Erwartungscheck – Health Communication (B.Sc.)

Die Wahl des passenden Studienprogramms ist grundsätzlich nicht einfach, umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre Entscheidung vor dem Hintergrund umfassender Informationen treffen.

Der folgende Erwartungscheck soll als weitere Hilfestellung für die „richtige“ Entscheidung dienen. Er ist sowohl für Interessierte, die sich eigentlich schon entschieden haben geeignet, als auch für Interessierte, die sich noch unsicher sind, ob Health Communication wirklich der richtige Studiengang für sie ist.

Der Erwartungscheck ist kein Test über Ihre Eignung für den Studiengang. Vielmehr soll er Ihnen helfen, Ihre Vorstellungen über das Studium, die konkreten Inhalte des Fachs, die Anforderungen sowie die Organisation usw. mit den tatsächlichen Gegebenheiten abzugleichen, also wichtige Fragen rund um das Studium aufzugreifen bzw. zu klären.

Im Erwartungscheck werden Ihnen Aussagen über den Studiengang, zu verschiedenen Kategorien vorgestellt, die Sie auf ihren Wahrheitsgehalt hin bewerten sollen. Unmittelbar nach Beantwortung erhalten Sie eine Rückmeldung, ob Ihre Einschätzung richtig oder falsch war, ergänzend erhalten Sie ebenfalls eine Begründung bzw. Erläuterung.

Im Anschluss an den gesamten Erwartungscheck bekommen Sie außerdem eine Gesamtübersicht zu den Fragen und Antworten sowie weiterführende Informationen und Tipps. Die Teilnahme dauert ca. 10 bis 15 Minuten.

Feedback

Liebe Interessierte, lieber Interessierter,

Bitte helfen Sie uns bei der Verbesserung dieses Self Assesment Tools, indem Sie uns lediglich vier Fragen in einem seperatem Fragebogen beantworten.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

 

Egal ob Sie diese Fragen wiederum mit ja oder nein beantworten können, möchten wir Sie darauf hinweisen, dass wir Ihnen alle Fragen und Antworten zusammengefasst haben. Die Übersicht können Sie unter folgendem Link abrufen: Erwartungscheck Bachelor of Health Communication.

Vor allem empfehlen wir Ihnen aber mit uns über den Studiengang in einem persönlichen Gespräch zu reden. Hier besteht die Möglichkeit offene Fragen zu besprechen, einfach „nachzuhaken“ und sich auszutauschen. Schließlich konnte der Erwartungs-Check nicht alle Fragen rund ums Studium beantworten.

Daher gilt: Sollten sich nicht alle Ihre Erwartungen und Annahmen bestätigt haben, ist das gar kein Problem, schließlich stehen wir Ihnen für einen weiteren Austausch gerne zur Verfügung.

"richtig einsteigen."

