Department of History - Geschichte als Beruf
 
 
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Ausstellungen

 

Sammlung verschiedener Flyer 

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über verschiedene Ausstellungsprojekte, die seit dem Sommersemester 2000, zumeist unter Mitarbeit von Studierenden, von der Abteilung Geschichtswissenschaft (Fakultät für Geschichtswissenschaft, Theologie und Philosophie, Universität Bielefeld) im Rahmen verschiedener Projektseminare erarbeitet wurden.

aktuelle und vergangene Ausstellungen:

Rückenwind. Vom Hochrad zum E-Bike (Sommersemester 2011)

Zur Ausstellung: Vor 125 Jahren nahm die Bielefelder Firma Dürkopp 1886 die Produktion von Fahrrädern auf, nachdem sie zuvor bereits seit 20 Jahren Nähmaschinen hergestellt hatte. Etwa zeitgleich gab die Bielefelder Firma Grundlach die erste Ausgabe der Zeitschrift  "Radmarkt" heraus, die bis heute einmal im Monat erscheint und über alle Themen rund um das Fahrrad berichtet. Bielefeld entwickelte sich rasch zu einer festen Größe der Fahrradindustrie und des Radsports. Dieses "Doppeljubiläum" war für das Historische Museum der Stadt Bielefeld der Anlass eine Ausstellung zum Thema Fahrrad zu planen und in diesem Zusammenhang zum Teil seltene Sammlerstücke zu zeigen.

Die Abteilung Geschichte der Fakultät Geschichswissenschaft, Philosophie und Theologie tritt bei diesem Projekt als Kooperationspartner auf. Im Rahmen eines auf zwei Semester angelegten Praxisseminars arbeiteten etwa 20 Studierende zu verschiedenen Themen rund um die Technik- und Kulturgeschichte des Fahrrades.


Ausstellungskonzept und Durchführung: Martin Mertens (Verein historische Fahrräder e.V.), Dr. Gerhard Renda (Ausstellungskurator des Hitorischen Museums Bielefeld), Michael Falkenstein (Ausstellungsgestalter, Syrex Design), Dr. Jürgen Büschenfeld (Arbeitsbereich "Geschichte als Beruf", Universität Bielefeld) und Studierende des Praxisseminars zur Fahrradgeschichte
in Kooperation mit: Schule für Historische Forschung Bielefeld
Ausstellungsort: Historisches Museum Bielefeld, Ravensberger Park 2, 33607 Bielefeld
Zeitlicher Rahmen: 02. Oktober 2011 bis 26. Februar 2012

Bielefelder Wechselwirkungen - Stadt mit Universität oder Universitätsstadt" (Wintersemester 2009/2010)

Diese Ausstellung ist ein Beitrag zu den Jubiläumsfeierlichkeiten "40 Jahre Universität Bielefeld" gewesen.

Zur Ausstellung: Zentrale Themen der Ausstellung "Bielefelder Wechselwirkungen" werden die Beziehungen zwischen Universität und Stadt Bielefeld sein. Wie haben Stadt und Bevölkerung auf die Universität reagiert? Wie hat sich die "Reformuniversität" in der Stadt präsentiert? Wie haben Studierende das, in den 1960er Jahren, in vielen Bereichen eher konservative Bielefeld wahrgenommen? Auf Themeninseln, die sich der Zeit zwischen der "Bildungsexpansion" der 1960er Jahre und dem "Bologna-Prozess" unserer Tage widmen, wird ein breites Spektrum an "Wechselwirkungen" zwischen Stadt und Universität herausgearbeitet. 

Ausstellungsleitung: Dr. Jürgen Büschenfeld
Ausstellungskonzept und Durchführung: Dr. Jürgen Büschenfeld, Dr. Andreas Priever, Dr. Bettina Brandt, Henning Kampherbeek, Mathis Nolte
in Kooperation mit: Schule für Historische Forschung Bielefeld
Ausstellungsorte: ab dem 17.11.2009 Altes Rathaus (Ebene 0, Flur), Niedernwall 23, Bielefeld - ab dem 13.11.2009 Universität Bielefeld, (Unihalle, zwischen den Höhrsälen 3 & 4), Universitätsstraße 25, Bielefeld
Zeitlicher Rahmen: 17. Oktober 2009 bis 14. Dezember 2009

Eröffnung:  Sa. 17. Oktober 2009

Round Table zur Ausstellung: Samstag 17. Oktober, 14:00-16:30 Uhr, Ebene 1, Raum Nahariya
 
Filmvorführung: 40 Jahre Uni Bielefeld - Geschichte in bewegten Bildern am 05.11.2009 ab 19:30 Uhr im Cafe Kunst gegenüber des Rathauses.

