Mit toxikologischen, mikrobiologischen und molekularbiologischen
Methoden werden endogene (genetische) wie exogene (physikalisch,
chemische und biologische) Einflussfaktoren und deren möglichen
gesundheitlichen Auswirkungen untersucht. Die Methoden der
Umwelttoxikologie sind unverzichtbare Bestandteile der
Risikoabschätzungen. Sozialwissenschaftliche Methoden kommen hingegen
z.B. bei
- der Analyse der Risikokommunikation zu umweltbezogenen Gesundheitsbeeinträchtigungen,
- der Analyse von Umweltgerechtigkeit von "Lebensumwelten",
- der Analyse von Zusammenhängen zwischen Verhaltens- sowie
Wahrnehmungs- und Bildungsaspekten zwischen Mensch und Umwelt zum
Einsatz.
Besondere Berücksichtigung erfahren geschlechtsspezifische
Gesundheitsstörungen und Krankheitshäufigkeiten, ihre biologischen
(z.B. Schadstoffkinetik u. -dynamik, genetische Polymorphismen) und
gesellschaftlichen Ursachen sowie deren gesellschaftliche Perzeption.
Ebenfalls methodisch interdisziplinär ist die Vernetzung von
ökologischer und gesundheitswissenschaftlicher Forschung ("Ecohealth").
Zu diesem Themenkomplex gehört z.B. die Analyse von "
Ökosystemserviceleistungen" (Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen des
Ökosystems für den Menschen), ebenso wie die Erfassung von ökologischen
und medizinisch-epidemiologischen Parametern zur Beurteilung der
Ausbreitungsmechanismen von Zoonosen.