ABSOLVENTEN BERICHTEN…

Sabine Tannert
Sabine TannertSieben Jahre in der Personalarbeit haben meine Überzeugung bestärkt, dass die meisten Unternehmen noch die Augen verschließen vor den Auswirkungen des demographischen Wandels. Sie bereiten sich nicht darauf vor, dass ihre Belegschaft „in die Jahre kommt“ und die jüngeren Bewerber andere Ansprüche stellen im Hinblick auf eine im wahrsten Sinne des Wortes „gesunde“ Unternehmenskultur, die ein gesundes und sinnstiftendes Arbeiten bis zur Rente ermöglicht.
Da betriebliches Gesundheitsmanagement dabei eine zentrale Rolle spielen wird, habe ich parallel zu meiner Tätigkeit in der Personalarbeit das Fernstudium Angewandte Gesundheitswissenschaften in Bielefeld absolviert und im Februar 2007 erfolgreich abgeschlossen. Die Bielefelder Campus-Luft und die inspirierende Lehratmosphäre haben mich bewogen weiterzumachen und den Bachelor Angewandte Gesundheitswissenschaften in Magdeburg zu absolvieren. Zurzeit schreibe ich meine Bachelor Arbeit zum Thema Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Betriebe mit dem Schwerpunkt Wissenstransfer.
Ich habe mittlerweile meinen Arbeitgeber gewechselt und bin seit November 2007 Leiterin im Gesundheitsmanagement bei einem regionalen Energieversorgungsunternehmen, das glücklicherweise zu den Unternehmen zählt, die ein Gesundheitsmanagement implementiert haben. Damit haben wir die personalen und zeitlichen Ressourcen, neben bewährten Instrumenten, wie beispielsweise Gesundheitszirkel neue Konzepte und Projekte zur Gesundheitsförderung zu planen und durchzuführen.
Das Fernstudium hat mir in mehrfacher Hinsicht den Weg geebnet, eine Position zu bekommen, in der ich mich „zur richtigen Zeit, am richtigen Platz“ fühle. Erstens habe ich dadurch das Wissen und die erforderliche Qualifikation erhalten, zweitens habe ich in meiner Biographie den Pluspunkt, dass lebenslanges Lernen sich lohnt und Angehörige der Babyboomer-Generation noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil räume ich dem Netzwerk mit den Kommilitoninnen und Kommilitonen ein, denn durch dieses Netzwerk habe ich von der vakanten Position erfahren und mich daraufhin erfolgreich beworben. Das während des Fernstudiums in Bielefeld erworbene Wissen hilft mir bei meiner jetzigen Tätigkeit in vielfacher Weise, insbesondere die Sichtweise der Salutogenese prägt meine tägliche Arbeit und rückt in den Bereichen Gesundheit und Arbeitsschutz den präventiven und ressourceorientierten Ansatz in den Mittelpunkt.

Eike Schumann
Eike Schumann Seit zwei Jahren leite ich als Ärztin und Gesundheitsmanagerin das Referat Gesundheitsförderung am Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz (Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen). Damit verbunden ist ein breites, abwechslungsreiches und anspruchsvolles Aufgabenspektrum, das von der Erarbeitung fachlicher Stellungnahmen, über Moderationstätigkeiten, Projektmanagementaufgaben, Kampagnen- und Maßnahmenplanung bis hin zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit reicht. Inhaltliche Schwerpunkte meiner Arbeit sind beispielsweise die HIV- und Aidsprävention, die Förderung der Kindergesundheit, gesunde Ernährung und Bewegung, die Gesundheitsförderung bei speziellen Zielgruppen wie z.B. von sozial Benachteiligten, Maßnahmen zur Krebsbekämpfung oder die Selbsthilfeförderung. Das Fernstudium der Angewandten Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld brachte für mich nicht nur einen dicken Pluspunkt in meiner Bewerbung um meine jetzige Stelle. Ich profitiere heute in meiner täglichen Arbeit von den Früchten des Fernstudiums in vielfacher Weise. Besonders hilfreich sind mir die erworbenen Kenntnisse über die Strukturen des Gesundheitssystems sowie zu den Interessen, Motivationslagen und Hintergründen der verschiedenen Akteure des Systems. Diese Kenntnisse sind für mich eine unverzichtbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit.