Health Communication vereint die Kommunikationswissenschaften mit den Gesundheitswissenschaften. Health Communication untersucht den Austausch von gesundheits- und krankheitsbezogenen Informationen und ihren Einfluss auf gesundheitsrelevante Entscheidungen. Hieraus werden u. a. Strategien und Methoden zur Verbesserung der Gesundheit einer Bevölkerung abgeleitet. Health Communication identifiziert bspw. Kommunikationsprobleme im Gesundheitssektor um sie nachhaltig zu lösen. Außerdem beschäftigt sich der Studiengang mit vielfältigen Theorien über Gesundheit, Gesundheitssysteme sowie den Austausch über gesundheitsbezogenes Wissen. Es geht dabei nicht nur um den persönlichen Austausch zwischen PatientInnen und professionellen Dienstleistern wie ÄrztInnen, sondern darüber hinaus ebenfalls zwischen Organisationen, wie z. B. zwischen Krankenkassen und Krankenhäusern oder die Informationsweitergabe über Massenmedien.
Gesundheitskommunikation, also Health Communication, ist ein Teilgebiet der Gesundheitswissenschaften. Die Gesundheitswissenschaften beschäftigen sich mit den geistigen, körperlichen, psychischen und sozialen Bedingungen von Gesundheit und Krankheit auf verschiedenen Ebenen der Gesellschaft. Bei der Gesundheitskommunikation liegt der Fokus auf der Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren, wie ÄrztInnen und PatientInnen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern. Aus diesem Grund erhalten kommunikationswissenschaftliche Aspekte im Gesundheitswesen einen hohen Stellenwert im Studium.
Die Fakultät für Gesundheitswissenschaften besteht nunmehr seit über 20 Jahren und hat sich eine große Expertise und Erfahrung im Bereich der Gesundheitswissenschaften aufgebaut, wovon die Lehre im Studiengang profitiert. Auch ihre Unabhängigkeit gegenüber medizinischen oder soziologischen Fakultäten ermöglicht eine freie Forschung und eine interdisziplinare Sicht auf einzelne Themenaspekte.
In den ersten drei Semestern werden alle relevanten Grundlagen vermittelt, die für die Vertiefung und die spätere Berufstätigkeit notwendig sind. Vorkenntnisse können einen kleinen Vorteil bringen, aber die meisten Studierenden haben keine praktischen Erfahrungen im Vorfeld gesammelt und schließen das Studium erfolgreich ab. Daher bedarf es auch keiner Eignungsprüfung.
Die Veranstaltungen sind alle auf Deutsch und Schulkenntnisse in Englisch reichen aus. Viel Fachliteratur ist deutschsprachig, aber im Laufe des Studiums wird englischsprachige Literatur benutzt, um die aktuellsten Forschungsstände berücksichtigen zu können.
Im Rahmen von z. B. gesundheitswissenschaftlichen Befragungen ist es wichtig, grundlegende statistische/epidemiologische/demografische Methoden zu kennen, anzuwenden und zu interpretieren. Als Voraussetzung dafür reichen mathematische Kenntnisse bis zur 10. Klasse aus. Alle relevanten statistischen/epidemiologischen/demografischen Methoden werden im Verlauf des Studiums erlernt. Die Studierenden werden zudem während der relevanten Veranstaltungen von Lehrenden und studentischen TutorInnen begleitet, die sie bei Fragen beraten und helfen.
Durch die vielen, verschiedenen Schwerpunkte und Disziplinen im Studiengang ist es notwendig, dass Studierende eigene Schwerpunkte wählen und sich mit den eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzen, um ein individuelles Profil zu entwickeln. Das vierte bis sechste Semester bildet die Profilphase. In dieser Zeit haben Studierende die Möglichkeit, die bis dahin erworbenen Kompetenzen zu vertiefen. Auch können Studierende in frei-wählbaren Veranstaltungen (studiengangübergreifend) individuelle Präferenzen einfließen lassen und so ihr Profil weiter ausbilden. Dies hilft den Studierenden in ihrer Vorbereitung auf ein anschließendes Masterstudium oder bei der Berufswahl.
Health Communication ist ein Ein-Fach-Bachelor, d. h. es muss kein Nebenfach gewählt werden. Ein Teil der Leistungspunkte kann in fakultätsübergreifenden, frei-wählbaren Veranstaltungen erworben werden – dieser Bereich wird auch die „Individuelle Ergänzung“ genannt. Diese Ergänzungsveranstaltungen bieten den Studierenden Gelegenheit, neben dem eigentlichen Studium ihr Profil weiter zu schärfen und eigenen Interessen nachzugehen.
Health Communication ist ein zulassungsbeschränkter Studiengang, d. h. Studieninteressierte haben bis zum 15. Juli eines jeden Jahres die Möglichkeit, sich zu bewerben. Der NC verändert sich jedes Jahr, stärkere Schwankungen der letzten Jahrgänge können ein Resultat der doppelten Abiturjahrgänge sein. Im Durchschnitt liegt der NC bei 2.0. Hier finden Sie die NC-Werte der letzten Jahre.
Der Studiengang beginnt immer nur zum Wintersemester. Jährlich fangen etwa 130 Studierende an, den Bachelor zu studieren. Durch die relativ geringe Anzahl an Studierenden in einem Jahrgang wird eine individuelle Betreuung sowie ein gutes Verhältnis zu den Lehrenden ermöglicht.
Zu Beginn des Studiums finden die sog. „Einführungstage“ statt. An denen bekommen die StudienanfängerInnen alle wichtigen Informationen und die Studierenden der Fachschaft unterstützen bei der Erstellung des Veranstaltungsplans für das gesamte Semester. Ab Dienstag beginnen in der Regel die regulären Veranstaltungen. Darüber hinaus begleitet das Team von "richtig einsteigen." die Studierenden bei allen Fragen zum Studiengang und dem Studium, bei mathematischen Problemen und bei der Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Hierfür stehen sowohl fachkundige AnsprechpartnerInnen zur Verfügung, als auch Studierende höherer Semester, die mit ihren eigenen Erfahrungen die Studierenden beraten (dies ist der sog. „Orangene Tisch“).

