gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
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Projektleitung: Prof. Dr. Petra Kolip, Universität Bielefeld, Fakultät für Gesundheitswissenschaften in Kooperation mit: AWO- Bezirksverband Ostwestfalen- Lippe, Peter Buchmann, Sven Neese
Projektmitarbeiter(-in): M.Sc. Julia Hinz, B.Sc. Malte Bödeker
Als Schlüssel zur Bekämpfung gesundheitlicher Ungleichheit bei Kindern und Jugendlichen gelten sozialräumliche Interventionen nach dem Settingansatz. Nicht nur mit den Benachteiligten selbst, sondern auch an den vorliegenden Strukturen anzusetzen bzw. fördernde Strukturen mit den Kernelementen Niedrigschwelligkeit, Integration Bildung und Stadtteilarbeit zu schaffen, ist hierbei eine fast einheitlich formulierte Forderung.
Am Beispiel der Lemgoer Wohnsiedlung „Biesterberg“ und der in ihr organisierten sozialraumorientierten Jugendarbeit soll daher untersucht werden, wie Entfaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten gestärkt und damit soziale Benachteiligung abgebaut werden können. Der Stadtteiltreff Lemgo-Biesterberg ist ein sozialpädagogisches Angebot, das sich zur Förderung gesunder Lebensumwelten an Kinder und Jugendliche aus Aussiedler- und Zuwandererfamilien richtet. In Form von vielfältigen Bildungs- und Integrationsmaßnahmen sollen hier die individuellen Ressourcen der Zielgruppe und die Lebensqualität im Stadtteilteil gefördert werden.
Auf der Grundlage einer Dokumentenanalyse sollen mittels Fokusgruppengesprächen und leitfadengestützter Interviews die Handlungsstrategien und die Praxiserfahrungen aus drei Perspektiven bewertet und erfolgreiche Strategien sozialraumorientierter Jugendarbeit ausgewiesen werden.
Zur Beurteilung der Wirksamkeit der sozialraumorientierten Jugendarbeit und zur Beantwortung der Frage, inwiefern die Angebote des Stadtteiltreffs zur Integration von Kindern und Jugendlichen beitragen, werden Fokusgruppen von Nutzerinnen und Nutzern sowie Interviews mit Mitarbeitenden durchgeführt (Innenwahrnehmung). Anhand von Interviews mit Jugendlichen aus Biesterberg, die die Angebote nicht oder nur kaum nutzen, sowie durch Interviews mit Kooperationspartnern und Kernakteuren soll die Außensicht auf die Entwicklung des Stadtteils und der Anteil des Stadtteiltreffs an dem Entwicklungsprozess abgebildet werden.
Die Ergebnisse können sowohl für die Entwicklung bedürfnisorientierter Jugendarbeit und zur Generierung von Handlungsempfehlungen gelungener Integrationsarbeit genutzt als auch zur Beantwortung der Frage, inwiefern soziale Arbeit Bestandteil gelingender Gesundheitsförderung ist, herangezogen werden.





