Evaluation des Modellvorhabens „Pflege stationär – Weiterdenken!“

Laufzeit
04/2016 bis 09/2019

Projektleitung und -koordination
Prof. Dr. Kerstin Hämel, Prof. Dr. Doris Schaeffer

Projektmitarbeiter
Tom Kafczyk, Jonas Vorderwülbecke
Christine Thienel (wissenschaftl. Hilfskraft)

Kooperationspartner
Alters-Institut (Modellträger)
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Ostwestfalen-Lippe, Ev. Johanneswerk,
Stadt Bielefeld, Stadt Herford, von Bogelschwinghsche Stiftungen Bethel

Projektförderung
Träger des Modellvorhabens: Alters-Institut
Förderung: Stiftung Wohlfahrtspflege

Hintergrund
Mit dem wachsenden Anteil älterer und hochaltriger Menschen in der Bevölkerung steigt auch die Zahl der auf Hilfe und Pflege angewiesenen Menschen in den Städten und Gemeinden an. Ihnen ein selbstbestimmtes und würdiges Leben im angestammten Wohnumfeld zu ermöglichen, ist zentrale Voraussetzung für ein inklusives Gemeinwesen. Benötigt werden Konzepte, die ein ausdifferenziertes Angebot der sozialen, gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung zugänglich machen und systematisch am Bedarf der Bevölkerung des Quartiers ausgerichtet sind. Ein solches Konzept zu entwickeln und an vier Standorten in Bielefeld und Herford zu pilotieren, ist Ziel des Modellvorhabens „Pflege stationär – Weiterdenken!“, das Gegenstand der Evaluation ist. Im Modellvorhaben sollen stationäre Pflegeeinrichtungen zu sektorenübergreifenden, multiprofessionellen Pflegezentren weiterentwickelt werden, die ambulante und stationäre Angebote integrieren und verschiedene Dienstleistungen, Professionen und Angebotsformen unter einem Dach vereinen. Auf diese Weise sollen sie im Stadtteil/Quartier eine umfassende Versorgung für ältere, chronisch kranke, hilfe- und pflegebedürftige Menschen bereitstellen.

Zielsetzung
Im Zentrum der Evaluation stehen
1. die Analyse der Wirkungen der Zentren, insbesondere der Beitrag der Zentren zur Sicherung von Versorgungskontinuität sowie der Versorgungs- und Lebensqualität ihrer Nutzer/innen
2. die Analyse des Innovationsgehalt der sektorenübergreifenden Pflegezentren und Potentiale der Weiterentwicklung zu sektorenübergreifenden multiprofessionellen Gesundheitszentren im Quartier

Hierzu werden empirisch gestützte Informationen entlang der Konzipierungs- und Pilotierungsphase der Pflegezentren erarbeitet,
- die für die nutzerorientierte, bedarfsgerechte Ausrichtung der Zentren herangezogen werden können,
- die Aufschluss über die Leistungen und Prozessabläufe in den Zentren geben, und Hinweise geben, wie diese nutzerorientiert weiterentwickelt werden können,
- die hemmende und fördernde Bedingungen der Konzeptumsetzung aufzeigen und
- auf deren Basis der Innovationsgehalt sowie Weiterentwicklungspotenziale der Zentren dargelegt und sozialpolitisch bewertet werden können.

Vorgehensweise
1. Ausgangsanalyse und Instrumentenentwicklung:
- Bedarfs- und Angebotsanalyse im Stadtteil,
- Analyse der im Modellverbund und an den vier Standorten entwickelten Konzepte,
- Instrumentenentwicklung für die Prozess- und Ergebnisevaluation.

2. Prozess- und Ergebnisevaluation:
- Nutzerinterviews und Analyse von Nutzungsverläufen/ Fallanalysen (qualitativ),
- Analyse von Nutzer- und Nutzungsdaten (quantitativ),
- Leitfadengestützte Experteninterviews.

3. Wirkungsanalysen:
- Bilanzierung der Teilergebnisse aus den qualitativen und quantitativen Erhebungsschritten,
- Vertiefende Analysen des erhobenen Materials.

Publikationen

  • Hämel, K., Kafczyk, T., Vorderwülbecke, J., & Schaeffer, D. (2017). Vom Pflegeheim zum Zentrum für Pflege und Gesundheit im Quartier? Eine Bedarfs- und Angebotsanalyse in vier städtischen Quartieren. P17-155. Veröffentlichungsreihe des Instituts für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld (IPW), Bielefeld.
    Den Volltext finden Sie hier.

 

 

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