FörGes 3:
Förderung von Bewegungsfähigkeiten und körperlicher Aktivität von Menschen mit geistiger Behinderung

Laufzeit
04/2018 bis 03/2021

Projektleitung
Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck  

Projektmitarbeiter*innen
Dr. Dirk Bruland

Kooperationspartner
Lebenshilfe Brakel Wohnen Bildung Freizeit gGmbH (Träger)

Projektförderung
Stiftung Wohlfahrtspflege NRW

Hintergrund
Menschen mit intellektueller Behinderung sind besonderen Gesundheitsproblemen und Erkrankungsrisiken ausgesetzt. Im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung treten zahlreiche Beeinträchtigungen und Erkrankungen bei ihnen häufiger und oftmals früher auf. Dabei stellt die Einschränkung der Bewegungsfähigkeit ein Problem dar, das nicht nur häufig auftritt, sondern auch mit weiteren gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Durch die Förderung von Bewegungsfähigkeit und körperlicher Aktivität können Krankheitsrisiken minimiert, bestehende Erkrankungen besser bewältigt und Krankheitsverläufe positiv beeinflusst werden. Konzepte zur Stärkung von Bewegungsfähigkeit und körperlicher Aktivität liegen allerdings für Menschen mit intellektueller Behinderung bislang nicht in Deutschland vor. Das Projektvorhaben entwickelt auf Basis der Perspektive von Betroffenen eine komplexe Intervention, die einen körperlich aktiven Lebensstil von Menschen mit intellektueller Behinderung fördert.

Zielsetzung
Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung eines Interventionskonzeptes, das u. a. den Aufbau von Bewegungskompetenz, Förderung der Selbstwirksamkeit sowie Vermittlung von körper- und bewegungsbezogenem Wissen beinhaltet. Dies umfasst:

  1. das Eruieren von individuellen Bewegungserfahrungen sowie Wünsche und Bedürfnisse hinsichtlich der Förderung eigener Bewegungsfähigkeiten (Betroffenenperspektive),
  2. Entwicklung, Erprobung und Validierung einer komplexen Intervention unter Mitwirkung der Nutzer*innen.

Vorgehensweise

  1. Ausgangspunkt der Konzeptentwicklung ist eine systematische Analyse der nationalen und internationalen Literatur zu den zentralen Themenschwerpunkten Bewegungsfähigkeit, körperliche Aktivität und Gesundheitskompetenz von Menschen mit intellektueller Behinderung.
  2. Gründung einer Forschungs-AG mit Mitgliedern der Zielgruppe zur methodengeleiteten Erfassung und gezielten Einbeziehung der Betroffenenperspektiven.
  3. Entwicklung, Erprobung und Validierung eines komplexen Interventionskonzepts.
  4. Aufbereitung und Verbreitung der Ergebnisse in Vorträgen, Publikationen und einem gemeinsamen Projektband des Verbunds FörGes.

Dieses Projekt ist Teil des Verbunds FörGes.

Aktuelles

 

Anreise und Adressen