Lehrkonzeption des Promotionsstudiengangs

Mit der Internationalisierung des Wissenschaftssystems und der Einführung gestufter Studienstrukturen an deutschen Hochschulen im Zuge der Bologna-Reform wurde schon lange von zahlreichen wissenschaftlichen Gremien die dreiteilige Studiengangsstruktur (Bachelor-, Master- und Promotionsstudiengang) als wünschenswert erachtet. Sie soll die internationale Vergleichbarkeit vorantreiben, ist aber an deutschen Universitäten noch lange nicht die Regel.

Bereits 2003 hat die Fakultät für Gesundheitswissenschaften mit der strukturierten Doktorandenförderung die bildungspolitischen Reformziele umgesetzt. Durch die Einführung des Promotionsstudiengangs als dritten Baustein des konsekutiven Studienmodells ist ein Schritt geschaffen worden, der innovative Lehre und intensive inhaltliche Begleitung des Promotionsfortschritts verbindet. Die Lehrkonzeption des Promotionsstudiengangs ist an einer klaren, transparenten Struktur mit definierten Verantwortlichkeiten, an einer sinnvollen Begrenzung der Promotionsdauer, an einer Stärkung von Eigenverantwortung und Selbständigkeit der Promovierenden orientiert.

Der Promotionsstudiengang fördert die wichtige Qualifizierungphase für den wissenschaftlichen Nachwuchs durch eine interdisziplinäre Lehrkonzeption, die auch praxisorientiert angelegt ist. Das Lehrprogramm wird berufsbegleitend in Blockveranstaltungen angeboten.

An der Lehre beteiligt sind Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher wissenschaftlicher Disziplinen, um Anspruch und Wirklichkeit, Ambitionen und Möglichkeiten des Promotionsvorhabens in eine sinnvolle Balance zu bringen. Zugleich werden die Promovenden stimuliert, kontinuierlich ihre Arbeitsvorhaben vorzutragen und an dem Lehrprogramm auszurichten. Auf diese Weise werden der Prozess der Forschung intensiv begleitet und die für eine Dissertation typischen aktuellen Forschungs- oder Methodenfragen im Rahmen der unterschiedlichen Lehrblöcke diskutiert.

Jedes Jahr werden nach klaren Zugangsregeln Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen gesundheitswissenschaftlich relevanten Disziplinen aufgenommen, um die interdisziplinäre Ausrichtung von Public Health zu gewährleisten. Der Weg zur Promotion ist systematisch konzipiert und an einem ausgewogenen Lehrprogramm orientiert, um ein produktives und wissenschaftlich attraktives Spannungsfeld zwischen Lehrenden und Promovenden zu gestalten.

Die erfolgreiche Durchführung und organisatorische Abstimmung wird durch eine begleitende Studiengangsleitung und Studienkoordination unterstütztt sowie durch eine gewählte Jahrgangssprecherin bzw. einen Jahrgangssprecher, die/der bei Bedarf zwischen Organisation bzw. Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern und Promovendengruppe vermitteln kann und damit den intensiven Austausch gewährleistet.

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