Informationen zu Terminen werden kurz vorher auf der Internetseite veröffentlicht.
Es gibt bis zum 15. November eines jeden Jahres die Möglichkeit, „später“ zugelassen zu werden. Sollte das der Fall sein, steigt der/die NachrückerIn noch in das erste Semester ein und muss die Vorlesungsinhalte der verpassten anderthalb Monate nachholen. Dabei gibt es Unterstützung von den Lehrenden und den Mitstudierenden. Bei größeren Problemen helfen auch die Studienberatung oder die Fachschaft weiter.
Im Gegenteil. Die Fakultät begrüßt es, wenn Studierende ein Auslandssemester machen und bietet mit weiteren Einrichtungen der Universität Bielefeld unterschiedliche Möglichkeiten. Dazu gehören Praktika, AIESEC oder Erasmus“ (Hier kommen Sie zu Informationen seitens der Universität).
Es ist möglich, auch ohne Abitur zu studieren. Dafür müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, die hier nachzulesen sind. Bei Unsicherheiten oder Fragen hilft die Studienberatung im individuellen Fall weiter.
„Interdisziplinär“ heißt, dass Fragestellungen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven bearbeitet werden. Hierzu werden Modelle und Theorien aus verschiedenen Fachrichtungen herangezogen, um eine Frage, ein Problem zu lösen. Ziel ist es, durch einen solchen Perspektivwechsel eine optimale Problemlösung zu erreichen. Wichtige Fachrichtungen, deren Wissen in die Gesundheitswissenschaften einfließen, sind die Naturwissenschaften, die Medizin aber auch Sozial-, Wirtschafts- oder Pflegewissenschaften.
Die Inhalte sind breit gefächert. Dazu gehören quantitative und qualitative Methoden oder Theorien und Modelle, zum Beispiel aus der Soziologie und Ökonomie. In den ersten Semestern werden biomedizinische und ökologische sowie kommunikationswissenschaftliche Grundlagen vermittelt. Später sind auch das Erfassen und Bewerten gesundheitlicher Informationen, Methoden der sozialwissenschaftlichen sowie demografischen Forschung, theoretische und konzeptionelle Grundlagen der Gesundheitsbildung und –beratung Inhalte des Studiums. Weitere Schwerpunkte sind Epidemiologie, Organisationsberatung, Gesundheitsmanagement und E-Health. Diese differenzierten Sichtweisen sind wichtig, da im späteren Berufsleben mit vielen verschiedenen Akteuren (PatientInnen, Teilen der Bevölkerung, aber auch ÄrztInnen und Institutionen) kommuniziert wird. Ziel ist es, dass Studierende nach ihrem Abschluss sowohl für die Belange der PatientInnen eintreten, als auch handlungsleitend im Gesundheitssystem tätig sein können.
Im Verlauf des Studiums werden Praktika absolviert. Hierbei ist eines ein Pflichtpraktikum und ein weiteres kann im Rahmen der „Individuellen Ergänzung“ absolviert werden (Hier gelangen Sie zu den allgemeinen Informationen der Uni). Im fünften Semester werden Praxisprojekte, meist in Kooperation mit externen Partnern, durchgeführt oder die Studierenden können ein Praxissemester machen, also ein langes Praktikum. Die Praktika sind ein bedeutender Teil der eigenen „Profilbildung“, um mögliche Berufsfelder für sich selbst identifizieren oder ausschließen zu können.
Es gibt keinen „Prüfungsblock“. Die Prüfungen stehen meistens (aber nicht immer!) am Ende der Vorlesungszeit oder in der vorlesungsfreien Zeit an. Neben Klausuren, werden hier auch weitere Prüfungsformen wie z. B. Gruppenarbeiten, Präsentationen oder Hausarbeiten genutzt.
Im Rahmen des Studiums müssen 30 sogenannte Leistungspunkte (LP) individuell, unabhängig von der allgemeinen Studienverlaufsplanung erbracht werden. Dabei können viele Veranstaltungen anderer Fakultäten besucht werden, an Sprachkursen teilgenommen oder studienbegleitende Programme gewählt werden. Beispiele dafür sind „Europa intensiv“ oder „Studierende & Wirtschaft“. Die 30 LP können dabei das eigene Profil schärfen und die Kompetenzen vertiefen. Sie können während der gesamten sechs Semester erbracht werden. Ausführlichere Informationen sind auf der Homepage der Fakultät und der Universität zu finden. Vor Beginn des Studiums müssen noch keine Veranstaltungen gewählt werden.
(Hier gelangen Sie zu den Infos der Uni und hier gelangem Sie zu den Infos der Fakultät)