"Halbe Christen gibt es nicht". Der evangeliche Pfarrer und Christ jüdischer Herkunft Hans Eherenberg (1883-1958) (Sommersemester 2009)

Zur Ausstellung: Wer war Hans Eherenberg?
Ehrenberg hatte viele Talente. Er machte 1902 sein Abitur in Hamburg und studierte anschließend in München. Er wurde zweifacher Doktor, in Volkswirtschaft und Philosophie. Er nahm als Offizier am ersten Weltkrieg teil und arbeitete anschließend als Offizier in Heidelberg. Er wurde Mitglied der Sozialdemokratischen Partei SPD. Schon 1920 begann er mit theologischen Studien - und erlernte einen weiteren Beruf: Er wurde evangelischer Pfarrer. 1909 war er vom Judentum zum Christentum konertiert und hatte sich im Alter von 26 Jahren taufen lassen. Seit 1925 arbeitete er dann als Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Bochum. Wenige Jahre später, am 30. Januar 1933, übernahmen die Nationalsozialisten die Herrschaft in Deutschland ...

Ausstellungsleitung: Jens Murken
Ausstellungskonzept: Jens Murken, Studierende der Universität Bielefeld
(im Rahmen eines Projektseminars) 
In Koorperation mit: dem Landeskirchlichen Archiv der EKvW.
Ausstellungsort: Universität Bielefeld, Lichthof R4

Eröffnung: Mi. 22. Juli 2009

Archivbilder "After such a knowledge, what forgiveness?" (Wintersemester 2007/08)

Zur Ausstellung: Welche Bilder des Archivs gibt es? Wie werden Archive visualisiert? Mit dem Projekt "Archivbilder" versuchen Mitglieder des Graduiertenkollegs "Archiv - Macht - Wissen" ihre wissenschaftliche Ausseinandersetzung mit dem Archiv auf doppelte Weise sichtbar zu machen: als Arbeit an und mit Archivbildern und als Ausstellung, die diese Überlegungen als Teil eines Arbeitsprozesses öffentlich zeigt.  Die Ausgangsüberlegung war, Bilder aus Wolfgang Knoblochs Dissertation über Archivbauten zu entnehmen und diese dreißig Jahre später in neuen Arrangements kommentiert  zu präsentieren. Mit verschiedenen Formen der Rekontextualisierung können visuelle Strategien sichtbar gemacht werden; die neue Zusammenstellung erzeugt darüber hinaus unerwartete Bedeutungseffekte. 

Ausstellungsleitung: Graduiertenkolleg 1049
(Susan Holz, Andreas Litschel, Mareike Menne, Mario Wimmer)
Ausstellungskonzept: Graduiertenkolleg 1049
(Susan Holz, Andreas Litschel,Mareike Menne, Mario Wimmer)
Ausstellungsort: Universität Bielefeld, S3 - Zahn 
Zeitlicher Rahmen: Seit dem 20. November 2007, auf unbestimmte Dauer

Hoffnung auf himmlischen Schutz. Das Bildkonzept der Schutzmantelmadonna (Wintersemester 2007/08)

Zur Ausstellung: Das Motiv der Schutzmantelmadonna, der Darstellung Mariens, die unter ihrem ausgebreiteten Mantel mehrere Personen, zumeist Vertretern der geistlichen oder weltlichen Obrigkeit, schützend birgt, ist seit Beginn des 13. Jahrhunderts in der theologischen Literatur bekannt und taucht wenig später auch in der Kunst auf. Abzuleiten ist es wahrscheinlich von dem Schutz und Asyl gewährenden so genannten "Mantelschutz", der in der Rechtspraxis des Mittelalters eine wichtige Rolle spielte. Später wurde diese Rechtsfigur vor allem auf die Gottesmutter als mächtiger Fürsbitterin vor dem Throne Gottes übertragen. Durch die Visionen der Zisterzienser und Dominikaner erfuhr der Schutzmantel Gedanke  weite Verbreitung in Wort und Bild. Eine Konjunktur ist vorallem in den Pestzeiten des 14. und 15. Jahrhunderts zu beobachten. Angesichts der Bedrohung durch den schwarzen Tod übernahm der Mantel die Aufgabe des Schutzes vor der unheilbringenden Krankheit. Das Bildkonzept, seine Vorläufer, Varianten und Transformationen werden aus historischer und kulturhistorischer Perspektive noch immer zahlreiche ungelöste Fragen auf. An ausgewählten Beispielen verdeutlicht die Ausstellung, wo, wann und in welchen Kontexten und Bildzusammenhängen das Motiv verwendet worden ist.  

