsum und Politik in der Weimarer Republik, Göttingen 2011.

Lebensmittelknappheit und Teuerungsunruhen gehörten in der Weimarer Republik ebenso zum Alltag wie die Verlockungen der großstädtischen Vergnügungskultur, die das Bild von den "Goldenen Zwanzigern" geprägt haben. Claudius Torp untersucht den materiellen Lebensstandard der Bevölkerung und verdeutlicht die Kluft zwischen Mangelerfahrung und Wohlstandserwartung. Er zeichnet die Debatten nach, die über Schutz und Erziehung der Verbraucher, notwendige Versorgung und illegitime Verschwendung geführt wurden. Die öffentliche Auseinandersetzung und die politischen Maßnahmen offenbaren den anspruchsvollen, aber letztlich gescheiterten Versuch einer rationalen Gestaltung des Konsums.

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Kathrin Groh, Demokratische Staatsrechtslehrer in der Weimarer Republik, Tübingen 2010.

Das demokratische Denken von Weimarer Staatsrechtslehrern findet erst seit kurzem die ihm gebührende Aufmerksamkeit in den Wissenschaften. Kathrin Groh analysiert hier die Werke der "großen Fünf": Hugo Preuß, Gerhard Anschütz, Richard Thoma, Hans Kelsen und Hermann Heller. Sie untersucht, mit welchen Staats- und Verfassungskonzepten die im Kaiserreich sozialisierten Staatsrechtslehrer auf den Umbruch zur Weimarer Republik reagierten und welche Ideen sie entwickelten, um deren Krisen im demokratischen Geist der Verfassung zu lösen. Trotz aller Unterschiede im Detail werden ihre Antworten auf zentrale Herausforderungen der Republik - wie Staatsbild, Führung, Parteienstaat, Pluralismus, Regierungssystem und Grundrechte - von ihrem Rechtsstaatsdenken bestimmt. Sie fügen sich zu einer Synthese aus Rechtsstaat und freiheitlicher Demokratie zusammen, zum modernen demokratischen Verfassungsstaat.

Rezension H-Soz-u-Kult [als PDF]
Meike Vogel, Unruhe im Fernsehen, Göttingen 2010.

Die Studentenbewegung des Jahres 1968 gilt vielen als erste Bewegung, die auch im "Modus des Fernsehens" stattfand. Die Proteste stellten das junge Medium vor eine Bewährungsprobe: Wie sollte man über gewaltsame Demonstrationen und "revolutionäre" Gruppen berichten? Wie weit reichte die Informationspflicht und wo geriet sie in einen Widerspruch zum öffentlich-rechtlichen Auftrag? Welchen Einfluss würden die Bilder auf die Zuschauer haben? Der Blick hinter die Kulissen zeigt, wie intensiv diese Fragen auf allen Ebenen der Sender verhandelt wurden.
Diese Studie untersucht erstmals, wie die Proteste im Fernsehen dargestellt und eingeordnet wurden. Dabei prallten unterschiedliche Vorstellungen vom Politischen aufeinander und schlugen sich etwa im Streit um die richtige Bezeichnung für die Proteste und ihre Akteure nieder. Schließlich wurde die Bewegung als "Außerparlamentarische Opposition" bzw. "APO" auf den Begriff gebracht.
Meike Vogel analysiert die Fernsehberichterstattung anhand einer breiten audiovisuellen Quellenbasis. Dabei untersucht sie die Deutungsmuster der Berichterstattung, die Reaktionen von Politik und Öffentlichkeit sowie die Entwicklung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens.

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Rezension MEDIENwissenschaft [als PDF]
Rezension H-Soz-u-Kult [als PDF]
Rezension Deutschland Archiv/bpb [als PDF]
Rezension German History [als PDF]
Rezension recensio.net
Niels Grüne und Simona Slanička (Hg.), Korruption. Historische Annäherungen an eine Grundfigur politischer Kommunikation, Göttingen 2010.

