Positive Emotionen bei Demenzkranken

Projekt B3 (1. Förderphase) – DEMIAN: Demenzkranke Menschen in individuell bedeutsamen Alltagssituationen – Entwicklung einer Methode zur Förderung der Lebensqualität durch Stimulierung positiver Emotionen

Laufzeit: 2004 – 2007

Projektleitung und -durchführung:

Prof. Dr. Andreas Kruse (Universität Heidelberg, Institut für Gerontologie)

Hintergrund/Zielsetzung

Demenzkranke Menschen sind auf Grund zunehmender kognitiver Einschränkungen immer weniger in der Lage, ihre Erlebnisse, Wünsche und Bedürfnisse verbal auszudrücken. Insbesondere in einem weit fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung besteht für die Pflegenden Unsicherheit über das seelische Befinden der Betroffenen. Eine an den Bedürfnissen dieser Personengruppe ausgerichtete Pflege und Betreuung lässt sich indes nur dann realisieren, wenn das emotionale Erleben erfasst und richtig interpretiert werden kann. Erst hierdurch lassen sich Aussagen darüber treffen, inwieweit der Pflegeprozess die Bedürfnisse des Individuums anspricht und damit einen Beitrag zu dessen psychischem Wohlbefinden leistet. Ziel des Projekts war es, in Kooperation mit Pflegenden Methoden zu entwickeln und zu evaluieren, durch welche im Alltag gezielt Situationen geschaffen werden können, die der einzelne demenzkranke Mensch positiv erlebt. Eine derartige Intervention soll der langfristigen Förderung der psychischen Befindlichkeit des demenzkranken Menschen dienen. Dabei sollen die Pflegenden auch darin unterstützt werden, sich stärker auf das nonverbale Ausdrucksverhalten demenzkranker Menschen zu konzentrieren, es zu interpretieren und somit differenzierter auf deren Be­dürfnisse einzugehen.

Aufbauend auf den Ergebnissen der ersten Förderphase wird ab 2007 der Interventionsansatz in der zweiten Phase der Studie evaluiert.

Kontakt

Dipl.-Gerontol. Marion Bär
E-Mail: marion.baer@urz.uni-hd.de
Tel.: 06221-548173

Aktuelles

 

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