(angesiedelt am Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen)
Laufzeit: 1.10.2008 - 28.2.2011 gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit
Projektleitung: Prof. Dr. Petra Kolip, Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften
Projektkoordinatorin: Ute Gerken
ProjektmitarbeiterInnen: Gabriele Morin Elias, Andreas Mühlbach, Ina Schaefer
Ziel des Evaluationsprojektes ist es, die Planungs-, Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität der 11 Aktionsbündnisse „Gesunde Lebenswelten und Lebensstile“, deren Aufbau im Rahmen des Projektes „Inform“ vom Bundesministerium für Gesundheit strukturiert zu erheben.
Es will einerseits der anzunehmenden Heterogenität der Bündnisse (u.a. hinsichtlich Struktur, Zielsetzung und Zielgruppe) Rechung tragen, zugleich aber verallgemeinerbare Aussagen und die Formulierung von Handlungsempfehlungen ermöglichen. Es verbindet eine formative (Prozess-)Evaluation, die auch der Qualitätssicherung dient, mit einer summativen (Ergebnis-)Evaluation, die in Bezug auf ausgewählte Parameter vergleichende Aussagen über die Effekte der Aktionsbündnisse erlaubt.
Das Vorhaben umfasst folgende Bausteine und Methoden:
- Raster zur Beurteilung der Struktur- und Planungsqualität, mit dem diese zentralen Qualitätsdimensionen auf der Basis der vorliegenden Anträge durch das Evaluationsteam strukturiert erfasst und bewertet werden. Hierdurch soll eine vergleichende Be-schreibung und Beurteilung der Aktionsbündnisse möglich werden.
- Strukturierte Leitfaden-Interviews mit den Aktionsbündnissen: Mit Interviews und Vor-Ort-Besuchen zu drei Zeitpunkten sollen Struktur und Arbeitsweise einschließlich der Kommunikations- und Kooperationsstrukturen erfasst werden.
- Dokumentationsbögen zur Prozessevaluation: Die Aktionsbündnisse erhalten quartalsweise einen Dokumentationsbogen, auf dem sie u.a. Art und Umfang umgesetzter Aktivitäten sowie aufgetretene Probleme und Lösungsansätze dokumentieren.
- nstrumentenset zur Erfassung von Erfolgsindikatoren: Es wird ein Set von gendersensiblen Indikatoren und Instrumenten erarbeitet (zur Erfassung von Veränderungen auf Verhaltens- und Verhältnisebene), aus denen die Aktionsbündnisse jeweils mindestens zwei in der Durchführungsphase im Rahmen der bündnisspezifischen wissenschaftlichen Begleitung einsetzen sollen. Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Interventionsbereich "Bewegung". Der Einsatz abgestimmter Indikatoren erlaubt eine vergleichende Beurteilung der Wirksamkeit der Aktionsbündnisse.
- Zur Sicherung der Vergleichbarkeit der Ergebnisse trotz u.U. unterschiedlichen Zielsetzungen werden Goal Attainment Scales (Zielerreichungsskalen) eingesetzt.
- Methodenberatung, Qualitätsentwicklung und Förderung des Austauschs: Zur Unterstützung der Aktionsbündnisse wird ein Beratungsangebot aufgebaut, das sich sowohl auf die wissenschaftliche Begleitung als auch auf das Projektmanagement und die Qualitätsentwicklung bezieht. Des Weiteren wurde eine Vernetzungtagung mit den Aktionsbündnissen durchgeführt, die die Kommunikation zwischen den Aktionsbündnissen fördern soll. Schließlich wird eine Internetseite (weiter-)entwickelt, auf der die Instrumente dokumentiert werden und die zum Austausch unter den Aktionsbündnissen genutzt werden kann.