Fakultät für Gesundheitswissenschaften
 
 
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Migration, Flucht und Gesundheit

Im Arbeitsfeld „Migration, Flucht und Gesundheit“ untersuchen wir bevölkerungsbezogen die Determinanten der Gesundheit von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund und geflüchteten Menschen. Aus den Ergebnissen leiten wir Handlungsempfehlungen für eine Verbesserung ihrer gesundheitlichen Situation ab.

Migrantinnen und Migranten sind eine bedeutende und wachsende Bevölkerungsgruppe in Deutschland. Ihnen sollte eine zielgruppenspezifische und gerechte Gesundheitsversorgung angeboten werden. Eine Voraussetzung sind ausreichende Informationen über ihre gesundheitliche Situation; diese ist aber immer noch nicht hinreichend untersucht und verstanden. Der Mangel an aussagekräftigen Studien im Bereich der Migrationsforschung hat z. T. methodische Gründe. Eine besondere Herausforderung ist die große Heterogenität der Gruppe der Migrantinnen und Migranten. Sie ist u. a. auf verschiedene Ursprungsländer, unterschiedliche Traditionen, Migrationsgründe und Migrationszeitpunkte zurückzuführen. Diese Heterogenität erschwert die eindeutige Bestimmung der Zielgruppe „Menschen mit Migrationshintergrund“ und die Entwicklung von gezielten Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Gesundheit.

Besonders interessiert sind wir an Unterschieden zwischen „Menschen mit Migrationshintergrund“ und der Mehrheitsbevölkerung z. B. im Hinblick auf gesundheitliche Risiken, auf Verhaltensweisen und Lebenslagen und auf den Zugang zu und der Nutzung von Gesundheitsdiensten. Studien in Bevölkerungen unterschiedlicher ethnischer Herkunft und mit unterschiedlichen Lebens- und Verhaltensweisen ermöglichen Rückschlüsse auf das Zusammenwirken von Genen, Umwelt und individuellem Verhalten (nature versus nurture) bei der Entstehung von Krankheiten.

Aus gesundheitswissenschaftlicher Sicht ist zudem erst wenig darüber bekannt, wie sich der gesundheitliche Status von Menschen mit Migrationshintergrund verglichen mit der autochthonen Mehrheitsbevölkerung in den späten Phasen des Lebenslaufs verändert. Deshalb sind Untersuchungen zu den Gesundheitsrisiken, Gesundheitspotenzialen und der Gesundheitserhaltung in den Altersgruppen der „jungen“, „mittleren“ und „alten“ Alten (50-64, 65-79 und 80+ Jahre) von besonderem Interesse.

Veröffentlichungen zum Thema finden Sie unter: Publikationen der AG 3.

 

Links

Association of Schools of Public Health in The European Region
http://www.aspher.org