Beteiligte Personen: Dr. Jürgen Breckenkamp, Prof. Dr. Oliver Razum, Jun.Prof. Dr. Jacob Spallek
Wer arm oder wenig gebildet ist, hat ein höheres Risiko zu erkranken oder früh zu versterben. Aber wie entsteht dieser Zusammenhang? Die Erklärung der sozialen Ursachen von Gesundheit und Krankheit sowie die Überprüfung darauf bezogener Interventionen bilden den Schwerpunkt sozialepidemiologischer Forschung. Im Rahmen dieses Arbeitsfeldes konzentrieren wir uns vor allem auf den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit, d.h. auf die gesundheitlichen Folgen einer ungerechten Verteilung von Ressourcen und Belastungen in Gesellschaften. In einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt untersuchen wir zusammen mit externen Wissenschaftlern die Rolle kontextueller Merkmale auf kleinräumig-regionaler Ebene bei der Entstehung gesundheitlicher Ungleichheit. Dies ist wichtig vor dem Hintergrund deutlicher Unterschiede in den kleinräumig-regionalen Lebensverhältnissen und der Tatsache, dass sich der Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit nur zum Teil durch individuelle Merkmale erklären lässt. Weiterhin befassen wir uns mit den Auswirkungen von Transnationalisierung, d.h. der Zunahme grenzübergreifender Netzwerkbeziehungen und damit verbundener Ressourcenflüsse, auf Merkmale sozialer Ungleichheit und Gesundheit.