Karsten Stingl
Karsten Stingl Ich arbeite als Case Manager in der Klinik für Neurologie der Universitätskliniken Giessen und Marburg, am Standort Marburg. Dort bin ich für die Initiierung und Planung des Entlassungsprozesses bereits am Aufnahmentag, bzw. binnen 24 Std. nach der Aufnahme zuständig. Zu meinen Aufgaben gehört die Sicherung der poststationären Versorgung mit Kooperation externer Dienstleister (home care, pflegedienste, stationäre Einrichtungen etc.), Monitoring und Evaluation des Entlassungsprozesses. Diese Position wurde im Rahmen eines Projektes in der Klinik neu konzipiert und soll weiter ausgebaut werden. Da ich von Hause aus einen Krankenpflegeabschluss habe, hätte ich ohne die erworbenen Kenntnisse durch das Fernstudium Angewandte Gesundheitswissenschaften an der Universität Bielefeld, diese "Pionierarbeit" nicht durchführen können.

Anja Wellmann
Anja Wellmann Als gelernte Krankenschwester hat mich der Abschluss des Fernstudiums Angewandte Gesundheitswissenschaften inspiriert weiter zu studieren und einen Bachelorabschluss in Health Communication zu erreichen. Dadurch bekam ich die Möglichkeit, im Medizincontrolling der Universität Greifswald im mittleren Management als Projektleitung tätig zu werden. Hier bin ich zuständig für die Einführung eines Computertools zur schnellen und transparenten Abarbeitung von MDK Anfragen. Darüber hinaus nehme ich die monatlichen Auswertungen aus diesem Tool heraus vor und bin zudem im Rahmen der Reklamationsbearbeitung für das Erstellen von medizinischen Stellungnahmen bzw. Gegengutachten an den MDK mitverantwortlich. Das Fernstudium in Bielefeld hat mich dazu befähigt, etwas über den Tellerrand meiner eigenen Disziplin hinauszusehen, in größeren Zusammenhängen zu denken und Gesamtprozesse eines Betriebes besser zu verstehen. Hilfreich war die Vermittlung theoretischer Hintergründe insbesondere in den Bereichen, Statistik, Projektmanagement, DRG's und Gesundheitspolitik.

Marcel-Ruben Weigand
Marcel-Ruben WeigandNach meinem Erststudium war ich als Dipl. (Sprach-) Heilpädagoge sechs Jahre lang im ambulanten und stationären Bereich tätig. Parallel hierzu habe ich das Fernstudium Angewandte Gesundheitswissenschaften absolviert. Direkt nach Abschluss des Fernstudiums war ich Anfang 2005 beim Gemeinsamen Bundesausschuss / G-BA im Bereich stationäre Qualitätssicherung und Methodenbewertung beschäftigt. Seit April 2008 arbeite ich nun als Referent für Kooperation und Netzwerkmanagement bei der Bundesgeschäftsstelle der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland / UPD (Modellprojekt nach § 65b V. Sozialgesetzbuch). Sowohl für die Tätigkeit im G-BA als auch für meinen derzeitigen Arbeitsbereich ist das Studium sehr hilfreich, da ich dadurch einen guten Einblick in die komplexen Strukturen und Herausforderungen des Gesundheitswesens erhalten habe. Gerade auch für die Kooperations- und Netzwerkaufgaben bei der UPD ist es überaus wichtig, das Zusammenspiel der Akteure im Gesundheitswesen zu kennen, um effiziente Kooperationen aufzubauen und die Unabhängige Patientenberatung im Gesundheitswesen weiter zu verankern. Zudem sind die Grundsätze von Public Health für die Patientenberatung der UPD ganz elementar. Ziel der Beratung ist es, die Autonomie des Ratsuchenden zu fördern und ihm Lösungswege für seine Bedürfnisse aufzuzeigen und für mehr Transparenz (Lotsenfunktion) im Gesundheitswesen zu sorgen.

Martina Redemann
Martina Redemann Ich habe als Ökotrophologin das Fernstudium Angewandte Gesundheitswissenschaften 2001 abgeschlossen und arbeite seitdem freiberuflich als Gesundheitsmanagerin für Prävention und betriebliche Gesundheitsförderung. Ich hatte soviel Freude und Spaß an den Themen, dass ich danach nicht nur einen Bachelor in Gesundheitskommunikation absolviert habe, sondern an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften auch noch den Master in Public Health abgeschlossen habe. Mein Motto ist: Ein erfolgreiches Unternehmen braucht Mitarbeiter, die gesund und engagiert sind. Deshalb biete ich mit meinem Team Gesundheitsmanagement für Unternehmen, Betriebe, Berufsgenossenschaften und Einrichtungen des öffentlichen Rechts an. Unser Angebot besteht aus: Bedarfsanalysen, Evaluationen, Informationsveranstaltungen, Gesundheitszirkeln, Verhaltens- und verhältnisbezogene Maßnahmen, Image- und PR- Maßnahmen Individualmaßnahmen zu den Themen: Bewegung, Ernährung, Sucht, Stress.