Studierende erlangen im Verlauf des Studiums wichtige überfachliche Kompetenzen wie Rhetorik oder Präsentieren. So werden bspw. durch Gruppenarbeiten u. Schwerpunktena. Teamfähigkeit, Problemlösefähigkeiten oder Organisationsfähigkeiten gefördert. Zusätzlich wird eine eigenständige Arbeitsweise unterstützt und Kommunikation, Argumentationsfähigkeit, zielgerichtetes Denken, Disziplin und Durchhaltevermögen verbessern sich während des Studiums.
Grundsätzlich handelt es sich um ein Vollzeitstudium, aber unter Umständen ist es möglich, neben dem Studium einen Nebenjob für Studierende zu realisieren. Dabei spielen vor allem individuelle Faktoren eine Rolle, zum Beispiel, wie das persönliche Zeitmanagement oder der individuelle Lernaufwand ist. Ein Nebenjob kann auch der eigenen Profilbildung zu Gute kommen.
Auch andere Masterstudiengänge können danach absolviert werden. Durch eine Profilbildung im Bachelorstudium können die Masterstudiengänge spezifischer gewählt werden, denn deutschlandweit gibt es immer mehr gesundheitswissenschaftliche Masterstudiengänge mit verschiedenen Schwerpunkten (z. B. Gesundheitsökonomie; Gesundheitsförderung; Epidemiologie; E-Health usw.). Auch Masterstudiengänge aus nahestehenden Fachrichtungen stellen eine Möglichkeit für ein weiterführendes Studium dar. Wichtig ist dabei, dass sich Studierende frühzeitig über die Zugangsvoraussetzungen dieser Masterstudiengänge informieren, da ggf. zusätzlich fachbezogene Nachweise z. B. im Bereich der BWL zu erbringen sind. Auch international gibt es viele Möglichkeiten für ein Masterstudium.
Der Studiengang qualifiziert nicht zu einer therapeutischen Tätigkeit. Ein nahestehendes Berufsfeld wäre die Gesundheitsberatung. Weitere Berufsfelder, in die ein/e AbsolventIn einsteigen kann, wären alle, in denen über gesundheitsrelevante Themen kommuniziert wird. Dabei sind auch Einrichtungen wie z. B. Krankenkassen, Krankenhäuser oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu nennen.
Es gibt eigene Stellenangebote für GesundheitswissenschaftlerInnen, da sie spezifische Kenntnisse aus dem Studium mitbringen, die andere Fachdisziplinen nicht haben. Durch die Interdisziplinarität des Studienganges ist es Studierenden der Health Communication auch möglich, sich auf Stellenausschreibungen zu bewerben, die zwar aus nahestehenden Disziplinen kommen (z. B. Psychologie, Pädagogik etc.), aber einen Gesundheitsbezug haben. In der Regel bietet sich daher eine Stellenrecherche mit verschiedensten Stellenbeschreibungen/-bezeichnungen an.
Dies kann nicht bestätigt werden. Da der Studiengang noch recht jung ist, können keine verbindlichen Aussagen getroffen werden. Allerdings kann gesagt werden, dass der Studiengang immer populärer wird und immer mehr Arbeitgeber auf den Studiengang aufmerksam werden. Dadurch erhöht sich sukzessiv die Anzahl von Stellenanzeigen.
Zwar beschäftigen sich beide Disziplinen mit der Thematik der menschlichen Gesundheit, jedoch ist ein Vergleich der Medizin mit der Gesundheitskommunikation nicht zielführend, da beide Disziplinen unterschiedliche Schwerpunkte legen. GesundheitswissenschaftlerInnen können nach Abschluss des Studiums nicht als ÄrztInnen arbeiten, da sie keine Approbation für eine ärztliche Tätigkeit erwerben. GesundheitswissenschaftlerInnen setzen sich mit der Gesundheit von Bevölkerungen oder Bevölkerungsgruppen auseinander, während ÄrztInnen die Biologie des Menschen und Vorgänge im Körper als Gegenstand des Studiums haben. Für Studierende der Health Communication steht die Vermeidung, also Prävention, von Krankheiten im Vordergrund und nicht die Heilung von Krankheiten.
Eine pauschale Aussage ist nicht möglich. Als Richtlinien für ungefähre Gehaltsklassen können die Tarife z. B. des Öffentlichen Dienstes herangezogen werden. Wie darüber hinaus das Gehalt ausfällt (also z. B. ohne tarifliche Bindung), hängt von den persönlichen Fähigkeiten und vom Arbeitgeber ab (kirchlicher Träger, eine NGO oder ein Wirtschaftsunternehmen). Auch eine vorherige Berufsausbildung oder spezifische Qualifizierungen sind hier bspw. ausschlaggebend.