Ausstellungsleitung: Prof. Dr. Neithard Bulst, Dr. Andreas Priever
Ausstellungskonzept: Prof. Dr. Neithard Bulst, Dr. Andreas Priever,
Studierende der Universität Bielefeld (im Rahmen eines Projektseminars)
Ausstellungsort: Universität Bielefeld, S4 - Zahn
Zeitlicher Rahmen: 17. Oktober 2007, auf unbestimmte Dauer

Industriearchitektur aus der Sicht des Fotografen (Sommersemester 2007)

Zur Ausstellung: Qualm, Beton. Stahl - ein graues Motiv wie Industriearchitektur scheint kein Foto wert zu sein. Die ausgewählten Aufnahmen des Ruhrlandmuseum Essen zeigen jedoch, dass viele Fotografen, sowohl freigewählt wie auch unter Vorgaben verschiedener Auftraggeber, Industriekomplexe fotografierten. Das Ergebnis sind rein dokumentarisch erscheinende Bilder oder auch bewusste Ästhetisierungen. Zu sehen sind Industrieanlagen von Innen und Außen, imposante Außenanlagen als "natürlicher" Hintergrund oder durch Lichteinsatz inszenierte Technikarchitektur. Standpunktwahl, Bildausschnitt, Perspektive und eingesetzte Technik, intendiertes Aussparen, künstliche Vergrößerung oder Verkleinerung der Objekte ergeben Sinnbeziehungen und Machtverhältnisse zwischen der Industriearchitektur und ihrer Umwelt.
Die ausgewählten Fotografien geben Beispiele für die Inszenierbarkeit industrieller Architektur, wie sie mit Menschen, wie Menschen mit ihr in Beziehung gesetzt werden, und Faktizität durch Bilder suggeriert und erzeugt wird. Dabei werden die gestalterischen Mittel, deutlich, derer sich die Fotografen bedienen, um zu dokumentieren und zu ästhetisieren. die Industrie erscheint intakt-idyllisch, künstlich-entrückt, zerstört oder anderes zerstörend. Dabei veranschaulichen die Bilder exemplarisch, wie Fotografie historische Wirklichkeit erfasst und als Quelle der Geschichtswissenschaft berücksichtigt werden muss.  

Ausstellungsleitung: Dr. Claudia Turtenwald
Ausstellungskonzept: Dr. Claudia Turtenwald, Studierende der Universität
Bielefeld (Mariana Bitz, Melanie Höhr, Felix Rettberg, Katharina Steden, Yvonne York; im Rahmen eines Projektseminars)
in Kooperation mit: Schule für Historische Forschung Bielefeld,
Fotoarchiv des Ruhrlandmuseum Essen
Ausstellungsort: Universität Bielefeld, S4 - Gang und R4 -Lichthof
Zeitlicher Rahmen: Seit dem 11. April 2007, auf unbestimmte Dauer

Wohnhäuser der 1950er Jahre - Fotografien von Hans Grempel (Wintersemester 2005/06)

Zur Ausstellung: Aus dem umfangreichen Nachlass des Fotografen Hans Grempel, der im Ruhrlandmuseum Essen aufbewahrt wird, wurden rund 20 Fotos zur Wohnhausarchitektur der 1950er Jahre ausgewählt. Hans Grempel war als professioneller Fotograf hauptsächlich an Rhein und Ruhr tätig. Die Auftraggeber, in aller Regel Architekten, Baufirmen und Bauträger, benötigten die Fotografien nicht nur zur Dokumentation von Bauvorhaben, sondern auch zur Repräsentation in Fachzeitschriften und Bildbänden. Die Verwendung von technischen Medien zur Visualisierung von Architektur- und Wohnvorstellungen ist im 20. Jahrhundert evident. Zeitgenössische Vorstellungen eines "organischen", "gegliederten" und "gelockerten" Wohnungsbaus lassen sich nicht nur in den Begleittexten und Bildunterschriften wiederfinden, sondern auch in den Fotografien selbst. Häuserzeilen werden dynamisch angeordnet, vorhandene Begrünung wird prominent im Bildvordergrund platziert und Siedlungen als Tiel einer natürlichen Landschaft präsentiert. Die Fotografien lassen sich nicht nur als Dokumente und Rekonstruktion verstehen, sondern als eigenständige konstruktive Leistung.   