Im Sprechen über Korruption bündelt sich Kritik an Amtsmissbrauch, Käuflichkeit oder Klientelismus in öffentlichen Handlungsfeldern. Der Band leuchtet die historischen Dimensionen dieses Zuschreibungsmusters aus: Erstmals wird Korruption im Wechselverhältnis von sozialer Praxis und kultureller Konstruktion in einer epochenübergreifenden Perspektive betrachtet, die den Akzent auf die Zeit vor 1800 legt. Schon früh wurde die Auseinandersetzung mit Korruptionsphänomenen zu einem Fluchtpunkt politischer Theorien, Argumente und Konflikte. Die vielfältigen Bezüge zu gesellschaftlichen Legitimationsfragen zeigen, dass Korruption nicht erst seit der Moderne eine Grundfigur politischer Kommunikation bildete.

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Rezension H-Soz-u-Kult
Rezension Sehepunkte
Rezension Dradio
Christian Büschges, Olaf Kaltmeier und Pablo Ospina (Hg.), Los Andes en Movimiento. Identidad y poder en el nuevo paisaje político, Quito 2009.

Actualmente los pueblos indígenas son actores indispensables en el espacio político de la región andina. En estas sociedades se produjo recientemente una ruptura en la larga continuidad de las prácticas coloniales que perduraron luego de las independencias bajo la forma de lo que se ha llamado el "colonialismo interno". El alcance de esta ruptura depende de la estructura política de cada país y de los acontecimientos que marcan sus destinos. Después, los movimientos y gobiernos de izquierda en Brasil, Ecuador, Bolivia y Venezuela cambiaron el paisaje político del continente. Estos proyectos nacionales se han vuelto un poderoso reto para los movimientos indígenas. Este volumen reúne las ponencias del Coloquio Internacional "Etnicidad y Política", organizado conjuntamente por el Área de Historia de la Universidad Andina Simón Bolívar y la Escuela de Investigación Histórica de la Universidad de Bielefeld, en el marco del proyecto de investigación "Etnización de lo político, negociaciones de inclusión y exclusión en el espacio andino y el espacio sudasiático". Este coloquio, que es la base de la publicación, analizó la situación en la región andina, incluyó algunos apuntes sobre el movimiento afroecuatoriano y abordó los procesos de la coyuntura actual iniciada con la toma de poder de Evo Morales y de Rafael Correa.
Jochen Walter, Die Türkei - 'Das Ding auf der Schwelle'. (De-)Konstruktionen der Grenzen Europas, Wiesbaden 2008.

Die Arbeit analysiert die sich um den (bisher nicht erfolgten) türkischen Beitritt zu den europäischen Gemeinschaften entspannenden Diskurse über die Grenzen und das Wesen Europas - mit oder ohne der Türkei - in historischer Perspektive. In der Kombination grundlegender theoretisch-methodologischer Überlegungen zur Analyse Europas als "essentially contested concept" mit einer empirisch durchgeführten Diskursanalyse, die mehr als 40 Jahre deutscher und britischer Presseberichterstattung umfasst (1960-2004), kann ein komplexes Bild europäischer (De-)Konstruktionsprozesse vorgelegt werden. Bemerkenswert erscheint dabei insbesondere der Befund, dass die Türkei nicht einfach "das Andere" Europas darstellt, sondern vielmehr als ein "Dazwischen" wahrgenommen wird.


Christian Büschges, Guillermo Bustos und Olaf Kaltmeier (Hg.), Etnicidad y poder en los países andinos, Quito 2007.