Gabriele Neugebauer
Gabriele NeugebauerIch habe als Sozialversicherungsfachangestellte der AOK Westfalen Lippe das Fernstudium Angewandte Gesundheitswissenschaften im Februar 2001 abgeschlossen. Nach Beendigung des Studiums übernahm ich in der Regionaldirektion Steinfurt, Borken die Stelle einer Vertriebsgebietsleiterin. Seit dem 01.01.2008 bin ich als Abteilungsleiterin Versicherungsservice tätig.

Als Vertriebsgebietsleiterin hatte ich primär die Aufgabe, die marktorientierte Dienstleistungserbringung und den Ausbau der Marktposition der AOK Westfalen-Lippe in meinem Vertriebsgebiet sicherzustellen. Dazu gehörte insbesondere die Steuerung der vertrieblichen Aktivitäten und des Kostenmanagements. Meine Aufgabe als Abteilungsleiterin Versicherungsservice ist u. a. die regionale Projektleitung für das Kosten- und Leistungsmanagement. Eine besondere Herausforderung in beiden Tätigkeiten ist dabei die Führung von ca. 90 Mitarbeiter/innen.

Bei meinen vielen Kontakten sowohl zu unseren Vertragspartnern, wie z. B. zu Ärzten und Krankenhäusern, zu unseren Privat- und Firmenkunden und auch bei der Führung der Mitarbeit/innen haben mir die Inhalte des Studiums Angewandte Gesundheitswissenshaften sehr geholfen. So konnte ich z. B. mit Medizinern über das Funktionieren der Gesundheitssysteme im In- und Ausland diskutieren. Daneben war es mir möglich, Vergleiche anzustellen, was in Deutschland besser oder schlechter läuft und was dringend verändert werden müsste. Insbesondere die Themen „Disease-Management“, „Verträge zur integrierten Versorgung“ und „Hausarztmodelle“, die im Rahmen meines Fernstudiums ein wichtige Rolle einnahmen, sind regelmäßig Inhalt dieser Gespräche.

Marcus Eichler
Marcus EichlerDie sich mittlerweile im Jahreswechsel ändernden Rahmenbedingungen des Gesundheitssystems, bedingt durch demographischen, politischen und ökonomischen Wandel, stellen hohe Anforderungen an die hiervon betroffenen Leistungsträger. Auch an der Schnittstelle zwischen klinischer und präklinischer Patientenversorgung sind hier aktuell einschneidende Veränderungen zu spüren. Im „Fernstudium Angewandte Gesundheitswissenschaften“ werden zu diesem Themenbereich sowohl die erforderlichen theoretischen Grundlagen, als auch die derzeitigen Entwicklungen aus „erster Hand“ vermittelt. Art und Auswahl der Themen sowie der Referenten gewährleisten einen umfassenden Wissenserwerb, der einen deutlichen Qualifikationsvorteil schafft. Hierauf aufbauend vertieft der Masterstudiengang „Master of Health Administration“ insbesondere den Transfer auf die Umsetzung des erworbenen Wissens. Eine Qualifikation, welche von vielen Arbeitgebern als strategischer Vorteil erkannt wird.
In meinem Berufsfeld als ärztlicher Leiter eines Notarztstandortes schafft diese Qualifikation im Rahmen von Verhandlungen mit Kooperationspartnern und Kostenträgern sowie weiteren Leistungserbringern im Gesundheitswesen Handlungs¬spielräume, die zum Vorteil der Patientenversorgung genutzt werden können. Diese beiden Studiengänge sind dem Interessierten wärmstens zu empfehlen.