Ausstellungsleitung: Andreas Rothaus (im Rahmen einer Abschlussarbeit)
Ausstellungskonzept: Andreas Rothaus
in Kooperation mit: Schule für Historische Forschung Bielefeld,
Fotoarchiv des Ruhrlandmuseum Essen
Ausstellungsort: Universität Bielefeld, S2 - Zahn
Zeitlicher Rahmen: Seit Dezember 2005, auf unbestimmte Dauer

Gewalt Erinnern. Chile 1970 - 2004 (Wintersemester 2004/05)

Zur Ausstellung: Im Wintersemester 2004/05 wurde die jüngste Geschichte Chiles zum gemeinsamen Untersuchungsgegenstand dreier Seminare, die ursprünglich unabhängig voneinander geplant waren. Sebastian Thies untersuchte in dem Seminar "Literatura y cultura chilena del exilio" aus literaturwissenschftlicher Sicht das künstlerische Schaffen im Exil, in das eine Viezahl von ChilenInnen nach 1973 gezwungen wurden. Olaf Kaltmeier analysierte in dem Seminar zur Entwicklungssoziologie "Regionalanalyse - Chile - Macht - Bewegungen" die Auswirkungen einer neoliberalen Globalisierung auf lokale Gemeinschaften und auf die ihnen Identität stiftenden Diskurse (,Ethnie' ; ,Klasse' ; Konfession' ; ,Religion'). Und in dem Seminar "Politische Gewalt in Lateinamerika", das Christian Büschges gab, wurde im  Anschluss an Veranstaltungen des vorherigen Semesters die Formen politischer Gewalt in der Vergangenheit Chiles genauer in den Blick genommen. Angesichts der ähnlichen Thematik wurden drei gemeinsame Blockveranstaltungen konzipiert, in denen sich folgendermaßen interdisziplinär angenähert wurde: "Die politische Landschaft Chiles", "Verabeitung von  ,Gewalterfahrungen'" und "Vergangenheitsbewältigung". Aus diesem gemeinsamen Sitzungen heraus entstand die Idee, die Kooperation der Seminare mit der Ausstellung "Gewalt - Erinnern" abzuschließen.

Ausstellungsleitung: Prof. Dr. Christian Büschges, Prof. Dr. Sebastian Thies,
Dr. Olaf Kaltmeier
Ausstellungskonzept: Prof. Dr. Christian Büschges, Prof. Dr. Sebastian Thies,
Dr. Olaf Kaltmeier, Studierende der Universtität Bielefeld (im Rahmen der genannten Veranstaltungen)
In Kooperation mit: Lukas Coch (Leihgabe von Fotografien)
Ausstellungsort: Universität Bielefeld, S2 - Zahn
Zeitlicher Rahmen: Seit Oktober 2004, auf unbestimmte Dauer 

Die Ordnung der Arbeit. Industriefotografien von Ruth Hallensleben 1939-1965 (Wintersemester 2003/04)

Zur Ausstellung: >>Der fotografische Blick in die Geschichte<< ist Titel einer Seminarreihe, die mit Arbeiten der Fotografin Ruth Hallensleben ihren Anfang nimmt. Aus ihrem umfangreichen Nachlass, der im Fotoarchiv des Ruhrlandmuseums Essen aufbewahrt wird, wurden rund vierzig Arbeiten ausgewählt, die im Auftrag der deutschen Industrie zwischen 1938 und 1965 entstanden. Die Ordnung der Arbeit bildet eine bemerkenswerte Kontiunität in ihrem fotografischen Blick, der "geordnete Räume", "präzise Maschinen" und eine "geordnete Versorgung" der Betriebe ins rechte Licht rückt. Diese Inszenierungen, in denen nichts dem Zufall überlassen blieb, arbeiten mit einem Repertoire von Fluchtpunkten und Zentralperspektiven, das ganz im Zeichen der propagierten Ordnung steht und damit hoch professionell die Wünsche der Auftraggeber erfüllt. Durch den informierten Blick des Historikers wird freilich im Medium des Bildes das sichtbar, was nach der fotografisch- dokumentarischen Intention der Fotos unsichtbar gehalten werden sollte: Es sind die prekären Arbeits- und Lebensbedingungen der modernen Industriegesellschaft, die in der fotografischen Konstruktion der Wirklichkeit geordnet werden.

Ausstellungsleitung: Prof. Dr. Bernhard Jussen
Ausstellungskonzept: Prof. Dr. Bernhard Jussen, Studierende der Universität Bielefeld
in Kooperation mit: Schule für Historische Forschung Bielefeld,
Fotoarchiv des Ruhrlandmuseum Essen
Ausstellungsort: Universität Bielefeld, wechselnde Orte, aktuell: S5 - Zahn
Zeitlicherrahmen: Seit dem 22. Oktober 2003, auf unbestimmte Dauer

Gesamtübersicht aller Ausstellungen

Hier finden Sie eine Ergänzung der Übersicht über die Ausstellungen der Abteilung Geschichtswissenschaft, um weitere abgeschlossene und nicht mehr öffentlich zugängliche Projekte (seit dem Jahr 2000).