La relación entre etnicidad y poder ocupa un lugar central en la trayectoria de los países andinos. Esta relación, de origen colonial, ha trazado las fronteras sociales de inclusión y exclusión en los procesos de construcción nacional, durante los siglos XIX y XX, y continúa siendo decisiva en el debate político actual en diferentes escenarios de la región andina. Los estudios incluidos en este volumen asumen que la identidad étnica es una construcción social, históricamente situada, variable y de carácter relacional. Esta compilación se propuso alentar la investigación sobre la presencia de actores y semánticas étnicas en el espacio político del Ecuador y de la América Andina. Los dieciséis estudios que integran este volumen han sido agrupados en cinco secciones: enfoques generales; perspectivas históricas; etnicidad y protesta social; etnicidad y participación política; etnicidad y religión.
Este libro pone a disposición del público las ponencias presentadas en el Coloquio Internacional "El reto de la etnicidad en el espacio político (siglos XIX-XXI)", realizado en Quito (2005) y organizado por la Universidad de Bielefeld (Alemania) y la Universidad Andina Simón Bolívar (Ecuador), dentro del convenio de cooperación académica impulsado por ambas instituciones. El evento reunió a un grupo de investigadores provenientes de diferentes países (Colombia, Ecuador, Perú, Bolivia, Canadá, Estados Unidos, Suecia, Francia y Alemania) y de varias disciplinas sociales (historiadores, antropólogos, sociólogos y politólogos).

Das Verhältnis von Ethnizität und Macht nimmt eine zentrale Stellung ein in der historischen Entwicklung der andinen Länder. Diese Beziehung mit kolonialem Ursprung hat die sozialen Grenzen von Inklusion und Exklusion in den Prozessen des nation building im 19. und 20. Jahrhundert gezogen, die auch heute noch auf vielfältige Weise entscheidend in den politischen Aushandlungen im Andenraum ist. Die Studien des vorliegenden Sammelbandes verstehen ethnische Identität als soziale Konstruktion, das sich in der historischen Perspektive kontextuell, variabel und relational zeigt. Der Band hat zum Ziel, die Forschung zur Präsenz ethnischer Akteure und Semantiken im politischen Raum Ecuadors und des andinen Amerikas zu beleben. Die 16 Artikel sind aufgeteilt in fünf Kapitel: grundlegende Überlegungen; historische Perspektiven; Ethnizität und sozialer Protest; Ethnizität und politische Partizipation, Ethnizität und Religion.
Der Sammelband präsentiert die Vorträge, die auf der internationalen Konferenz "Die Herausforderung der Ethnizität im politischen Raum (19.-21. Jahrhundert)" gehalten wurden. Diese fand 2005 in Quito statt und wurde organisiert von der Universität Bielefeld (Deutschland) und der Universidad Andina Simón Bolívar (Ecuador) im Rahmen der akademischen Kooperation zwischen den beiden Institutionen. Die Konferenz vereinte eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern (Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien, Kanada, USA, Schweden, Frankreich und Deutschland) und aus unterschiedlichen sozialwissenschaftlichen Disziplinen (Geschichtswissenschaft, Anthropologie, Soziologie, Politologie).

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Ханс Гюнтер, Сабинa Хэнсген (сост.) «Советская власть и медиа» Санкт-Петербу&#x 440;г, «Академическ&#x4 38;й проект», 2005.

Hans Günther, Sabine Hänsgen (Hg.), Sowjetmacht und Medien, Sankt Petersburg 2005.


