In der deutschen Pflegewissenschaft besteht nach wie vor hoher Bedarf an Theorie-, Konzept- und Methodenentwicklung und an Aufarbeitung der dazu in anderen Ländern geleisteten Arbeiten. Die in diesem Bereich bestehenden Lücken wirken sich auch in der Versorgungspraxis aus, beispielsweise in Form fehlender oder verfehlter Vorstellungen darüber, was Pflegebedürftigkeit und was Pflegebedarf ist und wie sie eingeschätzt werden können. Aber auch die Frage, was Krankheitsbewältigung und Selbstmanagement aus der Patientenperspektive bedeuten, mit welchen Methoden sie erforscht und wie die Patientenprobleme in der Praxis erfasst und konzeptualisiert werden können, ist längst noch nicht hinreichend beantwortet.
Dementsprechend besteht ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des IPW in der Theorie-, Konzept-, Methoden- und Instrumentenentwicklung. Dazu gehört auch die Entwicklung von Instrumenten, mit denen die Ausprägung von Pflegebedürftigkeit eingeschätzt werden kann – für Zwecke der Pflegeplanung ebenso wie für die Begutachtung im Rahmen der Pflegeversicherung.
- Entwicklung und Erprobung eines Qualitätsverfahrens für die stationäre pflegerische Versorgung (gefördert vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW, Laufzeit 2011-2013)
- Gestaltungsoptionen bei der Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs (gefördert vom Bundesministerium für Gesundheit, Laufzeit 2012-2013)
- Indikatoren zur Beurteilung von Ergebnisqualität in der ambulanten Pflege (Laufzeit 2011-2014)
- Entwicklung und Erprobung von Instrumenten zur Beurteilung der Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe (gefördert vom BMG und BMFSFJ, Laufzeit 2009-2010)
- Assessment der Pflegebedürftigkeit von Kindern in der Autonomen Provinz Bozen (gefördert von der Autonomen Provinz Bozen, Laufzeit 2010-2012)







