Soziale Teilhabe durch Gesundheit: Analyse der Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte für Geflüchtete in NRW (FluGS)

Gelingende soziale Teilhabe, also die gleichberechtigte Einbeziehung von Menschen in gesellschaftliche Entscheidungs- und Willensbildungsprozesse, ist eine wichtige Bedingung für Gesundheit in unserer Gesellschaft. Im Rahmen des Projekts soll analysiert werden, wie der Zugang zu gesundheitliche Versorgung von Geflüchteten organisiert werden kann, um deren soziale Teilhabe zu ermöglichen. Derzeit ist der Zugang zu gesundheitlicher Versorgung für Geflüchtete in mehrfacher Hinsicht eingeschränkt. Einerseits beschränkt das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) den Anspruch der Geflüchteten auf bestimmte Leistungen. Andererseits erschweren bürokratische Abläufe ihren Zugang dazu. So müssen Geflüchtete in der Regel zunächst einen Behandlungsschein beim Sozialamt beantragen, bevor sie zum Arzt gehen können. Diese bürokratischen Umwege müssen seit Anfang des Jahres 2016 nicht mehr alle Geflüchteten in NRW gehen. Einige Kommunen haben sich entschieden, von Beginn an Krankenversicherungskarten (eGK) auch für Geflüchtete auszustellen. Zu untersuchen, welchen Unterschied die Einführung der eGK nun für Geflüchtete und ihre soziale Teilhabe macht, ist der Schwerpunkt des Projekts. Berücksichtigt werden dabei die Perspektiven der Kommunen, der Leistungserbringer, der Krankenkassen und der Geflüchteten selbst. Es werden zahlreiche Gespräche und Interviews mit den beteiligten Akteuren geführt. Die Analyse der Kostenentwicklung und die Art der tatsächlich in Anspruch genommenen Versorgungsleistungen bilden einen weiteren zentralen Bestandteil des Projekts.

Projektlaufzeit

01.02.2017 – 31.10.2019

Projektförderung

Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Projektleitung/ Ansprechperson

Judith Wenner

Kristin Rolke

Aktuelles

 

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