Настоящий сборник является результатом международно&#x4 39; научной конференции «Советская власть и медиа», проходившей 1-3 октября 2003 года в рамках исследовател&#x4 4c;ского проекта «Политическо&#x4 35; как пространство коммуникации в истории» в университете г. Билефельд (Германия). Конференция была посвящена исследованию трансформаци&#x4 38; понятия политическог&#x4 3e; в условиях введения в Советском Союзе новых технических масс-медиа.
Фотография, кино и радио могли выполнять разные и даже противополож&#x4 3d;ые функции. Поначалу они оказались на службе утопического проекта авангарда, отличавшегос&#x4 4f; растворением частного во всеобъемлюще&#x4 39; политизации общества, а позднее они содействовал&#x4 38; противополож&#x4 3d;ой тенденции фамилиаризац&#x4 38;и политическог&#x4 3e; в мифологии массовой культуры сталинского времени. Для сталинской эпохи, тем самым, оказывается характерно напряжение между «архаизацией&raq uo; культуры и устремлением к модернизации, находящей свое выражение как раз в усиленном применении новых технических медиа , которые вступают в сложные отношения со старыми медиа – литературой, живописью, музыкой, театром, фольклором и т.д.
Книга ставит перед собой цель стимулироват&#x4 4c; сравнительны&#x4 39; анализ медиа в Советском Союзе 1920-30-х гг. с уделением особого внимания фотографии, кино и радио. Именно с ними связаны глубокие и до сих пор мало исследованны&#x4 35; изменения в медиальной системе страны. Особенный интерес представляет в этой связи дискуссия о соотношении старых и новых медиа, о доминантах и конкуренции внутри медиальной системы, о переводимост&#x4 38; или непереводимо&#x4 41;ти и о возможных комбинациях и взаимоотноше&#x4 3d;иях отдельных медиальных средств.

Der Band "Sowjetmacht und Medien" ist dem Wandel des Politischen gewidmet, der in der frühen Sowjetunion durch die Einführung der technischen Massenmedien bewirkt wurde.
Die neuen technischen Massenmedien – Fotographie, Film und Radio – hatten im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts in der sowjetischen Kultur ganz unterschiedliche Funktionen: Einerseits förderten sie die Herausbildung eines avantgardistisch-utopischen Projekts, das durch die Entgrenzung des Privaten in einer umfassenden Politisierung der Gesellschaft gekennzeichnet ist, andererseits trugen sie aber auch zur gegenläufigen Tendenz einer Familiarisierung des Politischen in den Mythenbildungen der stalinistischen Massenkultur bei. Kennzeichnend ist in diesem Zusammenhang eine Spannung zwischen der unter Stalin sich vollziehenden "Archaisierung" der Kultur und den sowjetischen Modernisierungsanstrengungen, die ihren Ausdruck nicht zuletzt in dem forcierten Einsatz technischer Medien finden.
Der auf eine internationale Konferenz innerhalb des Bielefelder Sonderforschungsbereichs "Das Politische als Kommunikationsraum in der Geschichte" zurückgehende Band zielt auf eine vergleichende Medienforschung für die Sowjetunion der 1920er/30er Jahre ab. Mit der Etablierung der technischen Massenmedien vollziehen sich tiefgreifende Veränderungen im Mediensystem des Landes, die bis jetzt kaum erforscht sind. Diskutiert wird das Verhältnis von alten und neuen Medien, von Dominanzen und Konkurrenzen, von Übersetzbarkeit oder Nichtübersetzbarkeit zwischen den Medien, aber auch von möglichen Kombinationen, die die verschiedenen Medien untereinander eingehen können.

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Bernhard Jussen (Hg.), Die Macht des Königs. Herrschaft in Europa vom Frühmittelalter bis in die Neuzeit, München 2005.

Dieser Band bietet eine gleichermaßen kompetente und verständliche Darstellung entscheidender Probleme in der Geschichte der europäischen Königsherrschaft. Anhand zentraler Quellen, die von den Tagen der Völkerwanderungszeit bis ins 19. Jahrhundert reichen, werden die wichtigsten Weg- und Wendemarken in der Entwicklung des europäischen Königtums – beispielsweise im Verhältnis des Herrschers zu seinen Söhnen, zu Adel, Juden, Kirche, Militär, Stadtbürgern – vorgestellt, die dabei auftretenden Konflikte beschrieben sowie die Versuche, sie zu lösen, erhellt.

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Rezension H-Soz-u-Kult

Kathrin Groh und Christine Weinbach (Hg.), Zur Genealogie des politischen Raums. Politische Strukturen im Wandel, Wiesbaden 2005.