Susanne Härtig
Susanne Härtig Nach dem abgeschlossenen Medizinstudium und dem Beginn meiner Assistenzärztinnenzeit habe ich nach Zusatzqualifikationen zur Erweiterung beruflicher Möglichkeiten gesucht. Mit dem Ziel, einen Einblick in die Gesundheitswissenschaften zu bekommen und somit einen Blick über den Tellerrand zu werfen, begann ich im April 2009 das Fernstudium Angewandte Gesundheitswissenschaften. In der einjährigen Studienzeit wurden die theoretischen Hintergründe zu verschiedenen gesundheitswissenschaftlichen Themenbereichen durch die Studientexte vermittelt. Kompetente und engagierte Dozenten aus verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen stellten die Inhalte in den Präsenzphasen sehr verständlich und anregend dar. Besonders interessant waren auch die Diskussionen mit den Kommilitonen aus verschiedenen Arbeitsbereichen im Gesundheitswesen. Es wurden Themen wie Prävention und Gesundheitsförderung, Akteure des Gesundheitswesens, die Strukturen des Gesundheitssystems, der demographische Wandel und seine Folgen, die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesen, Qualitätsmanagement oder Projektmanagement erläutert. Dies stellte eine sehr gute Ergänzung zum Medizinstudium dar, die auch für die alltägliche Arbeit in der Kommunikation mit den „weiteren“ Akteuren des Gesundheitswesens hilfreich ist. In den Kompetenztrainings konnten zudem wichtige Fertigkeit für den beruflichen Alltag erlernt und /oder vertieft werden (z.B. Erlernen von Moderationstechniken). Positiv stellt sich für mich auch die Möglichkeit dar, aufbauend auf diesem Fernstudium den Masterstudiengang „Health Administration“ anschließen zu können.

Karin Lüpken
Karin Lüpken Seit 1997 bin ich beruflich in verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens tätig und habe berufsbegleitend ein Studium der Wirtschaftwissenschaften zur Betriebswirtin (VWA) abgeschlossen. Neben der Neugierde auf die Inhalte der Wirtschaftswissenschaften, stellten sich vielfache Fragen zu den Inhalten und der Entwicklung der Gesundheitswissenschaft. Das Interesse wuchs aufgrund der Erfahrungen, Eindrücke und Entwicklungen im Gesundheitswesen. Welche Möglichkeiten und Auswirkungen hat die Gesundheitspolitik? Wo liegen die Herausforderungen und die Chancen? Welchen Einfluss hat jeder Einzelne von uns? Welche Auswirkung hat die demografische Entwicklung? Welche Handlungsfelder haben wir im Gesundheitsmanagement? Im Fernstudium Angewandte Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld habe ich viele Fragen beantwortet bekommen und zahlreiche Anregungen für das weitere Vorgehen und die Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen, erhalten. Ich freue mich auf die Herausforderungen als Gesundheitsmanagerin und werde mich ihnen mit Engagement und Energie stellen. Ganz nach dem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe: „Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun“! In diesem Sinne wünsche ich allen Absolventen und kommenden Studierenden des Studiengangs, das erworbene Wissen anzuwenden und umzusetzen, damit wir auch in Zukunft ein starkes Gesundheitssystem vorfinden.

Maurice Thubauville
Maurice Thubauville In der heutigen Zeit ist es wichtiger denn je, sein Wissensspektrum stetig zu erweitern. Seit einem Jahrzehnt im Gesundheitswesen tätig, habe ich nach Abschluss der Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten und dem Krankenkassenbetriebswirt nach einer weiteren Möglichkeit gesucht, fundiertes Wissen aufzubauen. Zudem gehört es bei meinem Arbeitgeber innerhalb der Führungskräfteentwicklung dazu, Mitarbeiter durch Teilnahme an dem Fernstudium Angewandte Gesundheitswissenschaften systematisch weiter zu qualifizieren. Die Teilnahme hat mir bereits während des Studiums den Weg zu einer neuen Herausforderung beschert: ein verantwortliche Stelle im Bereich Versorgungsmanagement, Schwerpunkt Disease Management Programm (DMP). Dazu werden sich im Laufe der Zeit die Felder Hausarztzentrierte und Integrierte Versorgung gesellen. Gerade letzteres Themenfeld bildete einen Schwerpunkt in meiner Projektarbeit, zugleich die Abschlussarbeit des Fernstudiums. Wenn auch das Thema natürlich nur theoretisch abgehandelt werden konnte – für die Praxis habe ich eine wichtige Grundlage, auf die ich künftig zurückgreifen kann. Und darüber hinaus kann aus der Projektarbeit dann doch auch Praxis werden – in unserem Hause wird zumindest darüber nachgedacht, meine im Studium entwickelte Projektarbeit umzusetzen. Daher kann ich Ihnen nur empfehlen: Bilden Sie sich weiter. Dieses Studium wird Ihnen dabei helfen, ihre Wissensbasis zu erweitern und zudem im aktiven Austausch mit anderen Studienteilnehmern die Blickwinkel der „anderen“ Marktteilnehmer noch näher kennenzulernen. Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

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