Die aktuellen politischen Ereignisse, wie sie sich unter den Stichworten Sozialreform und Zuwanderung vollziehen, verweisen auf tiefgreifende Veränderungen im Selbstverständnis des Staates, der Definition des Staatsbürgers und der Zusammensetzung des deutschen Volkes als Träger der politischen Gewalt. Der Band will sich den aktuellen Diskussionen an der Schnittstelle von Soziologie, Rechts- und Politikwissenschaft aus der Vergangenheit heraus zuwenden und Streiflichter auf Aspekte dieser Entwicklungen werfen. Den "starting point" bildet die politisierte Gesellschaft und ihr Verhältnis zum Staat. Theoretische und tatsächliche Veränderungen dieses Verhältnisses ziehen veränderte politische Inklusions- und Partizipationsverhältnisse nach sich. Von hier aus lassen sich Fragen an die politische Inklusionsformel "Staatsbürgerschaft" richten: Sollte politische Inklusion auf Staatsbürger beschränkt sein? Welche Auswirkungen haben die aktuellen Umbrüche des Wohlfahrtsstaates, die unter Schlagworten wie "aktivierender Sozialstaat" und "New Public Management" firmieren, auf das Staatsbürgerschaftsverständnis und die Möglichkeit politischer Partizipation?

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Ute Frevert und Wolfgang Braungart (Hg.), Sprachen des Politischen. Medien und Medialität in der Geschichte, Göttingen 2004.

Politische Kommunikation ist auf Medien angewiesen, in der Antike ebenso wie in der heutigen Zeit. Medien transportieren politische Botschaften, prägen und formen sie aber auch. Wie hat sich diese Wechselwirkung im Lauf der Jahrhunderte verändert? Welche Medien erlauben welche Form der politischen Kommunikation? Welchen Einfluss nehmen die jeweiligen Sprachen und Regeln der Medien auf die Vermittlung von Politik? Die Beiträge dieses Bandes untersuchen diese Medialität des Politischen in einem weiten historischen Bogen, der von der Antike bis in die Gegenwart führt.

Inhalt

Andreas Gutsfeld und Winfried Schmitz (Hg.), Am schlimmen Rand des Lebens. Altersbilder in der Antike, Köln 2003.

Wie gestalteten sich in der griechischen und römischen Gesellschaft die Beziehungen zwischen den Generationen? Wie sehen die Altersbilder in Gesellschaften mit einer sehr niedrigen durchschnittlichen Lebenserwartung aus? Wurden die Alten in solch "jungen Gesellschaften" an den Rand gedrängt oder genossen sie eine besondere Hochachtung? Spottete die Gesellschaft über sie, wenn sie die Ansprüche an körperliche Ideale nicht mehr erfüllten, oder genossen sie aufgrund ihres Wissens, ihrer Erfahrung und ihrer Lebensweisheit hohes Ansehen? Das Buch zeigt: Die Antike kennt nicht nur ein Bild des Alters. Auch in der Antike ist das Bild der Alten ambivalent, widersprüchlich, einem Wandel unterworfen. Wovon aber ist dieser Wandel abhängig? Stärkt die Position der Alten im Haus ihr Ansehen in der Gesellschaft? Sichern sich die Alten Vorrechte in der Politik, im römischen Senat oder in den Ältestenräten? Das Buch stellt die vielfältigen Facetten des Alters und der Altersbilder dar.

Inhalt


 

Tagungsbericht
zur SFB-Abschlusstagung "Writing Political History Today" (01.-03.12.2011)

Publikationen

Neu erschienen in der Reihe "Historische Politikforschung":
Susanne Schregel, Der Atomkrieg vor der Wohnungstür


Reihe "Das Politische als Kommunikation"


Reihe "Historische Politikforschung"


Weitere Publikationen

 

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Flyer 2. Phase (PDF)

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